Doppelter Idiot zum Frühstück
Heute morgen stehe ich mit Chef im Lift. Chef von Agentur. „Ich würde gerne mal mit Dir Essen gehen“. Ich weiß, warum, er versucht seit Jahren, Olli und mich, wie man so sagt, an Bord zu holen. „Lass gut sein“, hätte ich sagen können, „ich esse nicht und außerdem heuern wir nicht an“. Aber ich habe einen Clown gefrühstückt. Jedenfalls schaue ich ihn schräg von unten an und hauche: „Als Chef oder als Mann?“ Einen Clown oder einen Idioten.
Man muss dazu sagen, er ist ein wirklich bemerkenswerter Mann. Er ist in einer Weise hässlich, hässlich, die fast schon wieder schön ist. In seinem Gesicht stimmt nichts, wenn man es als Gesicht sieht, sonst wäre es perfekt. Man will nicht, wirklich nicht, aber man muss immer wieder hinsehen, ein Gesicht wie ein Autounfall. Dagegen sein Verstand! Ein Verstand, klar, unbestechlich, schnell, wie eine hochentwickelte Maschine. Perfekt. Dazu eine anarchistische, infantile, schamlose Fantasie. Und eine Persönlichkeit, die man am besten als offenes Messer beschreiben kann. Zynisch, böse, verletzend und voller Sehnsucht nach Liebe. Vollarsch, wird er von vielen genannt. Manchmal versucht er nett zu sein, dann wirkt er wie Gert Fröbe in Es geschah am helllichten Tag. Mit Handpüppchen und verstellter Kasperstimme. Mit Schokoigeln und einem Rasiermesser in der Trenchcoattasche. Er versucht verzweifelt nett zu sein, aber am Ende muss das Moser Gritli immer sterben... Einfach, weil er nicht anders kann.
Und ausgerechnet zu ihm sag ich: „Als Chef oder als Mann?“ Einen Idioten, eindeutig einen doppelten Idioten hatte ich gefrühstückt.
(Fortsetzung folgt, Lpunkt hat letzte Nacht durchgemacht, Lpunkt schläft gleich ein…)
Man muss dazu sagen, er ist ein wirklich bemerkenswerter Mann. Er ist in einer Weise hässlich, hässlich, die fast schon wieder schön ist. In seinem Gesicht stimmt nichts, wenn man es als Gesicht sieht, sonst wäre es perfekt. Man will nicht, wirklich nicht, aber man muss immer wieder hinsehen, ein Gesicht wie ein Autounfall. Dagegen sein Verstand! Ein Verstand, klar, unbestechlich, schnell, wie eine hochentwickelte Maschine. Perfekt. Dazu eine anarchistische, infantile, schamlose Fantasie. Und eine Persönlichkeit, die man am besten als offenes Messer beschreiben kann. Zynisch, böse, verletzend und voller Sehnsucht nach Liebe. Vollarsch, wird er von vielen genannt. Manchmal versucht er nett zu sein, dann wirkt er wie Gert Fröbe in Es geschah am helllichten Tag. Mit Handpüppchen und verstellter Kasperstimme. Mit Schokoigeln und einem Rasiermesser in der Trenchcoattasche. Er versucht verzweifelt nett zu sein, aber am Ende muss das Moser Gritli immer sterben... Einfach, weil er nicht anders kann.
Und ausgerechnet zu ihm sag ich: „Als Chef oder als Mann?“ Einen Idioten, eindeutig einen doppelten Idioten hatte ich gefrühstückt.
(Fortsetzung folgt, Lpunkt hat letzte Nacht durchgemacht, Lpunkt schläft gleich ein…)

Literarisch bekommt dir das Singledasein jedenfalls ausgezeichnet. Ich weiß gar nicht, ob man dir – aus der egoistischen Sicht des Lesers heraus – eine neue Beziehung wünschen soll. In letzter Zeit verursachst du mir mehr Bauchschmerzen als je zuvor (vom Lachen) und diese kleinen, feinen Charakterisierungen wie hier (noch dazu unterstützt von Bezügen auf klassische Filme – ja, ich bin bekennender Film-Freak) sind einfach hinreißend.
Ich habe ja den leisen Verdacht, daß du irgendwo halbvergessen einen angefangenen Roman in der Schublade hast. Oder vielleicht Kurzgeschichten, Satiren? Jemand, der so gern schreibt wie du, müßte so was doch mal ausprobiert haben. (Nebenbei: Du bist nicht zufällig mit dem Kinderbuchautor Rpunkt Lpunkt verwandt?)
Schöne Grüße
Alex