Anleitung zum Entlieben

11.10.2005 um 23:37 Uhr

Dick Dick Dick

von: Lapared

Heute habe ich dasselbe gemacht, wie Curd Rock gestern. Das Waschbecken geputzt. Und auch den Rest meines Etablissements - Dick nennt es die „Villa Kunter“ (das „bunt“ lässt er weg, weil ich bunt erklärtermaßen scheiße finde...). Danach bin ich dann baden gegangen. In einem dieser Hallenbäder, in denen man auch draußen schwimmen kann – Tipp von Dick, er kennt die Schwimm- und Kunsthallen sämtlicher europäischen und außereuropäischen Metropolen (und deren Toiletten, fürchte ich). Ich persönlich kann eigentlich nicht schwimmen, nicht im strengen Sinne, was ich im Wasser tue, nennt man in Fachkreisen korrekt „den Kopf verzweifelt über Wasser halten“ - Dick bezeichnete es seinerzeit übrigens charmant als „perfect duck-style“. Und was ich erzählen wollte: Ich habe heute eine ganze Stunde geduckstyled! Ja. Im Gegensatz zu Dick, der jeden Tag zwei Stunden trainiert (zusammen mit den Nationalschwimmern seiner kleinen freundlichen Tulpennation, sagt er, und ich sage darauf, dass er sicher nur gleichzeitig mit denen im Becken ist, bei der gelenkschonenden Aquagymnastik einer Rheuma- & Arthrose–Gruppe im Nichtschwimmerbereich - süß, gell, wie wir uns necken!). Ich durchtuckere also entenlike das Schwimmbecken, die Sonne scheint, das Wasser glitzert... und um nicht vor Langeweile einzuschlafen (was ist das bitte für eine Sportart, bei der man nicht gleichzeitig Videos gucken kann?!) denke ich ein bisschen nach. Über Quantentheorie, den Wahrheitsbegriff in der Postmoderne, den Descartes´schen Dualismusbegriff, worüber man so nachdenkt – zack, fällt mir ein, dass Descartes den größten Teil seines Lebens in Holland verbracht hat, und ich bin schon wieder bei Dick! Dick... Selbst auf den Descartes´schen Substanzdualismus kann ich mich nicht mehr konzentrieren... Dick, Dick, Dick... He´s in my mind.

Aber: Das heißt nichts! Gar nichts. Denn my mind ist zeitgemäß open und von Haus aus aufnahmefähig, da flutscht so ein hübscher kluger Holländer durch wie nichts. In my heart musst Du rein, kleiner Tulpenmann, hopp, das kann doch nicht so schwer sein... Dann wär doch alles gut.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenEllaken schreibt am 12.10.2005 um 01:38 Uhr:Also, sich selbst auf den Decartes´schen Substanzdualismus nicht konzentrieren können... das gilt gemeinhin als klassisches Symptom für Verliebtheit!

    Gratuliere Lchen, DU willst es vielleicht noch nicht wahr haben, aber ICH lese aus dem, was Du da schreibst, Du hast Dich in einen anderen verliebt!
  2. zitierenlucha schreibt am 12.10.2005 um 22:36 Uhr:Ich finds klasse, dass \"Selbständigkeit\" bei Dir ein Thema ist! Da ist der philsophische Ausflug hoffentlich ein Indikator, der uns zagt: Lapareds Exiastenz bedarf keines anderen \"Dinges\"!!!! Weiter so!



    Ach ja: Descartes ist Theorie, von Dir kommt das Leben live! Und das interessiert mich!

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