Lauralinns Stockrosen

02.12.2006 um 11:43 Uhr

Schlaflosigkeit

Schlaflosigkeit mit Worten

Nachts gehen die Worte

auf Zehenspitzen,

bewegen sich behutsam zwischen Dingen  

ziehn sich aus Angst vor Lärm die Schuhe aus.

Über meine schlaflosen Schultern flattern sie.

 Das Gedicht holt mich aus meinem Bett.

So groß die Stille im schlafenden Haus.

Der Lärm der Hände macht mich taub.

Ich berühre Buchstaben. Streichle die Tasten,

damit sie leise ihre Nöte nennen.

Nichts kommt hervor. Es ist die Stille, die da spricht.

Und draußen die Schatten, die am Fenster rütteln.

Mut

 Gioconda Belli

25.11.2006 um 17:35 Uhr

Apfelschimmel

 Apfelschimmel      

Ein geapfelter Schimmel im Haus

ist besser als ein verschimmelter Apfel, o Graus!

Doch wenn ein Apfelschimmel einen Apfel frisst,

gibt er acht, dass am Apfel kein Schimmel ist;

später kann man den Apfel,zwar nicht mehr so schön,

als Apfelschimmel- Apfel

hinter dem Schimmel liegen sehn.

 Hans Adolph Halbey

13.11.2006 um 17:58 Uhr

KASTANIENBAUMS HERBSTBITTE

Kastanienbaums Herbstbitte


Bitte, Kinder, wartet doch,
bis der Wind mich rüttelt
und Kastanien noch und noch
von meinen Zweigen schüttelt.
Bitte, Kinder, prügelt nicht,
schmeißt mich nicht mit Knüppeln!
Denn auch uns Bäumen tut das weh,
ich möchte nicht verkrüppeln.
Dank sag' ich, Kastanienbaum,
denen, die mich schonen!
Mit Kastanien, braun und blank,
will ich sie gern belohnen.
Und wer diesmal keine fand,
soll sich nicht beklagen:
Im nächsten Herbst schon werde ich
viel neue Früchte tragen.

(Eva Rechlin)

15.07.2006 um 19:46 Uhr

Die Sehnsucht ist wie der Wind

Die Sehnsucht ist wie ein Wind

 der über die Kräuter weht,

 und wie Tau der auf die Gräser träufelt

 und wie die Regenluft die wachsen macht

 genauso ströme der Mensch sein Wohlwollen

aus auf alle die da Sehnsucht tragen.

 

Hildegard von Bingen 1098 - 1179

23.06.2006 um 10:44 Uhr

Leben genießen

gut

und bewusst

das Leben genießen

damit Tausende Blumen blühen

und glasklare Bäche fließen

 

reality

15.06.2006 um 18:21 Uhr

Leben ist nicht genug

 
 

Leben ist nicht genug

sagte der Schmetterling,

Sonnenschein, Freiheit

 und eine kleine Blume gehören auch dazu.

 (Hans Christian Andersen)

10.06.2006 um 19:11 Uhr

Komm, sage mir, was du für Sorgen hast

Komm, sage mir, was du für Sorgen hast

 

 

 

Es zwitschert eine Lerche im Kamin,

Wenn du sie hörst.

Ein jeder Schutzmann in Berlin

Verhaftet dich, wenn du ihn störst.

 

Im Faltenwurfe einer Decke

Klagt ein Gesicht.

Der Posten im Gefängnis schießt,

Wenn du als kleiner Häftling ihm entfliehst.

Ich tät es nicht.

 

In eines Holzes Duft

Lebt fernes Land.

Gebirge schreiten durch die blaue Luft.

Ein Windhauch streicht wie Mutter deine Hand.

Und eine Speise schmeckt nach Kindersand.

 

Die Erde hat ein freundliches Gesicht,

So groß, dass man`s von weitem nur erfasst.

Komm, sage mir, was du für Sorgen hast.

Reich willst du werden? - Warum bist du’s nicht?

 

Joachim Ringelnatz

 

05.06.2006 um 06:57 Uhr

Eine Mohnblumenblüte

Als die Modeschöpfer einst den Flamencorock entwarfen,
ließen sie sich von der Natur und ihren Farben inspirieren.
Sie sahen vor ihren Städten in Andalusien die Mohnfelder
wie sie sich sanft im milden Wind bewegten. Als sie sich diese Blüten von nah besahen, sozusagen Aug in Auge,
da entdeckten sie im Inneren der Blüte
diese dunklen Blütenstängel.
Sie waren so begeistert von den Farben
des dunklen Rots und dem Schwarzblau,
dass sie zu Ehren dieser Blume,
ein wunderschönes rotes Kleid entwarfen,
der ersten Tänzerin gaben sie dunkle,
an das Innere der Mohnblüte erinnernde
Holzstückchen in die Hand,
die diese beim Tanze mit ihrem Partner
zusammenschlagen musste.
Von Josef Anton

http://www.blogigo.de/Pinselwaescher-Anton/entry/251117#comments

* * *

22.05.2006 um 18:36 Uhr

Alles

 

 

Alles,

 was wir sind,

ist das Ergebnis dessen,

was wir dachten.

 

 (Buddha)

21.05.2006 um 08:07 Uhr

Freizeitstress

Laura
im Freizeitstress

Antwort in Elfchenform
von reality


Geh
mit deiner
kostbaren Zeit so um,
dass sie dir gut
tut

14.04.2006 um 16:13 Uhr

Im roten Ballkleid

Im roten Ballkleid

aus Blütenseide tanz ich

heut durchs Wiesengrün

 

Verf. unbek.

09.04.2006 um 08:25 Uhr

Freundschaft

 Freundschaft

 ist die Blüte

des Augenblicks

und die Frucht der Zeit.

 

August von Kotzebue

08.04.2006 um 15:25 Uhr

Blüten-Elfchen

Das

 Lila der

knospenden Blüte herrlich

 das Bild zu schauen

Frühling

© Laura

* *

08.04.2006 um 15:17 Uhr

Apfelblüten Elfchen

Wie

schön der

 Frühling durch Worte

und durch die Blumen

spricht

 

reality

02.04.2006 um 14:12 Uhr

Die Natur erwacht

"Die Natur erwacht buntfarben."

Wortspiel© josef anton

Die Natur weckt das Frühlingsgefühl

 wir schließen die Augen, verhalten uns still

 und lauschen den Liedern

der Vögel im April

Die Luft riecht nach Veilchen,

 die in den Hecken blühn.

Osterlämmchen suchen das erste frische Grün

 und mich hält jetzt nichts mehr im Haus.

 Ich muss in die Natur hinaus.

©Iphigenie

 

 

 

 Die Natur wird selbst zum Traum

 so wunderschön man glaubt es kaum

 Reality

 

unter mauerblümchen

findet man Haiku,

Elfchen und Akrostichon

29.03.2006 um 15:59 Uhr

An Sträuchern

 

An Sträuchern und Bäumen

knospen neue Blüten

Die Natur erwacht aus ihren Träumen

Überall erfrischt der Frühling

 Treibt junge Blätter in zartem Grün

Der Löwenzahn reckt seine Krone  zur Sonne hin

 Im Grasmeer tief

 versteckt blicken Veilchen

verträumt in die Welt

© Laura

25.03.2006 um 11:41 Uhr

Was jüngst nah

Hier bekommt der Krokus Besuch, na erst die Brille suchen?

 

 

Was jüngst nah, totgeglaubt und kahl

drängt heut mit Macht zu neuem Leben,

unzählige Blüten lichtwärts streben

 zum ersten warmen Sonnenstrahl.

 Das Himmelblau fließt sanft und weich

auf Wiesen gaukeln Schmetterlinge

und uns scheinen alle Dinge

 so neu, wunderbar, so reich.

Die linden Düfte streifen sacht durch zartes schimerndes Gefieder

und Vögel zwitschern traute Lieder.

Bunte Schmetterlinge gaukeln über Blumen düfteschwer

 und die leichten Gräser schaukeln sacht im Winde hin und her.

Bienen summen ihre Weise und der Vögel junge Brut

regt die zarten Flüge leise badet in der Sonne Glut.

 Kröll

18.03.2006 um 18:58 Uhr

Wir sind alle so sonnenhungrig



Wir sind alle so sonnenhungrig,

und sehnsuchtsvoll warten wir

 auf jedes Blümchen.

Das habe ich soeben im Garten gefunden,

es ist ganz frisch,

 frischer geht’s nicht.

 So frisch wie der Wind heute.

06.03.2006 um 13:33 Uhr

Die Natur breitet ihre Arme aus

Die Natur breitet ihre Arme für uns aus

und lädt uns ein

uns an ihrer Schönheit zu erfreuen.

Wir aber fürchten ihr Schweigen

und eilen in die beengten Städte

und drängen uns zusammen wie Schafe

 auf der Flucht vor dem wilden Wolf.

 

Khalil Gibran

Lauras Klatschmohn

03.03.2006 um 08:53 Uhr

Wenn jeder Mensch

Foto Laura vom Frühjahr 2005

Wenn jeder Mensch

nur einen einzigen

 anderen Menschen glücklich

machen würde,

 dann wäre die ganze Welt glücklich.

 

Johannes Mario Simmel