Lauras Veilchen

05.05.2007 um 04:31 Uhr

Träume

von: Laurali   Kategorie: Himmel und Meer



Träume
wachsen tief im Herzen.
Leise, leise,
die zarten Pflanzen hegen,
sie nähren und pflegen,
bis daraus ein großer Traum
geworden ist,
der jeden Tag weiter
und höher wächst,
bis er in Erfüllung geht.

©Lisa die Wetterhexe
 
 
 
* * *
 
 
 

Frühlingssehnsucht


Die weißen Wolken,
die dort oben schweben,
den hellen Sonnenschein,
der das Grau vertreibt bringt
Freude an dem bunten Leben
das Lachen und die Heiterkeit!
Tanzende Schmetterlinge auf Dich warten,
Gänseblümchen und Löwenzahn.
Riechst Du Jasmin in Deinem Garten?
Schnell kommt jetzt der Frühling an!


©Laura


04.05.2007 um 10:04 Uhr

Ich wandre durch die Stille der Nacht

von: Laurali   Kategorie: Himmel und Meer




Nachts

Ich wandre durch die Stille Nacht
Da schleicht der Mond so heimlich sacht
Oft aus der dunklen Wolkenhülle,
Und hin und her im Tal
Erwacht die Nachtigall,
Dann wieder alles grau und stille.

O wunderbarer Nachtgesang:
Von fern im Land der Ströme Gang,
Leis Schauern in den dunklen Bäumen -
Wirrst die Gedanken mir,
Mein irres Singen hier
Ist wie ein Rufen nur aus Träumen.

Joseph von Eichendorff
* * *


Der Vollmond steht am Himmel
in milder Frühlingsnacht
rund und prall und strahlend
vom Firmament er lacht.
So manches Liebespärchen
schaut beglückt zu ihm hinauf,
schickt Wünsche und Gedanken
hin zu des Mondes Lauf.
Sie sitzen eng umschlungen
und träumen vor sich hin,
hören ein wundersames Singen,
Harfen und Geigen erklingen.
Zwerge und Elfen gehen Hand in Hand,
führen sie in ein fantasievolles Land.
Ein Traum, der sie so glücklich macht,
es liegt nur an der Vollmondnacht!

Ingelore aus Bochum


04.05.2007 um 07:12 Uhr

Man kann die Momente nicht festhalten

von: Laurali   Kategorie: Weisheit

 



Man kann die Momente nicht festhalten,
das ist das Sonderbare.
Wir können sie jedoch verzaubern,
das ist das Wunderbare.

Verf.unbek. 

03.05.2007 um 19:23 Uhr

Im Zauberwald der Phantasie

von: Laurali   Kategorie: Frühling




Die Schönheit des Sonnenuntergangs
begreift man nicht,
solange man die Sonne und die Wolken,
den Himmel und den Horizont begutachtet.
Denn Schönheit ist kein 'Ding',
sondern eine besondere Weise des Sehens.

- Anthony de Mello-
 
 
 
 
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Im Zauberwald
der Phantasie huschen Gedanken
auf geheimnisvolle Weise
zwischen den Bäumen hindurch,
um sich auf der Lichtung
zu finden
und in eine wundersame Geschichte
mit farbenprächtigen Bildern
zu verwandeln.

Helga Schäferling

03.05.2007 um 18:53 Uhr

Der Familiengäller

von: Laurali   Kategorie: Spaß

Die Nachtigall, sie war entfernt;
Der Frühling lockt sie wieder;
Was Neues hat sie nicht gelernt,
Singt alte, liebe Lieder.

(Goethe)

 

 

 
 
 
Foto: Internet
Der Familiengäller

Die Nachtigall war fortgezogen.
Nun kommt sie wieder angeflogen.
Baut die Nachtigall ihr Nest,
gibt sie bald ihr Hochzeitsfest.
Nachtigällchen, klein und niedlich,
stimm'n den Nachtigäller friedlich.
Kommt der Gäller spät nach Haus,
schimpft die Nachtigall ihn aus.
Hat der Gäller mal Migräne,
macht die Gall ihm gleich 'ne Szene.
Ist das Brutgeschäft so weit,
fehlt's der Nachtigall an Zeit.
Das ist aber nun die Höhe!
Die jungen Gällchen haben Flöhe!
Nachtigällchen, Stücker acht,
hat der Klapperstorch gebracht.
Der Gäller staunt "Oh, Mensch, oh, Meyer!
Die Frau ist stark! Mann! Legt die Eier!"
Wenn ein Sturm die Bäume schüttelt,
wer'n die Gällchen durchgerüttelt.
Nachtigall und Nachtigäller:
Sie fliegt schnell, doch er fliegt schneller.
Drängt er sie: "Nun mach doch schneller!",
beißt auf Stein der Nachtigäller.

Ernesto Handmann

Quelle:
Voll im Trend - Satiren
 
http://www.handmann.phantasus.de/nachtigall.html

03.05.2007 um 18:34 Uhr

Die Trauerweide

von: Laurali   Kategorie: Frühling

 

 
Die Trauerweide

Sie neigt das Haupt,
verhüllt ihr Antlitz.
Kaskaden biegsamer Zweige
umfließen sie,
wachsen zur Erde hinab,
sehnen sich nach den Wurzeln.
Ein Schleier umschwebt
Stamm und Äste.
Der Wind läßt sie ahnen.
Stumme Wehmut.
Selbst die Blätter wachsen abwärts,
suchen Trost bei den Wurzeln.
In sich versunken, abgeschirmt,
strebt sie der Erde entgegen.
Wenn der Kreis sich schließt,
findet sie Kraft in den Wurzeln

Verf.unbek.

03.05.2007 um 07:02 Uhr

Der größte Nachteil

von: Laurali   Kategorie: Weisheit

Der größte Nachteil
am älter werden ist,
dass die Zeit
mit jedem Lebensjahr
an Schnelligkeit zunimmt.
Der Sand in der Sanduhr
dürfte feiner geworden sein.

Lemmie

02.05.2007 um 18:23 Uhr

Glück?

von: Laurali   Kategorie: Weisheit

Foto von Karl-Heinz aus Arkansas
hat er mir in einer Mail geschickt!
Danke Karl-Heinz 
 
 
 
 
 
Glück?

Jeder Mensch sucht nach dem einen,
großen und vollkommnen Glück,
doch das, was so viele meinen,
kommt meist nicht als Glück zurück.
Viele glauben mit viel Reichtum,
könnte man das Glück erstehn,
und noch besser mit viel Einfluß,
müsste es uns wohlergehn.
Andre glauben an die Liebe,
wie es sie in Filmen gibt.
doch wer glaubt, wie da zu lieben,
der liebt nicht, er ist verliebt.
Jeder Mensch sucht so im Leben,
nach dem einen, großen Glück,
doch fast jeder kriegt nur eben,
davon meist ein kleines Stück.
Dieses kleine Stück zu pflegen,
dass es wächst und wohl gedeiht,
ist der beste von den Wegen,
die das Leben uns verleiht.

( wetterhexe 30.12.2005 )

02.05.2007 um 09:41 Uhr

Ein Lächeln andern zugedacht

von: Laurali   Kategorie: Spaß


Ein Lächeln andern zugedacht
behält und hat stets große Macht,
erhellt es doch die Seele gleich,
als wie ein warmer Sonnenstreich!

Oft ist's dies kleine Lächeln nur,
das uns den Tag verschönt
und uns so unser Tagesmüh'n
erleichtert und verschönt!

Verf.mir nicht bekannt.
 
 
 

Interessantes über die Sonne

Die Astronomen nennen unsere Sonne
nur einen "gelben Zwerg" im Universum,
in dem über 100 Milliarden Sonnen die Galaxis,
das Milchstrassensystem bilden.
Für uns Erdbewohner aber bedeutet Sonne
Leben, Energie und Licht.
Ohne Sonne wäre die Erde
ein dunkles, kaltes, lebloses Gestein.

gefunden im Internet

02.05.2007 um 08:22 Uhr

Der Rose süßer Duft genügt

von: Laurali   Kategorie: Frühling

 

 

 


"Der Rose süßer Duft genügt,
man braucht sie nicht zu brechen.
Und wer sich mit dem Duft begnügt,
den wird der Dorn nicht stechen".....

Johann Wolfgang von Goethe



02.05.2007 um 08:14 Uhr

Vielleicht sind alle Drachen

von: Laurali   Kategorie: Weisheit



"Vielleicht sind alle Drachen
unseres Lebens Prinzessinnen,
die nur darauf warten
uns einmal schön und mutig zu sehen.
Vielleicht ist alles Schreckliche
im Grunde das Hilflose,
das von uns Hilfe will."

(Rainer Maria Rilke)

01.05.2007 um 18:24 Uhr

Warum, frage die Blume

von: Laurali   Kategorie: Frühling

 
 
 
 
Warum
Frage die Blume, warum sie blüht,
frage die Sonne, warum sie glüht,
frage die Erde, warum sie sich dreht,
frage den Wind, warum er weht,
frage den Schöpfer, warum es uns gibt,
frage mein Herz, warum es dich liebt.
Könnten sie reden, würden sie sagen:
„Weil es das Leben mir aufgetragen!"

Mysteria

01.05.2007 um 16:49 Uhr

Die Begegnung

von: Laurali   Kategorie: Weisheit

 

  Hier ist Alcatraz Gefängnisinsel 

 

 

Die Begegnung mit der Wahrheit


Ich, ich suchte die Wahrheit mühsam, und lang vergebens.

Schon gab ich alle Hoffnung auf, sie zu finden,
als ich sie endlich entdeckte, allein in einem Aufzug,
der mich staunen machte.

Sie hatte einen langen mit Blumen gestickten Mantel, in welchen sie sich einhüllte, wie der Seidenwurm in seine Puppe. Um den Hals hatte sie statt der Modekrause einen langen Fuchsschwanz, und ihr sonst so schönes Gesicht war zerkratzt, als hätte sie den Katzen eine Schlacht geliefert. Die Lippen waren blau, und aufgeschwollen.

"Frau Wahrheit", sagte ich, nachdem ich mich von meinem Erstaunen erholt hatte, "wer hat euch so übel zugerichtet?"

Sie gestand mir unter Seufzern und Tränen, dass sie an den Hof habe gehen wollen, von der Wache aber sehr unsanft zurück gewiesen worden sei.
Ich fragte die Frau Wahrheit, warum denn ihre Lippen so aufgeschwollen seien, und sie antwortete, dass man ihr, als sie gegeigt habe, den Fidelbogen um den Mund schlug.

Auf solche Weise erging es schon Manchem, welcher die Wahrheit sagte. Daniel wurde wegen ihr in die Löwengrube geworfen, und Johannes mußte die Freiheit, die Wahrheit gesagt zu haben, mit dem Kopfe bezahlen.

Solang einer sanft ist, und die wunde Stelle nicht berührt, da liebt man ihn, so bald er aber die Lauge zur Hand nimmt, und den Schaden aufdeckt; da hat die Liebe ein Ende.

Wenn er den Großen der Erde sagt: sie sollen die Gerechtigkeit nicht zum Spinnengewebe machen, welches die starken Tiere nach Willkür zerreißen und nur Mücken darin hängen bleiben; sie sollen nicht sein, wie die Distillierkolben, welche die armen Pflanzen bis auf den letzten Tropfen aussaugen; wenn er den Edelleuten vorwirft, dass sie den Barbierern ins Handwerk greifen, und mit scharfer Schere scheren; wenn er die Geistlichen beschuldigt, zu sein, wie die Glockenschwengel, welche die Gläubigen zur Kirche rufen, selbst aber nicht zur Kirche kommen; wie die Nachteulen, welche bei Nacht das Öl aus den Kirchenlampen saufen, also von der Kirche leben, ohne ihr zu nützen.

"Frau Wahrheit", frage ich weiter, "warum tragt ihr denn diesen weiten, mit Blumen besetzten Mantel, und was bedeutet der Fuchsschwanz um euerm Halse?"

Sie antwortete, dass sie den Mantel schon lang trage, weil es Sitte sei, die Wahrheit zu bemänteln, und zu verblümen; den Fuchsschwanz aber habe sie um den Hals, weil sich die Schmeichelei gewöhnlich nach dem Kopfe zieht.

Da erboste ich in meinem Sinne, und riss  der Wahrheit Mantel und Fuchsschwanz ab. Beides gab ich einem nahestehenden Bettler, welcher auch so gut Gebrauch davon zu machen wußte, dass er ein vorübergehendes, altes hässliches Weib, sogleich eine schöne, reizende, goldene Frau nannte.

Ich glaubte indessen, recht getan zu haben,
weil die Wahrheit überall nackt erscheinen soll.

Abraham a Santa Clara, 1644-1709

01.05.2007 um 10:28 Uhr

Hexentanz

von: Laurali   Kategorie: Spaß

Walpurgisnacht am 30.04.
Ist die Hexennacht voll Regen,
wird's ein Jahr mit reichlich Segen
(Bauernregel)




Hexentanz

Mondsilber, Märchengold,
heut' sind mir die Geister hold,
Eulenflügel, Echsenschwanz,
heut' geh ich zum Hexentanz!

Nebelstaub, Karfunkelstein,
ich will kein graues Mäuschen sein,
Wichtelkraut, Walpurgisstern,
ich hab alle Magier gern...
Koboldzähne, Engelshaar,
gegen Abend bin ich da,
Elfenschatten, Wolkenspinnen,
dann kannst du mir nicht entrinnen!

Mäusefedern, Fledermaus,
nehm ich dich jetzt mit nach Haus,
und willst du nicht mein Zauberer sein -
verwandle' ich dich, in ein Schwein!

Mondsilber, Märchengold,
heut' sind mir die Geister hold,
Eulenflügel, Echsenschwanz,
heut' geh ich zum Hexentanz!

Verfasser unbek.