Saufbeschluss
Heute Morgen habe ich beschlossen, Alkoholiker zu werden. Ich stand auf dem Stepper, sah diesen grandiosen Matt Dillon als Charles Bukowskis Alter ego Hank Chinaski in „Factotum“, sanft, angenehm lethargisch und selbst nach dem Kotzen noch perfekt frisiert, und dachte, so geht das. So wird man gut. Und Du? Ringst um Kontrolle, befriedigst Arbeitgeber und hälst die Figur, wie unsexy. Schreibst Spots für Fruchtjoghurt und machst auf witzig, lächerlich. Ab sofort wird gesoffen und dann gehen wir das Ganze mal richtig an.
„Wenn du den Weg gehen willst, musst du ihn bist zu Ende gehen… Oder geh ihn gar nicht.“ So läuft nämlich der Hase. Sagt auch Matt Dillon alias Hank Chinaski, einziger Gast bei Bewusstsein in „Angies Bar“, als er konsequent trinkend der Table Dancerin zuschaut, die mit nichts als einer Kippe im Mundwinkel gelassen Hochleistungsakrobatik vorführt wie eine zugekiffte Ostblockturnerin. Wenn Du den Weg gehen willst, musst Du ihn bis zu Ende gehen. Und träge dreht sich der Ventilator durch das verrauchte rote Licht.
So zärtlich und norwegisch lakonisch inszenierte Regisseur Bent Hamer Exzess und Besessenheit, so melancholisch schön das Scheitern, dass ich auf meinem Stepper drauf und dran war, die Wasserflasche wegzuschmeißen und mit einer Flasche Martini weiterzutrainieren.
Aber dann fiel mir wieder ein, Mensch, die haste ja letzte Nacht schon leer gemacht.
„Wenn du den Weg gehen willst, musst du ihn bist zu Ende gehen… Oder geh ihn gar nicht.“ So läuft nämlich der Hase. Sagt auch Matt Dillon alias Hank Chinaski, einziger Gast bei Bewusstsein in „Angies Bar“, als er konsequent trinkend der Table Dancerin zuschaut, die mit nichts als einer Kippe im Mundwinkel gelassen Hochleistungsakrobatik vorführt wie eine zugekiffte Ostblockturnerin. Wenn Du den Weg gehen willst, musst Du ihn bis zu Ende gehen. Und träge dreht sich der Ventilator durch das verrauchte rote Licht.
So zärtlich und norwegisch lakonisch inszenierte Regisseur Bent Hamer Exzess und Besessenheit, so melancholisch schön das Scheitern, dass ich auf meinem Stepper drauf und dran war, die Wasserflasche wegzuschmeißen und mit einer Flasche Martini weiterzutrainieren.
Aber dann fiel mir wieder ein, Mensch, die haste ja letzte Nacht schon leer gemacht.

Mehr fällt mir dazu heute nicht ein.
Besser, Du löschst den Scheiss.
(ein Extrinker und Bukowski-Verherrlicher)
"selbst nach dem Kotzen noch perfekt frisiert" - ich jedenfalls habe den Beitrag genau so verstanden: dass der Film den Alkholismus verharmlost. Kein Wunder, mit Matt Dillon als Bukowski, hallo?!
"selbst nach dem Kotzen noch perfekt frisiert" - ich jedenfalls habe den Beitrag genau so verstanden: dass der Film den Alkoholismus verharmlost. Kein Wunder, mit Matt Dillon als Bukowski, hallo?!
Aber in der Tat: Natürlich war das ironisch gemeint. Ich glaube nicht an die Romantik des Saufens, und auch nicht an inspirative Kraft von Martini oder Eierlikör...
Matt Dillon als Bukowski ist einfach lachhaft, das müsste eigentlich nach der Beschreibung der Jugendzeit, die Bukowski oft genug in seinen Romanen anbringt, auch klar sein. Ich halte es aber nicht für ausgeschlossen, dass diese Besetzung eine ironische Volte des Regisseurs darstellt.
Amster, Dich würde ich bitten, Dich mit solchen zwangsläufigen Vorurteilen mir gegenüber mal etwas zurückzuhalten.
Ich lese Lapared ja schon ne ganze Weile und sehr, sehr gerne und genau von daher sehe ich die Ironie in dem Beitrag halt NICHT.
Aber seis drum.
Hört ja sonst auch keiner auf mich, vergesst es einfach.
Hicks!