Anleitung zum Entlieben

06.12.2006 um 20:10 Uhr

Abgesagt

von: Lapared

Für diese Woche habe ich sämtliche Termine abgesagt. Auch die – so sehr wir alle ihren erfrischenden Input schätzen – von Frau Dr. Stock. Bei Frau Dr. Stock, müsste ich wohl sagen, warum kommt es mir immer so vor, als wenn sie Termine bei mir hat? Bin ich einer dieser Langzeit-Irren, die flankiert von ein paar devoten Mit-Bekloppten zackig über die Geschlossene laufen und in überzeugender Manier so tun, als wären sie der Arzt? Was soll dieser aufmunternde Ton, den ich jedes Mal reflexhaft verstrahle, sobald ich ihren professionell betroffenen Gesichtsausdruck sehe? Warum entwickle ich diesen Ehrgeiz, sie pro Sitzung wenigstens ein Mal zum Lachen zu bringen, während sie stets eine Packung Tempos auf meiner Seite des kleinen POÄNG deponiert und mit gleichem Eifer auf die Tränendrüse drückt. Das wird immer schlimmer! Warum erzähle ich ihr am Anfang der Sitzung nicht einfach einen Witz…

Kommt eine Möhre zum Analytiker: „Doktor, ständig glaube ich, ich bin ein Penis.“ - Analytiker: „Sie glauben es, aber Sie sind nicht sicher. Haben Sie Erektionsprobleme?“

sie verpasst mir eine Ladung Tränengas…

Pffft pffft!

und gut!?

Danach könnten uns dann ganz vernünftig unterhalten.

„Mami, Mami, ich will nicht zum Psychiater!“ – „Ist mir egal, ich will jetzt wissen, warum Du immer heulst, wenn ich Dich schlage!“

Ein Mann liegt übel zugerichtet auf der Straße. Er stöhnt vor Schmerzen. Zwei Psychiater sehen es und sind entsetzt: „Dem, der das gemacht hat, müsste doch echt geholfen werden!“

Frau zum Psychiater: „Bitte nehmen Sie meine Hand!“ - Psychiater: „Nein, das geht nicht. Eigentlich dürfte ich gar nicht mit Ihnen auf der Couch liegen.“


Hach, davon krieg ich locker 250 zusammen.

So, und nun schau ich mir mal das Märchen meines Landes an, dass ich in diesem Sommer verpasst habe, als ich dachte, ich hätte den Prinzen an der Hand. 20.15 ARD

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenFerngeschaut schreibt am 07.12.2006 um 16:40 Uhr:Gab es nicht mal diesen berühmten Dr. Stock ?!
  2. zitierenwindkraft schreibt am 07.12.2006 um 16:48 Uhr:Es fehlt der Urvater:

    Treffen sich zwei Psychologen. "Bitte, wo geht es denn hier zum Bahnhof?" - "Das weiß ich nicht, tut mir leid." - "Macht ja nichts, aber schön, dass wir drüber gesprochen haben..."

    Muahahaaahaaa.....
  3. zitierenMarle schreibt am 07.12.2006 um 19:10 Uhr:Ein Mensch fragt: "Wo geht es hier zum Bahnhof ?"

    Es antwortet...
    - der Gesprächstherapeut: "Sie wissen nicht wo der Bahnhof ist und das macht Sie nicht nur traurig, sondern auch ein Stück weit wütend."
    - der Tiefenpsychologe: "Sie wollen verreisen ?"
    - der Psychoanalytiker: "Sie meinen dieses lange dunkle Gebäude, wo die Züge immer rein und raus, rein und raus... fahren ?"
    - der Sozialarbeiter: "Keine Ahnung, aber ich fahre Sie schnell hin."
    - der Sozialpädagoge: "Ich weiß nicht, aber es ist gut, daß wir darüber reden können."
    - der Gestalttherapeut: "Du, laß das voll zu, daß Du zum Bahnhof willst."
    - der Bioenergetiker: "Machen Sie mal: sch ... sch ... sch ..."
    - der Verhaltenstherapeut: "Heben Sie den rechten Fuß, schieben Sie ihn vor, setzen Sie ihn jetzt auf. Sehr gut. Hier haben Sie ein Bonbon."
    - der Psychiater: "Bahnhof ? Zugfahren ? Welche Klasse ?"
    - der Neurologe: "Sie haben also die Orientierung verloren. Passiert Ihnen das öfter ?"
    - der Familientherapeut: "Was glauben Sie, denkt Ihre Schwester, was Ihre Eltern fühlen, wenn die hören, daß Sie zum Bahnhof wollen ?"
    - der systemische Therapeut: "Stellen Sie sich vor: plötzlich geschieht ein Wunder und Sie sind schon am Bahnhof. Was ist anders dadurch ?"
    - der Psychodramatherapeut: "Zum Bahnhof. Fein. Das spielen wir mal durch. Geben Sie mir Ihren Hut, ich gebe Ihnen meine Jacke und dann ..."
    - der NLP-ler: "Schließen Sie die Augen, stellen Sie sich vor: eine Blume am Rande eines Weges..."
    - der Positiv-Denker: "Schließen die Augen und sagen Sie zu sich selber: ich bin wunderbar und einzigartig und ich vertraue meinem Unterbewusstsein, daß es den für mich richtigen Weg weiß."
    - der Pädagoge: "Ich weiß natürlich, wo der Bahnhof ist. Aber ich denke, daß es besser für Dich ist, wenn Du es selbst herausfindest."
    - der humanistische Psychotherapeut: "Wenn Du da wirklich hinwillst, wirst Du den Weg auch finden."
  4. zitierenwindkraft schreibt am 07.12.2006 um 20:16 Uhr:Wow!!! Marle! ;-)

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