Anleitung zum Entlieben

30.11.2006 um 22:49 Uhr

Schlimme Nachrichten für meine Analytikerin

von: Lapared

Meine Krankenkasse. Kaum liegt denen der Antrag auf eine 250-stündige, analytische Psychotherapie vor, wollen sie mich rauswerfen. Das Wollen sei ihnen vergönnt, ich mein, rechne mal aus, 250 mal 92,50... macht 23.125, das Wollen kann man ihnen nicht verübeln. Aber Können können sie ja nicht. Eigentlich. Es sei denn… Hohlkopf Lpunkt legt ihnen passgenau eine Traumflanke vors Tor.

Da gab´s mal diese Rechnung von meiner Schmerztherapeutin. Die Göttin, die die Migräne weggemacht hat. Und auf dieser Rechnung stand ein Posten, von dem ich zu spät erfahren hatte, dass die Kasse ihn nicht übernimmt. Irgendwas Chakradingsbumsenergieflußmäßiges. Wozu die Verzweiflung eines Migräneanfalls einen so treibt.

Ich also die Göttin gebeten, da was anderes drauf zu schreiben, Elektroschocks oder so, irgendwas Handfestes, Reelles, das die Kassen fraglos zahlen. Ich war gerade nicht so flüssig für Chakradingsbumsenergieflußmäßiges und sah außerdem nicht ein, bei 560 Euro Krankenversicherung im Monat so ein kleines verzweifeltes alternativmedizinisches Experiment aus eigener Tasche zu bezahlen. Blöd.

Jedenfalls. Hatt´se gemacht, der Engel, hat eine neue Rechnung geschrieben. Und ich Kamel reiche aus Versehen beide Rechnungen ein. Erst die neue Falsche. Und vier Monate später, als ich beim Durchforsten klein Manhattens (meine Ablage) eine Rechnung ohne Bezahlt-Häkchen fand, die alte Richtige. Saublöd.

Großes Hallo… böse Schreiben… Verlust der Vertrauenswürdigkeit… Betrugsversuch… behalten wir uns vor, wegen unrichtiger Anzeige als Versicherer von dem Vertrag zurückzutreten… oha. 23.125 Schleifen. Man kann es ihnen nicht verübeln. Aber wie soll ich das nur meiner Analytikerin sagen?

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenZebulon schreibt am 30.11.2006 um 23:20 Uhr:erstens: Nie auf Häkchen vertrauen

    zweitens: Ungültige Dokumente sofort quer einreißen oder ganz wegschreddern

    drittens: ansparen

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