Liebe ist nicht genug

28.07.2011 um 09:57 Uhr

einsam und kuschelbedürftig

Nicht besser. Allein, traurig und ich vermisse ihn.

Vor einer Woche haben wir kurz telefoniert, seither nichts mehr gehört von ihm. Und ab morgen hat er Urlaub und genießt ihn, mit was weiß ich wem, nur nicht mit mir.

Wird wegfahren und zelten. Mein Urlaub war von Regen und Kälte bestimmt. Keine Sonne.

Er hat sicher mehr Glück, ab Dienstag, wo mein Urlaub endet wird es schön und warm. Eh klar. Das ist nicht mein Jahr. Ich will schlafen, bis es vorbei ist.

 

Ich hab keine Kraft mehr... alles was ich will ist von ihm in den Arm genommen und gekuschelt werden...

25.05.2011 um 12:50 Uhr

4 Wochen

4 Wochen ohne meinen Liebsten und es wird nicht besser.

 

Mein Kollege meint, dass er mich wohl schon lange nicht mehr geliebt hat und nur aus Pflichtbewusstsein gesagt hat, dass er mich liebt.

All die lieben Nachrichten und SMS eine Lüge? Keinerlei Gefühle? Es tut so unendlich weh...

11.05.2011 um 17:28 Uhr

immer schlimmer

Morgen vor 2 Jahren haben wir uns kennen gelernt und gleich verliebt.

 

Aber seit Samstag ist es irgendwie endgültig vorbei. Er schreibt, dass er mich nicht verletzen will und hofft, dass wir noch Freunde sein können, aber dass es ihm jetzt ohne mich, besser geht.

Dass er sich weiterentwickeln und verändern will und er noch nicht weiß in welche Richtung, aber ohne mich.

Ich weine seit Samstag noch mehr als vorher. Soviele wunderschöne Erinnerungen. Soviele Fotos wo wir beide so glücklich aussehen. Ich versuche meinen letzten Aufenthalt bei ihm wieder zurück zu rufen, mich wieder hin zu beamen und die intensiven Gefühle noch mehr zu wecken.

Es noch intensiver zu erleben unsere letzten gemeinsamen Momente. Ihn zu halten, zu küssen, zu umarmen mit dem Bewusstsein dass es vielleicht das letzte Mal für immer ist und so den Abschied aufzuhalten.

Hätte ihn soviel intensiver gespürt, wenn ich gewusst hätte, was sich anbahnt.

 

Es tut so weh, so weh, so weh. Mein Herz ist nicht bereit ihn los zu lassen. Ich wünsche mir so sehr, dass er mich in einigen Wochen auch vermisst und wieder hören möchte wie es mir geht. Aber die Hoffnung ist nur klitzeklein, denn ich fürchte bis dahin gibt es sicher 1000 andere Dinge die ihn beschäftigen und ich weiche immer mehr in den Hintergrunde einer vagen Erinnerung...

28.04.2011 um 18:46 Uhr

Komatös

Nachts wenn ich schlafe und tagsüber in der U-Bahn verhalte ich mich wie im Koma. Ich denke an gar nichts, ich schalte ab, auch mein Herz, es tut nichts mehr weh.

Davor, vor dem Einschlafen denke ich an meinen Liebsten und es tut weh, dass ich schreien will, ich bekomme keine Luft und heule, dann falle ich ins Koma.

Ich wache nachts auf und mein erster und einziger Gedanke ist wieder mein Liebster.  Meistens kann ich die  Tränen unterdrücken und mich wieder ins Koma besorgen, wie sein Mitbewohner es mit seinen Patienten im OP macht. Er sagt er sorgt für schöne Träume, aber die bleiben aus. Im Koma träumt man nicht.

Morgens, nach mehrmals aufschrecken in der Nacht, erwache ich vor dem Wecker und unterdrücke den Drang zu weinen und zu schreien. Ich drehe aus Gewohnheit den Laptop auf, aber keine Nachricht von meinem Liebsten und ich muss würgen und beinahe kotzen, aber ich darf nicht weinen, weil ich gleich zur Arbeit muss.

Auf dem Weg in die Arbeit versuche ich wieder komatös zu werden, es gelingt aber nicht. Ich konzentriere mich voll und ganz auf mein Buch und das rettet mich. Bücher lesen und schreiben haben mich schon immer gerettet. Ich frage mich, wie ich überleben konnte, bevor ich schreiben und lesen konnte.

Es war sicher nicht leicht.

In der Arbeit schreibe ich E-Mails, ich bin so froh, dass ich diese Woche nur E-Maildienste habe. Ab und an muss ich einen Kunden anrufen, das ist schwer, aber nicht unmöglich. Ich konzentriere mich. Nur die Pausen sind schlimm, auf dem Klo kämpfe ich mit den Tränen, die über mich kommen wollen und während der Arbeit immer wieder gegen Erinnerungen und den Impuls mir Details für meinen Liebsten zu merken, die ich ihm später erzählen will, mir vorzustellen was er dazu sagen würde. Mein Herz schnürt sich zusammen, aber ich arbeite weiter und es geht weiter. Es ist unglaublich, aber es ist so.

Die Heimfahrt dann ist echt schlimm. Alles in mir will weinen und meine Augen füllen sich mit Tränen, wenn mein Gehirn sich mit Erinnerungen füllt, mit Fragen auf die ich keine Antwort weiß.

Was macht er gerade? Denkt er auch an mich? Er hat Urlaub diese Woche, Nachmittags wird er bei seinem Sohn sein, oder mit seinem Sohn bei seiner besten Freundin? Oder sind die beiden zusammen weg gefahren mit den Kindern? Oder ohne? Ich weiß es nicht.

Ich will wissen ob es eine Chance gibt, ob ich sie verpasse wenn ich warte, oder wenn ich ihm zu früh schreibe? Ob ich versuchen soll für immer abzuschließen, aber der Gedanke, das Gefühl ist so entsetzlich und so unmöglich, dass er nicht weiter gedacht werden kann. Nicht akzeptiert werden kann. Manchmal denke ich auch, dass es vielleicht besser ist so. Aber mein Herz kreischt, mein Hirn sticht, meine Nerven versagen, mir ist wieder zum würgen und ich weiß, dass ich mir das nie einreden können werde. Eine Fernbeziehung ist hart, ich habe Fehler gemacht, aber ich will das nicht aufgeben, ich kann nicht. Ich liebe ihn. Und der einzige Grund es wirklich aufgeben zu müssen ist, wenn er wirklich keine Gefühle mehr für mich hat. Kann das sein?

Wenn es so ist, dann muss ich das akzeptieren, aber noch glaube ich das nicht.

Ich öffne die Wohnungstür und darf endlich weinen und schreien. Ein bisschen hier schreiben, mich wieder beruhigen. Ein bisschen Freunde damit belästigen, auch wenn sie meinen es sei ok.

Mir anhören, dass es noch andere Männer gibt, was mich nicht interessiert, mir anhören, dass er eine andere hat sicher, was keiner wissen kann, aber dann wäre das mit den Gefühlen auch geklärt.

Niemand kannte ihn so wie ich von meinen Freunden. Niemand kann das beurteilen. Ich kann es selbst nicht, wieso sollten sie es können.

Ich glaube an das Schicksal und ich bete, dass es unser Schicksal ist wieder zusammen zu finden und es besser zu machen. Weil es einzigartig und wunderschön war. Und wir hätten es fast verloren. Oder haben wir es tatsächlich verloren?

Bitte Schicksal, steh uns bei, ich denke wir haben es verdient.

28.04.2011 um 15:21 Uhr

ich weiß gar nichts mehr

Am Sonntag hat er mir noch geschrieben, dass er mich lieb hat. Er war ur lieb am Sonntag Abend noch.

Ich hatte immer wieder ein komisches Gefühl, aber wenn ich nachgefragt hab, war er genervt und meinte ich hätte Paranoia. Und dann aus heiterem Himmel aus und vorbei.

Wegen der Paranoia oder hatte ich Recht. Er liebt mich schon länger nicht mehr so sagt er. War mein Gefühl richtig? Das gleich wie bei meiner letzen Beziehung, genau gleich.

Mach ich wirklich immer alles falsch?

Ich frage mich in manchen Momenten auch ob er mich jemals wirklich geliebt hat, wenn die liebe beim kleinsten Problem aufhört.

Aber ich bin mir so sicher. Diese intensiven Gefühle. Wir haben uns in die Augen geschaut und es gesehen und gespürt. Wir waren so glücklich zusammen. Auf jedem Foto sieht man das. Ich denke die Entfernung macht alles kaputt. Wenn man sich so lange nicht sehen, umarmen und in die Augen schauen kann.

Die Wiedersehensfreude war jedes Mal enorm, beim letzen Mal etwas unsicher, aber nach einem Tag schien alles ok zu sein, war wieder so schön. Und jetzt vorbei.

Wenn ich gewusst hätte dass unser letzter Abschied der letzte für immer sein könnte, ich wäre nicht wieder weg geflogen. Aber ich dachte wir sehen uns in 5 Wochen wieder, hab viele Überstunden gemacht für den Zeitausgleich, gekämpft dafür ihn zu bekommen und sehr viel für den Flug bezahlt um ihn sehen zu können.

Ich möchte ihm nichts vorwerfen, ich will einfach neu anfangen. Mit ihm.

Ich kann es immer noch nicht wahrhaben. Möchte ihn anrufen und ihm sovieles erzählen. Mit ihm über sovieles sprechen. Über soviel alltägliches. Er ist mein bester Freund und Seelenverwandter nebenbei. Mein Liebster. Ich war seine Liebste. Wenn ich zu ihm gesagt hab, das er der Allerbeste ist, sagte er immer, er habe ja auch die allerbeste Freundin.

Ich kann es einfach nicht glauben, dass wegen einem Streit auf einmal alles anders ist. Dass er mich nicht mehr vermisst. Dass ich nicht mehr sein letzter Gedanke bin bevor er einschläft und der erste, wenn er aufwacht.

Es wäre leichter, wenn ich es glauben könnte, nur weil er es gesagt hat. Aber hebt das wirklich alles auf was zwischen uns war? 

Ich habe viele Freunde, aber momentan wirklich niemanden mit dem ich reden kann wie mit ihm. Niemandem zu dem ich so offen und ehrlich sein kann, dem ich jedes kleinste Gefühl anvertrauen würde. Der das nicht blöd finden würde, oder lächerlich oder nach einiger Zeit gelangweilt wäre. Er hat mir gerne zugehört, das weiß ich. Ich ihm auch. Es hat mich auch nie gelangweilt. Und wenn ich bei ihm war oder er hier, dann war es einfach perfekt.

Und jetzt ist es einfach so aus. Ich kann nicht. Es geht nicht in mein Herz rein. In meinen Kopf vielleicht aber nicht in mein Herz. Das wehrt sich vehement. Was soll ich nur machen?