Anleitung zum Entlieben

10.12.2006 um 18:42 Uhr

Lpunkts Sonntagsausflug

von: Lapared

Kahl ragen die Äste der Bäume hinterm Schlafzimmerfenster in den klaren Dezemberhimmel. Über den windschiefen Dächern der alten Häuser liegt, oh, kein feiner Raureif. Die Sonne scheint vermutlich schon was länger. Blick auf den Wecker, fast zwölf. Vermutlich...

Mensch Lchen, sage ich zu mir, da muss man doch RAUS! Du klingst wie Deine Mutter, antwortet "mir" lustlos, aber was soll´s, wir stehen auf. AUSFLUG!!!

Ans Meer, wenn, dann ans Meer. Immer ans Meer. Gegen den Wind laufen, klar werden, Entschlüsse fassen. Entschlüsse tun so gut.

Kaum auf der A7, Tank leer, Portemonnaie vergessen. Nicht so gut. Mit dem letzten Tropfen rollen wir zurück vors Haus.

Ha-ha, Portemonnaie doch nicht vergessen! Portemonnaie weg.

Suchen. Suchen. Suchen. Fluchen…

Verzweifeln.

Anruf von HK: Soll ich suchen helfen?

Zwei Stunde später findet sich das Portemonnaie staubig aber unversehrt hinter der Waschmaschine, Blick zum Himmel.

Kahl ragen die Äste der Bäume hinterm Küchenfenster in den klaren Dezemberhimmel. Hinter den windschiefen Dächern der alten Häuser leuchtet es ganz leicht rosa, bald geht die Sonne unter, zu spät für´s Meer.

Wir legen uns wieder hin.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenlucha schreibt am 11.12.2006 um 18:53 Uhr:Grausame, mir sehr bekannt vorkommende Momente:

    - Raus zu müssen bei Sonnenschein, auch wenn´s scheißen-windig ist und eigentlich die Couch ruft!!! Meine Exkulpation:Eine fette Erkältung, Reizhusten bei Temperaturwechsel - irgendwie ausgleichende Gerechtigkeit!

    - Portemoney suchen, natürlich mit allen Karten, genauso wie man es nicht machen soll!!!! Aber schön das Gefühl, wenn man es dann wieder hat!

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