Lorna2010

04.11.2008 um 13:59 Uhr

Monopoly

von: Lorna2010   Stichwörter: wohnen, alleine, kaufen, liebe, monopoly

Als Kind war Monopoly mein absolutes Lieblingsspiel. Das sagt wohl schon recht viel über den Charakter eines heranwachsenden Wesens aus. Ich wollte kaufen, kaufen, kaufen! Ich wollte alles kaufen, auch das Gefängnisfeld, das Startfeld und die Strassen, die ich schon gekauft hatte. Ich musste unbedingt die Schlossallee kaufen und die dazugehörige Parkstrasse. Vielleicht ist deshalb dunkelblau bis heute meine Lieblingsfarbe? Böse Zungen werden behaupten, es sei keine sehr ausgetüftelte Spieltaktik, einfach alles zu kaufen. Aber ganz im Gegenteil: Ich habe immer gewonnen und niemand hat wirklich gerne mit mir Monopoly gespielt. Kein Wunder, ich habe nicht nur gewonnen, sondern ich fand auch kein Ende. Ich hatte so viel Geld, das ich es nicht mehr zählen konnte. Und als ich alle Spielsteine für die Häuser aufgekauft hatte, habe ich rote und grüne Gummibärchen als Ersatz verwendet. Das einzige, was mich nicht sonderlich interessiert hat, war das Elektrizitäts- und das Wasserwerk. Erstens konnte man darauf keine Häuser bauen und zweitens musste man die Miete errechnen. Die Würfelzahl mal sechs. Das war mir zu umständlich und zu Zeit intensiv. Heute, ungefähr 20 Jahre später, erhielt ich den familiären Auftrag, eine Immobilie zu suchen. In Berlin. Mama kauft, ich zieh ein, ich zahl Miete, an Papa! Klingt auf jeden Fall nach einem guten Geschäft für Papa. Sofort spürte ich das alte Monopoly Fieber in mir aufsteigen. Kauf ich, kauf ich, kauf ich!  So begann ich meinen Schlachtfeldzug quer durch Berlin, von einem Makler zum nächsten, von Kreuzberg durch die Rosenthaler Vorstadt bis auf den Prenzlauerberg! Schnell lernte ich, worauf es beim Immobilienkauf ankommt. Es gibt drei Dinge, die es zu beachten gilt: die Lage, die Lage und die Lage.  Da stand ich also, direkt auf dem Biomarkt am Kollwitzplatz und suchte mit dem Makler Herrn Heinze ein paar schöne Avocados aus. Diesen alten Maklertrick habe ich natürlich gleich durchschaut. Erst mal so tun, als würde er gar nichts verkaufen wollen. Dann ein bisschen in der Nachbarschaft schlendern – „oh, tolle Avocados“ - und unauffällig eine heimische Atmosphäre schaffen. Langsam entsteht bei mir das Gefühl, mich irgendwie schon zu Hause zu wägen und unbedingt genau hier wohnen zu wollen. Fast scheint es mir, ich müsste Herrn Heinze an das Kaufobjekt erinnern. Bin ich etwa in die Maklerfalle getappt?  Dann rein in den Rohbau. Ich werde sicherlich auf niemanden reinfallen!! Die Wohnung ist für eine Person viel zu groß, für zwei schon etwas zu klein, außerdem ist sie viel zu teuer, es gibt keine Parkplätze und die Steuerabschreibung für Sanierungen greifen gerade in dieser Strasse nicht. Schuld daran ist Honecker, wenn ich mein Maklerchen richtig verstanden habe. Das kommt überhaupt nicht in Frage. Aber dann fühle ich plötzlich die glatte Avocado, die sich so angenehm in meine Handinnenfläche schmiegt. Und plötzlich passiert es und ich schreie: „Kauf ich!“ Nun ja, ich hab eben auf mein Gefühl geachtet, auch beim Immobilienkauf. Eine Frau ein Wort. Wir treffen Heinzechen wieder beim Notar. Er freut sich wie ein Honigkuchenpferd über seine saftige Provision. Heinzi  hat mir gar keine Avocado mitgebracht. Ich bin ein wenig enttäuscht.Unsere Wege trennen sich an dieser Stelle und ich mache mich mit Herrn Schmelz vertraut, dem Bauherrn aus Sachsen. Herr Schmaez redet sehr lustig. Er erzählt mir von seinem Urlaub in Seiffen, der Hochburg erzgebirgischer Holzschnittkunst. Ich bin äußerst amüsiert. Herr Schmelz und ich rauchen erst mal eine. Dann frage ich ihn nach der Möglichkeit, die Wohnung WG tauglich zu machen. Schmelzi sagt, dass sei ausgeschlossen. Langsam spüre ich Panik in mir hochkommen. Ich soll tatsächlich alleine in diese Wohnung ziehen? Ich kann nicht alleine leben, niemals! „Frau Lorna, ziehen sie halt mit ihrem Freund ein. Das ist eine ideale Pärchen Wohnung! Wo soll den ihr Wohnzimmertisch stehen?“. Ach Schmelzi, ich habe gerade angefangen dich gern zu haben. „Herr Schmelz, meine Lebenssituation ist noch etwas ungeklärt. Daher weiß ich auch nicht, wo ich meinen Wohnzimmertisch hinstellen möchte. Abgesehen davon, habe ich überhaupt noch keinen Wohnzimmertisch! Ich habe auch sonst nichts. keinen Kühlschrank, kein Bett, keinen Fußabtreter, keinen Freund. Machen Sie einfach überall Steckdosen hin, doppelt und dreifach. Telefon und Fernseher oben und unten. Außerdem besteht mein Vater auf einbruchsicheres Glas, doppelt verpanzerte Türen und einen Bewegungsmelder. Gitterstäbe am Fenster nicht vergessen!“ Das mit den Gitterstäben war ein Scherz und Schmelzilein schmunzelt sogar ein bisschen! Ab heute nenne ich ihn Schmunzel - Schmelzi! Das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Schmelzi und ich suchen gemeinsam die Fliesen für den Waschmaschinenraum aus, auch wenn Schmunzel - Schmelzi nach über einer Stunde keine Farbkombinationen mehr ausprobieren will: „Frau Lorna, das sind 1,5 Quadratmeter. Die Fliesen sind scheißegal.“ Schmelzi sagt das wieder mit so einem lustigen Dialekt, dass ich ihm die finale Entscheidung überlasse.  Allmählich bin ich frohen Mutes vielleicht doch alleine in diese Wohnung zu ziehen. Bis zu dem Tag, als mir Mama einige Kataloge mit Kaminöfen unter die Nase hält. „Schau wie schön, wenn du dann da sitzt und ins Feuer schaust!“ Ich stelle mir vor, wie ich alleine hinter verpanzerten Türen und vergitterten Fenstern ins Feuer starre und langsam den Verstand verliere. Mitten in der Zeitschriftenabteilung eines großen deutschen Kaufhauses fang ich an zu heulen. Mama reagiert überrascht, aber gelassen. Wir verlassen das Geschäft über den U-bahn Ausgang. Manche Dinge brauchen eben doch Zeit und vielleicht hätte ich auch bei Monopoly das eine oder andere mal weinen müssen, wenn man die Häuser mit Kaminöfen, Wohnzimmertischen oder potentiellen Mitbewohnern hätte bestücken müssen. Sollte mein Vater allerdings noch einmal vorschlagen, mir eine Markise und ein Gartenhaus zuzulegen, wird er nicht mehr in der Lage sein über Los zu gehen, keine Miete kassieren, sondern direkt ins Gefängnis wandern!

27.10.2008 um 14:00 Uhr

Wenn es wirklich Liebe ist!

von: Lorna2010   Stichwörter: Liebe, Opfer, bringen, mogeln

Als ich mich in meinen Freund verliebt habe, war er - wie inzwischen bekannt sein dürfte - "nur" mein Mitbewohner. Ich habe alles getan, um diesen Mann zu erobern. Eigentlich war es die Hölle. Nach der Arbeit wollte ich nicht nach Hause fahren. Wie sehe ich denn aus? Schnell noch in einen Drogeriemarkt, einen Duft aufsprühen, etwas die Lippen nachziehen, Haare kämen. Oder morgens: Jetzt ins Bad gehen? So wie ich aussehe? Ungeschminkt, verstrupelt, und dieser peinliche Schlafanzug. Schnell die knappe Hotpants anziehen (in der kann doch kein Mensch schlafen, viel zu eng), Haare sexy verstrupeln, Maskara von gestern verrucht unter die Augen verreiben (oh Mann, harte Nacht hinter mir!).

Anstrengend, das kann ich versichern.

Am Wochenende konnte ich ihn ab und zu für gemeinsame Ausflüge begeistern. "Komm doch mit an den See". Er: "Okay. Können wir mit dem Fahrrad fahren?". Ich (oh scheiße): "Klar!". Da radle ich eineinhalb Stunden mit dem absoluten Schrottfahrrad durch ganz Berlin, über Zehlendorf hinaus an irgendeinen Weiher, schwimme durch den See und radle - inzwischen fast zwei Stunden, weil alle Kräfte schon aufgebraucht sind - wieder zurück. Ja, und es hat Spaß gemacht. Immerhin bin ich ein paar Stunden seinem süßen Popöchen hinterhergeradelt. Wenn das mal nichts ist!

Nach über einem halben Jahr, das wir inzwischen als Paar verbringen, ertappe ich mich dabei, wie ich fauler und fauler werde. Ich zeige ihm einen Vogel, wenn er an den See radeln will.

Tja, und heute morgen beim Aufwachen, da habe ich mich gefragt, ob ich ihm dann nicht eine Mogelpackung angedreht habe? Inzwischen weiß er zwar, dass ich nicht in Hotpants schlafe und mich einfach aus Faulheit nicht abschminke, aber bin ich es ihm nicht schuldig, mal wieder meinen Arsch für ihn zu bewegen? Tollkühn mache ich den Vorschlag, joggen zu gehen - vor dem Frühstück! Ich möchte mir im selben Moment die Zunge abbeißen (habe ich das eben laut gesagt?). Er: "Oh ja. Gute Idee".

Vor der Türe merke ich, das es regnet. In Strömen. Er lächelt mich an. Ich versuche, zurück zu lächeln, fange aber schon an, rumzumeckern. Er lächelt immer noch. ich halte endlich den Mund, beiße die Zähne zusammen, laufe los, sauge Wasser in meine Turnschuhe auf und denke mir, dass es wirklich Liebe ist.

Irgendwie hat es dann doch wieder Spaß gemacht.

Popöchen bleibt Popöchen!

26.10.2008 um 18:05 Uhr

Psychotherapie

von: Lorna2010   Stichwörter: Psychotherapie, Psychologie

Zweimal im Monat sitze ich einer knochigen Frau gegenüber, die mich mir ihrem praktischen Kurzhaarschnitt, der hochgeschlossenen Bluse und der randlosen Brille jedes Mal mit der gleichen Frage empfängt: „Und, wie geht es Ihnen heute?“ Ja, wie soll’s mir schon gehen, du blöde Pute? Genauso wie das letzte Mal als du vor mir gesessen hast, mich mit deinem vogelstraußartigen Kopfnicken mitleidig angesehen hast und pünktlich nach 50 Minuten die Sitzung beendet hast? Außer „Wie ihr Vater“ oder „Und was macht das mit Ihnen?“ gibt es noch den Notfall Satz „Wollen sie die mal schlucken?“. Da rollt endlich mal nach Monaten von Therapiesitzungen ein kleines Tränchen über meine Wangen, ohne Nordföhn weit und breit, und schon soll ich Antidepressiva schlucken? Nur weil Sie unfähig sind tiefenspychologisch fundierte Psychotheraphie anzuwenden? Ich lehne dankend ab und radle durch die fränkische Kleinstadt, in der ich seit Jahren wie im Exil leben muss. Verbannt aus der Welt, in der die Menschen glücklich sind und die Wahl zwischen zwei oder sogar noch mehr Ausgehmöglichkeiten haben.  Auf dem Weg halte ich bei Jan im Bioladen. Früher habe ich mit Jan Brot gebacken. Wir haben uns in der Psychologie Vorlesung kennen gelernt. Ich war sofort von ihm beeindruckt, als ich gesehen habe, wie er seine Karotte in Öl eingetaucht hat. Ein gut aussehender Typ, der auch noch weiß, dass sich Karotin nur in Verbindung mit Öl entfalten kann. Wow! Beim Brotbacken kamen wir uns näher. Immerhin braucht so ein Laib fast zwei Stunden im Ofen. Ich habe ein wenig Interesse für die fünf Tibeter vorgetäuscht und aus dem vierten Tibeter wurde ein schöner one afternoon stand. Noch immer habe ich den Duft von frischem Brot in der Nase, wenn ich daran denke.  

Heute lebt Jan nur noch von Brot und den Tibetern. Er ist viel alleine und sehr glücklich. Als ich verheult in seinem Bioladen stehe, mit einer Packung Antidepressiva in der Hand, weiß er sofort was ich jetzt brauche. Hafer! Der macht nämlich glücklich. Geschäftstüchtig wie er ist, verkauft er mir gleich ein ganzes Kilo fein geschroteten Hafer.

 Die Pillen nimmt er an sich. Hoffentlich mischt er sie nicht in das nächste Brotbackrezept?

24.10.2008 um 10:16 Uhr

Ich wohne jetzt alleine

von: Lorna2010   Stichwörter: allein, wohnen, Angst

Nicht nur mein Freund wohnt jetzt alleine. Sondern auch ich. Und wenn das so weiter geht, werde ich nicht nur alleine wohnen, sondern auch leben, essen, reisen und irgendwann alt und einsam sterben. Es scheint so, als könnten auch zwei Menschen, die sich verdammt gern haben, um nicht ganz waghalsig zu sagen, die sich lieben, dennoch nicht zusammen sein. Auch wenn noch so viele Tränen fließen, Wut und Enttäuschung mich jeden zweiten Tag übermannen, trennen kann ich mich nicht. Ich will das nicht. Er schon. Ich liebe ihn. Er glaubt nicht an die Liebe.
Eine Trennung ist eine Entscheidung, die zwei Leute betrifft, aber in den meisten Fällen nur von einer der beiden Personen getroffen wird. Ist das nicht unfair? Ich bin für mehrheitliche Abstimmungen in Punkto "Trennung ja oder nein". Ohne eindeutige Mehrheit, oder zumindest über 50%, kein Trennungsrecht nach meinem Gesetz.
Was ist schlimmer als die Angst davor, den wichtigsten Menschen in seinem Leben zu verlieren? Und: Ist die Angst davor schlimmer oder wenn es tatsächlich passiert?
Das frage ich mich...
Ich fürchte, ich werde es erleben.

24.10.2008 um 10:14 Uhr

Guten Morgen, Arbeitsamt

von: Lorna2010   Stichwörter: Arbeitsamt, Wahnsinn

Zimmer N5016. N wie Neubau, 5 wie fünfter Stock. Bis hierher hätte ich es schon mal geschafft. Ich bin zu früh. ich bin immer zu früh. Am Bahnhof, am Flughafen, bei Verabredungen, im Kino, auf Arbeit, auf Amt. Ich schaffe es nie, einfach mal zu spät zu kommen oder zumindest irgendwie pünktlich zu sein. Schöne Frauen müssen doch zu spät kommen. Das ist die oberste Regel, die Königsdisziplin der Dating Kunst. Zu spät kommen und den Mann warten lassen. Der Mann wartet nämlich gerne auf eine schöne Frau. Kommt sie pünktlich, wird er skeptisch. Und ist sie gar zu früh und somit vor ihm da, verliert er gar völlig das Interesse. Sie muss ja verzweifelt sein, wenn sie sogar zu früh zu einer Verabredung kommt. Und wer will schon eine verzweifelte Frau kennen lernen?
Ich muss mich beruhigen. Es ist ja keine wirkliche Verabredung. Mein Jobvermittler vom Amt für Arbeit wird das hoffentlich genauso sehen. Trotzdem, ich habe die Jogginghose und das Unterhemd gegen einen Rock und eine Bluse ausgetauscht. Immer wenn man nicht damit rechnet. Das ist wie mit Beine rasieren. Sind sie nicht rasiert, kann ich sicher sein, dass ich eine heiße Liebesnacht verbringen werde. Genauso wie es nie regnen wird, wenn ich einen Schirm dabei habe. Aber jetzt komme ich ins Grübeln. Dann hätte ich vielleicht doch die Jogginghose anlassen sollen? Scheiße noch mal, ich will doch einen Job und keinen Mann. Und vor allem will ich dieses fucking Arbeitslosengeld. Ich klopfe einfach schon mal und sage, dass ich da bin. Ein bisschen zu früh, aber ich bin ja auch verzweifelt und das ist normal auf Amt, oder?
Mich begrüßt ein riesiger Hintern. Der Hintern von Frau Maier, die mich keines Blickes würdigt. Damit hatte ich nicht gerechnet. „Wie war der Name?“. Ich buchstabiere, immer noch an der Türschwelle stehend. Der Hintern verändert seine Mimik und winkt mich herein. „Ach so. Ick dachte, sie sind der Termin von Neune und viel zu spät“. Aber nein, Frau Hintermayer, ick bin doch erst um Zehne dran aber viel zu früh. Eins zu null für mich, her mit der Kohle! Das Gespräch verläuft anders als gedacht. Es gibt nämlich keines. Der Hintern legt mir gleichbleibend unmotiviert vorgefertigte Bögen auf den Tisch, die ich mit Kreuzchen bestücken soll. Auf einer Skala von eins bis drei soll ich Eigenschaften bewerten, die ich von gar nicht bis hin zu sehr gut kann. Allerdings kann ich mit Fähigkeiten wie „Dokumentation“, „Entwicklung“ oder „Textilverarbeitung“ rein gar nichts anfangen. Entwicklung von was? Und Dokumentation? Der Hintern erklärt sachkundig „halt wat mit Dokumenten, nehm ick jetzte mal an.“ Ach so. Mein Blick bleibt an der Wand auf einem Artikel mit einer fetten Schlagzeile hängen: „Arbeitsämter arbeiten schlecht, sind faul und unfähig!“. Das hat den Hintern hier wohl sofort angesprochen. Wo ist überhaupt mein sexy Jobvermittler, der auf verzweifelte Frauen spezialisiert ist?
„Und was habe ich mit Textilverarbeitung zu tun?“„Na, Sie machen doch – wie heißt det – Stoffjentwicklung!“Ach du scheiße, ich verstehe. Auf Amt kann man nichts mit meiner Berufsbezeichnung anfangen. Aber das sind doch Filmstoffe, versuche ich zu erklären. Ideen, Geschichten, kein materieller Stoff, um dicke Hintern einzupacken. Die wollen mich hier tatsächlich an den Webstuhl vermitteln. Wieso nicht gleich an den Bahnhof Zoo, da jibt es auch jede Menge Stoff.Ich will dem Hintern meine Bewerbungsmappe zeigen, die ich unter einem Stapel verschiedener Mappen entdeckt habe und der gekrönt ist von einem angebissenen Donut. Aber Hintern überfliegt nur kurz meine Zeugnisse, Auszeichnungen, Bestätigungen und Lobeshymnen. Der Hintern meint, in meiner Bransche jibt es eh nichts. Det is alles so ein Geklüngel für sich, da kann mir det Amt och nich helfen. Und wegen der Kohle müsste ich eh in die Leistungsabteilung. Soll ick halt n` bisschen einen auf dramatisch machen. Noch gebe ich mich nicht geschlagen und frage nach der Möglichkeit, Fortbildungen finanziert zu bekommen. Aber ne, meint der Hintern, det soll ick lieber lassen. Wird mir ja nur von der Kohle abjezogen.
Haben Sie schon mal einen Hintern einen Donut essen sehen?