Sterne und Träume
Vollmondnacht
Ich hänge meine Sorgen
an die Sichel des
Mondes
stemme mich gegen den
Wind der Angst
laufe um die Wette
mit den Wellen der Zeit
locke die Sonne nach dem Wolkenbruch
und gehe meinen Weg
über die Farben des Regenbogens
nach Gerhard Eberts
Meine Träume sind meine.
Deine Träume sind
Deine.
Jeder denkt und träumt für sich alleine.
Reden können wir gemeinsam,
mal fröhlich und mal einsam.
Aber Schweigen, können wir
das auch gemeinsam?
Sterne und Träume
Weißt Du noch,
wie ich Dir die Sterne vom Himmel
holen wollte,
um uns einen Traum zu erfüllen?
Aber
Du meintest,
sie hingen viel zu hoch ...!
Gestern
streckte ich mich zufällig
dem Himmel entgegen,
und ein Stern fiel
in meine Hand hinein.
Er war noch warm
und zeigte mir,
daß Träume vielleicht nicht sofort
in Erfüllung gehen;
aber irgendwann ...?!
Vollmondnacht
Mondfahrt
Schien das süße Mondenlicht
Über Berg und Tal hin wie Opal;
Schläft mein Leib, doch meine Seele spricht:
Nimm mich mit dir, bleicher Strahl!
In dem silberhellen Kahn
Fliegt sie lautlos durch die Nacht dahin,
Wie am Himmel zarte Wolken ziehn,
Wie ein weiß beschwingter Schwan.
Fliegt zu meines Gatten Haus,
Wo er liegt und schläft, das schöne Bild.
»Kommt ein Traum, der meine Sehnsucht stillt?
Wie mein Liebchen sieht er aus.«
- Bin kein Traum, bin dein Gemahl;
Bin kein Traum, bin dein geliebtes Weib;
Schmiegen will ich mich an deinen Leib
Und dich küssen hundertmal.
Ricarda Huch
Vollmondnacht
Vollmondnacht
Der Mond zieht nachts seine Bahnen
mystisch um die Erde stolz und schön
sein Lächeln können Menschen nur erahnen
doch Niemand hat den Mann im Mond geseh'n
Was kümmerts ihn, wenn der Hund ihn anbellt
sein Blick fällt weiterhin durchs Fenster
Beobachtet augenzwinkernd die ganze Welt
Man sieht schon Schatten und Gespenster.
Der gute Mond wird weiter uns behüten
die wir schlaflos, die kalte Nacht verbracht
wollen weiter poetische Verse ausbrüten
in dieser zauberhaften Vollmondnacht.
© Laura
Vollmond
Vollmond mach die Augen zu,
leg dich hin wie ich es tu.
Deine Kreise stör ich nicht,
streust du heute Nacht kein Licht.
Lass uns Frieden schließen, Mond,
weil sich kämpfen doch nicht lohnt.
Was, du willst nicht? Spottest Hohn?
Dann halt nicht, du Lumpensohn.
Dieses mal bin ich gefeit:
Hab mein Mondgeschütz bereit,
bin gewappnet für die Nacht.
Wirst schon merken, wenn es kracht.
Mond, ich schreib dich einfach ab!
Hältst du weiter mich auf Trab,
widme ich dir ein Sonnet ...
Mond, gib auf. Und geh zu Bett.
mit freundlicher Erlaubnis
stattkatze
