Round Robin 2:
Die Manipulatoren nähen

08.08.2005 um 19:33 Uhr

Auf Du und Du mit der Lieblingstasche?

Am Wochenende vom 15. auf den 16. Oktober 2005 ist es soweit:

Beim Treffen der Hobbyschneiderinnen in Aachen könnt Ihr einige der Taschen "in Echt" begutachten.

Abgesehen von den Taschen kann man dort natürlich auch

  • die Rotkehlchen nach ihren Ideen ausfragen,
  • Näh-, Schnittmuster- und andere Workshops besuchen,
  • sich über neueste Trends im Nähmaschinensektor informieren,
  • traumhafte Stoffe kaufen,
  • in den neuesten Kurzwaren und Nähzutaten stöbern,
  • neue Schnittmuster besorgen ,
  • selbsterstellte Modelle bei der Modenschau bewundern
  • oder einfach viele nette Leute kennenlernen.

03.08.2005 um 15:27 Uhr

Regeln

Wie alles begann: Die Regeln

Round Robin Regeln J

 

 

Stell Dir vor, Du bist Handtaschendesignerin und hast eine Truppe von Freundinnen, die das auch machen.

Weil Ihr das Leben ein wenig abwechslungsreicher gestalten möchtet gestaltet werden, entschließt Ihr Euch, Euch gegenseitig Handtaschen zu machen, bei der ein Stoff bei allen gleich sein soll.

 

Damit wäre die erste Round Robin Regel schon mal klar J

 

Ihr kauft Euch 50 cm Lenda-Stoff von Ikea in reinweiß oder beige. Dies wird der " Grundstock" einer jeden Tasche. Dieser Stoff darf beliebig manipuliert werden: Färben, Batiken, besticken, bedrucken, auseinander schneiden & verweben, verstricken, flechten, umhäkeln, lochen,… egal: Was Euch gefällt & was zu dem Paket passt, das Ihr bekommt.

 

Wenn Ihr keinen Ikea in der Nähe habt, dann schreibt uns Robin-Mums an & wir schicken Euch den Stoff gegen Kostenerstattung zu.

 

Dann packt Ihr Euer Robin-Paket. Enthalten müssen sein:

 

­      Einlage (wenn Ihr eine feste Tasche wollt, dann packt bitte feste Einlage ins Paket, wer weiche Einlage ins Paket packt, darf nicht mit einer superfesten Tasche rechnen)

­      Eine Zutat für die Tasche, die NICHT in einem Stoff- oder Handarbeitsladen (Ikeas Textilienabteilung zählt als Stoffladen!) gekauft wurde. Jedoch muss diese Zutat mittels Haushaltsnähmaschine zu verarbeiten sein ! ODER

­      1 altes Kleidungsstück (sauber!) zum Recyceln innerhalb Eurer Tasche.

­      1 weiterer Stoff Eurer Wahl

­      ggfs. Futterstoff für die Tasche ( wenn Ihr das möchtet )

­      passendes Nähgarn zum Stoff Eurer Wahl und den zu vernähenden Zutaten

­      Lustige Zutaten zum Dekorieren

­      Der Lenda-Stoff wird nicht eingepackt (sonst schickt Ihr Lenda weg und bekommt im Gegenzug Lenda zugeschickt, was unsinnig wäre). Nehmt den von Euch gekauften Lenda  für den Taschenrohbau, ( zusammen mit den anderen Zutaten des Päckchens , das Euch in der ersten Runde erreicht.)


 

Robin-Heft:

Hier habt ihr die Möglichkeit, Eure Vorlieben und Antipathien anzugeben. Wenn Ihr eine bestimmte Taschenform nicht mögt, lieber Blümchen als Bienchen auf der Tasche habt, eine Innentasche wünscht, gerne lange Henkel hättet, lieber pink als lila mögt oder das Handy untergebracht werden muss: All dieses sollte im Robin-Heft vermerkt werden. Was nicht ausdrücklich drin steht liegt im freien Ermessen derer, die Euer Paket in die Hände bekommen!

Grundsätzlich hilft es Euch und den anderen, generelle Stilwünsche zu äußern. Wer ins Heft schreibt, dass er gerne sportliche Taschen mag, wird mit großer Wahrscheinlichkeit von Bärchenapplikationen aus Pailletten verschont bleiben. J

 

Bitte vermerkt im Robin-Heft, ob auch weitere Stoffe neben Lenda manipuliert werden dürfen (z.B. ob ein Wollstoff geflitzt werden darf oder Ihr schreibt " Reststoffe: manipulieren ja, aber bitte meine Farbvorlieben beachten“).

 

Schreibt Euren Namen ins Heft und auch, wer Eure Robin-Mama ist. Ihren Namen findet ihr in der e-mail, die Ihr mit dieser Anleitung erhalten habt.

 

Strengt Euch mit dem Heft ein wenig an. Wir wollen uns etwas für die kreativsten Robin-Heft-Schreiberinnen einfallen lassen J ( keine Preise, das ist ja kein Wettkampf ).

 

Wenn möglich, so macht doch bitte ein Photo der Dinge, die Ihr ins Päckchen legt & schickt es an die Robin-Muttis.

 

 

Für die Näherinnen:

Paket öffnen & Schock bekommen. J

 

Dann überlegt Ihr, wie Ihr den Lenda-Stoff einbauen & ggfs. manipulieren wollt.

Nehmt für den Taschenkörper eine Zutat aus Eurem Fundus dazu. Dies muss keine Zutat aus einem Stoffladen sein. ;)

Mindestens ein Stück des Kleidungsstücks bzw. der Nicht-Stoffladenzutat muss irgendwie mit verarbeitet werden.

Lenda darf manipuliert werden ;) also nutzt diese Chance aus! Der Rest des Stoffes KANN ggfs. auch manipuliert werden, wenn das Heft die Erlaubnis dazu gibt.

Näht so gut Ihr könnt (denkt Euch einfach "würde ich Geld dafür bezahlen, wenn ich es zum Kauf angeboten bekommen würde?“)

Verbindet Futter & Oberstoff noch nicht, sondern vermerkt in Eurem Robin-Heft, wie die Verschönerin das gute Stück später komplettieren kann. Wenn z.B. die Tasche am oberen Rand mit Futter verstürzt werden soll, eventuell ein Loch am Futterboden lassen, damit man die Tasche dadurch wenden kann.

 

Macht Euch Mühe beim Robin-Heft schreiben. Kreativität ist gefragt. ;)

Macht, wenn möglich, ein Photo des Rohbaus & schickt es an die Robin-Muttis.

 

 

Für die Verschönerin:

Paket öffnen & entweder Schock bekommen oder vor Erfurcht erstarren. ;)

 

Futter in die Tasche nähen und danach die Tasche verzieren  (oder erst verzieren & dann füttern, je nach Verschönerungstechnik & Geschmack ):

Nehmt etwas aus Eurem Fundus & nutzt es zur Verschönerung der Tasche neben den Dingen, die im Paket lagen.

Wenn Ihr noch was von dem Kleidungsstück verwenden könnt, dann macht das. ;)

Seid kreativ. J

 

Wenn Ihr ferddisch seid, gebt noch Euren Senf zur Tasche im Robin-Heft dazu und schickt dann alles an die Robin-Mum, die für die Taschezuständig ist.

03.08.2005 um 15:00 Uhr

Verflechtungen

Birgit Martin und Kristina nähen für Samira

 

Heike-Samira packte ein Päckchen mit viel schwarzem Zubehör. Die besondere Zutat war ein Rock in schwarz. Außerdem war noch Platz für jede Menge Metallteile, ein Stück Blech, eine silberfarbene Kette und *ähm* Schaumstoff-Doughnuts mit Flitter…

Daraus sollte eine stabile Handtasche zum Schultern entstehen, nach klassisch-elegantem Schnitt und mit viel Platz für Heikes „Krempel“. Die Tasche sollte möglichst Innenfächer haben und gut verschließbar sein. Da Heike als „Mädchen vom Lande“ eine robuste Tasche braucht, bat sie auf empfindliche Dekorationen und Stoffe im Außenbereich der Tasche zu verzichten.

Birgit Martin fand die Zutaten (bis auf das Blech) sensationell und nähte eine professionelle Tasche mit schönen Paspeln, Innenfächern und –taschen. Die Taschenklappe trumpft mit einem geflochtenen Muster aus auberginefarbenem und schwarzen Stoffen auf.

Lenda wurde mit Transferfolien bedruckt, als Etikett in die Innenseite der Tasche eingenäht und als Verstärkung der Vortasche verwendet.

Kristina hatte von Birgit genaue Anweisungen zum Zusammennähen der fast fertigen und perfekten Tasche bekommen. Dementsprechend nähte sie Druckknöpfe an die Seitentaschen, damit das Volumen des Taschenkörpers bei Bedarf angepasst werden kann.
Die Taschenklappe bekam eine schöne Schrägbandeinfassung (ob Heike es zu würdigen weiß, dass Kristina dafür über ihren Schatten sprang), eine Stoffblume als Dekoration für die Klappe (nach Anleitung von Nanny Ogg) und am Ende nähte Kristina noch die Kette als glitzerndes Highlight auf.

03.08.2005 um 15:00 Uhr

Die blaue Stunde

Wirbelwind und Exclusive-Stoffe nähen für Pim

Pim liebt blau in allen Varianten - das sieht man ihren Zutaten auch an. Sie wünschte sich eine Tasche, mit der sie allen lebensnotwendigen Kleinteile mitnehmen kann. Die Tasche sollte eher sportlich ausfallen und kein winziges Theatertäschchen werden. Als Besondere Zutat wählte Pim ein Wäschenetz.

Birka-Wirbelwind nahm die Herausforderung, die doch recht unterschiedlichen Blautöne zu einem harmonischen Ganzen zu verbinden an.  Zuerst entschied sie sich dazu, das Wäschenetz blau einzufärben und als Taschenboden zu verwenden, dann sorgte sie für noch mehr Blau:
Lenda wurde mit aufgesteppten Satinbändern als verbindende Elemente verziert.
Nachdem Birkas Maschine den Dienst verweigerte und sie die Bänder nicht mit Zierstich aufnähen konnte, investierte sie jeden Menge Zeit ins Handnähen und war vom Endergebnis noch mehr angetan als von der Ursprungsidee.
Als Henkel wählte Birka den beigelegten Koffergurt. Damit Pim immer über ihre Termine im Bilde ist, setzte Birka noch eine Uhr auf den Überschlag der Tasche.

Sabine-Exclusive Stoffe öffnete das Paket und wunderte sich - Pim wünschte sich eine sportliche Tasche, hatte aber Perlchen und Pailletten eingepackt?!
Sabine ahnte, daß tief in Pim heimliche Wünsche nach "Girls´ best friends" schlummern und dekorierte daher die Tasche mit einem verspielten Blumenmuster aus Roncaille-Perlchen (unnötig zu erwähnen, um welche Farbe es sich handelte..), das mit der Grundstruktur des Stoffes spielt und einen pfiffigen Akzent setzt.

03.08.2005 um 15:00 Uhr

Der Superprömmel

Sursulapitschi und Nanny Ogg nähen für Charlotte

 

Charlotte hatte noch Stoff von einer türkisfarbenen Ripsbluse übrig. Zusammen mit anderen Zutaten in türkis, Trittschalldämmung als Einlage, Schlauch und einen Schubadengriff packte sie den SUPERPRÖMMEL (eine Ikea-Gardinenstange) in die Tasche. Aus diesen Zutaten sollte eine kampfzwergtaugliche Tasche entstehen, die Charlottes Schulbedarf aufnehmen sollte. „Elegant und flippig“ war die Devise!

Steffi-Sursulapitschi befragte den hauseigenen Metallbauer. Unter seinen begabten Händen wurde die Gardinenstange in Kombination mit Schlauch zum Haltegriff. Abgerundet wird der Griff durch einen Schubladengriff in Kristallform.
Steffi färbte Lenda in schwarz (eine von Charlottes Lieblingsfarben) und kaschierte den türkisfarbenen Rips damit. Beide Stoffe wurden zusammengefasst in Dreiecksform eingeschnitten, um einen Blick auf das pinkfarbene Futter zu erlauben. Das Futter selbst erhielt wie gewünscht eine Innentasche.

Eva- Nanny Ogg beschloss, dass sich ein gut abgelagerter Stoff besser verarbeiten lässt. Nachdem etwas zeit verstrichen war, verzierte sie die eingeschnittenen Dreiecke mit Holo-Pailletten aus ihrem Fundus (das Heft erlaubte Glitzer, sagte aber nichts gegen Pailletten!) und Perlchen aus dem Paket. Der Superprömmel wurde mit Hilfe von aufgesetzten Lenda-Dreiecken mit Tunneln am Uberschlag fixiert. Geschlossen wird die Tasche mit einem weiteren Nupsi aus Charlottes Sammlung, dem Eva eine Schlaufe entgegen setzte.

03.08.2005 um 15:00 Uhr

Oranje in Hessen

Nanny Ogg und Shangri nähen für Bess

 

Bess hat vor kurzem eine Jacke aus orangefarbenem Steppstoff genäht. Der übrig gebliebene Rest wanderte zusammen mit tintenblauem Stoff, Einlage, Dekomaterial und einem Bändchen aus dem Bastelladen ins Robin-Paket. Da Bess gerne mit ihrem „gesamten Haushalt“ ins Auto steigt, sollte die Tasche eine gewisse Größe (nicht kleiner als 35*35 cm) haben und über einen langen Schulterhenkel verfügen, damit die Hände frei bleiben.

 

Eva- Nanny-Ogg freute sich über den Steppstoff in einer ihr vertrauten Farbe. Ihr war aber klar, dass sie die gewünschte Größe der Tasche nur erreichen kann, wenn sie Lenda zu Hilfe nimmt.
Daher manipulierte sie Lenda in mehreren Schritten:

  1. Einfärben mit Procion MX in Brillantorange
  2. Nachfärben mit Procion MX in Brillantorange mit einer Prise Blau und Rot
  3. Trocknen in bayrischer Sonne
  4. Lenda besticken: Eva nahm das Steppmuster des orangefarbenen Stoffes auf und bestickte Lenda mit Satinstich im Blauton des Futters.

Im Innenleben hatte Evas „Spezial-Flexo-Innentaschen-Equipment“ seine Premiere. Nanny nähte kleine Taschen, die mit Hilfe des Bastelladen-Bändchens verschlossen werden können. Diese Taschen sind mit Hilfe von Klettband im Innenraum fixierbar.

 

Daniela-Shangri besah die Tasche und entschloss sich, auf weitere Dekoration, die das Gesamtkunstwerk stören könnte, zu verzichten. Nur um des Verzierens willen wollte Daniela keine Dekoration aufladen, wo alles schon im Gleichgewicht war; sie nähte daher alle restlichen Teile zusammen und schickte die Tasche ins Nest.

03.08.2005 um 15:00 Uhr

Wenn Oma baden geht

Clau und Egwene nähen für Jeanette

Jeanette schickte dieses Paket nach Österreich:

Obwohl Jeanette meint, sie sei unkompliziert, hat sie als spezielle Zutat eine Badematte mit eingepackt :)
Eigentlich mag Jeanette alles, nur Rucksäcke machen sich zu historischen Kostümen auf dem Pferderücken nicht wirklich gut und eine Innentasche für das Mobiltelefon & Schlüssel ist ein "must-have" wenn Frau was in der Handtasche wiederfinden möchte.

Clau erhielt das Paket & stellte ziemlich schnell fest, dass sich Badematte zwar vernähen lässt, aber gleich nach dem zerschneiden große Selbstauflösungstendenzen zeigt. Also wurden erstmal Stütznähte angebracht, damit die Badematte auch verwendet werden konnte.

Neue Probleme ergaben sich, als Clau sich zu fragen begann, ob die Tasche nach einem Regenguß anfangen würde zu schimmeln, wenn die Badematte außen wäre...

Die Rettung der Badematte nahte in Form von Claudias besserer Hälfte, der die Idee hatte, dass man doch Folie, wie Omas sie zum Schutz von Tischdecken verwenden nehmen könnte. Zusätzlicher Hingucker wäre dann doch, wenn man die Folie so aufnähen würde, dass je nach Lust & Laune noch Dekomaterial zwischen Stoff & Folie plaziert werden könnte.

Nun musste noch Lenda manipuliert & verbaut werden. Wir alle lieben das Internet & Clau hatte dort den Tipp gefunden, dass man aus Moosgummi Stempel machen kann. So wurde aus weißem Lenda ein fröhlicher weiß-gelb-blauer Sommerstoff.

Und so ging dann der folgende Rohbau in Richtung Egwene:

Angie war dann erstmal von der großen Anzahl der mitgeschickten "Prömmel" überwältigt & beschloss Schritt für Schritt vorzugehen. Nachdem der vorhandene Gürtel in einen Henkel verwandelt wurde, begann der Kampf mit dem Schrägband & der Badematte ( ich will immer Bademeister schreiben ;) ), der nur dadurch gelöst werden konnte, dass die Tascheninnenklappe nochmals im schrägen Fadenlauf zugeschnitten wurde.

Das Schrägband wurde dann unter der Federboa versteckt & damit der sommerfröhliche Lenda noch weiter zur Geldung kommt wurde ein großes J appliziert & in die noch freie "Gucktasche" geschoben.

So sieht Jeanettes Tasche dann fertig aus:

von vorne

 

und von hinten:

03.08.2005 um 15:00 Uhr

Teetrinken mit dem Waldläufer

Tini & Kitoma nähen für Egwene

Auch wenn wir drei alle schön gereimt haben, verzichte ich an dieser Stelle darauf ( auch weil mir die letzten 15 Minuten kein Reim auf Päckchen einfallen wollte )

Dieses Päckchen kam in Kiel an. Wie man sieht, die spezielle Zutat ist ein Flanellhemd. Freude meinerseits, mit diesem Packet konnte ich gut was anfangen & auch das Robinheft gab nicht zu viele Einschränkungen vor:

Groß, klare Linien & eine Innentasche, damit man alles für die Kids mitschleppen & trotzdem den Schlüssel wiederfinden kann. Rüschen, Rosa & Blümchen waren die einzigen Einschränkungen. Kein Problem! So konnte ich sogar ein Ufo sinnvoll verwenden!

Lendamanipulation:
Orange war ausdrücklich gewünscht & eigentlich kein Problem. Simplicol in rot und Procion in Gelb gemischt & Lenda reingeschmissen. Heraus kam ein Bauarbeiterorange. Nicht wirklich, dass was ich wollte, also wurde der Stoff in einem Teebad eingelegt. Folge: Farbe super, aber fleckig.

Also den größten Flecken mit Cutwork überdeckt:

Tasche genäht und 4 mal getrennt :( sie war einfach RIESIG.

Dann vergessen ein Foto zu machen & alles an Kitoma geschickt.

Die war erstmal von Tasche & gereimten Heft überwältigt & die Tasche wanderte unter den Sessel.

Dann der Geistesblitz & die Inspiration aus dem Netz. Eine Sonne wurde auf das Kunstleder gestickt und obwohl der Freundeskreis nicht begeistert war, wurde die Sonne in einen stilisierten Kompass verwandelt & ziert nun die Rückseite der Tasche. Also MIR gefällt sie :)

Der Herr der Ringe war dann die Rettung. Ein schöner Spruch in Tengwar wurde per Hand auf die Tasche gestickt & aus dem restlichen Kunstleder noch ein Geldbeutel genäht & angebracht. So kann Aragorn zukünftig durch die Wälder streifen.

03.08.2005 um 15:00 Uhr

Ein Lautsprecher geht nach Moria

Oesti und Maralin nähen für Tini

 

Dieses Paket trat von Kiel aus seine Reise zu Oesti an.

Pretty booooring. aber ich hatte nichts anderes ;) meine spezielle Zutat war eine Seidenbluse, die ich versucht habe mit Procion einzufärben. War leider nicht von Erfolg gekrönt und daher fleckig.

Ich bin Kredittante bei einer Großbank, trotzdem ein bisschen verrückt, liebe Rollenspiel, Gesellschaftspiele, Keltisches und den Herrn der Ringe. Ich mag keine zu großen Taschen, eher so ein Mittelmaß, mit kurzen Trägern. Auf keinen Fall sollten Rüschen oder Glitzerzeug dran und Kitsch auch nicht.

Oesti war erst einmal geschockt von den kalten Farben ;) vor ihrem geistigen Auge formte sich jedoch schnell ein Bild der Tasche, dass sofort aufgemalt werden musste.

Lenda wurde durch den Drucker gejagt und mit Motiven aus dem HdR verziert. Hieraus wurde eine Innentasche und ein Motiv für außen.

Soweit so gut, wenn ich ( tini ) nur nicht diese schreckliche Einlage gekauft hätte ( übrigens eine Empfehlung im Laden ), denn das Zeug wollte einfach nicht kleben :(.

Von Oesti begam die Tasche türkisen Stoff in Form von Paspeln, die mit Lautsprecherkabel gefüllt wurden. Das Kabel kennt ja die Kieler Luft schon, denn ich hab das Kabel beim letzten RR in Händen gehabt ;)

So kam der Rohbau dann bei Maralin an.

Hier musste er dann erst einmal ablagern.

Maralin hat mein Faible für Keltisches aufgegriffen und das Stickgarn, das ich mitschickte verwendet. Aber nicht zum Sticken.

Es wurden Zöpfe geflochten & in Keltischen Motiven aufgenäht. Dafür waren jedoch diverse Farbzusammenstellungsprobeläufe notwendig, so dass ich wohl in Zukunft mehrere Dinge mit den Zöpfen verzieren kann :)

Dann wurde noch der Henkel mit er kleinen Stickerei verziert und nun kann ich die Tasche auch nicht mehr im Dunkeln verlieren, da das Garn fluorezierend ist :)

Nach dem abschließenden Kampf mit dem Futter ( Bitte an dieser Stelle nochmals um Vergebung für die Einlage ) kam die Tasche so bei mir an:

Leider ist die blöde Einlage schon wieder ab, so dass ich wohl noch mal "ran" muss .....

03.08.2005 um 15:00 Uhr

Gespaltene Persönlichkeit

Maralin & Wirbelwind nähen für Nagano-MissJapan-Karin

In Karins Brust schlummern ( mindestens) 3 verschiedene Charaktere, die sich in ihrem Heft munter über viiieeele lustige Seiten darüber unterhalten, wie die Tasche aussehen soll.

Da wäre zum einen Nagano, die eigentlich nur schwarz mag und schlicht und auch gar nichts in das Paket legen kann, weil sie sich von nichts trennen mag

Dann wäre dort Miss Japan, die einen lustigen bunten Vorschlag nach dem anderen macht und ziemlich verrückte Ideen bezüglich des Paketes ( ich sage nur Rittersport Verpackungen )

Einig sind die beiden sich, dass die Tasche keine Knotentasche werden soll und keine rosa Rüschen haben sollte.

Lange Henkel sind ein muss und Stickereien bitte nur in Form von Tribals oder geometrischen Formen.

Größe: die beliebte DIN A4 Größe und bitte natürlich mit Innentasche

Leider habe ich aus irgendwelchen Gründen kein foto vom Paket :( aber die spezielle Zutat war Naganos erstes Nähstück, eine Kunstlederjacke, die leider nie getragen wurde und zusätzlich kam noch eine Kunstrose mit hinein.

Maralin vernähte dann den beigelegten ( schwarzen ) Stoff und manipulierte Lenda scheinbar mit Farbe und Salz. Leider gibt es hierzu keine weiteren Informationen

Auf alle Fälle sollte der RV der Jacke mit verarbeitet werden und es wurde dann erst einmal ein Papiermuster

Da Maralin leider nichts dazu geschrieben hat, was sie beigefügt hat, vielleicht mag sie es uns erzählen.

Birka bekam dann mit dem Rohbau auch eine ganze Reihe von Verziervorschlägen von Gisela

Birka warf diese aber komplett über den Haufen und beschloss aus der schwarzen Rückseite eine zweite Vorderseite zu machen und nähte eine zusätzliche kleine Abendtasche, die an der großen Tasche befestigt werden kann.

Als Henkel bekam diese dann eine Kordel, so dass die kleine Tasche auch "tragbar" ist.

Nach ein bisschen gefluche, weil die Nähte nicht so wollten wie Birka, ist dann diese Tasche in Kiel angekommen

 

 

 

 

03.08.2005 um 15:00 Uhr

Das blaue Röschen

Josefa und Samira nähen eine Tasche für Darcy

 

Darcy ist im Forum für dreierlei Dinge bekannt: Sie liebt Jane Austen, Herr der Ringe und sie ist bekennende Helfeelfe. Das Helfeelfentum hat ihr in der Auswahl der Stoffe nicht so richtig weitergeholfen, Herr der Ringe und Jane Austen bei der Formulierung ihrer Vorlieben und Abneigungen schon eher.

 

Das Paket das Darcy gepackt hat, kommt Blau und Beerenfarben daher – schöne kühle Farbtöne (perfekt bei dem derzeitigen Wetter!). Dazu kommen noch Rosen- und Efeublätter, Schrägband, Perlen und Fantasiewolle.

 

 

Die Tasche sollte eine gewissen Größe haben, damit sie zur Helfeelfe passt, außerdem sollte der Henke so lang sein, dass die Tasche entweder quer über den Oberkörper getragen werden kann oder aber über der Schulter und dann unter den Arm geklemmt. Ein großes No-Go ist der Queen-E-Style: Die Tasche, die über dem Arm hängt (und das von einem so großen Englandfan!) Obwohl Darcy den Originaldarcy sehr mag, möchte sie doch nicht, dass die Tasche mit seinem Konterfei verziert werde – da ist sie eigen. Des Weiteren mag sie gern den Jugendstil mit seinen fließenden Formen und stilvollen Kitsch (Hier wäre jetzt der Ort für eine längere Diskussion darüber, was stilvoller Kitsch eigentlich ist, aber das muss ja nicht sein).

Was nicht sein soll sind große Paillettenmotive, -bären, -schmetterlinge oder sonstige Applikationen. Auch Perlen sollten nur dezent eingesetzt werden (hm… lagen da nicht Perlen im Paket???). Farbtechnisch möchte Darcy gern im Blaubereich bleiben, da dies ihre Lieblingsfarbe ist.

 

Das Paket ging an Josefa, die sich schnittechnisch für eine klassische Überschlagtasche entschieden hat. Diese hat sie aus dem blauen Stoff genäht, den Darcy beigelegt hatte und mit beerenfarbener Paspel, Fantasiewolle und dem gemusterten Stoff aus dem Paket verziert – im Gegensatz zur abgerundeten Taschenform sind diese Teile ganz streng und grade. Das Futter ist ebenfalls beerenfarben. Den Lenda hätte man vielleicht etwas länger suchen müssen, daher der Tip von Barbara: Sie hat den Stoff aufgeribbelt und aus Stoffstreifen einen Anhänger für den Karabinerhaken geflochten. Den hat sie dann zur Tasche passend eingefärbt.

 

 

Samira fand die Tasche eigentlich fertig, als sie das Paket aufgemacht hat – welches Rotkehlchen kennt den Zustand nicht? Die Kreativblockade die mit dem Öffnen des Pakets folgt, ist nicht leicht zu überwinden. Um den strengen Stil der Tasche etwas aufzulockern hat Samira aus den beigelegten Rosenblättern eine Rose genäht und diese zusammen mit einigen Efeublättern auf die Klappe genäht. Eine zweite Rose verziert den überhängenden Reißverschluss.

 

 

03.08.2005 um 15:00 Uhr

Fairy Tales

Samira und Madhatter nähen für Sursulapitschi

 

Steffi-Sursulaptischi wünschte sich ein „Gerät“ von Tasche, in der sie sowohl Ersatzwindeln als auch Handy und Spielzeug unterbringen kann. Ihre Auswahl an Zutaten ließ keinen Zweifel daran, dass sie Weiß nicht mag. Als Herausforderung legte sie ein weißes Mückennetz dazu, das aber nicht zu dominierend werden sollte. Der Rest der Zutaten war eine breit gefächerte Auswahl an allem möglichen Kleinkram sowie eine Stoff mit aufgedruckten Feen.

 

Nicht verwunderlich, dass Heike-Samira beim Öffnen des Paktes die Haare zu Berge standen:

 

Sie hatte sich aber schnell wieder gefangen und machte sich ans Werk: Lenda bekam eine frische Färbung in hellblau, dann nahm Heike das ganze Paket mit in den Urlaub und arbeitete bei frischer Seeluft weiter.  Sie wählte eine Taschenform und –größe, die den Elfen ausreichend Platz zum Tanzen bot. Ins Futter kamen Innentaschen (gefüttert mit Mückennetz) und Heike schaffte es letzendlich, die sich heftig wehrende Einlage noch zu verarbeiten.  Heike entschied sich für einen Knotenhenkel, um Steffi diesbezüglich Variationsmöglichkeiten zu geben.

 

 

 

 

Katrin-Madhatter nahm sich des zweiten Teils der Dramödie an. Geblendet von der Farbenpracht der Zutaten betäubte Katrin aufkommende Stimmen aus dem Off mit einem Glas Sekt und wühlte sich durch die Schatzkiste. Sie verwarf diverse Ideen für die Schnüre und entschied dann, der Tasche eine Tag- und eine Nachtseite zu geben. So tanzt auf der einen Seite eine Blumenelfe, auf der anderen Seite schwebt eine Sternenfee.
Das Styling der Blumenfee war noch recht einfach, nur war lt. Robin-Heft gold und silber tabu – das aber hätte so gut in Form von Sternen gepasst!

Nach einigem Grübeln entschied sich Katrin für zugekaufte Leuchtsterne, die vom handwerklich begabten Göttergatten mit Löchern versehen und dann aufgenäht wurden.
Der Rest war dann fast ein Kinderspiel…

 

03.08.2005 um 15:00 Uhr

Flamingos in der Sonne

Pim & Jeanette nähen für Javede

Pim erreichte ein sehr bunt-türkises Päckchen. Nach dem öffnen flatterte ihr ein Rock in Hawaii-60er Jahremuster entgegen & noch ganz viel anderes Sammelsurium:

Das Robinheft verwirrte zunächst... Genaue Angaben über die Größe & die Form wurden da gemacht & die Vorgabe, dass der Henkel auf alle Fälle zu verwenden sei. OH GOTT!

aber auf Seite 2 Stand dann was von Pustekuchen :) Wichtig war nur, dass es keine Patchworktasche gibt & dass eine Tasche für das Zigarettenetui vorhanden sein muss!

Pim fand dann als erstes, dass die Robinmums gewaltig einen an der Marmel haben müssen, weil sie die Vorgabe machten, dass Lenda zu manipulieren sei. Beim Aufräumen ihres Handarbeitssammelsuriums fiel ihr dann aber solaraktives Garn in die Hände und damit die Inspiration. Aus Lenda wurden einzelne Fäden herausgezogen und durch das solaraktive Garn ersetzt, so dass die Tasche in der Sonne türkisfarbene Streifen beikommt.

Als Zusatz aus ihrem Stoffstapel fügte Pim blauen Baumwollstoff in Form von Paspeln hinzu. Insbesondere bei der rückwärtigen Tasche war das Einnähen des RVs eine wahre Friemelarbeit.

Der Rock wurde kurzerhand zerschnippelt und zu einer lustigen Flamingoinnentasche verarbeitet.

Dieser Rohbau ging dann auf den Weg zu Jeanette:

Auch hier der erste Gedanke " DIE IST JA SCHON FERTIG" und der Rest aus dem Paket passt so gar nicht zum weiß-türkismix.

Also wurde die Tasche strategisch so plaziert, dass man da täglich drauf gucken musste, aber ausser Meer & Urlaub fiel Jeanette so gar nichts ein...

oder doch? Muscheln dran? gute Idee, aber wie bekommt man Löcher in die Muscheln. Also wird in der Pfalz nach maritimen Assecoires Ausschau gehalten. Irgendwann schwimmen dann ein paar Seesterne an Jeanette vorbei, die dann gleich auf die Tasche müssen und auch passende Perlen werden gefunden und verarbeitet. Aber da Jeanette die Tasche auch nicht überfrachten will, wird also ein spezielles Gadget im Feuerzeuglieferant eingebaut. Ein Feuerzeug in Leuchtturmform!

Die letzte Hürde bestand noch in Form des Futters, das irgendwie zu klein war... aber Jeanette hat es meisterhaft bezwungen!

AAAAAAAAHHHHH. Hier noch der Entsetzensschrei von Jeanette, dass der coole 60er Jahre Rock einfach zerschnitten wurde :)

03.08.2005 um 15:00 Uhr

Der geschenkte Gaul

Spell und Charlotte nähen für Birgit Martin

 

Birgit Martin wünschte sich eine Tasche, die sie auch für den Alltag gebrauchen kann. Daher sollte die Tasche nicht zu flippig werden und ausreichend Platz für die Notwenigkeiten des Alltags bieten. Damit man schnell ans Handy kommt, wenn es klingelt, sollte die Tasche eine Klappe haben und mit Magnetverschlüssen gesichert sein.
Von der Form her sollte die Tasche eher eckig sein, Bowlingtaschen, Bananenform, Beutel und Rucksäcke waren tabu.
Damit das ganze dann nicht zu langweilig wird, legte Birgit zu ihren Stoffen eine Ponytrense, wie sie auch von Gucci bei Damenhandtaschen verwendet wird. Ihr habt es schon erraten: Das war die besondere Zutat.

 

Bärbel-Spell freute sich über die zueinander passenden Stoffe, die sauber verpackten Zutaten, das sauber getippte Heft und entwarf nach einiger Zeit einen den Anforderungen entsprechenden Schnitt.
Sie bestickte Lenda mit allerlei Zierstichen und verwendete ihn als Futter, da Birgit keinen reinweißen Stoff an der Außenseite haben wollte. Zudem gab Lenda mehr Stabilität als das beilegte Futter, was Bärbel mit einem Blick auf das Gewicht der Ponytrense für besser geeignet hielt. Aus Bärbels Fundus stammt ein schwarzer Stoff für den Taschenboden.


Beeindruckend: Das sauber angepasste Karomuster!

 

Charlotte nahm das Päckchen bei einem Nähkränzchen mit Bärbel in Empfang. Sie hatte die ehrenvolle Aufgabe, der Tasche mit viel Handarbeit zu Füßchen zu verhelfen. Außerdem war die Trense noch immer keine dauerhafte Vereinigung mit der Tasche eingegangen.
Nach einem Fehlversuch, die Trense auf die Klappe zu nähen, plazierte Charlotte diese auf einem Stück roten Filz auf dem Schulterriemen. Dort wirkt sie als echter Blickfang.
Anstatt der Trense nähte Charlotte eine dezente Dekoration aus Leder auf die Klappe, die durch ihr geringes Eigengewicht den Taschenkörper nicht zu sehr beschwert.

03.08.2005 um 15:00 Uhr

Der Paillettenbär-Schmetterling

Karin, Nagano, Miss Japan und Pim nähen eine Tasche für Oesti

 

Scheinbar ist der Suchtfaktor einen RoundRobin nicht zu unterschätzen – Oesti macht schon ihren Dritten mit und ist damit ein alter Hase!

Das Paket bestand aus Stretchjeans in Patchwork-Optik, Futterstoff, Nieten, Pailletten, Kofferschließen, einen George-Michael-Aufnäher, Borten und Paspel und als besondere Zutat ein Strickoberteil.

 

Karin, Nagano und Miss Japan haben das Paket geöffnet und sind in spontane Verzweiflung gefallen:

 

  • Oesti wollte keine düstere Tasche, hatte aber dunkle Stoffe beigelegt
  • Sie wollte keinen Kitsch, hatte aber Pailletten eingepackt
  • Sie mochte kein Patchwork, hatte aber Stoff in PW-Optik beigelegt

 

Die Auswanderungspläne der drei Näherinnen in einer scheiterten nur daran, dass sie kurzfristig kein Visum für Brasilien bekommen hat. So ging sie denn in sich, überließ Nagano und Miss Japan das Feld und erhielt pronto ein hübsches Stück Tasche:

 

Ehe sie sich überhaupt über die Taschenform im Klaren war hatte sie schon beschlossen, den Lenda per Filznadel zu manipulieren, zusammen mit schöner roter Wolle. Die Versuche mit der Handnähnadel führten jedoch nur zu einem lahmen Arm und einer genervten Mutter. Als Retter in der Not erschien Anne und lieh Karin für eine Woche einen Embellisher (ob sie weiß, dass Karin gar nicht dran gearbeitet hat sondern nur Miss Japan und Nagano?). Mit Hilfe dieses guten Stücks hat Karin dann orangefarbenen und roten Chiffon auf den Lenda gestanzt.

Dann hat sie sich auf einen Schnitt geeinigt und die Strickjacke als optische Grenze zwischen Orange, Rot und Grau gewählt. Die so schon fast fertige Tasche hat sie zur Verzierung an Pim geschickt. (Ach ja, der George Michael – der lebt immer noch als separater Aufnäher)

 

Pim hat die Tasche von allen Seiten betrachtet, das Heft gelesen, die Tasche betrachtet und sie eine multiple Persönlichkeit gewünscht, mit der sie die Gestaltung der Tasche hätte besprechen können. Aber sie hat sich dann allein durchgebissen und beschlossen, dass die schwarze Jeansfläche Farbe braucht – idealerweise natürlich in Orange und Rot.

 

Nach ein paar Überlegungen wurde ein Paillettenmotiv als nicht zu kitschig befunden und der gute alte Paillettenbär entstaubt. Die Motivsuche gestaltete sich jedoch zunehmend schwierig. Stern? Nein. Bär? Undenkbar! Oesti wollte nichts in dieser Art. Die Inspiration kam in Form von Pims Freundin – und der Schmetterling war gefunden und auch schnell aufgenäht.

 

 

Trotzdem fehlte noch irgendwie das verbindende Element – bis Pim die Strickjacke ebenfalls mit Pailletten verziert hat. Da ist er also, der Silberorangefarbene Paillettenbärschmetterling:

 

03.08.2005 um 15:00 Uhr

Vergißmeinnicht

Louise und Darcy nähen für die Rothaarige Hexe

 

Judith, die rothaarige Hexe, war auf der Suche nach der idealen Handtasche a´la Mary Poppins: Von außen handlich, aber zur Not passt auch der Buckingham-Palace hinein.
Ihre Tasche sollte unkitschig werden und zu einer theatralischen Justitia mit zwei Handys passen – sonst waren keine Vorgaben zu beachten. Die besondere Zutat war eine alte Jeans.

Ute-Louise bekam ob der ungeahnten Möglichkeiten einen kurzen Schreck, betäubte diesen mit beigelegter Nervennahrung und wunderte sich dann über das doch leicht kitschige Tüllbändchen mit Herzen im Paket…
Sie entschied sich für einen in der Praxis bewährten Handtaschenschnitt. Als dekoratives Element wurde Lenda mit Hilfe von Serviettentechnik auf Stoff manipuliert und anschließend mit dem beigefügten Stickgarn verziert.
Das Innenleben bekam eine festigende Einlage aus Tischsets, ein Futter mit ausreichender Menge an Handytaschen und einer Innentasche mit Reißverschluss. Außerdem legte Ute noch einen passenden Reißverschluss für die Tasche bei.

Kerstin-Darcy sinnierte intensiv über die Definition von Kitsch. Inspiriert durch die frühlingshafte Dekoration erinnerte sie sich an Mörikes „Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte“. Aus ihrem Fundus stammt das passende Satinband, auf dem türkisfarbene Schmetterlinge tanzen und griff damit Utes Serviettenmuster auf. Perlchen aus dem Paket passten farblich auch sehr gut und finden sich zusammen mit Herzchen vom Tüllband auch am Reißverschluss.

03.08.2005 um 15:00 Uhr

The lady is a ..... dragon!

Jeanette & Oesti nähen für Traumfee

Leider hab ich aus irgendwelchen Gründen keine Photos von Traumfees Paket, daher übernehme ich hier einmal ihre Beschreibung

Päckchen gefüllt mit:

  • Jeansstoff blau
  • Futter rot-lila-orange gestreift
  • Viseline 320
  • Tischsets
  • Endlos RV
  • Paspelband in pink
  • Garn
  • Wolle
  • und gefüllte Caprisonnen :)

Alexandra mag:

  • viiiiieeel Platz und trotzdem eine Designertasche
  • alles was sich verschließen lässt
  • geteilte Innenfächer ( einen für Mum & einen für die Kids )
Wovon Traumfee nicht träumt sind kitschige,kleine Rucksäcke oder Mördertaschen...

Jeanette war zunächst einmal entsetzt... STRETCHJEANS & Caprisonne...

Der Horror beim Aufbügeln von Vlieseline & durch die Caprisonne ist man sooooooooo festgelegt...

Nach dem Lesen des Heftes wurde es dann besser. Das Kind ähm die Tasche wurde zur multiplen Persönlichkeit. Eine Kind & eine Mum-Seite. Jeanette schaffte ein kleines Raumwunder, das trotzdem nicht wuchtig ist.

Was Lenda anbelangt, so wurde aus der Not eine Tugend gemacht & der stark fransende Stoff halt komplett in eine Fransenborte umgewandelt. So  ging die Tasche mit dem Hinweis, dass die Aussentaschen noch Verschlüsse benötigen auf die Reise zu Oesti.

Oesti war sofort begeistert, musste aber gleich an den Aussentaschen rumfriemeln, damit diese besser verschließbar werden. Hier wurden Ideen verworfen & neu geschmiedet. Am Ende waren sonst unerwünschte Falten, mit Stil gelegt die Lösung.

Aus ausgefranstem Lenda wurde für die Mum-Seite eine Blume. Hier wurde dann auch die mitgeschickte Häkelblume verarbeitet. Auch der Mamaträger wurde verziert, die Wolle fand hier ihre Bestimmung.

Die Kids Seite ist durch die Caprisonne verziert :) Da wird die Dame zum Drachen....

Und so sieht das Werk aus:

Mum Seite

Kids Seite

03.08.2005 um 15:00 Uhr

Velvet Rose

Shangri und Birgit Martin nähen für Josefa

 

Barbara-Josefa bezeichnet sich selbst als Herbsttyp und so sollte auch ihre Tasche aussehen. Die Form war dabei eher zweitrangig, Barbara wünschte sich eine Tasche mit Spannung zwischen klarer Linie, Pepp, Kitsch und erkennbarer Taschenform. Im Innenraum sollte die Tasche 1-3 Taschen aufweisen, um Kleinkram des täglichen Lebens sicher zu verstauen. Verschließbar sollte sie daher auch sein und einen Schulterriemen haben. Als besondere Zutat legte sie diverse Gürtel und einen Wuschelhut bei.

 

Daniela-Shangri färbte Lenda mit Deka Textilfarbe ein und ließ sich vom lachsfarbenen Endergebnis nicht abschrecken – mit Simplicol wurde Lenda endlich überzeugt, zu einem schönen Rosenholzton zu gelangen.  Der passenden Schnitt von craftser.org, eine „Slouchy Hobo Bag“ kam mit Reißverschluß daher und erfüllte damit das Kriterium der verschließbaren Tasche. Der gefärbte Lenda fand einen Platz im Taschenhenkel und harmoniert wunderschön mit dem Futter.

Birgit Martin erhielt eine fast fertige Tasche und verwendete die restlichen Futterteile zusammen mit Brokat für Innentaschen, die sie leicht schräg ansetzte. Nachdem sie die als Einlage mitgelieferte Tischdenkenunterlage in die Knie bzw. ins Futter gezwängt hatte, beschränkte sie sich bei der Dekoration auf eine Textilrose und einzelne Perlchen. Außerdem brachte Birgit noch einen Schlüsselanhänger im Inneren an (Kitsch war ja erlaubt!).

03.08.2005 um 15:00 Uhr

Die federleichte Angelina

Exclusive Stoffe & Kalima nähen für Maralin

So ein Round Robin kann sehr lehrreich sein :) zumindest für mich. Habe ich doch durch Maralins Tasche gelernt was Angelina ist.... was tyveck ist, hab ich leider bis dato nicht verstanden.

Gisela mag alles was blau ist :) und natürlich eine Innentasche in ihrer Tasche. Auch hätte sie gerne, das der beigelegte Karabinerhaken als Schlüsselhaken mit eingebaut wird. Ansonsten darf die Tasche ein bisschen kitschig, ein bisschen bunt, ein bisschen flatterig und ein bisschen glitzernd werden.

Dies ist das Paket ( spezielle Zutaten: Tyveck & Angelina )

Die Stoffauswahl machte Sabine erst ein wenig ratlos, denn Chiffon eignet sich nicht wirklich für den Taschenrohbau... So wurde dann der Lenda mit Stoff aus Sabines Vorrat in Chenilletechnik verarbeitet & der dunkelblaue Stoff wurde zur 2 Vorderseite. Hier war dann auch noch vieeel Platz für die ganzen Dekodinge, die Gisela mitgeschickt hatte...

Der Wunsch nach einem Schlüsselring wurde auch mit berücksichtigt & natürlich auch die Innentasche

Sew hatte dann die Idee, dass der obere Rand durch Miederstäbchen an Stabilität gewinnen würde, so dass am Ende dieser Rohbau bei Birgit ankam

Birgit musste auch erstmal nachgucken, was Angelina & Tyveck sind.... wobei das Tyveck immer noch ein Rätsel bleiben wird... Testreihen mit Tyveck verliefen nicht nach wunsch & am Ende wurde aus Tyveck eine Nagellack-Chiffonblume.... Ich ( tini ) weiß auch immer noch nicht, was Tyveck ist.

Angelina dagegen scheint ein irisierendes Netz zu sein, dass aufbügelbar ist. Hieraus wurde ein Schmetterling für die dunkelblaue Seite, der zu den mitgeschickten Feder-Schmetterlingen passt.

Zu diesen passt dann auch die Federboa, die an den oberen Rand kam wieder sehr gut, so dass das Gesamtkunstwerk nun den Titel die Federleichte Angelina bekommt :)

 

03.08.2005 um 15:00 Uhr

Rising Sun

Charlotte und Bess nähen für Kristina

Kristina suchte lange nach einer passenden Nicht-Stoffladen-alte-Klamotte-Zutat und wurde auf dem Flohmarkt fündig. Leider passte keiner ihrer Stoffe so richtig den bunten Krawatte.
Endlich wurde sie in einem Online-Shop fündig und der Stoff kam noch rechtzeitig an.
Kristina wünschte sich eine Tasche, die weder ein Designerteil aus Topfkratzern noch ein beige-brauner Rucksack ist.  Eine Tasche in Entchenform war auch nicht ihr Ding, ansonsten galt die Devise: „Macht doch was ihr wollt, aber berücksichtigt meine Wünsche!“.

Charlotte war zunächst von der für sie etwas ungewohnte Farbauswahl überrascht.  Ursprüngliche Pläne, Lenda mit Weißstickerei zu verzieren, hat sie schnell verworfen, denn Ihr war klar, dass ein knallweißer Lenda nicht zu diesen warmen Farben passen würde. Daher färbte sie Lenda mit Batikfarbe, was zu einem nicht unbedingt befriedigenden Ergebnis führte (lila und orange gibt braun!). Immerhin war die Hälfte des Lendas noch brauchbar und der zweite Färbeversuch führte zu einem warmen Orange, das Charlotte zu einem Henkel verarbeitete. Die Krawatte fand in Form von Futter und Handytasche ein Plätzchen im Innenraum.

Bess, die sonst gerne Ton-in-Ton arbeitet, betrachtete die schon recht farbenfrohe Tasche zunächst mit Skepsis und beschränkte sich beim Verzieren zunächst auf ein liebevoll gesticktes Initial auf dem Umschlag sowie ein paar verspielte Knöpfe am Henkel.  Dann entdeckte sie in Noras Patchworkshop noch tolle Wolle in denselben Tönen und knüpfte eine Quaste an den Überschlag. Dadurch wirkt die Tasche zwar leuchtend und farbenprächtig, aber nicht bunt.