Little Butterfly

16.06.2017 um 18:12 Uhr

Start to confess.

Musik: Shawn Mendez - There's nothing holdin' me back

and maybe I should stop and start confessing..


Momentan merke ich, wie mir alles zu viel wird. Oberflächlich gesehen läuft mein Leben in perfekten Bahnen: ich bin in einer Beziehung, habe tolle Freunde, bekomme nur die besten Noten und leiste sehr gute Arbeit. Nebenbei renoviere ich mit meinen Eltern ein Haus und mache Überstunden ohne Ende, nächsten Monat bin ich mal wieder bei über 100 Stück. Alle haben Respekt vor meinen Leistungen und sagen mir das immer wieder; sie fragen, wie ich das mache. Ich winke meist nur gelassen ab und sage, ach, so viel ist es nicht. Das kann jeder.
Aber wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, dann ist es zu viel. Wenn ich mal ein paar Stunden Zuhause verbringe, was selten genug vorkommt, dann bin ich nur müde und erledigt. Ich schaffe es nicht einmal mehr, meinem geliebten Hobby oder regelmäßigem Sport nachzukommen, weil alles Andere so viel Zeit einfordert.
Wie letztes Jahr um diese Zeit bin ich am Ende meiner Kräfte und lechze nach meinem dreiwöchigen Sommerurlaub. Hab heute auf der Arbeit noch zu M. gesagt, wie sehr mich das alles auffrisst und dass ich so langsam ausgelaugt bin. Er konnte es bestens verstehen und das, obwohl er erst seit Januar bei uns arbeitet. Die Arbeit ist toll, aber auch sehr kräftezehrend. Du musst mit vollem Herzen dabei sein, sonst kannst du es vergessen. Überstunden sind an der Tagesordnung - ungünstig, wenn man eigentlich lernen müsste oder sonstige Verpflichtungen hat.
Irgendwie werde ich es aber natürlich schaffen - muss ich ja. Noch ein paar Wochen durchhalten, das ist mein momentanes Mantra.

Wo ich gerade von M. sprach.. Was ihn angeht, weiß ich ja auch nicht. Wir schreiben mittlerweile jeden Tag und verstehen uns sehr gut. Ich mag ihn, aber ich weiß auch nicht.
Ich weiß ja, was richtig ist und was nicht, aber letztendlich hat das keine große Bedeutung. Wir arbeiten im selben Betrieb, aber letztendlich hat auch das keine große Bedeutung. In einem Jahr könnte ich dort ohnehin weg sein, wer weiß.
Ich bin hin und her gerissen bei ihm. Da ist irgendetwas, aber ich kann es diesmal nicht benennen. Vielleicht finde ich es nie heraus.




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