Lauras Veilchen

22.12.2008 um 12:56 Uhr

Wenn es Nacht wird von James Krüss

von: Laurali

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Wenn es Nacht wird, wenn es Nacht wird
Und die Lampe ausgemacht wird,
Zieht der Sandmann durch die Stadt,
Und er trägt auf seinem Nacken
Einen riesengroßen Packen,
Wo er Träume drinnen hat.

Und dann geht er, und dann geht er
Zur Maria und zum Peter,
Und dann streut er mit der Hand
In die Augen dieser beiden -
Denn er mag sie gerne leiden -
Ein paar Körner weißen Sand.

Und dann träumen, und dann träumen
Die zwei Kinder von den Bäumen,
Die im Morgenlande sind,
Von den Palmen, tief im Süden,
Von den großen Pyramiden
Und vom heißen Wüstenwind.

Und sie schlafen, und sie schlafen.
Doch der Sandmann geht zum Hafen,
Denn im Hafen liegt ein Boot.
Und das Boot ist groß und prächtig.
Und der Mast ist hoch und mächtig.
Und die Segel, die sind rot.

Und er gleitet, und er gleitet
In den Himmel, der sich weitet.
Und die Winde blasen sacht.
Und er segelt mit den Träumen
In den sternenhellen Räumen
Durch die große blaue Nacht.

James Krüss

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierensternenschein schreibt am 11.01.2009 um 05:44 Uhr:Liebe Laura,
    ich wünsche dir alles erdenklich Gute für dieses neue Jahr.

    Der Wind, er blässt auch mal von vorn,
    doch dann er sich dreht,
    die Segel unseres Schiffes er aufbläht,
    treibt uns voran, mal langsam und mal schnell,
    da hinten wird es plötzlich hell.
    Eine Insel jetzt vor uns liegt mit weissem Strand,
    der Wind trieb uns hin, dort gehen wir an Land.
    Nur eine weisse Wolke schwebt dahin,
    die dunkle zog mit dem Wind vorrüber,
    ja, die weissen Wolken sind uns lieber.

    Alles Liebe dir.
    sternenschein

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