Anleitung zum Entlieben

24.04.2011 um 18:19 Uhr

Eier strecken

von: Lapared

Heute war ein kritischer Tag. Das Freibad machte auf. Zeit für einen Blick auf die Bikinifigur. Und was die Zeit davon übrig lässt.

Wenn es nur der Kampf gegen die Pfunde wäre. Auch der ist schwer genug, aber man hat zumindest eine faire Chance. Oder sagen wir eine Chance. Weniger essen führt in den allermeisten Fällen zu weniger wiegen. Je älter man wird, umso mehr weniger muss man essen, um weniger zu wiegen. Das ist natürlich nicht leicht. Aber zumindest eine winzige Chance ist da.

Anders bei der der Gewichtsverteilung. Selbst wenn das Gewicht gleich geblieben ist, kann man sich keineswegs sicher sein, dass man sich seit dem letzten Sommer nicht unvorteilhaft verändert hat. Ich zum Beispiel gehöre zu dem Figurtypus, bei dem der Arsch schleichend nach vorne wandert. Von der Gesäßgegend, dem Stammgebiet des Hinterns, zum Unterbauch. Tina Turner hat auch so eine Figur. Vermutlich viele Frauen.

Am Anfang denkt man noch, es handelt sich um einfachen Arschschwund, abnutzungsbedingt, weil man so viel darauf sitzt oder so. Aber ein Arsch verschwindet ja nicht so einfach. In der Regel ist der Hintern noch da, aber woanders. Und wenn man ihn dann - meistens zu Beginn der Badesaison - am Bauch entdeckt, ist das Entsetzen groß.

So ging es übrigens auch Curd, der mich - nachdem im Freibad irgendjemand irgendwas zu ihm gesagt hatte - ausdrücklich bat, seinen ersten Ostergruß durch ein Foto zu ersetzten, auf dem seine Bauchzone bedeckt ist. Was ich hiermit tue.

 Kiste? Was meinte der Junge mit "Du hast aber ne ganz schöne Kiste"?

   Eier streckem.

Diese schleichende Arschwanderung ist übrigens nicht - wie uns die Fitnessindustrie glauben machen will - durch Training abzuwenden. Ich kenne jede Arschübung - wer kennt sie nicht - ich praktiziere sie sogar regelmäßig. Der Po schleicht sich trotzdem. Und das häufige Schwimmen macht es nicht besser, im Gegenteil. Schwimmen ist bekanntlich ein Gesäßkiller. Von Franzi stammt der berühmte Satz: Ich habe mir den Arsch abgeschwommen. Aber deshalb aufs Schimmen verzichten? So weit kommt es noch. Dann lieber Cognacbohnenfigur.

So sagt meine Freundin Wpunkt gern dazu. (Wie die kulinarische Wiederentdeckung der Cognacbohne da hinein spielt, erkläre ich ein anderes Mal). Sie meinte übrigens auch festzustellen, dass Curd ebenfalls eine Cognacbohnenfigur hat. Und sie ließ sich zu der Theorie hinreißen, dass meine figürliche Veränderung gar nichts mit dem Alter zu tun hat, sondern dass das Hundebesitzerphänomen dahinter steckt. Hundebesitzer werden ihren Hunden angeblich ja auch immer ähnlicher. 

Das ist natürlich lächerlich. Aber als wir - nachdem Curd nicht länger im Freibad bleiben wollte - an den See gefahren sind, habe ich zumindest begriffen, was Wpunkt mit Cognacbohnenfigur meint.

   Kiste Kiste Kiste...??? 

Wie auch immer. Sollte ich mich in meinen Proportionen tatsächlich Curd annähern, hat es auch einen Vorteil. Schuhe, vor allem flache Schuhe, wie ich sie gerne trage, sehen in kleinen Schuhgrößen einfach besser aus.

24.04.2011 um 15:15 Uhr

Ostern umd Messer im Po

von: Lapared

 (Sie wissem ja, was ich für Stamdbilder durchstehe...)

17.04.2011 um 17:01 Uhr

Waschumfall

von: Lapared

   Ich war vom Amfamg am dagegem.

   Wieso willst du meim Mützchem waschem, habe ich gesagt.

   Umd jetzt passt es mir nicht mehr.

   Ich werde ebem ohme meim Mützchem lebem müssem.

 APRIL APRIL!

 (Ich hab extra eim bisschem gewartet mir meim famtastischem Scherz...)

 (Amfamg April hättem Sie doch sofort durchschaut)

10.04.2011 um 19:45 Uhr

Lchen macht in Politik

von: Lapared

Es ließt sich so harmlos: Weizenmehl, Margarine, Wasser, Emulgatoren (E471, E322, E472e, E481), Säuerungsmittel E330, Konservierungsstoff E202, Feuchthaltemittel E422, Stabilisator E420, Antioxidationsmittel E300... Und doch verbirgt sich hinter diesen harmlosen Zutaten eins der gefährlichsten Suchtmittel unsere Zeit. Die sogenannte Lütticher Zuckerwaffel des PENNY-Zulieferanten "Café Time". Vier Stück einzeln verpackt. Ich bin süchtig danach.

Und ich bin außerdem für eine Legalisierung gewisser Drogen. Wir sollten es machen wie in den Niederlanden. In den Niederland hatte ich nie Probleme mit Belgischen Zuckerwaffeln. Dort gab es sie bei der Supermarktkette Albert Heijn an jeder Ecke spottbillig zu kaufen, und ich konnte ihnen problemlos widerstehen. Zur Not, wenn ich nach dem ersten 12-er Pack nicht aufhören konnte, bin ich rasch in den Coffee-Shop gleich neben Albert Heijn und habe ein Tütchen geraucht. Schon war alles gut.

Erst hier in Hamburg, wo Lütticher Zuckerwaffeln von allen großen Lebensmittelhändlern wie PENNY, REWE oder ALDI boykottiert werden und nur dann und wann als rare Aktionsware im Regal auftauchen, sind sie für mich ein Suchtartikel geworden. Wenn es sie mal gibt, kaufe ich den ganzen Aktionstisch leer. Ein paar Tage bin ich im totalen Zuckerwaffel-Rausch. Momentan gibt es sie - Osteraktion! - und ich habe in den letzten Tagen so viele Zuckerwaffeln gegessen, dass ich mich selbst wie eine Waffel fühle. Und so aussehe. Mein Gesäß und meine Oberschenkel haben bereits das typische Dellenraster. Eine Folge falscher Zuckerwaffel-Politik in Deutschland!

Apropos Politik. Die SPD hat hier in Hamburg ja ganz fett abgesahnt. Zeit für mich, endlich zu meinen sozialdemokratischen Wurzeln zu stehen und mich offen und ehrlich auf die Seite der Sieger zu schlagen. Ich werde in die Hamburger SPD eintreten. Eine Lockerung der restriktiven Zuckerwaffel-Politik wird nicht das Einzige sein, für das ich mich engagiere. Hamburg, idyllisch gelegen in der Nähe von Krümmel und Brunsbüttel, braucht mich. Olaf Scholz braucht mich. Ich habe vor, mein Sprachtalent zukünftig in den Dienst einer größeren Sache zu stellen und dem Bürgermeister meiner Stadt die Reden zu schreiben. Er weiß davon noch nichts, aber er wird schon sehen, dass das besser für ihn ist, für uns alle, für Deutschland. (Sehen Sie, ich kann das. Und vor allen kann ich dank meiner enormen sprachlichen Beweglichkeit Zusammenhänge herstellen und Brücken geschlagen, egal wohin, ein echtes Pfund in der Politik.)

Womit wir wieder bei den Lütticher Zuckerwaffeln wären. Ich bin ein Berliner, sagte John F. Kennedy anlässlich des 15. Jahrestages der Berliner Luftbrücke vorm Schöneberger Rathaus. Worte, die in die Geschichte eingingen.

Ich bin eine Zuckerwaffel, wird Olaf Scholz sagen. Eines Tages, wenn er erschöpft von den großen Themen kurz vor Feierabend noch mal vor den Senat tritt und sich für eine ganzjährige Listung der Zuckerwaffel in Hamburgs Supermärkten einsetzt.

Es wird keine historische Rede sein wie die des Fürsprechers des Konkurrenzgebäcks. Niemand wird sie drucken, zitieren, das Ausland wird kaum Notiz davon nehmen. Aber sie wird überzeugen. Und Olaf Scholz wird damit aus vielen Süchtigen wieder glückliche entspannte Menschen machen, die wissen: Es gibt die Waffel von nun an immer. Ich muss sie nicht heute essen, sie ist morgen auch noch da.

Das ist Bürgernähe, hautnah. Nicht nur in Hamburg, genauso in Berlin und überall auf der Welt, wo Menschen leben, die Zuckerwaffeln lieben. Danke, Olaf Scholz.

Hach, ich freue mich auf´s Reden schreiben ;)  

03.04.2011 um 14:38 Uhr

Curd vor der Tür

von: Lapared

 Geh vor die Tür, spielem, hat sie gesagt, umd dabei so geheimnisvoll getam.

 Vielleicht fimdest du draußem ja was Schömes.

 Ich suche ja!

   Ach, das ist mir zu blöd.

 Wer bim ich demm?

 Also ehrlich....