Notruf
Hilfe! Das meine ich ernst… Hilfe! Ich weiß gerade wirklich nicht, was ich tun soll.
Heute Morgen kam der CD rein: „Lpunkt! Ist dieses Wochenende die Beerdigung Deiner Mutter?“ – „Äh...“ – „Gut. Alles andere kannst Du sicher absagen, wir brauchen Dich, Dich und Olli, es brennt auf XY!“ (XY ist der wichtigste Kunde der Agentur und es brennt´s, sobald er pupst.) Ein Segen, denke ich, ein Segen, dass ich Dick schon gesagt habe, dass er dieses Wochenende besser nicht kommen soll. Mir war nicht danach. Ich brauche dringend, dringend Ruhe. Sonst drehe ich durch, ehrlich, ich hab das Gefühl, sonst drehe ich durch.
Und nun krieg ich eben auf dem Nachhauseweg eine SMS: „Parke gerade vor Deiner Haustür. Warte auf Dich im Z.“ (Z ist so ein Fettpuff hier ums Eck.)
Im ersten Moment habe ich mich gefreut. Glaube ich. Aber dann... dann hatte ich plötzlich nur noch das Gefühl, ich sollte mich freuen. Ich müsste jetzt eigentlich vor Entzücken glucksend rüber laufen und ihm in die Arme fallen. Aber stattdessen sitze ich im Dunkeln in meiner Wohnung und denke: Das kann er doch nicht wirklich gemacht haben! Das geht nicht, so verrückt kann er nicht sein. Am Montag nach seinem „Rede mit mir, sonst les ich eben Dein Blog!“ habe ich ihn angebrüllt, wirklich angebrüllt. „Dick“, habe ich gebrüllt, „hörst Du nicht, wenn ich NEIN sage? Dick, Du musst das ernst nehmen, wenn ich sage, dass ich etwas nicht möchte! Dick, wenn Du mich zu etwas zwingst, was ich nicht will, ist das das Allerschlimmste, was Du tun kannst.“ Und er im freundlich, nachsichtigen Tonfall eines Psychiaters mit einer aufgezogener Beruhigungsspritze hinterm Rücken: „Ich will doch nur wissen, wie es Dir geht, warum kann ich Dich nicht anrufen…“, wieder und wieder. Ehrlich, scheiß auf Rosi, irgendwann hab ich richtig, richtig laut geschrien: „Dick, ich hab nein gesagt! NEIN! Und ich lasse mich nicht zwingen, nie wieder!“ Ich habe geschrien und sogar gedroht: „Dick, wenn Du meine Neins nicht akzeptierst, ist Schluss!“ Er hat mich nicht gehört.
Nein. Nein, das muss ein Scherz sein. Das muss ein Scherz sein... Ich mache jetzt das Licht an und dann gehe ich rüber und sehe nach, ob er wirklich da ist, oder? Bestimmt stellt sich das Glucksen dann schon ein, bestimmt...
Okay, ich geh jetzt rüber.
Heute Morgen kam der CD rein: „Lpunkt! Ist dieses Wochenende die Beerdigung Deiner Mutter?“ – „Äh...“ – „Gut. Alles andere kannst Du sicher absagen, wir brauchen Dich, Dich und Olli, es brennt auf XY!“ (XY ist der wichtigste Kunde der Agentur und es brennt´s, sobald er pupst.) Ein Segen, denke ich, ein Segen, dass ich Dick schon gesagt habe, dass er dieses Wochenende besser nicht kommen soll. Mir war nicht danach. Ich brauche dringend, dringend Ruhe. Sonst drehe ich durch, ehrlich, ich hab das Gefühl, sonst drehe ich durch.
Und nun krieg ich eben auf dem Nachhauseweg eine SMS: „Parke gerade vor Deiner Haustür. Warte auf Dich im Z.“ (Z ist so ein Fettpuff hier ums Eck.)
Im ersten Moment habe ich mich gefreut. Glaube ich. Aber dann... dann hatte ich plötzlich nur noch das Gefühl, ich sollte mich freuen. Ich müsste jetzt eigentlich vor Entzücken glucksend rüber laufen und ihm in die Arme fallen. Aber stattdessen sitze ich im Dunkeln in meiner Wohnung und denke: Das kann er doch nicht wirklich gemacht haben! Das geht nicht, so verrückt kann er nicht sein. Am Montag nach seinem „Rede mit mir, sonst les ich eben Dein Blog!“ habe ich ihn angebrüllt, wirklich angebrüllt. „Dick“, habe ich gebrüllt, „hörst Du nicht, wenn ich NEIN sage? Dick, Du musst das ernst nehmen, wenn ich sage, dass ich etwas nicht möchte! Dick, wenn Du mich zu etwas zwingst, was ich nicht will, ist das das Allerschlimmste, was Du tun kannst.“ Und er im freundlich, nachsichtigen Tonfall eines Psychiaters mit einer aufgezogener Beruhigungsspritze hinterm Rücken: „Ich will doch nur wissen, wie es Dir geht, warum kann ich Dich nicht anrufen…“, wieder und wieder. Ehrlich, scheiß auf Rosi, irgendwann hab ich richtig, richtig laut geschrien: „Dick, ich hab nein gesagt! NEIN! Und ich lasse mich nicht zwingen, nie wieder!“ Ich habe geschrien und sogar gedroht: „Dick, wenn Du meine Neins nicht akzeptierst, ist Schluss!“ Er hat mich nicht gehört.
Nein. Nein, das muss ein Scherz sein. Das muss ein Scherz sein... Ich mache jetzt das Licht an und dann gehe ich rüber und sehe nach, ob er wirklich da ist, oder? Bestimmt stellt sich das Glucksen dann schon ein, bestimmt...
Okay, ich geh jetzt rüber.

Das ist jetzt aber kein Angebot. Mehr so allgemein gesprochen.
Und die Scheißkälte schafft mich noch.
Andererseits: D. hält Dich bestimmt über Wasser wenn XY am WoE nicht abbrennen soll und Dir das Löschwasser bis zum Hals steht, C.R. könnte ihm (wenn auch widerwillig) Gesellschaft leisten damit ihm nicht so langweilig ist.
Und Du...naja, Du könntest das Fenster immer ein Stück offen lassen damit die Luft nicht zu \"dick\" wird und Du atmen kannst, auch tief...oder? Oder nicht?
Oder aber aus dem kleinen nein das GROSSE NEIN werden lassen.....
Damn, ich weiss ja auch nicht.
Ich weiss zwar nicht ob du MEINEN Rat brauchst, aber so ein Apell schreit ja gerade zu nach Senf!
Also: Sie mal zu ob du, abgesehen von deinen gefühlen, seinen standpunk nachvollziehen kannst, und wenn ja (mit gutem willen geht das sicher), dieser intelligente mann wird sicher auch deinen Verstehen, und dann handelt das ganze endgültig aus.
Wenn Menschen die einstellung haben das sie sich lieben, müssen sie auch sowas klären können.
Dann aber: Mensch, es liegt ihm nicht nur was an seinem Seelenheil,ich glaub, der hat tierisch Angst, Dich zu verlieren und das stimmt mich irgenswie ganz wohlwollend.
Ohne Zweifel, wie er sich verhält ist egozentrisch und nicht richtig, er nimmt dich nicht ausreichend wahr, ignoriertz deine Bedürfnisse und das geht nicht, das muß er begreifen und sich ändern.
Ich finde, du solltest ihm deine Verzweiflung angesichts seines Handelns auch zeigen, dann merkt er, dass er dir auch wichtig ist und das mag eine gute Ausgangssituation sein.