Montag Dienstag Mittwoch und Donnerstag - Rückblick
Unsere Mama spurt auch nicht mehr so, wie wir das gewohnt sind. Normalerweise geben wir ihr bei unserer abendlichen Kuschelstunde immer noch vor, was sie alles aufschreiben soll und bisher hat das alles ja immer supergut geklappt.
Doch seitdem wir so tolles Wetter haben, sind wir den ganzen Tag auf Achse und abends ist die Mama von der vielen Bewegung meist so erschossen, das sie keine Lust hat zu schreiben oder sie erledigt die Sachen, die sie normalerweise immer zwischendurch am Tag erledigt hat.
So haben wir ihr aber heute gesagt, dass das so nicht weitergehen kann und dass sie gefälligst einen Wochenbericht schreiben soll. Wir haben nämlich ganz viel erlebt.
MONTAG – Mittagschlaf im Sportwagen
Montag war Ostern, da waren wir ja alle bei Oma und Opa eingeladen. Da waren dann auch die Uroma und die Tante Helga. Natürlich wurden wir ohne Ende bespasst und gegen Mittag waren wir so müde, das wir erstmal ne Runde schlafen mussten. So wurden wir in unsere neuen Buggys gelegt. Die haben Oma und Opa gekauft, damit es nicht immer Keilereien gibt wer unseren Zwillingswagen fahren darf. Also haben wir ein gepflegtes Nickerchen in Einzelhaft auf der Terrasse gemacht.
DIENSTAG – Aufräumen, Aufräumen, Aufräumen
Am Dienstag hat die Mama nicht viel mit uns gemacht. Wir haben unsere Runden gedreht aber sonst nichts Besonderes erlebt.
MITTWOCH – Ebenso
Auch am Mittwoch haben wir keine besonderen Vorkommnisse zu vermelden.
DONNERSTAG – Die Oma ist ein Hühnerhabicht!
Am Donnerstag sind wir schon ganz früh mit der Oma nach Braunschweig gefahren. Mama und Oma haben nämlich beschlossen, das die Beiden überhaupt nichts zum anziehen haben. Also sind wir vier losgefahren. Oma und Mama haben gedacht, dass wir im Auto einschlafen! Da haben sie sich aber geirrt. Es gibt ja soviel zu schauen auf der Autobahn und in einer großen Stadt. 
So sind wir dann losgezottelt und haben hier geguckt und da geguckt und schließlich standen wir vor einem großen Kaufhaus. C&A heißen die. Da sind ganz viele Kinder rausgekommen und die hatten alle Luftballons in der Hand. Da haben wir schon so ein Funkeln in den Augen von Oma und Mama gesehen.
Wir also rein in dieses Kaufhaus. Die haben einen Geburtstag gefeiert und deshalb haben die Luftballons verschenkt und wohl auch ganz dolle Rabatte gegeben. Oma und Mama haben gedacht, dass die Ballons in der Kinderabteilung verteilt werden. Da haben sie dann ganz viele tolle Sachen gesehen, nur leider die Tante nicht, die die Ballons verteilt. Das Ende vom Lied war, das Oma und Mama ein paar Klamotten für uns gekauft haben, wir aber immer noch keine Ballons hatten. Amai ist jetzt unter anderem stolze Besitzerin eines knallroten Minirockes, der ihre zarte Speckröllchen sicherlich gut zur Geltung bringen.
Wir also wieder raus aus der Kinderabteilung und rein in die restlichen Abteilungen. Fahrstuhl rauf, Fahrstuhl runter vorbei an abgehetzten Frauen
, genervten Männern
, heulenden Kinder (alle mit Ballon)
-aber keine Frau die Ballons verteilt. 
Oma und Mama also raus aus dem Geschäft um zu gucken ob die Tante vielleicht vor dem Geschäft steht. Da war es schweinekalt und keine Tante in Sicht.
Mama hatte dann schon keine Lust mehr – aber die Oma hatte nun beschlossen, dass wir auch solche Ballons an den Kinderwagen bekommen sollten. Also ist die Oma wieder rein ins Getümmel und wir haben draußen gewartet … und gewartet … und gewartet. Langsam wurden unsere Nasen rot und die Mama konnte nicht mehr stehen. Aber was die Oma sich in den Kopf setzt wird auch durchgesetzt. Zwischendrin haben wir sie mal zwischen den Leuten gesehen, aber dann ist sie wieder in der Menge verschwunden. 
Nachdem wir dann also noch länger gewartet haben, ist auf einmal Bewegung in die Mama gekommen. Die hat nämlich an einem anderen Eingang die Ballontante entdeckt. Und mit ihr ein Pulk anderer Frauen. Dieser Trupp ist also auf die Frau zu und nach einem harten Kampf mit den anderen Frauen, hat die Mama endlich 2 Ballons für uns ergattert.
Die Oma ist dann dazugekommen und als sie angefangen die Ballons an unserem Wagen zu befestigen sind wir eingeschlafen. Das hat uns alles zu sehr geschlaucht.
Später haben wir dann aber noch damit gespielt. (Was anderes hätten wir uns gar nicht getraut – nach dieser Aktion)
So haben wir dann alle einen schönen Tag in Braunschweig verbracht. Wir beiden haben ganz tolle Klamotten bekommen – nur Mama und Oma haben sich nichts gekauft.
Das wars erstmal von Montag bis Donnerstag - der Rest folgt morgen!
Eure Spillie-Zwillies

Gruß Corinna