Boom, Boom, Deutschland
Korrekturen an Vorhersagen von Wirtschaftsforschern gehören zum Alltag. Dass ein Institut seine Konjunktur-Prognose glatt verdoppelt, ist dagegen eine kleine Sensation.(Quelle:Spiegel-Online 12.12.2006)
Konjunktur 2007 schon wieder Flaute?(Quelle:FAZ.NET 21.02.2007)
Airbus baut 10.000 Arbeitsplätze ab
Die schlimmen Befürchtungen werden wahr. Der französische Premierminister Dominique de Villepin hat bestätigt, dass bei Airbus 10.000 Stellen abgebaut werden.
Trennung von Werken möglich
In Deutschland beschäftigt Airbus rund 23.000 Mitarbeiter. Insgesamt sind es mit den Zulieferern mehr als 55.000 Beschäftigte. Die Gewerkschaften befürchten die Trennung von ganzen Werken. An welchen Standorten die Stellen abgebaut werden, ist noch nicht konkret bekannt. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung sollen durch das Sparprogramm in Hamburg weniger als 1000 der rund 12.000 Arbeitsplätze entfallen und die beiden Werke Nordenham und Varel mit zusammen 3500 Mitarbeitern verkauft werden. Die Arbeitszeit in deutschen Werken solle von 37,5 auf 40 Stunden verlängert werden.
Etwa 1000 Stellen in Hamburg gefährdet
Die Betriebsräte in Hamburg, dem größten deutschen Airbus-Standort, befürchten, dass noch deutlich mehr Stellen wegfallen.
Bayer Schering Pharma streicht 1000 Stellen
Dem ehemaligen Berliner Schering Stammwerk droht ein drastischer Arbeitsplatzabbau. Wie der Berliner Tagesspiegel berichtet, sollen noch in diesem Jahr 1000 Arbeitsplätze wegfallen. Das Blatt beruft sich auf Informationen aus unternehmensnahen Kreisen. Die geplante Stellenstreichung würde rund 20 Prozent der Berliner Belegschaft betreffen
Stellenabbau seit geraumer Zeit geplant
Nach einer langen Bieterschlacht mit dem Konkurrenten Merck hatte der Bayer-Konzern Schering für knapp 17 Milliarden Euro übernommen. Bereits zu Beginn der Verhandlungen kündigte Bayer-Chef Werner Wenning an, rund 6000 Stellen im fusionierten Unternehmen zu streichen.
Die Zukunft sieht nicht rosig aus
Wie der Tagesspiegel weiter berichtet, habe Bayer Schering Pharma bereits im Dezember bestimmten Mitarbeitergruppen von Schering ein Abfindungsangebot unterbreitet. Die Mitarbeiter der Bayer-Gesundheitssparte bleiben, aufgrund einer Betriebsvereinbarung, bis Ende 2007 von einer Stellenstreichung verschont. Danach dürfe das Thema Jobabbau auch für sie wieder auf der Agenda stehen, denn Wenning wolle ab dem Jahr 2009 jährlich 700 Millionen Euro einsparen.
Verkauf von Chrysler immer wahrscheinlicher
Doch Kaufabsichten bei GM?
Mehrere Interessenten hätten bereits vor Wochen mit der Prüfung einer Chrysler-Übernahme begonnen. Der weltgrößte Autobauer General Motors (GM) befinde sich mit DaimlerChrysler bereits in Vorverhandlungen über eine Übernahme der gesamten Chrysler-Gruppe oder von Teilen derselben. Interesse habe GM vor allem an den Marken Jeep und Dodge. Interesse an Chrysler werde auch dem südkoreanischen Autobauer Hyundai nachgesagt, hieß es in dem Bericht weiter.
Opel-Belegschaft in Sorge
Wenig Begeisterung über die Pläne herrscht bei Opel. Eine Übernahme von Chrysler durch GM wäre nach Einschätzung des Opel-Betriebsrats für die deutsche GM-Tochter ein "absolutes Desaster". "Eine Fusion ist das Schlechteste, was wir uns wünschen. Sie hätte womöglich schlimme Folgen für die Arbeitsplätze und Produktentwicklung bei Opel", sagte Klaus Franz, der als Betriebsratsvorsitzender auch im Rüsselsheimer Aufsichtsrat sitzt. Franz äußerte die Hoffnung, dass GM aus der gescheiterten Allianz mit Fiat vor rund sieben Jahren gelernt habe. "Zwei Fußkranke ergeben noch keinen Marathon-Läufer".
Das wahre Ausmaß der Katastrophe
Fast 10 Millionen Arbeitslose in Deutschland:
Wie sieht die Lage in Deutschland heute aus?
Die offizielle Arbeitslosenzahl lag im September 2006 bei 4.237.835. Aber wie bitte erklären uns die Regierenden, daß genau im September 2006 - ebenfalls laut Bundesagentur für Arbeit 5.173.283 Menschen in Deutschland Arbeitslosengeld II beziehen? Also eine Differenz von ca. einer Million Betroffener. Diese Information sollte Anreiz genug sein, um dieser »Schönrechnerei« einmal näher auf den Grund zu gehen:
Manipulierte Zahlen
War die Arbeitslosigkeit im September 2006 tatsächlich gesunken, oder waren lediglich einige Rechenkünstler am Werk, um die Arbeitslosigkeit wenigstens statistisch sinken zu lassen? Angeknüpft an der Enthüllung in der »WirtschaftsWoche« im Jahr 2004 haben wir unsere eigenen Berechnungen angestellt. Daraus ergibt sich aktuell:
Arbeitslose im September 2006: 4.237.835
Arbeitslose in Maßnahmen der BA: 1.456.560
Stille Reserven 2006: 2.000.000
Arbeitslose im Vorruhestand 1.100.000
Arbeitslose in Maßnahmen der Kommunen 400.000
Kurzarbeiter 47.935
Arbeitslose gesamt: 9.242.330 Millionen
(Quelle: UN-Nachrichten)
In dieser Statistik sind nicht erfasst, diejenigen, die gar keine Leistungen mehr beziehen oder z.B. die das sogenannte Elterngeld(auch ein Leben auf Staatskosten) beziehen. Diese fallen aus der Statistik raus.
Es gibt immer noch Menschen, die tatsächlich glauben, alle über einen Kamm scheren zu müssen. Menschen, die behaupten, Arbeitslose und/oder AlgII Bezieher wären es freiwillig und gerne. Und behaupten, das diese Menschen auf Staatskosten ein Leben in Saus und Braus führten. Denen sei gesagt:
1.
2. Sich einmal ernsthaft mit dieser Materie und den Menschen befassen.(Z.B. mit diesen Menschen sprechen, in ihre Wohnungen gehen. Schnell merkt man, das sich viele ihrer Situation schämen und schweigen darüber.)






