Anleitung zum Entlieben

31.10.2011 um 19:32 Uhr

Am 11. November ist Martinstag

von: Lapared

 Hier ein ganz besonderes Laternendesign von Ina...

 und ihrem fleißigen Junior-Team.

Das Modell heißt "Papa-Laterne" und ist leider noch ein Unikat. VIELEN DANK für die tolle Idee!

30.10.2011 um 15:03 Uhr

Neubeginn

von: Lapared

 Seufz

 Seufz

 Seufz

   Seufz seufz seufz…

 SEEEEU-HEUFZ!

 Es wird Zeit, dass meim Herbstdepressiom emdlich aufhört…

   … umd meim Wimterdepressiom amfängt.

P.S. Sie war Freitag sechs Stumdem beim Zahnarzt. Seitdem stöhmt sie umumterbrochem. Ich hasse es, wemm sie so wehleidig ist, ich hasse es! 

24.10.2011 um 23:36 Uhr

Kommentarfunktion hakt

von: Lapared

Zur Zeit erhält man, wenn man einen Kommentar schreiben möchte, danach immer die Meldung, man hätte die Code-Worte nicht richtig abgeschrieben. Macht aber nichts. Der Kommentar wird trotzdem weitergeleitet. Einfach ignorieren :)

23.10.2011 um 13:58 Uhr

Alle reden vom Geld

von: Lapared

Ich würde mir so gerne eine Wohnung kaufen. Aber ohne einen Kredit aufzunehmen, da kann der Steuerberater noch so viel reden. Ich will niemandem etwas schulden, auch keiner Bank, der schon gar nicht. In meinem Traum vom perfekten Wohnungskauf drücke ich dem Vorbesitzer einfach ein dickes, fettes Bündel Scheine in die Hand und sage: So, jetzt gehört die Hütte mir, nun aber flink raus mit Ihnen, hier steigt gleich eine Party.

Und wenn dann kurz darauf der Staatsbankrott käme, die Hyperinflation, die Währungsreform, dann würde ich mich diebisch freuen, weil ich mein Geld auf den Kopp gehauen hätte, als man dafür noch was kriegte. Ich Schweinchen Schlau.

Realistisch betrachtet, wird mir das wohl nie gelingen. Ich werde einfach nicht reich, ein Geburtsfehler, ich habe Löcher in den Händen. Und reich würde außerdem auch gar nicht reichen. Um in Hamburg eine Wohnung zu kaufen, in zentraler Lage (die ich bevorzuge), sollte man schon stinkreich sein. Der Quadratmeter kostet nämlich beinahe viertausend Euro. Ich habe nachgerechnet: Wenn ich alle Sparschweine schlachten würde, könnte ich mir zur Zeit gerade 4 Quadratmeter leisten. Das reicht nicht mal für Palme, das alte Monster.

Dafür hat meine Freundin, die liebste, beste der Welt, gerade eine Wohnung gekauft. Ersatzweise würde ich mich gerne mit ihr freuen, pfeifend die Räume abschreiten und Prosecco aufs Parkett verschütten - aber sie hat mir gar nichts davon erzählt! Ich weiß es nur von ihrem Bruder. Ob sie vielleicht eine Palme braucht?

Eigentlich schräg. Sie sagt mir, mit wem sie schläft. Sie beleuchtet mir jeden Winkel ihres Herzens. Ich weiß, welche Hosengröße sie trägt, wirklich - aber ich soll nicht erfahren, wie viel Geld sie hat. Dabei gönne ich ihr Millionen, sie hätte sie verdient, sie ist fantastisch. Aber so ist es und so wird es bleiben. Über Geld spricht man nicht. Auch in Zeiten, in denen alle darüber reden.

16.10.2011 um 14:45 Uhr

Curd lässt los

von: Lapared

 So nicht, meim Liebe, werde ich zu Lchem sagem. So nicht!

 Du vergisst wohl, wer dir das alles ermöglicht hat.

 Wie konnte sie nur ohne mich zur Buchmesse fahrem?!! Wie konnte sie????

 Wenn sie wiederkommt, werde ich nicht mehr da seim.

 Curd ist ausgezogem. Curd hat eim neue Couch gefumden.

 Aber keim neuem Fermseher... keim Kühlschramk... keim Heizumg...

 Vielleicht wird Zeit, sie loszulassem. Sie ist alt genug, auch mal was alleim zu unterrnehmem.

09.10.2011 um 15:03 Uhr

Nicht wiederzuerkennem

von: Lapared

 Was stimmt bloß nicht mit mir?

 Die Blättchem werdem extra für mich gelb...

 Umd es imteressiert mich alles nicht die Bohme.

 Als ich noch kleim war, habe ich so germe Schabermack damit betriebem.

 Umd heute...

 Nicht wiederzuerkennem!

03.10.2011 um 13:49 Uhr

Flüchtiges Sommerglück

von: Lapared

Die Rückkehr des Sommers hat aus meiner Sicht drei große Vorteile. Das Freibad ist wieder geöffnet. Die Eisbude hat wieder Melonen-Eis (aus dem Wintersortiment wurde es empörender Weise gestrichen). Und: Überall - in Parks, an Stränden, in Cafés - sitzen Menschen und lesen. Lesende Menschen sehe ich persönlich gern.

Gestern am Elbstrand wurde mir ein besonderes Geschenk zuteil. Ein Anblick, der Wasser der Rührung in meine Augen trieb. Nicht unweit von mir las eine junge Frau mein Buch. Meins! Von allen Büchern dieser Welt, Millionen und Abermillionen, hatte sie ausgerechnet dies ausgewählt. JAJAJAAAAA!

„Was möchten Sie trinken?“, hätte ich ihr am liebsten zugeflötet. „Eistee? Schorle? Pina-Colada?“ Eine Augenweide. Ich musste immer wieder hinsehen. („Vorsicht mit der Sonnenmilch, wir wollen doch keine Fettflecken auf den Seiten!“) Hinter meiner Sonnenbrille registrierte ich jede feinste Veränderung ihrer Mimik. Mein Herz hüpfte bei jedem Schmunzeln, und wenn sie kritisch die Stirn runzelte, rutschte es in die Hose. Guck, guck, guck, jetzt hatte sie beinahe gelacht! Vor Aufregung bekam ich Harndrang. Als sie dann unvermittelt aufsah und mich mit diesem Blick bedachte, als sei ich ein Pädophiler auf dem Kinderspielplatz, erschrak ich fürchterlich und flüchtete schnell zum nächsten öffentlichen WC.

Was sie wohl von mir dachte? Dass ich sie hatte angraben wollen? Ich schämte mich ein bisschen beim Wasserlassen. Ich nahm mir vor, sie kein einziges Mal mehr anzusehen. Als ich dann aus der Kabine kam, was denken Sie, wer stand da vor mir am Handwaschbecken? Richtig: SIE.

Als sie mich sah, verdrehte sie entnervt die Augen. Oh Gott, glaubte sie etwa, dass ich ihr auf die Toilette gefolgt war?!

„Keine Angst, ich interessiere mich nicht für Sie, eher für Ihr Buch …“ Aber da war meine Leserin durch die Schwingtür der Toilette schon wieder verduftet. Verdattert sah ich den Schwingtürflügeln zu, wie sie in immer kürzer werdenden Schlägen ausschwangen. Plötzlich standen sie still. „Wie gefällt es Ihnen?“ führte ich meinen Satz leise zuende.

Als ich wieder zurück war auf meiner Decke am Elbstrand, traute ich mich kaum, in ihre Richtung zu sehen. Nur aus den Augenwinkeln erkannte ich, dass sie verschwunden war. Kennen Sie den Film Misery? Diese alte Steven King Verfilmung, in der Kathy Bates eine Leserin mimt, die ihren Lieblingsautor ans Bett gefesselt in ihrem Haus gefangen hält, um ihm nah zu sein. Quasi mühelos hatte ich den Spieß genau umgedreht, vor mir suchten Leser erschrocken das Weite als wäre ich eine Psychopathin. Wie waren wir darauf gekommen? Ach ja, der Sommer…

Aber der Herbst ist auch eine schöne Jahreszeit. Es ist Curds Lieblingsjahreszeit, weil sie farblich zu seiner Decke passt - um nur einen Vorteil zu nennen. Meloneneis gibt es zwar nicht, aber neulich habe ich zum ersten Mal Maronen gegessen. Heiß, mit Puderzucker. Ich muss sagen: Es gibt zu jeder Jahreszeit Gründe, dick zu werden. Und nicht zuletzt… Gelesen wird im Herbst wieder daheim auf dem Sofa. Ich kenne mindestens eine Leserin, die jetzt die Augen rollen und leise knurren würde: Besser so.

P.S. Das Rätsel der Riesenfotos hat sich noch nicht gelöst. Ich hab keine Ahnung, woran es liegt... 

02.10.2011 um 21:21 Uhr

Sorry, sorry, sorry!

von: Lapared

Curd und ich sind in der milden Oktobersonne einfach weggedöst. Der ganze Zeitplan ist durcheinander. Wir melden uns morgen! Lieben Gruß! Schlaft gut...