Little Butterfly

27.08.2015 um 18:37 Uhr

Words.

Worte.

Einmal gesagt, lassen sie sich nicht mehr zurück nehmen. Was wie ausgesprochen haben, bleibt. Die meisten Worte, die wir sagen, verschwinden schnell wieder aus dem Gedächtnis, aus unserem und dem der Personen, die uns begegnen. Alltägliches, Unverfängliches.

Hallo. Mir gehts gut. Schon wieder Regen. Was hast du heute vor? Gibst du mir mal die Milch? Die Klausur heute lief richtig gut.

Einheitsbrei, nichts, was wirklich bleibt.

Doch dann sind da auch jene anderen Worte. Die, die hängen bleiben, im Gedächtnis und im Herzen. Sie kleben an uns wie ein lästiges Kaugummi am Schuh, lassen sich nicht abschütteln.

Auch, wenn wir nicht ununterbrochen daran denken, bleiben sie doch immer. Sind wir beschäftigt, ist alles gut. Doch sobald wie zur Ruhe kommen, flüstert sie uns eine Stimme in unserem Kopf zu. Leise, doch stets beharrlich.
Manchmal gelingt es uns, sie abzuschütteln, diese Stimme. Dann ist es nur ein kurzer Stich. Unangenehm, ja, aber erträglich. Aushaltbar. Es kann dann wieder zur Tagesordnung über gegangen werden.

Doch an einigen Tagen, da können wir rein gar nichts gegen diese Stimme in uns tun, die uns immer wieder die Worte zuflüstert, die uns einst verletzt haben. Und dies auch immer noch tun, jedes einzelne, bittere Mal, wenn wir wir wieder daran erinnert werden. Wir versuchen, das alles zu vergessen, zu verdrängen. Doch es funktioniert nicht.

Ich liebe dich nicht mehr. Du bist so fett und hässlich. Niemand braucht dich. Ich will dich nicht mehr in meinem Leben.

Was auch immer es ist, jeder Mensch hat diese Worte, die ihn einmal so schwer verletzt haben. Wir werden sie nie ganz los.

Das Einzige, was wir tun können, ist, uns verzweifelt an der naiven Hoffnung festzuklammern, dass uns niemals wieder jemand solch verletzende Worte sagen wird. Wir können nur hoffen.