Anleitung zum Entlieben

31.07.2005 um 20:32 Uhr

Zurück auf Los

von: Lapared

Was habe ich mir nur dabei gedacht. „´N Kaffee trinken“... Wie habe ich geglaubt, ich könnte mit 119 „einfach mal ´n Kaffee trinken“. Warum habe ich nicht sofort „nein, danke“ gesagt und aufgelegt? Welcher Idiot geht mit dem Ex „einfach mal ´n Kaffee trinken“? NIE MIT DEM EX EINFACH MAL ´N KAFFEE TRINKEN – das ist kleinstes 1x1, das lernen Trennungs-I-Männchen am ersten Schultag. ´N Kaffee trinken! Wie konnte ich mir einbilden, ich könnte das händeln? Und wozu überhaupt, wozu? Ich bin wie ein Alk, der sagt, „dieses Saufen ist scheiße, aber ab und zu ´n Bierchen kann doch nicht schaden!“ Ich bilde mir ein, ich könnte es kontrollieren. Und gehe tatsächlich mit ihm Kaffee trinken! So werde ich niemals trocken.

Tja, aber nun ist es passiert. Rückfall auf ganzer Linie. Tränchen, Tavor, Erdbeer-Limes... Rückversetzung in Phase 1. Phase 1 von Phase 1. Also ab ins Bett, schlafen, aufstehen, von vorn anfangen. Ab morgen wieder „nur für heute“. Schämen nützt gar nichts.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierendecay schreibt am 31.07.2005 um 21:11 Uhr:Ich würde mich ja schon freuen, wenn ich so \'nen Anruf bekäme, in dessen Verlauf ich dann \"Neinsagen\" trainieren könnte.



    Davon abgesehen: Ich danke Dir, daß Du Dich um die Konsistenz Deiner Ausführungen mit dem Titel Deines Blogs bemühst.
  2. zitierenthebastian schreibt am 31.07.2005 um 23:49 Uhr:Was ist das, so ein \"Bleiben wir Freunde\"-Kram? Wenn ja, tu Dir einen Gefallen und brich die Brücke ab. Verbau Dir selbst den Rückweg, erst dann geht es wirklich vorwärts. Oder mach, was Du willst und schreib noch lange weiter, das wäre mir auch recht.
  3. zitierenFinija schreibt am 01.08.2005 um 14:37 Uhr:Ich kenn sowas unter dem Motto \"Woll\'n wa mal wieder zusammen in der Mittagspause wo essen?\" Klar, ist ja nix dabei. Bei mir war es eher umgekehrt, er hat immer rumgeschleimt, dass er mich lieb hat und immer hatte und bla bla. Allerdings ohne Hintergedanke. Nur sowas schenk ich mir dann auch gern. Ich habe mich dann auch nicht mehr mit ihm zum Mittagessen verabredet als er mir gequält um den Latz knallte, dass er Vater würde. Mir ist glatt das Besteck aus den Händen gefallen, gefolgt von einer merkwürdigen Übelkeit. Ich koch doch lieber selbst, als dass mir von sowas das Essen vergeht. Vor dem Treffen habe ich ihm noch eine Einladung zum Mittagessen ausgesprochen, weil er mir bei \'ner Excelauswertung geholfen hatte. Und der Arsch hat es auch noch angenommen. Für mich war dies der Anlass ihm paar Tage später mitzuteilen, dass sich unsere Wege nun für immer trennen würden. Und das war die beste Entscheidung die es gab - danach ging es mir wesentlich besser.

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