Anleitung zum Entlieben

26.12.2010 um 14:31 Uhr

Geschemkevergleich

von: Lapared

 Verstehe. Du hast eim alte Baname bekommem!

 Tja Tomatchem.... die Welt ist nicht immer gerecht.

 Aber Omkel Curd wird das im Ordnumg brimgen...

 Ich schiebe die Schokolade hier rüber, damm musst du sie nicht sehem.

  Vergiss Schoki eimfach, was Tomatchen nicht weiß, macht Tomatchem nicht heiß

 Obst ist auch besser für die Linie - übrigems, wo ist eigemtlich deim Hals?

Wir - Curd, Tomatchen und Lchen - hoffen, Sie hatten eine schöne Bescherung.

P.S. Ganz besonders liebe Grüße an Weihnachtsfräulein Ina, die Curd dieses elegante Strick-Ensemble geschenkt hat! Eine Wucht! Dankeschön!

24.12.2010 um 16:07 Uhr

Frohe Weihnachten 2010

von: Lapared

 Eimumdzwamzig...

 zweiumdzwamzig...

 Dreiumd... Sie ist so berechembar.

 "Umd? Was führt Sie zu mir, Frau Tomatchem?"

 "Ein Geschemk!? So so."

 Irgemdwas führt sie im Schilde.

 Sie will mich eimwickelm.

 HUCH!!? Oder sich! 

 Fröhliche Weihnachtem!

19.12.2010 um 16:01 Uhr

Advemt Advemt

von: Lapared

 So weit ist es schom...

 Jetzt hänge ich hier rum, weil SIE auf meim Couch sitzt 

 Ich bilde mir eim, dass sie womöglich auch hier aufkreuzt.

 Mamchmal denke ich, dass sie mich beobachtet

   Mam wird ja gamz IRRE

 Neim, wird man nicht.

Schönem viertem Advemt!

P.S. Ich weiß, dass einige von Ihnen ein bisschen enttäuscht sind, wenn - Moment, ich muss Curd kurz die Augen zuhalten - wenn schon wieder nur Fotos von Curd und Tomatchen erscheinen (so heißt seine anhängliche Nachbarin). Ich kann nur sagen, seien Sie froh. Seien Sie heilfroh, dass wir im Moment Curds Liebesleben verfolgen dürfen. Bei meinem würden Sie nach zwei Sekunden wegnicken. Außerdem liege ich gerade mit dem dritten Buch in den Wehen, quasi. Deshalb habe ich manchmal einfach ein bisschen mehr Lust auf Fotos als auf noch mehr schreibenschreibenschreiben… Ich verspreche, es kommen auch wieder andere Zeiten.

Auch von mir einen schönen vierten Advent - mit Keksen, Kerzchen und einer bullernden warmen Heizung (mit Thermostat oder - noch besser - auf zwei Beinen.)

12.12.2010 um 15:20 Uhr

Advemtskaffee (Fortsetzumg)

von: Lapared

 Sie will mich provozierem

 Sie denkt, sie könnte sich über meim Beine lustig machen

   Hier auf meim eigenem Couch!

   Lächerlich...

   !!!!!!!!?

 Könnem Sie auch irgemdwas mit dem Kopf, Gnädigste?

 !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 Toll.

Lieben friedlichen dritten Advemt!

05.12.2010 um 16:20 Uhr

Statt Plätzchen

von: Lapared

Heute, passend zu Weihnachtszeit, wenden wir uns einem ganz besonders spannenden Thema zu. Lchens Nase. 

Lchens Nase ist ein bisschen anders als andere Nasen. Sobald die Außentemperatur unter die magische 10 Grad-Grenze sinkt, fängt Lchens Nase an zu laufen. Und hört bis zum nächsten Sommer nicht mehr damit auf.

Zwischen September und Mai trage ich quasi ständig einen Tropfen trübgelbes Nasenwasser vorne an der Nasenspitze. Zäher als Wasser, aber deutlich flüssiger als Schnodder - übrigens, wie war der Adventskaffee?

Je kälter es wird, desto stärker tropft meine Nase. Ab null Grad und darunter trage ich den Tropfen dann nicht mehr direkt an der Nasenspitze, sondern an einem langen Schnodderwasserfaden auf Kinnhöhe. So kann der Tropfen ein bisschen hin- und herbaumeln und sich umschauen. Und wird auch selbst von anderen Menschen viel besser gesehen (Guck mal Mutti, die Frau hat Flüssigpopel!).

Auf dem Fahrrad ist es auch sehr lästig. Vom Fahrtwind wird der Schnodderfaden dann mal links mal rechts an meine Wangen geschleudert. Bei so kalten Temperaturen, wie wir sie gerade hatten, bleibt er an der eiskalten Gesichthaut haften und friert fest. Meinen Zielort erreiche ich mit Ornamenten im Gesicht, die ein bisschen an die Narben erinnern, die sich Menschen zufügen, denen Tatoos und Piercings nicht mehr reichen. Und wenn ich dann endlich wieder im muckelig Warmen bin, leckt das Näschen zwar nicht mehr so doll, dafür tropft mir getaute Rotze von den Wangen. (Sind Sie einverstanden, wenn wir den großen Plätzchenteil auf´s nächste Mal verschieben?)

Dick - Sie erinnern sich, der in jeder Hinsicht erfindungsreiche Holländer - hatte mir deshalb zum Spaß mal einen Nasentropfenfänger gebastelt. Aufmerksam war er ja. Im Prinzip funktionierte dieser Nasentropfenfänger genau wie die Tropfenfänger, die man leckenden Teekannen umhängt. Mit einer kleinen weichen Schaumstoffrolle, die unter der Nase anlag und die abgehenden Tropfen aufsog, und daran zwei Gummischlaufen, die links und rechts über die Ohrmuscheln gestreift wurden und das Röllchen hielten. Einfach, aber genial. Leider sah ich damit aus wie Adolf Hitler, deshalb wollte ich den Tropfenfänger in Amsterdam lieber nicht tragen. Heute bereue ich, dass ich dieses tolle Geschenk ausschlug. Ich könnte den Tropfenfänger so gut gebrauchen.

Denn meine kleinen Nasenblutgefäße (das sind die, die zu schwach und deshalb an der Triefnase schuld sind, sagt der Doktor), also, die kleinen Dinger sind mit den Jahren ja nicht stärker geworden. Die Winter dafür kälter. Und das Ergebnis: Gestern flirtete ich mit einem Herrn auf dem Weihnachtsmarkt (ganz zaghaft, ich erwog sein nettes Lächeln zu erwidern), als ich plötzlich merkte, dass ein Schnodderfaden in meinen Glühwein hinabhing, als wolle er dort angeln. Der Mann sah das natürlich auch, sein bezauberndes Lächeln musste ganz neu interpretiert werden (er grinste, der Hund!). Noch nie hatte ich so schnell einen Weihnachtsmarkt verlassen. Ja, man kann durchaus sagen, dass meine nasale Inkontinenz mich mittlerweile in die soziale Isolation treibt. Depressionen sind fast unvermeidlich. ABER: Da gibt es etwas, dass mich tröstet…

(Anschnallen, JETZT wird´s weihnachtlich.)

Mein Trost ist Rudolph. Rudolph, das kleine rotnasige Rentier. Seit Rudolph wissen wir, dass nasale Absonderheiten keineswegs dauerhaft zu Ausgrenzung und Einsamkeit führen müssen. Das Blatt kann sich ganz plötzlich wenden. Denn wie endet bekanntlich die Geschichte vom kleinen Rudolph, der wegen seiner leuchtend roten Nase von allen anderen Rentieren gehänselt wurde? Das Ende der Geschichte geht nämlich so:
„Als Santa Claus an einem besonders nebligen Weihnachtsabend zu seiner Fahrt aufbrechen will, bittet er Rudolph, mit seiner Nase den Weg durch die undurchsichtige Nacht zu leuchten. Seither darf das kleine Rentier den Schlitten anführen und kein anderes Rentier lacht mehr über ihn.“

So wird es vielleicht auch mir gehen, tröste ich mich nach Abenden wie dem gestrigen. Wenn ich nach so einem Weihnachtsmarktbesuch einsam und nicht mal vollständig mit Glühwein abgefüllt auf meiner Couch sitze, glaube ich ganz fest daran, dass mir irgendwann etwas Ähnliches widerfahren wird wie Rudolph, dem Rentier: Ein dicker, alter, schlecht gekleideter Mann wird kommen und sagen, ich soll ihn durch die Nacht kutschieren. „Einfach Ihrem Nasentropfen nach, Lady!“ raunt er mir zu. Gemeinsam fahren wir los. Immer in die Richtung, in die mein kleiner Tropfen gerade baumelt. Und alles wird gut.

Frohen 2. Advent!