Anleitung zum Entlieben

11.10.2006 um 20:11 Uhr

Leserservice

von: Lapared

Ich muss ein paar Tage nachhause. Meine Mutter hat meinem Vater mit dem Kofferraumdeckel den Finger zertrümmert. Angeblich ein Unfall, aber die Tatsache, dass sie danach allein in Urlaub gefahren ist, statt sich das Schwesternhäubchen aufzusetzten, könnte auch darauf hindeuten, dass sie ihn schlicht Schachmatt gesetzt hat. Bei uns zuhause war man in der Wahl der Methoden nie sehr zimperlich. Jedenfalls, ich fahr besser mal nachschauen...

Zeitlich trifft es sich ganz gut, ich bin schließlich nicht gebucht und Nane hat mich auch heute verlassen. Nane. Ich hätte nichts von ihr erzählt, denn seit der Affäre D. bin ich ein bisschen zurückhaltender geworden was die Schnittstellen meiner Privatsphäre (meiner WAS?) mit der befreundeter Mitmenschen angeht. Ich hätte es sonst nicht erzählt.

Aber die im Grunde nicht sehr freundschaftliche Weise, wie Nane heute die Biege gemacht hat, hat mich spontan von allen Skrupeln befreit. Und so erlaube ich mir, in den nächsten Tagen statt aktueller Tagesberichte (ich fürchte, ich habe weder Netz noch Zeit) die nachträgliche Berichterstattung von Nanes Invasion einzustellen. Als beschwingter Pausenfüller und um einen kleinen Eindruck davon zu vermitteln, warum ich dem direkten menschlichen Kontakt bisweilen so zurückhaltend gegenüberstehe. Vier Tage mit Nane (über die meine Schwester immer schon sagte: bei der weiß man nie, ob man sie am Kopp oder am Arsch hat), verteilt auf die nächsten vier Tage mit Papa, bis ich am Sonntag oder so wohl hoffentlich wieder da bin. Ist das ein Service oder ist das ein Service?

Tun wir einfach so, als wäre es erst heute geschehen... (gleich geht´s weiter)



Diesen Eintrag kommentieren

Bitte beachte: Gästebucheinträge in diesem Weblog werden erst nach Freigabe durch den Autor angezeigt.