Anleitung zum Entlieben

24.12.2011 um 17:02 Uhr

Glaubem ist alles

von: Lapared

 Die Kugel soll das Christkimd amlockem? Mach dich nicht lächerlich, Tomatchem…

 Jeder weiß, dass das Christkimd auf Glitzerkettem fliegt - wie ich sie habe...

 HUCH??!

 Das ist nicht das Christkimd. Niemals.

 Wenn du das Christkimd bist, bim ich Elvis.

    Zack!

 Soviel dazu.

 Christkimd, PPAH!

 … … (demk demk grübel) … …

 Are you lonesome tonight...

Allen, die heute lonesome sind (egal, ob allein oder im Gesellschaft), umd natürlich auch allen Glücklichen, die heute nicht lonesome simd… WUNDERSCHÖNE WEIHNACHTEN!

18.12.2011 um 17:58 Uhr

Vorsichtige Prognosen

von: Lapared

Ich bin – diejenigen unter Ihnen, die meine Bücher lesen und vielleicht sogar darauf warten, wissen das – die geborene Schnecke. Ein Lahmarsch. Eine Träne. Trantüte. Schnarchnase. Bummelchen. Nennen Sie es, wie Sie möchten. Obwohl ich subjektiv das Gefühl habe, stets auf Hochtouren zu laufen, im Spitzenbereich, kurz vor Anschlag, muss ich im objektiven Vergleich feststellen, dass ich für alles, aber wirklich alles, mindestens drei mal so lange brauche, wie andere Menschen.

Und sechsmal so lange wie Half, der unter seinen Kollegen den Beinamen Ruckzuck trägt. Weil er nicht lange sabbelt, sondern macht. Womit wir beim Thema wären: dem Tempo eines Menschen. Und dem Tempo eines anderen Menschen. Und der Frage, ob es zwischen ihnen gut gehen kann, wenn der eine im Leben lieber schlendert und der andere flitzt.

Da fällt mir ein: Mein Vater hatte auch einen Spitznamen. Meinem Vater rief man als Kind in seinem osteuropäischen Heimatdorf der Legende nach so etwas wie „Lubek Drubek“ nach. Was so viel bedeutete wie Lubek (der Nachname meines Vaters), der Langsame, der Bedächtige, der Drömel. Jetzt wissen Sie, dass ich nichts dafür kann. Meine Lahmarschigkeit ist genetisch.

Aber zurück zu unserer Frage. Und ersten Beziehungsprognosen. Sagen wir mal so…

Bei gemeinsamen Aktivitäten läuft es zwischen Ruckzuck und Drömel jun. wegen ihrer unterschiedlichen Tempi nicht immer optimal harmonisch. Den Beischlaf zum Beispiel betreibt Ruckzuck naturgemäß eher als Schnellsport, während Drömel jun. auch im Bett ihrem Motto treu bleibt: Komm ich heut nicht, komm ich morgen. Aber im Bett sind Männer tendentiell immer flinker. Das Leben ist eine Baustelle, das Bett auch. Ich würde mal sagen, das findet sich…

Interessanter sind die Spannungen im gemeinsamen Alltag. Zum Beispiel beim gemeinsamen Weihnachtsgeschenke kaufen. Wenn Ruckzuck schon alle Geschenke gefunden hat, kreist Drömel noch immer um den Block wie eine Fiege um die Lampe. (Drömel per Handy: „Schatz! Sorry! Ich finde keinen Parkplatz!“) Oder bei der Festtagsplanung. Während ich gedanklich noch die Möglichkeit beschnuppere, Half vielleicht eventuell zu fragen, ob er mit zu meiner Familie möchte, hat Half seiner Mutter schon verklickert, dass ich keine Rosinen mag („Nein Mutti, auch nicht die im Stollen!“). Er ist immer schneller, immer.

Nur auf dem Weihnachtsmarkt vorhin, war Bummel dann mal vorn. Und sang schon lustig Weihnachtlieder (Ohufrölch... ohuselch...), während Ruckzuck noch nach dem besten Glühweinstand recherchierte. Ach, ja…

Aber das heißt ja nicht, dass unsere Beziehung scheitern muss. Es kann auch alles Vorteile haben, langfristig gesehen. Ich verspreche mir z.B. einiges von einer gemeinsamen Haushaltsführung. Da gibt es so viele Dinge, die ich persönlich wirklich langsam angehe. Über die ich endlos rede und deren Notwendigkeit ich wortreich beklage, bevor ich endlich zur Tat schreite. Fenster putzen, Regale ausmisten, Staub wischen, Armaturen entkalken… In diesen Punkten könnten wir uns wunderbar ergänzen. Und mit unseren unterschiedlichen Tempi wie Zahnräder ineinandergreifen. Gesagt (von Drömel), getan (von Ruckzuck). Ganz harmonisch.

In bleibe also überaus optimistisch. Und wünsche...

Frohen Advent.

11.12.2011 um 15:19 Uhr

Italienisch für Anfänger

von: Lapared

Eine neue Beziehung – wem sag ich das, wir sind ja alle alte Hasen – eine neue Beziehung ist erstmal wie eine Expedition ins Ungewisse. Vor dir liegt eine Landschaft, faszinierend und an jedem neuen Tag in neuen Farben… Du folgst der kleinen Straße, die sich durch die sanften Hügel schlängelt, extra gebaut für Besucher… Und solange man auf dieser Straße bleibt, kann eigentlich nicht viel passieren. Aber wenn man sie verlässt - oder auch sonst - kommt es schon mal vor, dass man plötzlich unvermittelt an einer Klippe steht und in einen Abgrund starrt. (Das war die nette Umschreibung jener Momente, in denen man denkt, au Backe, in wen habe ich mich denn da verknallt!? Was für ein Psycho…). Umgekehrt gehts natürlich auch. Dass man um die Kurve biegt und steht plötzlich in einer Postkartenidylle. Hat er gerade echt gesagt, schreib du dein Blog, ich bügle für dich? Fast zu schön, um wahr zu sein.

Es ist eine aufregende Zeit. Fast jeden Tag gibt es Dinge, die man zum ersten Mal zusammen macht. Zum ersten Mal zusammen schlafen natürlich. Zum ersten Mal zusammen keinen Parkplatz finden. Zum ersten Mal mit Hundescheiße unterm Schuh zusammen ins Auto steigen, dann die Heizung anstellen… Und letzte Woche, das war besonders aufregend, da haben wir zum ersten Mal gestritten. Halfs Mutter ist übrigens Italienerin, erfuhr ich bei dieser Gelegenheit nicht nur, sondern bekam es zu spüren. Ich hab mich immer noch nicht ganz erholt.

Das Streitobjekt war übrigens – nicht lachen - David Pfeffer. Ja genau, wegen des Gewinners einer Casting-Show hatten Half und ich uns zum ersten Mal derbe in den Haaren. Am Nachmittag hatte ich meine Steuer gemacht und über meinen klammen Haushalt gestöhnt. Und am Abend habe ich dann drei Mal für Sergeant Pepper angerufen und einfach so Einsfuffzig verjubelt. Das fand Half höchst irrational (total bekloppt sagte er wörtlich). Und zur Rechtfertigung, zu der ich natürlich keineswegs verpflichtet war, denn es waren immernoch meine Einsfuffzig bzw. jetzt die der Telekom, zur Rechtfertigung fiel mir nichts anderes ein, als zu sagen: Ja, nun! Ich liiiiieebe David Pfeffer!

Blöder Fehler. Was sich anschloss war eine heftige Debatte über die diversen Formen der Liebe. (Ein Minenfeld, auch da werden die alten Hasen sicher nicken.) Über die Möglichkeit oder Unmöglichkeit mehrere Menschen gleichzeitig zu lieben. Über Treue! Eifersucht! Besitzansprüche! Bis Half dann ganz plötzlich lachte und meinte: Un litigio per del sugo! Wir streiten wegen Soße! Pfeffersoße, lag es mir auf der Zunge. Aber ich hab´s lieber runtergeschluckt. Pooooeeeh.

Schönen dritten Advent, Ihr Hasen. 

P.S. Curd geht es übrigens gut. Er möchte ab jetzt Curd Harold Rock genannt werden. Und ich bin dann wohl Lchen Maude. Seine Frage, ob Milliömchen denn alle hintem geschlossem simd, gebe ich mal nicht weiter.

04.12.2011 um 14:47 Uhr

Eimzigartige Bewegumgsstudie

von: Lapared

Liebste Milliömchem,

immer wieder tauchem Gerüchte auf, Curd wäre zu dick umd es gäbe Mängel am seiner Figur.

Der semsible kleime Curd war dadurch sehr verumsichert umd hat sich der breitem Öffemtlichkeit  fast nur noch im seim oramge Decke gehüllt gezeigt.

Aber num ist es einem Fotografemteam gelumgen, Curd in einem scheimbar umbeobachtetem Momemt im seim natürlichem Umfeld zu fotografierem. Völlig umgestellt umd natürlich hämgt er eimfach so im Wohmzimmer ab und denkt über seim großes Amliegem dem Weltfriedem nach.

Entstamdem ist eime Bewegumgsstudie, die auf eimzigartige Weise dokumentiert, wie RAMK UMD SCHLAMK der kleime Curd im Wahrheit ist. Um nicht zu sagem GRAZIL!

Einmalig die ANMUT UMD LEICHTIGKEIT seiner Bewegungen - sehem Sie selbst:

Kritikerm seiner Figur dürfte damit EIM FÜR ALLE MAL die Luft aus dem Segelm genommen seim.

So.

Umd num...

HER MIT DEM ADVEMTSKEKSCHEM!

P.S. Neues vom Lchem gibt es nächstes Mal. Sie macht immer noch mit diesem Half rum - ich persömlich weiß nicht, was sie am ihm fimdet. Ich habe eimal versucht, mit ihm über Mützchem zu plauderm und bim fast weggenickt. Keime Träume, keime Visiomen! Er besitzt nur eim eimzige (dumkelgrau umd ohme Bommel!) umd will auch nciht mehr. Gäääähm. Aber sie redet stämdig mit ihm. Sie sagt, sie mag seim Zufriedemheit. Tzzt!