Little Butterfly

03.11.2011 um 18:10 Uhr

Wasser für die Elefanten & Vergiss mein nicht.

So, nun kommen wieder zwei kleine Büchervorstellungen.
 
 
Wasser für die Elefanten - Sara Gruen
 
 
Es war die beste Zeit seines Lebens - es war die schlimmste Zeit seines Lebens.
Jacob steht nach dem Unfalltod seiner Eltern vor dem Nichts. Verzweifelt springt er auf irgendeinen Zug auf - und landet bei Benzinis spektakulärster Show der Welt, einem drittklassigen Wanderzirkus. Unter Artisten, menschlichen Kuriositäten, den überall hinter den Kulissen schuftenden Arbeitern und den wunderbaren Tieren der Menagerie findet Jacob rasch Freunde. Und bald verliert er auch sein Herz: an die zauberhafte Dressurreiterin Marlena - und fast gleichermaßen an Rosie, eine reizende, verfressene Elefantendame, die hartnäckig jedes Kunststück verweigert. Leider ist Rosies Sturheit in den Hungerzeiten der Großen Depression ein echtes Problem - wenn auch kein so großes wie Marlenas gefährlich eifersüchtiger Ehemann. (amazon.de)

Ich habe das Buch gelesen, nachdem ich den Film etwa Mitte des Jahres gesehen habe. Den Film mochte ich sehr und hatte darum auch große Erwartungen an das Buch. Tatsächlich war das Buch sehr gut und hat mir gefallen. Das Lesen macht Spaß und man kann es praktisch in einem Zug durchlesen. Ich habe zwei Tage dafür gebraucht, aber insgesamt vielleicht drei oder vier Stunden. Einige Stellen gehen zugegebenermaßen ein wenig zu sehr ins Detail und man möchte es eigentlich nicht ganz so genau wissen. Aber diese Szenen halten sich stark in Grenzen und insgesamt betrachtet ist dieses Buch wirklich lesenswert :)
 
 
Vergiss mein nicht - Karin Slaughter
 
 
 
Samstagabend in Heartsdale, Georgia. Auf einem Parkplatz droht die 13-jährige Jenny den drei Jahre älteren Herzensbrecher Mark zu erschießen. Behutsam versucht Polizeichef Tolliver, die Situation zu entschärfen. Doch er muss Jennys Leben opfern, um Marks Hinrichtung zu verhindern. Er ist entsetzt und fassungslos. Noch entsetzter ist allerdings seine Exfrau, die als Pathologin Jennys Leiche obduzieren muss: Sie macht eine Entdeckung, die schockierender ist als alles, was sie bisher gesehen hat ... (amazon.de)

Ich habe das Buch auf einem Flohmarkt erworben und hätte nicht gedacht, um welches Thema es sich hier genau dreht. Es geht um Pädophilie (?) und dieses Thema ist wirklich extrem hart. Für Zart-Besaitete ist das definitiv nichts. Teilweise war ich kurz davor, das Buch wegzulegen, weil ich es zu extrem und grausig fand, aber die Geschichte an sich fesselt seine Leser schon irgendwie. Trotzdem würde ich es nicht noch mal lesen, dafür ist es einfach zu schockierend. Demnach  war ich dann auch ganz froh, als ich damit durch war und es weglegen konnte. 

29.09.2011 um 23:06 Uhr

Jessicas Brüder & Göttin in Gummistiefeln. ;)

Meine gelesenen Bücher habe ich ja nun schon länger nicht mehr aktualisiert, es wird also Zeit :)

Jessicas Brüder- Rita Classen
 
 
 
Jessica wächst bei ihrer Mutter in einer deutschen Kleinstadt auf. Ihr Vater, den sie inständig liebt, ist Historiker an der Universität von Rouen. Als Jess mit dreizehn für ein halbes Jahr zu ihm in die Normandie zieht, erfährt sie zu ihrer Überraschung, daß sie zwei Brüder hat, die unehelichen Söhne ihres Vaters. Sie verliebt sich in den abweisenden, verschlossenen Jack, den älteren der beiden. Ein Psychodrama nimmt seinen lauf: Jessica ist latent eifersüchtig auf Ricky, den jüngeren Bruder. Sie fühlt sich ausgeschlossen. Während eines gemeinsamen Sonntagsausflugs treibt Jess mit Ricky ein gefährliches Spiel, das in einer Katastrophe endet. es gibt keine Zeugen. Aber Jessica bekommt ihr Leben nicht in den Griff. Mit einer Schuld, die ihr eher widerfährt, als das sie aktiv dafür verantwortlich ist, vermag sie schwer umzugehen. Ihr Leben nimmt eine dramatische Wendung, als nach Jahren Jack wieder auftaucht. Vielleicht ist das ihre letzte Chance... (amazon.de)

Irgendwie kann ich mich nicht so ganz entscheiden, wie ich dieses Buch finden soll. Es zieht sich oftmals sehr und hätte locker 50 -  100 Seiten kürzer sein können, ohne etwas vom Inhalt einzubüßen. Das macht die Geschichte teils langweilig, obwohl sie eigentlich eher spannend oder doch zumindest sehr interessant ist. Der Perspektivwechsel hat mich anfangs ein kleines BIsschen  verwirrt, aber man gewöhnt sich schnell wieder um.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mich dieses Buch noch für lange Zeit an diesen Sommer erinnern wird; warum kann ich gar nicht so genau sagen... Aber irgendwie war da etwas, was mir unheimlich gut gefallen hat, auch wenn ich es nicht benennen kann. Insgesamt hat die Geschichte meine Erwartungen also doch übertroffen. Irgendwie seltsam, aber doch gut (:
 
 
Göttin in Gummistiefeln - Sophie Kinsella
 
 
 
(Leider bekomme ich das Bild nicht kleiner rein.)
 
Ein Fehler ist erst dann ein Fehler, wenn er sich nicht wieder gutmachen lässt. Das zumindest hat Guy gestern zu Samantha Sweeting gesagt. Hoffnung keimt auf in der jungen Anwältin, die kurz vor einem riesigen Karrieresprung in einer der größten und renommiertesten Kanzleien Londons steht. Aber lässt sich die verpatzte Vormerkung eines 50-Millionen-Pfund-Darlehens -- ein dummer Anfängerfehler -- wirklich wieder gutmachen? Irgendwie kann die Powerfrau das überhaupt nicht glauben.Also flieht Samantha Hals über Kopf aus der Kanzlei, nimmt den nächstbesten Zug nach nirgendwo -- und kommt erst im englischen Hinterland zum Stehen. Durch einen Irrtum wird sie in der Villa von Mr. Und Mrs. Geiger als Haushaltshilfe eingestellt: dumm nur, dass die Anwältin, die rund um die Uhr arbeitet und kein Privatleben kennt, überhaupt nicht kochen, backen, putzen kann. Und dann gibt es da noch den jungen Gärtner, der Samantha ins Grübeln bringt. Vielleicht wäre etwas mehr Privatleben doch nicht schlecht? (amazon.de)


Zugegebenermaßen handelt es sich bei Sophie Kinsella um sehr leichte Lektüre, aber ich mag die Bücher von ihr generell eigentlich ganz gern. Und auch dieses hat mir gut gefallen, es ist gewohnt lustig und leicht zu lesen, ideal zum Abschalten. Am Anfang kommt die Geschichte etwas schwer in die Gänge, was mir aber nichts ausgemacht hat. Einige Logikfehler gibt es auch, aber egal. Ich bin ja nicht auf Fehlersuche, wenn ich mich entspannen möchte :)

21.08.2011 um 20:26 Uhr

Prinsengracht 263 & Lügenherz.

Prinsengracht 263 - Sharon Dogar
 
 
 
 
Er wurde nur achtzehn Jahre alt. Der Junge, der von 1942 bis 1944 mit Anne Frank in einem Hinterhaus in Amsterdam lebte, starb 1945 an Entkräftung im KZ Mauthausen, kurz bevor die Amerikaner das Lager befreiten. Wer war dieser Peter van Pels, den Anne in ihrem berühmten Tagebuch beschrieb? Wie hat er selbst die Zeit in der Prinsengracht 263 erlebt? (amazon.de)

Obwohl ich mich bereits sowohl mit Annes Tagebuch, einer Biografie und einem Film zu genau dem Thema beschäftigt habe, entschied ich mich, auch noch dieses Buch zu lesen, welches die zwei Jahre im Hinterhaus aus Peter van Pels' Sicht schildert. Und ich muss sagen, für mich hat es sich rentiert. Es war gut, die ganze Geschichte noch einmal aus einer anderen Perspektive zu lesen, zumal ich Peters Charakter schon immer recht interessant fand. Das Buch zeigt ihn aus einem neuen Blickwinkel und man kann sich ein eigenes Bild von ihm machen.
Es ist sehr einfühlsam geschrieben, ohne jemals kitschig zu werden. Die Geschichte berührt ihre Leser aus meiner Sicht wirklich sehr.
Meiner Meinung nach ist es ein wirklich gutes Buch, welches jeder, der sich für Anne Frank bzw. den Holocaust und die Menschen, die diesem zum Opfer fielen, interessiert, lesen sollte.
 
 
Lügenherz - Beatrix Gurian
 
 
Mila ist die Freundin, nach der Ally sich immer gesehnt hat. Als Mila sie bittet, ihr bei der Umsetzung eines Racheplans zu helfen, zögert Ally nicht lange. Schließlich handelt es sich dabei um Landgraf einen ihrer Lehrer, den sie noch nie leiden konnte. Als Mila aber jedes Maß aus den Augen verliert, will Ally ihre Freundin stoppen. Ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit beginnt. (amazon.de)
 
Ein guter Thriller, der besonders durch Feinheiten wie perspektivenwechsel zwischen den Protagonisten toll die Spannung aufbaut und erhält. Die Figuren sind interessant und vielschichtig, was mir gut gefallen hat.
Mehr möchte ich hier nicht schreiben, da ich nicht zu viel verraten will :)

17.08.2011 um 20:59 Uhr

Nicholas Dane.

Ich habe mich entschieden, eine neue Kategorie in meinen Blog aufzunehmen: Gelesene Bücher. Hier werde ich alle Bücher, die ich im Laufe der Zeit lese, kurz vorstellen und bewerten.


Nicholas Dane - Melvin Burgess
 
 
 
Als Nicholas' Mutter stirbt, muss er von einem Tag auf den anderen ins Heim. Dort herrschen Disziplin, Unterdrückung und brutale Gewalt. Doch noch schlimmer als die prügelnden Lehrer ist der Heimleiter Mr Creal, der den Jugendlichen mit großer Freundlichkeit begegnet - um sie dann zu missbrauchen. Mit allem Stolz und aller Selbstachtung, die Nicholas noch hat, wagt er die Flucht aus dem Heim. Schonungslos, doch mit großem Einfühlungsvermögen und ohne jeglichen Voyeurismus beschreibt Melvin Burgess, wie Nicholas es schließlich trotz allem in ein normales Leben zurück schafft - und wie für viele Leidensgenossen auch Jahre später die Spirale der Gewalt kein Ende findet. (amazon.de)

Das Buch hat mich sehr schockiert, obwohl ich bereits einige Bücher in diesem Stil gelesen habe. Die Geschichte ist ziemlich heftig und an manchen Stellen sehr brutal, allerdings wirkt die Erzählung teils sehr distanziert, was ich eher ungewöhnlich finde. Der Autor springt sozusagen hin und her - mal erzählt er eindringlich vom Innersten  der handelnden Personen, dann wieder berichtet er von den Geschehnissen eher unbeteiligt. Der Schreibsti istl an einigen Stellen des Buches doch arg lakonisch für eine Geschichte wie diese.
Zudem bin ich der Meinung, dass der Autor an manchen Stellen doch etwas übertreibt. Es ist kaum vorstellbar, dass ein einziger Junge dermaßen viel Pech haben soll und praktisch von einer Krise in die nächste gerät. Das macht das Buch stellenweise leider etwas unglaubwürdig.
Dennoch finde ich es an und für dich nicht schlecht, denn es ist ein wichtiges Thema und dieses anzusprechen ist mutig. Zudem geht die Geschichte zumindest gut aus, so schrecklich es auch gewesen sein mag..