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<title>Licht_im_Flur</title>
<link>http://www.blogigo.de/Licht_im_Flur</link>
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<language>de</language>
<dc:creator>windkraft</dc:creator>
<dc:publisher>windkraft</dc:publisher>
<pubDate>Wed, 04 May 2011 11:18:00 +0200</pubDate>
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<title>Paht twentie</title>
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 Ich möchte mich nicht selber loben, aber diese Location ist wirklich grandios... Ich wusste immer, dass ich genau hier feiern möchte, wenn ich mal heirate, aber in der goldenen September-Sonne kriegt das Ganze doch nochmal einen anderen ... Glanz.  
 
 
 Wir befinden uns auf einem alten Fachwerkhof, mittendrin in grünen Wiesen (und nur ein paar hundert Meter weg von der stark befahrenen Bundesstraße, aber hey - wir sind im 2. Jahrtausend, da machste nix...) Die Scheune, in der wir die nächsten Stunden hoffentlich ordentlich ausgelassen verbringen ist riesig und superschön: dunkle Holzbalken an der Decke, niedrige Fensterchen an den Seiten, schickes Holzparkett und weiße Blumengebinde überall. Meine Dekorateurin hat sich auf den Tischen selbst übertroffen: auf den silbernen Untertellern befindet sich exqusites weißes Porzellan, neben den dreiarmigen Kerzenleuchtern stehen cremefarbene Gerberas in reichhaltiger Fülle, weiße Luftballons schweben über den Stühlen - diese Mischung aus...</description>
<pubDate>Wed, 04 May 2011 11:18:00 +0200</pubDate>
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<title>Paht neintiehn</title>
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 Ich verliere mich sicher in Klischees, aber so golden kann die Sonne nur im September scheinen. Ich freue mich im Stillen über das Hochzeitsgeschenk von Petrus und klettere ins Auto (Anders kann man das wirklich nicht nennen, es war weder grazil noch prinzessinnenhaft, es war eben mehr ... eine Art hieven). Wir hätten zwar auch zu Fuß zur Kirche laufen können, aber Braut geht nicht, Braut fährt vor!   Und zwar in einem schnöden und ziemlich unscheinbaren Kia, aber wer achtet schon auf solche Details?  
 
 
&amp;nbsp;
 
 
 Als wir vor die Kirche fahren, sehe ich Tim da stehen. In seinem grauen Anzug mit Weste, die Hände in den Taschen und ein Blümchen im Knopfloch, und ich sehe an seiner Körperhaltung, dass er nervös ist. Dieses Bild ist so rührend, dass es sich wahrscheinlich auf ewig in meine Netzhaut gebrannt hat. &amp;quot;Toll&amp;quot;, denke ich etwas schadenfroh, &amp;quot;er ist echt nervös!&amp;quot; Das war nämlich so nicht zu erwarten gewesen. Tim war die absolute Ruhe selbst. Bis zum...</description>
<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 10:00:00 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Licht_im_Flur/Paht-neintiehn/19/</link>
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<title>Paht äitiehn</title>
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 Gut, es war zwar mein Hochzeitstag, aber meine Meinung hatte auch heute Bestand: Es sollte niemandem zugemutet werden vor 9 Uhr aufstehen zu müssen. Mit Schrecken hatte ich diverse Horror-Geschichten verfolgt von Bräuten, die sich um halb 6 den Schlaf aus den Augen reiben, atemlos zum Friseur, zum Nagelstudio und zur Schneiderin hasten, nur um dann vor dem Altar wegen einer akuten Kreislaufschwäche aus den Latschen zu kippen. Nein nein... nicht mit mir! Vorausschauend hatten wir den Termin auf den späten Nachmittag gelegt. Gute Entscheidung! 
 
 
 Unser Wecker, der noch (sehr traditionell) &amp;quot;piieeep&amp;quot; macht, weckte uns also zu einer menschlichen Zeit. Weder Tim noch ich haben morgens Lust auf große romantische Gesten, also standen wir auf, tranken Kaffee, aßen ein Brötchen und grinsten uns ab uns zu mal verschwörerisch zu: Heute wird also &amp;quot;richtig&amp;quot; geheiratet... (Erwähnte ich, dass meine Verwandtschaft sich zu den absolut vollwertigen Katholiken zählt..?)...</description>
<pubDate>Thu, 07 Oct 2010 16:36:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Licht_im_Flur/Paht-aeitiehn/18/</link>
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<title>Paht säwäntiehn</title>
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 Oben im historischen Hochzeitszimmer gab es nicht nur wunderschöne große Holzschnitzereien und ein altes Deckengemälde zu sehen, es gab auch eine Überraschung:  
 
 
 Herr Bloch fehlte. Herr Bloch sollte unser Standesbeamte sein. Ein dicklicher Mann mit grauen Haaren, die er sich von einer Seite seines eiförmigen Schädels auf die andere kämmte, um die kahle Stelle zu verstecken. Der so sehr nuschelte, dass wir im Vorgespräch nicht mal sein &amp;quot;Guten Tag&amp;quot; richtig verstanden haben. Der daraufhin immer nur noch beleidigt auf die Stellen tippte, wo wir unterschreiben mussten, und ansonsten gar nicht mehr mit uns redete. 
 
 
 Stattdessen stand da eine ebenfalls dickliche, aber herzlich lächelnde blonde Frau, die uns sofort ein Gefühl von Heimeligkeit vermittelte. Wir fragten nicht nach Herrn Bloch, wir waren selig. 
 
 
 Völlig tiefenentspannt brachten wir vom Ja-Sagen übers Unterschreiben und den Ringe-Tausch bis hin zum zugegeben etwas verkrampften Küsschen alle...</description>
<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 19:15:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Licht_im_Flur/Paht-saewaentiehn/17/</link>
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<title>Paht Sickstiehn</title>
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 Tja, da standen wir nun. Im Sonnenschein. Vorm alten Rathaus mit seinem massigen Grundsteinen und den Torbögen. Schön wars... Ich war auch ganz schön. Glaube ich. Ich hatte mir in der Woche zuvor einen kurzen Faltenrock in Nadelstreifenoptik gekauft, dazu die passende Weste, eine violette Bluse und natürlich schwarze Stiefel. Bloß nicht zu schicki.  
 
 
 Meine Eltern waren da, meine kleine Schwester, meine Omi und meine Tante. Wer noch fehlte, war Tims Trauzeuge. Der war vor 2 Stunden im Rheinischen losgefahren, aber es war Freitag... Würde er es schaffen? Das war wohl die spannendste Frage an diesem Tag. Nicht &amp;quot;Willst du, windkraft von und zu, diesen hier anwesenden Tim....&amp;quot; Nee, das nich. Es war alles so selbstverständlich.  
 
 
 Ich hatte ja die ganze Zeit auf die Panik gewartet. Auf das Zusammenzucken und das &amp;quot;Oh jemineh. Was MACHST du hier bloß?&amp;quot; Irgendwie fügte sich das alles nämlich scheinbar nicht richtig zusammen. Ich meine: Ich hatte seit jeher an Tim...</description>
<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 13:07:00 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Licht_im_Flur/Paht-Sickstiehn/16/</link>
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<title>Paht Fifftiehn</title>
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 &amp;quot;Tim! .... Tiim!!!&amp;quot;  
 
 
 &amp;quot;Hm?&amp;quot; Fragend steckte er seinen Kopf durch die Tür. Vorgestern war er angereist. Samt drei Anzügen in Plastikhüllen und allem, was man sonst noch so braucht, breitete er sich in meiner Wohnung aus.  
 
 
 &amp;quot;Wie konnte es nur so weit kommen?&amp;quot; 
 
 
 &amp;quot;Hm?&amp;quot; Er hört bei solchen Fragen schon gar nicht mehr hin. 
 
 
 &amp;quot;Wir heiraten morgen!!!&amp;quot; Meine Stimme war ein einziges, lang gezogenes Iiieeek. 
 
 
 Tim grinste: &amp;quot;Das hast du gut erkannt, Baby!&amp;quot;  
 
 
 Ich starrte ihn an.... und musste lachen. Ich verbreitete leicht gekünstelte Panik, obwohl ich tatsächlich ziemlich ruhig war. Das ist keinesfalls selbstverständlich. Meine Nerven sind alles andere als Drahtseile. Man kann sagen, meine Nerven sind eh schon dünne Haare, denen nach einer schlimmen Bleichkur der Rest gegeben wurde.  
 
 
 Vor der Bekanntgabe meiner Abinoten hatte ich zum Beispiel so schlimmen Durchfall, dass ich das sonst riguros...</description>
<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 13:05:00 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Licht_im_Flur/Paht-Fifftiehn/15/</link>
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<title>Paht Vortiehn</title>
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 Als wir am nächsten Morgen aufwachten, konnte ich quasi physisch spüren, wie wir näher zusammen gerückt waren. Trotz des ganzen Problem-Knäuels und einiger Nachwirkungen fühlte ich mich in diesen Tagen extrem gut. Tim und ich waren uns nah, was auf diese Weise wirklich nicht immer der Fall gewesen war...  
 
 
 Tim und ich scherzten viel über den Tag der Hochzeit: Ob seine Eltern trotzdem auftauchen würden? Ob seine Mutter sich mit einem spitzen Schrei vor den Altar werfen würde? Ob sein Vater den Pfarrer niederringen würde, um die Katastrophe zu verhindern?  
 
 
 Wir überlegten ernsthaft, seine beiden besten Freunde als Bodyguards an die Kirchentür zu stellen, um den beiden unerwünschten Familienmitgliedern den Zutritt zu verwehren...Man konnte ja nach alldem nicht wirklich ahnen, was sie sich noch einfallen lassen würden. Ich hatte übrigens ein, zwei Tage lang auch den ständigen Drang mich auf der Straße umzusehen und alle umliegenden Fenster abzusuchen, ob sich dort irgendwo...</description>
<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 12:13:00 +0100</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Licht_im_Flur/Paht-Vortiehn/14/</link>
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<title>Paht ssörtien</title>
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  Ich rührte gedankenverloren im Rührei (was sollte man denn auch wohl sonst mit Rührei machen, irgendwoher muss der Name ja kommen...)  
 
 
&amp;nbsp;
 
 
 Vor zwei Tagen hatte Tim mir den neuesten Coup seiner Eltern eröffnet und ich war eigentlich ganz cool. Ich meine, es tat mir unendlich leid für ihn, aber ich war ihm eine ganz gute Stütze und er lässt so etwas ja eh nicht sehr nah an sich ran. Tim ist ein Weitermacher. Ich bin die Seelenstreichlerin - so ergänzten wir uns in diesen Tagen ganz gut. 
 
 
 Gleich sollte der Pastor vorbei kommen. Auch er hatte inzwischen von dem Brief Wind bekommen und deswegen ein Treffen in privatem Rahmen vorgeschlagen. Zudem kannte dieser Pastor mich schon seit ich geboren wurde. Ein Freund meiner Eltern sozusagen. Ich machte also Frühstück und wir warteten auf den Pastor - eigentlich eine klassische Rollenverteilung. 
 
 
 &amp;quot;Bist du nervös?&amp;quot; fragte ich Tim über die Schulter.  
 
 
 &amp;quot;Och, vielleicht ein bisschen&amp;quot;...</description>
<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 22:01:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Licht_im_Flur/Paht-ssoertien/13/</link>
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<title>Paht tuälf</title>
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 Das Handy unterm Kinn und die schwere Einkaufstüte in der Armbeuge kam ich in die Wohnung getorkelt. Fast hätte ich das Gleichgewicht verloren, aber ich hatte schon von draußen das Telefon läuten hören, und eins kann ich ganz schlecht: Klingeln lassen und nicht wissen wer angerufen hat.  
 
 
 Ich schmiss also Jutebeutel und Schlüssel in die Küche und hechtete zum Telefon. &amp;quot;Hallo??&amp;quot; keuchte ich atemlos in den Hörer. &amp;quot;Ciao Bella&amp;quot; hörte ich meinen besten Freund sagen. Immel hat eine sonore Stimme, viele Tonnen Charme, aber leider ein Babyface. Irgendwie hatte es zwischen uns nie gefunkt, was uns aber nicht davon abhält auf Teufel komm raus zu flirten und uns gegenseitig an den Hintern zu greifen. Trotzdem - wir hätten uns nackt aneinander binden können, und es wäre nichts passiert.  
 
 
 Immel ist der erfolgreiche Managertyp mit Hemd und Kragen, aber zum Glück auch gesegnet mit einem furztrockenem Humor. Ich liebe diesen Mann mit dem Namen, der sich auf das...</description>
<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 21:30:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Licht_im_Flur/Paht-tuaelf/12/</link>
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<title>Paht iläwen</title>
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 &amp;quot;Anneliiiiieseeeee....bitte sag, dass du da was machen kannst!!!&amp;quot; jammerte ich herzzerreißend.  
 
 
 Mein Kleid war da. Die gute ebay-Bewertung der Verkäuferin hatte nicht gelogen, und schon drei Tage nach dem Kauf hing es vor mir. Genauso schön wie auf den Fotos, aber eben doch nicht hundertprozentig passend. 
 
 
 Irgendwie hatte ich zu dicke Arme. Und ganz zu ging der Reißverschluss auch nicht. Naja, ein bisschen stolz war ich schon, dass ich überhaupt reinpasste, aber so ging das leider trotzdem nicht. 
 
 
 Anneliese arbeitet in einem Brautmodenladen, ist eine Freundin meiner Oma und außerdem Schneiderin. Sie zog eine Augenbraue hoch. Gefühlsausbrüche sind ihre Sache nicht. Ich fühlte mich auch nicht besonders gut aufgehoben bei ihr, aber das war nun egal. Ich brauchte jemanden, der mich in dieses Kleid reinquetschte.... 
 
 
 Anneliese fing an zu sprechen, mit ihrer tiefen, rauhen und extrem monotonen Stimme: &amp;quot;Hmm... Da könnte man einen Keil in die Ärmel...</description>
<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 19:31:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Licht_im_Flur/Paht-ilaewen/11/</link>
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<title>Paht tänn</title>
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 Das Internet hielt was es versprach. Ich saß eines Abends davor, drückte lustlos auf den &amp;quot;Mit dem Internet Verbinden&amp;quot;-Button und dachte mir: &amp;quot;Naja, was soll denn dabei jetzt schon rauskommen?&amp;quot;  
 
 
 Immerhin kannte ich Mädels, die seit einem geschlagenen halben Jahr kreuz und quer durch Deutschland fahren, um &amp;quot;ihr&amp;quot; Brautkleid zu finden. &amp;quot;Hm...ich probiers mal bei ebay&amp;quot; - Dieser Gedanke liegt ja irgendwie nahe...ist dafür aber auch nicht sonderlich originell. 
 
 
 
 &amp;quot;Booahhhh! Wat hat Deutschland keinen Geschmack!!!&amp;quot; war mein erster Gedanke, als ich mich durch die Gebraucht-Kleider klickte. Geplatzte Sahne-Baisers noch und nöcher.... &amp;quot;Üüübelst!!!&amp;quot; quiekte ich vergnügt. Diese Suche fing an Spaß zu machen, vor allem wenn die Bräute ihr Kleid auf den Fotos auch noch angezogen präsentierten. Speckige Arme in weiße Spitze gequetscht, monströse Waden, die unter Massen an Tüll hervorluken, und Blumenkränze auf den &amp;quot;so...</description>
<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 11:06:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Licht_im_Flur/Paht-taenn/10/</link>
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<title>Paht nein</title>
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 &amp;quot;Du Tim....Das mit dem Geld....&amp;quot; 
 
 
 &amp;quot;Hmmm...?&amp;quot; 
 
 
 &amp;quot;Ich will ja kein Spielverderber sein, aber ... wir haben keins!&amp;quot; 
 
 
 &amp;quot;Ach, das wird schon irgendwie.&amp;quot; 
 
 
 Ich gab es auf. Über solche Marginalien denkt Tim ab einem bestimmten Zeitpunkt einfach nicht mehr nach. Klar wird es teuer, aber dann wird es eben teuer. So denkt er, und nicht weiter. Und zur Not wird eben der besagte Kleinkredit aufgenommen und fertig. 
 
 
 Für mich war das alles nicht ganz so einfach. Ich bin ein Mensch, der Sicherheit braucht. Zumindest die Sicherheit, dass man sich mit so einer Hochzeit nicht sein Leben lang verschuldet. Ja, ihr lacht, aber die letzte Hochzeit, auf der ich war, hat nach Aussagen der Braut rund 13000 (in Worten dreizehntausend) Euro gekostet. Und die war nicht mal besonders pompös. Also für mein amateurhaftes Auge zumindest. Bei solchen Ausmaßen bin ich ganz schnell bereit in stinkenden Angstschweiß auszubrechen. 
 
 
 So ging das...</description>
<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 21:27:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Licht_im_Flur/Paht-nein/9/</link>
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<title>Paht äit</title>
<description> 
 &amp;quot;Ich wusste, dass du die Scheune mögen würdest...&amp;quot; 
 
 
 Glücklich strahlte ich Tim an. Ich wusste in diesem Moment, dass ich ihn dazu überreden kann, auch wenn er immer noch ein Auge auf das Golfhotel geworfen hatte. Nee, es würde die große Scheune werden, da war ich mir nun sicher. Jetzt war es übrigens auch egal, dass wir uns das alles eigentlich nicht leisten können. Jetzt wird halt ein ordentlicher Kleinkredit aufgenommen.   
 
 
 Tim ist ein Mann der Tat. Wenn er mal was entschieden hat, dann zieht er es durch, und zwar nicht halbherzig. So hätte ich mich also nicht wundern dürfen, als wir plötzlich mitten drin saßen in den Vorbereitungen zu einer recht traditionellen, klassischen Hochzeit, mit Kirche und allem Pipapo. 
 
 
 &amp;quot;Na toll....&amp;quot; Ich saß gedankenverloren auf dem Sofa und kratzte mich am Oberschenkel. Mein Blick ging zur Zimmerdecke und ich sah plötzlich in einem erschreckend realen Moment vor mir, wie ich in einem Kleid, in einem weißen Kleid...</description>
<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 22:43:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Licht_im_Flur/Paht-aeit/8/</link>
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<title>Paht säwänn</title>
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 Tim wirkte geknickt, als er abends anrief.  
 
 
 &amp;quot;Wie ich gedacht habe...&amp;quot; sagte er nur. Aha, war mein erster Gedanke. Seine Eltern hatten noch gegen jede Frau in seinem Leben was gehabt. Nur dass er bisher keine hatte, die ihn wirklich dazu gebracht hätte, sich aufzulehnen. Auch mal einen Blick darauf zu werfen, was ER eigentlich möchte. Nach Meinung seiner Eltern hätte er sein Leben darauf verwenden sollen, sie glücklich zu machen. Ob sein Glück dabei auf der Strecke bleibt - wen interessierts? Und nun war diese Furie namens windkraft in sein Leben getreten. Nee, für sie liefs irgendwie auch nicht rund...  
 
 
 &amp;quot;So schlimm?&amp;quot; fragte ich 
 
 
 &amp;quot;Hmm&amp;quot; bekräftigte er. &amp;quot;Die Reaktion meines Vaters, als meine Mutter  es ihm erzähl hat, war nur: ´Der will dich doch verarschen!´ Ich könnte kotzen, echt!&amp;quot; 
 
 
 Ich wusste nicht was ich sagen sollte. Ich war subjektiv, wollte ihn nicht noch weiter aufstacheln. Gleichzeitig relativierte sich meine...</description>
<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 21:41:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Licht_im_Flur/Paht-saewaenn/7/</link>
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<title>Paht sikss</title>
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 Tim war noch nicht weit gekommen, denn drei Minuten später stand er vor mir. Noch im Arbeitsanzug, also im feinsten Zwirn für diesen Anlass. Immerhin... 
 
 
 Wir lachten uns an und umarmten uns. Ich guckte ihm in die Augen, küsste ihn und sagte Ja. Dann allerdings hatte ich als erstes meine typischen Zweifel. 
 
 
 &amp;quot;Hast du das jetzt nur gemacht, weil du wusstest, was ich will? Weil du dich unter Druck gefühlt hast? Hast du das gemacht, weil du mir einen Gefallen tun wolltest?&amp;quot; 
 
 
 Tim verdrehte die Augen und schaute mich tadelnd an: 
 
 
 &amp;quot;Das hat jetzt ein Ende, Süße, verstanden? Du musst mal begreifen, dass ich ein erwachsener Mann bin, der seine eigenen Entscheidungen trifft, klar?! Und jetzt gibts keine weiteren Diskussionen. Du hast Ja gesagt und dabei bleibts!&amp;quot; 
 
 
 Ich nickte nur grinsend. Tim küsste mich noch einmal und sah auf die Uhr. Ich wusste, dass er nach einem 12-Stunden-Tag noch 200 Kilometer gefahren war, um diesen Schritt zu machen. Und...</description>
<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 21:55:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Licht_im_Flur/Paht-sikss/6/</link>
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<title>Paht feif</title>
<description> 
 Während ich auf die halb-gläserne Haustür zuging, überlegte ich die verschiedenen Möglichkeiten. In Ausnahmefällen kann mein Gehirn sowas in Bruchteilen von Sekunden. Und als ich den Schlüssel ins Schloss steckte, hatte ich mich bereits entschieden: Meiner Mama hatte auf dem Weg zu ihrer wöchentlichen Bridgerunde die Blase geziept, und da sie sich so ungern bei fremden Leuten auf die Brille setzt, hatte sie den Ersatzschlüssel genutzt, um im Vorbeigehen bei mir, ihrem eigen Fleisch und Blut zu urinieren.  
 
 
 Jawohl, so musste es gewesen sein. Als ich oben meine Wohnungstür öffnete, stutzte ich allerdings: Da lag was auf der Erde. Erstmal das große Licht anmachen. Ich hockte mich hin und fand eine Rose, einen Zettel und eine kleine schwarze Schachtel. 
 
 
 &amp;quot;Was zum....????&amp;quot; drehten sich wieder die Fragezeichen in meinem Kopf, und so schnell wie mein Gehirn vorhin noch gearbeitet hatte, so sehr versagte es jetzt seinen Dienst.  
 
 
 Also nahm ich zuerst die Schachtel...</description>
<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 11:35:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Licht_im_Flur/Paht-feif/5/</link>
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<title>Paht fohr</title>
<description> 
 &amp;quot;Was erwartest du eigentlich von mir?&amp;quot; 
 
 
 Tim saß vor mir und ich denke, er musste im Stillen ein Mantra nach dem anderen aufsagen, um nicht die Beherrschung zu verlieren. 
 
 
 &amp;quot;Ach, ich weiß nicht.... Mann, ich weiß nicht was ich erwarte!&amp;quot; Meine Stimme wurde lauter. &amp;quot;Wieso muss ICH jetzt eigentlich DIR wieder sagen, was ich erwarte und was nun zu tun ist, hä?! Kannst du nicht EIN-MAL selber die Entscheidung treffen?&amp;quot;  
 
 
 Jetzt wurde ich wieder ungerecht. Es ist aber auch schwer zu kommunizieren, dass ich im Grunde genau weiß was ich erwarte, es aber auf keinen Fall aussprechen will... Ich stellte mir vor, wie Tim mich wohl grade sieht... Als tobendes und rot angelaufenes Männchen, das kryptische Luftblasen ausspuckt. So zumindest ließ sich sein Blick deuten. 
 
 
 &amp;quot;Also, WAS kann ich tun?&amp;quot; Ein letzter verzweifelter Versuch. 
 
 
 Er machte es aber auch nicht besser mit seiner Geduld. Wieso ging er nicht einfach, wie ich es...</description>
<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 16:34:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Licht_im_Flur/Paht-fohr/4/</link>
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<title>Paht srie</title>
<description> 
 Wir überholten kurz hinter Rostock einen Lkw mit deutscher und polnischer Aufschrift, der die Spedition in orangerot als europäischste in ganz Europa anpries. Na dann... 
 
 
 Ich wusste nicht wie ich es die kommenden sechs Stunden schaffen sollte, meine stummen Tränen zu verbergen. Sie liefen und liefen und liefen. Nein, sie liefen nicht nur, sie pladderten sogar: Auf meine Haarspitzen, auf den Sicherheitsgurt, auf die Ledersitze.... Wenn man genau hinhörte klang es wie Regen. Immerhin wusste ich jetzt, dass es in mir viel mehr Liebe gab als ich vermutet hatte... denn wann hatte ich zuvor so sehr geheult? Ich konnte mich nicht erinnern. Also kein perfides Spiel, das immerhin war ein Trost. 
 
 
 Tim blickte konzentriert auf die Straße, während ich immer wieder verstohlen mit der Hand über mein Gesicht wischte. Hoffentlich bemerkte er nichts. Ich hätte nicht zu sagen gewusst, was los ist. Wie sollte ich ihm das erklären? Meine Aggressivität, meine Bitterkeit und meine Traurigkeit......</description>
<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 18:44:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Licht_im_Flur/Paht-srie/3/</link>
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<title>Paht tuh</title>
<description> 
 Nein, natürlich war nicht er der Wichser. Er hatte nichts falsch gemacht. Außer vielleicht mal wieder ein wenig langsam zu sein. Aber &amp;quot;JETZT nicht&amp;quot; war in meiner ganzen unbarmherzigen Angst gleichbedeutet mit &amp;quot;NIEMALS&amp;quot;. Nein, er war kein Wichser und war es nie gewesen...  
 
 
 Der echte Wichser war vor mittlerweile sechs Jahren einfach gegangen. Aber sein Abschiedsgeschenk hatte es in sich... wie mir schmerzlich bewusst wurde. Der Abend in dem schnuckeligen Restaurant ging zu Ende. Ich hatte jegliche Unterhaltung abgewürgt: 
 
 
 Er: &amp;quot;Wollen wir uns morgen am Strand nackig machen?&amp;quot;, gefolgt von einem schelmischen Blick.  
 
 
 Ich: machte mir nicht mal die Mühe zu antworten. Bedachte ihn mit einer vernichtend hoch gezogenen Augenbraue.  
 
 
 Er: Ein neuer Versuch (seine Geduld ist wirklich unglaublich): &amp;quot;Wir können auch in dieses Museum fahren...&amp;quot; 
 
 
 Ich: &amp;quot;Ey, steck dir doch deinen scheiß Small-Talk in den Arsch!&amp;quot;...</description>
<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 22:46:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Licht_im_Flur/Paht-tuh/2/</link>
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<title>Paht won</title>
<description> 
 &amp;quot;Guck mal, wie schön es hier ist....&amp;quot; Verträumt guckte Tim aufs Wasser und versuchte eine harmonisch/romantische Stimmung zu verbreiten.  
 
 
 &amp;quot;Ich finds scheiße...&amp;quot; 
 
 
 Genervt schaute ich auf die Ostsee. Ich fand es eben scheiße, auch wenn der weiße Sand wunderschön, das Meer perfekt war, und sich sogar der Strandhafer wog wie es sein soll. Irgendwas fehlte. Was genau, das hätte ich selbst mir gegenüber lieber nicht eingestanden.  
 
 
 Wir leben im 21. Jahrhundert, was soll man denn bitte von einer Frau denken, berufstätig und links-intellektuell noch dazu, die sich nach so einer überholten und institutionellen Sache sehnt. Lächerlich. Genauso fühlte ich mich auch. Und doch...konnte ich weder die Sehnsucht abstellen, noch den Frust. Es ging einfach immer weiter, egal ob wir einen Spaziergang machten, Fischbrötchen am Strand aßen oder kitschige Souvenirs in der Bude kauften. Selbst das eine Mal, das wir Sex hatten, fühlte sich nur wie ein...</description>
<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 22:04:00 +0200</pubDate>
<link>http://www.blogigo.de/Licht_im_Flur/Paht-won/1/</link>
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