Anleitung zum Entlieben

19.04.2006 um 22:30 Uhr

Die Last der Liebe oder Gestatten, Furzkissen

von: Lapared

Endlich wieder allein. Ich habe schneller in meinen natürlichen Zustand zurückgefunden, als ein Furzkissen, von dem sich ein Gesäß erhebt. Erleichtert seufzend fülle ich mich vollautomatisch mit Luft, um das nächste Mal wieder geräuschvoll loszustänkern, wenn mich jemand drückt. Das ist mein Wesen, nicht schön, ich bin ein Furzkissen, ach je. Und D., sollte er dies jemals lesen, möge mir verzeihen, dass er in diesem Bild der Hintern ist. Ein ganz entzückender Hintern, das wenigstens sei bei der Gelegenheit erwähnt.

Und dabei war es wunderbar warm und geborgen unterm Po. Fast fühlte ich mich nicht wie ein fieses grünes Furzkissen, sondern wie ein zufrieden brummendes Entenei, das liebevoll begluckt wird. Liebevoll und sehr behutsam, damit es nicht zerbricht. Aber ich bin kein Ei, nein, nein, ich bin ein Furzkissen.

Beinahe hätte Popo D. das schon wieder zu spüren bekommen. Eben, als ich mich noch mal bedanken wollte für die wirklich schöne Zeit und das warme Willkommensein in seinem nach Waffeln duftenden Haus. Darauf meinte er nämlich, ich würde dasselbe sicher bald auch für ihn tun. Bei mir zuhaus. Und schon hätte ich am liebsten gleich wieder losgepupst. Und gesagt, is nicht. Vergiss es. Hier gibt´s keine Waffeln, nicht mal Toastbrot. Drück nicht, ich bin ein Furzkissen.

Ich will kein Furzkissen mehr sein, sagte das Furzkissen und blickte sehnsüchtig rüber zu der Schublade mit den Wollresten und den kleinen, bunten Garnröllchen und dem Maßband und den... Stecknadeln! Aber hat jemand je ein Furzkissen eine Schublade öffnen sehen?

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenkunstseidenes schreibt am 20.04.2006 um 00:01 Uhr:ich leih dem Furzkissen gern meine Hand...

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