Anleitung zum Entlieben

05.05.2007 um 22:51 Uhr

Sam Jones Gene

von: Lapared

Sorry, ist ein bisschen später geworden... höm.

Heute Mittag am Telefon.

„Wie hat Dir mein kleines Konzert gefallen?“ – „Ich hab´s nur mit einem Ohr gehört... war ziemlich lang, hm?“ – „Ich hab drauf gewartet, dass jemand Salzheringe wirft.“ – „Hat keiner gemacht?“ – „Nein, aber ich glaube, einer der Fischesser war kurz davor den Kopf seiner gegrillten Sardine nach mir zu schleudern.“ – „Na, siehst Du, das war doch ziemlich nah dran.“ – „Und Du, gefällt Dir meine Musik nicht mehr?“ – „Doch! Doch... aber ich bin mehr der Typ, den man mit Worten erreicht. Weißt Du, wo die Musik scheitert, können Worte manchmal noch viel bewirken.“ – „Okay, was muss ich sagen?“ – „Dass Du Dich vertan hast, vielleicht? Dass Du Deinen Geburtstag mit dem Deines 7 Jahre jüngeren Bruders verwechselt hast? Dass Du in Wahrheit nur ein bisschen jünger bist und nicht fast ein Jahrzehnt?“ – „Das wäre aber eine Lüge.“ – „Wirklich? Nein, Lügen sind nicht so gut…“ – „Okay, aber wie wär´s damit: Ich kenne eine Eisdiele. Die Becher da haben das Volumen von Badewannen. Und die Eisbällchen einen Durchmesser von 2 Metern. Hast Du Lust mit mir dahin zu gehen?“ – „Worte, die ihre Wirkung nicht verfehlen und an deren Wahrheit ich keine Sekunde zweifle. – „Heißt das, ja?“ – „Ja.“ – „Dann komme ich gleich vorbei.“ – „Ist gut. Übrigens, einer meiner Lymphknoten in der Lende ist dick wie ein Tennisball.“ – „Okay, die Eisbällchen sind nicht 2 Meter, sie sind etwa 3 cm groß.“ – „Mein Lymphknoten ist trotzdem dick wie ein Tennisball, ich muss nächste Woche zum Radiologen.“ – „Ich komme gleich mal vorbei, hm?“

Ja, es tut mir leid, eine hässliche kleine Wiederholung, mir persönlich hätte die Arschepisode auch völlig gereicht, langsam wird das hier zum Ärzte- & Apotheker-Blog.

Und davon abgesehen. Hatte ich neulich nicht erst posaunt, mir fehle das Sam Jones-Gen? Ich hoffe es, alles aber Sams scheiß-Gene nicht... (Für die Herren: Ich spreche von Sex and the City-Geschoss Samantha). Nichts wäre mir unangenehmer als der Verdacht, ich wolle hier den Samantha-Jerry-Plot kopieren: Hübscher junger Hüpfer erweist sich in der gesundheitlichen Krise der bindungsunwilligen älteren Protagonistin unerwartet als zuverlässige starke Schulter... Lass mal.

Erstens bin ich keineswegs in der Krise, mein Po war 1 A in Schuss, der Rest von mir wird es auch sein. Und zweitens… Zweitens ist WE kein Jerry. Er ist kein Schauspieler Schrägstrich Kellner Schrägstrich Modell, sondern Musiktherapeut für behinderte Kinder. Schrägstrich seriös. An der Krisenfestigkeit von WE haben wir alle wahrscheinlich nicht die geringsten Zweifel. Im Gegenteil. Ich glaube, unser WEchen steht ein bisschen auf Tragik. Ich glaube, WE könnte mich nie unsterblicher lieben, als wenn ich a. ihn nicht erhöre, oder b. sterbenskrank wäre. Ich glaube, WEs Liebe ist dann am zuverlässigsten, wenn sie aus irgendeinem Grund unerfüllt bleibt. Nein, die Krise ist nicht das Problem.

Ich bin nur ein bisschen misstrauisch, was passieren würde, wenn ich c. Geschmack an seinen 2-Meter-Bällchen fände. Was ich nicht beabsichtige. Und außerdem d. mopsfidel sein sollte. Was ich sehr wohl beabsichtige.

Nichts desto trotz, waren die Bällchen gar nicht übel... höm.

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