Anleitung zum Entlieben

09.12.2012 um 17:18 Uhr

Vanilletee raus, Adventsgedanken!

von: Lapared

Pünktlich zum zweiten Advent habe ich ein Säckchen Teelichter erworben. Mit Vanilleduft. Wenn ich jetzt am Schreibtisch sitze, kann ich zwischendurch in die Lichtlein gucken und besinnlich werden. Das soll man ja im Advent.

Meistens denke ich daran, was sich alles verändert hat. Ich denke an die, die nicht mehr da sind. Ich versuche, nicht traurig zu sein, dass sie weg sind, sondern froh, dass ich sie hatte. Der Versuch geht mit schönster Regelmäßigkeit in die Hose und ich kriege das arme Deer, wie Oma immer sagte. Als sie noch was sagen konnte. Nichts bleibt. PUUUUUST!!! Teelichter ganz schnell wieder aus.

Aber es gibt ja noch mehr schöne Adventsbräuche. Plätzchen zum Beispiel. Pünktlich zum zweiten Advent habe ich außerdem ein Päckchen Spekulatius erworben. Mit Mandelblättchen. Wenn ich jetzt am Schreibtisch sitze, kann ich zwischendurch ein Plätzchen mümmeln und… dingens werden… Sie wissen schon, dingens (nein, ich spreche es nicht aus, wir wollten nicht mehr über diese Äußerlichkeiten reden.) Immerhin: Fettzellen bleiben. Für immer. WWWUSCH! Keksteller wieder weg.

Dritter Versuch. Pünktlich zum zweiten Advent habe ich eine Geschenke-Einkaufsliste gemacht. Wenn ich jetzt am Schreibtisch sitze, kann ich – statt zu arbeiten - durch die Onlineshops bummeln und feine Sachen in mein Warenkörbchen packen. Klick klick klick. Und an vergangene Zeiten denken, als man sich mit Plastiktüten beladen durch überfüllte Innenstädte und überheizte Warenhäuser schieben musste. In meinem Zustand. KLI-HICK! Wie sich die Dinge doch ändern, denke ich dann. Was für ein Segen…

(Na bitte, da sag noch einer, ich sei ein Adventsmuffel.)

Schwer grippegebeutelt: Schönen 2. Advent!