Anleitung zum Entlieben

31.03.2013 um 23:59 Uhr

Frohe Osterm I

von: Lapared

   Super, Hase. Gamz super…

 Mal was amderes als immer diese Schokoeier.

 Kumst.

 Schokoeier simd so schrecklich primitiv.

 Für eim Ästhetem wie mich…

 … ist so eim Eierimstallatiom doch viel befriedigemder…

 als Schokoeier… oder Schokohäschem… Schokolutscher… Schokokugelm… Schokobärchem… Schokolade…

 Ist der Idiot emdlich weg?

31.03.2013 um 18:55 Uhr

Frohe Ostern!

von: Lapared

Um ehrlich zu sein... Ich bin ein bisschen in Sorge. Curd ist noch nicht von der Eiersuche zurück. Wahrscheinlich hat er sich im Park verquatscht. Wer weiß, wen er getroffen hat?!

Ich gehe mal los und sehe nach ihm. Kann ein bisschen später werden heute…

Liebe Grüße, Lpunkt

24.03.2013 um 18:49 Uhr

Baby-Besichtigung

von: Lapared

Meine Freundin hat ein Baby bekommen, gestern habe ich es das erste Mal besichtigt.

Nun bin ich nicht unbedingt der Typ, der in jeden Kinderwagen schaut. Und wenn, dann rutschen mir meist Kommentare raus, mit denen ich mir den Unmut der Mütter zuziehe, Kommentare wie:

„Hey, ist die Eule von IKEA?“ Oder:

„Oje, was ist denn das für eine Losbuden-Figur? Da ist Curd aber schöner!“

Was kann ich dafür, dass mir zuerst die Stofftiere ins Auge fallen, wenn ich in so einen Babyschlitten äuge?

So gesehen verlief mein gestriger Antrittsbesuch alles in allem glimpflich. Ich wurde jedenfalls nicht rausgeworfen.

Mutter und Kind hingen gemütlich auf der Couch ab, als ich kam. Ich gesellte mich zu ihnen. „Und sonst, was gibt´s Neues?“, eröffnete ich dann elegant die Konversation. Im selben Moment vernahm ich ein leises Schnarchen. Die Mutter war bei meiner Ankunft in einen tiefen, dornröschenhaften Schlaf gefallen. Sie hatte etwa 100 Jahre kein Auge mehr zugemacht, wie sich später herausstellte. Zumindest in den Tagen, seit das Baby auf der Welt war. Sie war total, vollkommen, komplett erschöpft.

Da waren wir nun. Dornröschen, ich und der Wurm in der Mitte. Kontaktbereit glucksend. Ich tat, als wenn wir uns nicht kennen, was wir schließlich nicht taten, und las interessiert in der Brigitte. Der Wurm fing an zu krähen. Dornröschen schlief weiter. Ich bin sicher, dass ein Teil ihres mütterlichen Unterbewusstseins funkte: Aufwachen, dein Kind weint! Aber ein anderer, eher entertainment-orientierter Teil, der auch gern „Versteckte Kamera“ guckt, hielt unterbewusst dagegen: Schlaf! Lpunkt ist doch da! Mal sehen, wie sie sich anstellt! Das wird lustig… Und wie.

Ein paar Minuten ignorierte ich das Babygeschrei mit den Mitteln der Autosuggestion (Ich bin ganz entspannt, ich höre nichts, ich bin ein Hochleistungs-Ohrstöpsel, an dem jedes Geräusch abprallt…), dann suchte ich das Gespräch. „Wurm, was ist los? Was kann ich für dich tun?“ Keine Antwort. Ich versuchte es mit raffinierteren Methoden. Killekillekille! Fehlanzeige.

Ich muss dazu sagen… Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so ein kleines Wesen gehalten. Es hat sich nie ergeben. Aus Filmen wusste ich, dass es einer besonderen Haltetechnik bedarf, damit der Kopf nicht abbricht. Ich ging daher mit äußerster Vorsicht vor, als ich den Winzling schließlich doch hochnahm. Sofort hörte er auf zu Krähen (na bitte, als Frau muss man einfach seinen Instinkten folgen) und kotzte mich voll. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, bestimmt.

Das Gebrüll ging weiter. Aber nun, nachdem ich schon so weit gegangen war, ließ ich nicht mehr locker. Ich wollte den Knopf finden, an dem man das Geschrei ausstellt. Aus SATC erinnerte ich mich noch, dass Babyschaukeln manchmal Wunder wirken, oder Vibratoren. Ich wurde einer.

Nach kurzer Experimentalphase hatte ich raus, dass der Wurm auf laaange schwiiiingende Bewegung steht. Draußen vorm Fenster schien so schön die Sonne, ich stand da, sah hinaus in die Freiheit, und schwang mitsamt dem Kind im Arm gefühlt ewig von liiinks nach reeeechts nach liiiiiiinks… wie ein hospitalisierter Elefant. Dann wurde mir vor lauter Schwingung übel.

„Was ist denn das, hast du dich vollgekotzt?“ Als meine Freundin nach ihrem Dornröschenkoma benommen wieder zu sich kam, fiel ihr Blick sofort auf den großen dunklen Fleck auf meinem Pulli. „Nein, nein…“, beschwichtige ich. „Da war nur ein kleiner Fleck, ich hab ihn rausgewaschen.“ Das Baby lag inzwischen wieder friedlich schlummernd auf der Couch, erschöpft vom eigenen Gebrüll. „Ich glaube, ich muss dann auch mal wieder…“

Glimpflich, sehr glimpflich ist dieser Baby-Besichtigungstermin insgesamt verlaufen. Wenn man bedenkt, was noch alles passieren hätte können.

„Meins hat sie Eule genannt.“

„Zu meinem hat sie Losbuden-Figur gesagt.“

„Meins hat sie vollgekotzt!“

Ich hätte meinen Ruf als Baby-Schreck für immer und ewig weg gehabt.

17.03.2013 um 17:45 Uhr

Curds Traum

von: Lapared

 Wie alle betete auch ich seit Stumden die Sonne am…

 Umd ich dachte, wie umgerecht, mich betet wieder keimer am.

 Da plötzlich vernahm ich eim ehrfürchtiges Getuschel.

 Ich traute meim Augem nicht.

 Tausemde Hühmer umlagertem mich.

 Buona sera, sagte ich.

 Im dem Momemt wachte ich auf.

 Es war nur eim Traum gewesem.

 Also, weiter sonnem, kleimer umbedeutemder Curd.

 Aber wenigstems hab ich meim Ruh.

10.03.2013 um 19:50 Uhr

Emtchenfütterm

von: Lapared

 Keim Humd geht bei dem Wetter vor die Tür…

   Man bleibt im seim Körbchem umd schaut aus dem Femster...

 Keim Memsch geht im dem Park zum Emtchenfütterm.

 Put put put put put…

 Raschel raschel knister knister ...

 Selbst die Emtchen gehen nicht zum Emtchenfütterm.

 Umdamkbares Pack.

03.03.2013 um 17:45 Uhr

Curds Sonntag

von: Lapared

 Sie habem mich nicht mitgenommen.

 Draußem scheimt Sonne, umd sie sperrem mich eim. 

 Es ist mir umbegreiflich, wie so etwas passierem konnte!

 Ruckelruckelruckelkreiiiiiiisch………

 Kacke.

 Das wird eim Nachspiel habem.

03.03.2013 um 13:45 Uhr

Unknown Object

von: Lapared

Ist es schon in den Nachrichten? Wahrscheinlich nicht, das ist die Art Neuigkeit, die sie uns, wenn sie wirklich eintritt, lieber verschweigen...

Soeben ist genau über Hamburg ein unbekanntes Objekt am Himmel aufgetaucht. Es versetzt selbst die gediegenen Hanseaten in eine Art Massenhysterie. Die Menschen stürzen mit Kind und Kegel aus ihren Häusern… Besteigen hektisch, im Gepäck nur das aller Nötigste, ihre Autos, aus allen Nähten platzende Busse & Bahnen, einige sogar ihre Räder…

Scheinbar wahllos strömen sie in alle Richtungen, und dennoch – wenn man sie fragt, wo sie hin wollen – antworten alle dasselbe. Als wäre tief in unseren Genen ein kollektives Wissen, ein Instinkt, was zu tun ist, wenn oben so ein Ding aufkreuzt. Alle Menschen hier haben in diesen Stunden nur ein einziges Ziel: ein Gastronomiebetrieb mit Außenbestuhlung.

Zur Not auch ein Büdchen mit Bänkchen davor. Oder mit Stehtisch. Alle wollen gepflegt ein Tässchen heißen Kakao oder Kaffee zu sich nehmen, gen Himmel blinzeln und das unbekannte Objekt genau im Auge behalten. Die Alten nennen es übrigens „Sonne“. Angeblich haben sie es vor langer, laaanger Zeit schon mal gesehen…

Wir werden heute auch mal eine Ausfahrt machen, zum Ausflugslokal unseres Vertrauens. Curd, willst du mit? Cu-hurd?! CURD??? Tut mir leid, Curd antwortet nicht, ist wahrscheinlich joggen… Dann wird es wohl nichts mit dem ersten Outdoor-Shooting des Jahres. Schönen, sonnigen Sonntag Euch allen!