Anleitung zum Entlieben

03.04.2006 um 12:33 Uhr

Äcktschen

von: Lapared

Ich bin, wie man so sagt, in Äcktschen. Da fällt mir ein, ich muss mich ja auch noch auf das Treffen mit „Mr. O. wie einer der fünfundreißig Oscars, die er mal gewinnen wird“ vorbereiten. Den sehe ich nämlich nächste Woche, da rutsche ich von Holland mal rasch rüber in die Filmmetropole Köln, ach so, das habe ich auch alles noch gar nicht erzählt, ich fahre doch am Wochenende zu D., das auch noch, nebst Äcktschen paddel ich innerlich schon mal hinaus Richtung Mitte des Sees, japse wie ein aufgeregter kleiner Köter auf dem Weg zu Herrchen in vermeintlicher Seenot, schlucke zwar jede Menge Wasser, aber stelle auch fest, dass es gar nicht so weit ist dieses Mal, dass ich gar nicht an Land gegangen bin in der Zwischenzeit, ein bisschen mehr Ufernähe, ja, für einen Quasinichtschwimmer wie mich verzeihlich, finde ich, aber kein Landgang. Na, das wollte ich doch gar nicht erzählen. Ich bin also in Äcktschen.

Vorbei die herrliche Zeit, in der ich nichts anderes tun musste, als morgens in die Agentur spazieren und abends wieder nachhause, als ein fester Schreibtisch und geregelte Heiß- und Kaltgetränkeversorgung mich erwarteten, Herausforderungen, vor denen ich nach jahrelanger Berufspraxis routiniert, mit Links quasi kapitulieren konnte, vorbei die Zeit, in der ich wusste wo mein Platz ist.

Nun ist sie wieder da, die Zeit der To Do-Listen. Die, die neben mir auf dem Schreibtisch steht, umfasst etwa zweiundsechzig Punkte, dreiundsechzig... Mr. O.. Auf dieser Liste stehen unangenehme Dinge wie zum Beispiel Postöffnen und vergleichsweise angenehme Dinge wie Zahnhälse schleifen. Sie umfasst ziemlich banale Punkte wie Pediküre (ich nenne das nur so, weil es besser klingt als Fußnägelschneiden, aber ebenso wie das Putzen, sollte man, finde ich, auch die Pflege seiner Füße selbst in die Hände nehmen, jedenfalls, solange man noch zwei gesunde Hände hat und so gelenkig ist, dass damit an die Pedale kommt) und gänzlich banale Punkte wie Altersvorsorge treffen. Migräne- und Blutdruckmedikamente stehen auf der Liste, ebenso wie ein neues Pinselchen für Curd (seinen alten hab ich nach seinem Wandfresko in Rage „verlegt“), Strümpfe brauche ich noch und einen Personalausweis vielleicht... ach, die Liste wächst und wächst und wächst.

Blogschreiben steht übrigens nicht darauf, hmpf.

Und Äcktschen!

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