Matthilde
Matthilde
Was führst du im Schilde,
du holde Mathilde?
Brichst mir das Herz,
du Schöne im Nerz.
Sag mir Matthilde,
bin ich recht im Bilde,
das deine Liebe zu mir,
starb wie dies Tier.
Welch Jammer Matthilde,
du Zierde deiner Gilde,
verspürte dein Nerz,
auch diesen Schmerz?
Reimund Schön
Was führst du im Schilde,
du holde Mathilde?
Brichst mir das Herz,
du Schöne im Nerz.
Sag mir Matthilde,
bin ich recht im Bilde,
das deine Liebe zu mir,
starb wie dies Tier.
Welch Jammer Matthilde,
du Zierde deiner Gilde,
verspürte dein Nerz,
auch diesen Schmerz?
Reimund Schön
Es harrte Matthilde, die alte Wachtel,
geschminkt mit der vollen Spachtel
auf Eberharden,
den alten Barden,
zu spielen ein kleines Schachtel.
(ein Limmerick)
von H.Hirte
* * *
Kein Gedicht
Ich möchte so gern wie ein Vogel
Durch die Lüfte fliegen.
Ich möchte so gern wie ein Löwe
In der Wüste liegen.
Ich möchte so gern wie ein König
Die lange Weile besiegen.
Doch der Glanz der ewigen Sonnen
Begeistert mich heute nicht.
Ich habe Vieles begonnen.
Doch das macht noch kein Gedicht.
Paul Scheerbart (1863-1915)
Ich möchte so gern wie ein Vogel
Durch die Lüfte fliegen.
Ich möchte so gern wie ein Löwe
In der Wüste liegen.
Ich möchte so gern wie ein König
Die lange Weile besiegen.
Doch der Glanz der ewigen Sonnen
Begeistert mich heute nicht.
Ich habe Vieles begonnen.
Doch das macht noch kein Gedicht.
Paul Scheerbart (1863-1915)
* * *
Mit der Sprache
spielen,
aus den einzelnen Worten
liebliche Noten dichten.
Sprache ist wie Musik
Die ein Dichter hörbar macht.
Die Seelen der Menschen
damit erreichen,
ist des Dichters Lebenssinn.
Verf.unbek.
