Anleitung zum Entlieben

08.05.2007 um 11:27 Uhr

Paderborner Sexszene

von: Lapared

Was ist das eigentlich mit Sexszenen?

Ihr Informationswert ist gering, zumindest für uns, die wir unsere Jungfräulichkeit schon im letzten Jahrtausend gelassen haben, ihr Unterhaltungswert natürlich ernorm, falls man zu denen gehört, die auch gerne in Kochbüchern blättern, und selbst wer sexuell gesehen nicht zu den Dickerchen zählt, für die Appetit meist der einzige treue Begleiter in ihrem Leben ist und die seufzend vor jeder Konditoreiauslage stehen bleiben, guckt bei Sexszenen - genau wie bei Autounfällen - doch irgendwie immer hin. WARUM?

Scheißegal warum, dachte ich mir, Sex sells, so is dat, los, Lpunkt, schreib mal ´ne ganz heiße Sexszene, Du machst dieses Buch schließlich nicht zum Vergnügen. (Dieses Buch, Sie wissen schon, dessen Manuskript im Oktober fertig sein soll, und dessen globaler Triumphzug von Spitze zu Spitze der internationalen Bestsellerlisten bereits fester Bestandteil in den finanziellen Kalkulationen meines Co-Autors Curd Rock geworden ist. Häuschen, Pool, Chauffeur... Und wer wollte ihn enttäuschen? Ebem.)

Also, Sexszene. Bestimmte Wendungen landeten von vornherein auf dem Lpunkt-Sexszenen-Index: Schweißnasse Haut, pulsierend, feucht (es sei denn, die Sexszene findet in Nassbereichen oder im Herbst beim Zelten statt), rosa schimmernd, Muschi (sofern die – wie wir ja unlängst erfahren durften - von ihrem Gatten in zärtlichen Stunden so gerufene Frau Stoiber nicht involviert ist), Höschen, durchströmen, Jadestab... Als ich die Liste fertig hatte, waren sechs Stunden vergangen, es war drei Uhr morgens, Zeit für ein Nickerchen und die Einsicht, dass man seine Herkunft in sich trägt. Lpunkt, sagte ich mir, verleugne nicht Deine Wurzeln, Du kommst aus Paderborn, lass das mit der Sexszene.

Häuschem! Pool! Chauffeur!

Nach drei Stunden war ich wieder wach. Okay, einen Versuch noch, hab ich mir gesagt. Und... na bitte: Heute in den frühen Morgenstunden, wurde sie geschrieben... eine Sensation, Literaturgeschichte, die erste Original-Paderborner Sexszene, garantiert Muschi- schweißnass- und Jadestab-frei. Ganz heißer Stoff.

Geht doch.

So, und jetzt gucke ich mal ein bisschen auf den Hamburg-Seiten, was sich so im sozialen Wohnungsbau tut.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenRena schreibt am 08.05.2007 um 12:42 Uhr:Wer so nett schreibt schafft es bestimmt auch ohne Muschi irgendwann in eine "Villa Curd Rock"!
  2. zitierenrapunzelchen schreibt am 08.05.2007 um 13:08 Uhr:ja wo isse denn, die szene? ... *lesen will
  3. zitierenZebulon schreibt am 09.05.2007 um 00:55 Uhr:Der unbekleidete menschliche Körper
    ist das Erregendste,
    was sich der unbekleidete menschliche Körper
    vorstellen kann.

    Nicht nur in Paderborn.

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