Anleitung zum Entlieben

03.05.2006 um 00:02 Uhr

Musterlich

von: Lapared

Erkenne die Muster, das ist ja diese Saison der trendigste Trinkspruch der Psychoszene, erkenne die Muster und durchbreche sie. Prost.

Mal schaun… Muster… Muster, Muster, Muster. Ah, da hätten wir was! Ich verliebe mich in der Tat gerne in Männer, die ich nicht haben kann. Und tatsächlich, er ist nicht der erste Mann, der neben mir eine Angetraute hat.

Aber der Erste, von dem ich es nicht wusste. Diesmal dachte ich, ich könnte ihn haben, das dachte ich wirklich, ich dachte, er liebt mich und will mich, ich war ganz sicher, ich wusste es (Kommentare, die mit „aber unbewusst…“ beginnen, bitte ich an dieser Stelle zu unterdrücken, ich bin kein Freund von aber unbewusst, in der Laparedschen Murmel gibt´s gar kein Unbewusst, ich hab dort jeden Winkel mehrfach durchdrungen und erforscht – wem erzähl ich das, so gut kennen wir uns...) Deshalb lief es ja so holprig, eben deshalb. Ich musste mein Muster für D. erstmals durchbrechen, ich musste ihn lieben, obwohl er mich – wie ich wirklich quer durch alle Bewußtsseinstiefen glaubte – auch liebt. Das ist sonst nicht meine Art.

Und die ganze Mühe umsonst. Hach.

Ergäbe sich aktuell natürlich eine fantastische Gelegenheit, in das alte, vertraute Muster zurückzufallen. Wirklich, eine traumhaft Flanke. Er will mich nicht, und bums, er ist die Liebe meines Lebens. Hüte Dich, Lapared!

Andererseits, wie erkennt man den Unterschied zwischen Liebe und Muster?

Ich glaube nämlich - und Schuss! - ich glaube, ich hätte ihm die Lüge verziehen. Ich glaube, wenn er angerufen und gesagt hätte, ich bin verheiratet, aber ich werde mich trennen, alles, was ich gesagt habe - dass ich Dich liebe, mehr als alles (und SIE), dass ich mit Dir leben will (und mich von ihr trenne) – wenn er gesagt hätte: das alles stimmt, das immerhin ist die Wahrheit… Ich glaube, ich hätte ihm verziehen. Ich hätte es ihm die verschwiegene Ehe verziehen - und Tor? Nochmal: Liebe oder Muster?

Ja, eine spannende Frage, und außerdem völlig scheißegal, denn – wir erinnern uns - das hat er nicht gesagt. Sondern: Ich hab Dich verarscht.

P.S. So viele Einträge heute, das kann ja kein Mensch lesen! Was soll ich sagen, ich schreibe um mein Leben (Gott, kein Grund so beschissen zu schreiben...), also gut, ich schreibe, weil es gut tut, therapeutisches Schreiben quasi, schon immer mein Wunschtraum, ich schreibe, weil es hilft und weil man danach noch Auto fahren darf. Ich glaub nämlich, ich muss weg, ich halt´s hier nicht aus...

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierensanftmut schreibt am 03.05.2006 um 00:30 Uhr:ach wat muster durchbrechen muster sind klasse .-) ich liebe dich du!

    und frag dich mal was ?

    nimmste mich BITTE mit wenn du abhaust! ? bitte !
  2. zitierenDiscovery schreibt am 03.05.2006 um 00:34 Uhr:Irgendwie hoffe ich immer noch, dass die ganze Dick-Geschichte fiktiv war. Meinetwegen von Anfang an. So hintertrieben kann doch nur eine Romanfigur sein..
  3. zitierensanftmut schreibt am 03.05.2006 um 10:29 Uhr:ach weisste lass mal in der regel :-9regelt DAS am ENDE der CHEF!



    :-9 bedeutet abpfiff siehste die trillerpfeife.-) oder THRILLERPFEIFE.-)!

    lass ihn mal! et is ja seine DICKENSgeschichte klappt schon...

    oder aiuch nicht...



    wir sehn uns...auf jeden fall... sei dir ganz sicher...



    ausserdem:-) ist et eben doch dat unbewusste...

    MOIN!



    ej curd :-) bussi dein entchen*°

Diesen Eintrag kommentieren

Bitte beachte: Gästebucheinträge in diesem Weblog werden erst nach Freigabe durch den Autor angezeigt.