Hier geht meine Geschichte also weiter...... Ich sollte also nach 6 Wochen Kur wieder nach Hause. Mein Entschluß stand fest, ich würde gleich am Montag zum Amt gehen um mich zu erkundigen, was mir an Geld so zusteht, und mich dann baldigst von meinem Mann trennen. Aber wie schon erwähnt, es kam anders, und das was jetzt kommt, wird der eine oder andere sich nicht vorstellen können, weil es doch irgendwie an einen Fernsehfilm erinnert. Auf dem Weg nach Hause kam nämlich ein Anruf meiner Schwester, sie müsse mich unbedingt heute noch sehen. Mehr gleich dazu.
Ich weiß es noch wie heute, ich schlich nach Hause, mein Tempo auf der Autobahn lag zwischen 100 und 120 Kmh. Umso näher ich meinem Zuhause kam desto langsamer wurde ich. Nach stundenlanger Fahrt kam ich an, meine Familie sowie meine Eltern warteten schon auf mich. Hier war alles wie in einer anderen Welt, ich hatte mich geändert, meine Sichtweise hatte sich verändert. Ich kam nicht klar. In der Kur war alles so einfach.
Gegen Abend dann kam der Hammer, meine Schwester tauchte mit meiner Nichte(21) auf. Sie fragten ob es möglich wäre das meine Nichte hier bei uns für 1-2 Tage unterkommen könnte, denn sie hatte Mist gebaut. Dieser Mist bestand darin das meine Nichte 3 Drogendealer bei der Polizei gemeldet hatte, und nun mußte sie Angst um ihr Leben haben. Sie sollte in einem Zeugenschutzprogramm aufgenommen werden. Aus diesen 1-2 Tagen wurden 2 1/2 Wochen, weil die Polizei sich plötzlich quer stellte. Denn meine Nichte hatte Kontakt zu ihrem Anwalt aufgenommen, und das hätte sie wohl nicht gedurft!?
Jedenfalls sank mein Mut, meinen Mann zu verlassen immer mehr, und irgendwann war dieses Thema vom Tisch. Es war alles zuviel für mich. Bei jedem Klingeln an der Tür zuckte ich zusammen. Ich hatte Angst um meine Nichte, und natürlich auch um meine Kinder. Der Tag kam als meine Nichte uns verließ, sie hatte sich entschlossen die Stadt zu verlassen, sie wollte nach Braunschweig ziehen zu einer Freundin. Denn von einem Zeugenschutzprogramm war keine Rede mehr, weil sie ja Kontakt zu ihrem Anwalt aufgenommen hatte. Aber auch hieraus wurde nichts.
Naja, jedenfalls blieb ich bei meinem Mann, lernte aber immer mal wieder sehr nette andere Männer kennen. Die Affäre mit T. hatte sich auch inzwischen erledigt. Es wurde mir zu eng und ich kam dahinter das er immer mal wieder andere Frauen hatte. Die Bekanntschaften mit den anderen Männern waren nie von langer Dauer, und bis auf ein paar Küsse und Umarmungen passierte nichts. Bis ich eines Abends ganz zufällig, im Netz einen Mann aus meiner Nähe kennen lernte. Wir schrieben uns stundenlang hin und her, und wir merkten, wir haben eine Wellenlänge. Am nächsten Tag schrieben wir wieder bis in den frühen morgen hinein, und beschlossen uns am nächsten Tag auf einen Kaffee zu treffen. Und auch dieses Kaffee trinken war sehr nett. Er erzählte von seiner Ex, wie sehr sie ihn doch verarscht hätte und so weiter. So wie er es schilderte war er das Opfer, und in mir kam das Helfersyndrom durch. Ich wollte ihm zuhören für ihn da sein wenn es ihm scheiße ging, und ihn aufbauen. Anfangs war es Freundschaft für mich, aber er ließ immer öfter irgendwelche Komplimente mir gegenüber ab, und ich war sehr empfänglich dafür. So kam es das wir irgendwann im Bett landeten. Wir trafen die Abmachung, dass wenn einer von uns jemand kennenlernt mit dem wir was anfangen wollen, die Sache mit uns beendet wäre. Jedenfalls was den Sex betraf, denn befreundet wollten wir auf jeden Fall bleiben. Der Tag kam, an dem er sich veränderte, es kamen keine nettigkeiten mehr, keine Küsse, kein Sex. Ich ahnte, fragte aber nicht, das da jemand aufgetaucht war in seinem Leben. Und so war es auch. Seine Ex war wieder in sein Leben getreten, und ich war Luft. Ich nahm Abstand zu ihm. Zwischendurch rief er mich öfters mal an, um mir zu erzählen das er wieder Streit mit seiner Ex hatte. Wir sahen uns dann wieder öfter, und unternahmen wieder was zusammen. Sex gab es aber keinen mehr, dass wollte ich nicht, da mich das alles zu sehr verletzt hatte. Wir waren einfach nur Freunde, und das war ok so.
Es folgte ein Jahr, indem ich mich von allem zurück zog was irgendwie mit Männern zu tun hatte. Ich kümmerte mich um meine Kinder und meinem Job, Männer waren passe für mich. Bis zum 16 September 2007 blieb es so. Und dann kam M. Aber dazu beim nächsten mal mehr, mir laufen schon wieder die Tränen. Denn ich habe wieder eine Enttäuschung erlebt........