Anleitung zum Entlieben

10.09.2006 um 21:44 Uhr

Mark Spitz Würste

von: Lapared

Ich persönlich habe ja die Theorie, dass man mit dem Kopf über Wasser genauso schnell sein kann. Und wenn ich das kurz ausführen darf... ich bin der festen Überzeugung, dass wir die Entwicklung der sogenannenten „modernen“ Schwimmstile, die allesamt die schreiend unlogische Erhöhung des Wasserwiderstands durch Eintauchen unseres nicht sehr stromlinienförmigen Globusses verlangen, dem internationalen Schwimmbrillenkartell verdanken, das - das weiß jeder, der sich ein bisschen mit der Materie beschäftigt hat – im Wesentlichen von einigen finanziell sehr potenten Angehörigen der Spannerszene protegiert wird. Und natürlich ist es kein Zufall, dass die Köpfe gerade zu dem Zeitpunkt begannen unterzutauchen, als etwas anderes erstmals in und an Gewässern auftauchte: der Bikini.

Ich will das alles keineswegs verteufeln. In der Tat haben die neuen Schwimmstile die Sicherheit im Schwimmsport enorm erhöht. Endlich starben Schwimmer nicht mehr vor Langeweile, bis zu dem Zeitpunkt die häufigste Todesart gerade auf der Langstrecke, endlich gab es unter Wasser was zu sehen.

Was ich nur sagen will: Ich bin immer zutiefst misstrauisch, ob diese wurstförmigen Herren, die Sonntags im Freizeitbad auf Mark Spitz machen, die am Beckenrand wichtig in die Schwimmbrille spucken und die metallicblaue Rennkappe zurechtschieben, ob die in der Tat schwimmen wollen – denn dann stellt sich die Frage, warum tun sie es nicht, sondern schäumen wie Schneebesen das Becken auf – oder ob sie nur ein bisschen unter Wasser rumäugen wollen. Was ja auch völlig in Ordnung ist.

Wenigstens haben sie mich zu einer entscheidenden Weiterentwicklung meines Laparedschen Tuckerstils inspiriert. Während ich früher die Finger gestreckt und die Handflächen klassisch geschlossen hielt, strecke ich nun nur noch einen Finger. Den mittleren. Mit dieser eleganten Technik ziehe ich – den Kopf konsequent und gut frisiert über Wasser – an den schnaufenden Mark-Spitz Würsten charmant lächelnd vorbei. Ich glaube, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der Laparedsche Tuckerstil olympisch wird.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenNLN schreibt am 11.09.2006 um 15:29 Uhr:Dein Blog ist jedenfalls olympisch.
  2. zitierendaHien schreibt am 12.09.2006 um 20:59 Uhr:ich bin hier irgendwie hingespült worden. keine ahnung mehr woher (klar, ich könnte im verlauf oder so nachkucken, aber darum gehts jetzt auch nicht). jetzt hab ich ungefähr ne halbe stunde gelesen und muß mal kurz rekapitulieren:
    - auf den link geklickt hab ich wegen deinem blog-titel, den fand ich irgendwie cool
    - DU wiederum findest campino cool. klar, die hosen sind mittlerweile schwer uncool, aber campino würd ich als frau glaub ich heiraten wollen.
    - du machst irgendwas mit werbung. ich auch.
    - du schreibst gut und bist witzig.
    - du bist keine von den typischen blogigo-teenie-jammerlappen, die mag ich nämlich nicht oder zumindest mag ich nicht die art, wie sie jammern.
    - du schreibst einigermaßen oft und regelmäßig. find ich gut, sowas sollte bei nem blog auch so sein.
    - du bist interessant.
    - ähm. war noch was?
    nee, jetzt fällt mir nix mehr ein.
    ich werd hier auf jeden fall jetzt öfter mitlesen und wollte, daß du das weißt.

    bis bald.
  3. zitierenlucha schreibt am 15.09.2006 um 22:47 Uhr:Dein Stil ist aber geführlich: Gefährlich für die anderen, die durch einen Tuckerstil ausgelöste Fassungslosigkeit selbst das Paddeln vergessen (die Bürgerlich-Konservativen) oder vor lchen fast untergehen (die Ignoranten und Intoleranten) oder die vor den Beckenrand stossen, weil sie sich nach Dir umdrehen (die Spanner und Aestheten). da das LEben doch lebensgefährlich ist: Tucker weiter so!!!!

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