Egwene, Nagano und Miss Japan nähen eine Tasche für Kitoma.
Da Kitoma sich als „nicht grade grazil“ bezeichnet hat, wünscht sie sich eine Tasche, die auch für ihre Größe passt. Nicht klein und zierlich, mit einem langen Schulterriemen, damit sie beide Hände frei hat, um ihre Kinder an den größeren Schandtaten zu hindern.
Die Tasche sollte zu ihrer neuen Frühlings- und Sommergarderobe passen – und die ist farbenfroh in pink, türkis, blau, grün, gelb und orange.
Die Zutatenauswahl von Kitoma war bunt gemischt: Rosa Jeansstoff, bunter Futterstoff mit Dschungelmotiven, Bambusstäbe, Perlen, Reiß- und Magnetverschlüsse, eine Kordel, einen handgemachten Eierwärmer aus Filz und einen kleinen Plüschfrosch legte sie ins Paket.
Die Vorlieben und Abneigungen zeigten ganz eindeutig, das Kitoma zwar keinen Kitsch mag, aber Tüdelkram, geometrische Formen, aber nicht langweilig, kein Patchwork, aber dafür afrikanische Kunst. Tja. Wer kennt nicht ihre Signatur:
Tüdelkram auf geometrischen Formen
Das schnell geschlossene Paket überbrachte Kitoma dann Egwene. Die Schrecksekunde, die scheinbar jeden RR-Teilnehmer traf blieb bei Egwene aus – stattdessen nahm sie sich mannhaft des Inhaltes an. Der Schnitt war schnell ausgesucht und von einer vorhandenen Tasche kopiert. Als Ausgangsbasis für die Endgröße diente der von Kitoma beigelegte Reißverschluss.
Den Lenda hat Egwene nach Anleitung von Sew in Türkis gefärbt – passend zum rosafarbenen Jeans und zur Sommerjacke. Dann wurde die Tasche zusammengesetzt:
Für das Futter wurde der Dschungelstoff verwendet, der Taschenkörper ist aus Jeans und die Klappe aus dem eingefärbten Lenda. Als Henkel wurde die gleichfalls eingefärbte Kordel verwendet.
Kitoma hatte ich verschließbare Innentaschen gewünscht – davon hat sie zwei Stück bekommen, zusammen mit einer Tasche für moderne Kommunikationseinrichtungen. Die spezielle Zutat – der Eierwärmer – hat seine Verwendung als Innentasche gefunden.

Auch die Rückseite der Tasche hat noch eine praktische Reißverschlusstasche bekommen.
Dann hat Egwene alles zusammengepackt und als Nagano geschickt.
Eigentlich ist es ja nur eine Person, die verziert. Aber wenn man Karin kennt, weiß man, dass sie eine schillernde Persönlichkeit ist – und durchaus gespalten in ihren Vorlieben. Daher hat die Schrecksekunde die Egwene erspart wurde Karin gleich doppelt gepackt.
Die Farben, die Zutaten für die Deko, die Farben, die Zutaten für die Deko, die Farben, die Zutaten für Deko, die Farben und die Zugaben für Deko waren es, die den Beiden erstmal ein paar Probleme gemacht haben. Miss Japan war der Meinung, dass man die Herausforderung annehmen solle, Nagano hat sich gefügt.
Sie hat beschlossen, dass die geometrische Form vorhanden ist (die Tasche) und jetzt noch der Tüdelkram übrig bleibt, als da wären: Perlen, Strass, Bambusstäbe und ein Plüschfrosch. Nach kurzem überlegen fing Miss Japan an, diabolisch zu grinsen und so beschlossen die Beiden, aus dem Frosch und den Bambusstäben einen Wetterfrosch zu machen und damit die Taschenklappe zu verzieren.
Der Bambusstab wurde unter Bauernopfern (der erste Stab überstand die Säge nicht) in Stufen zersägt, die auf die Klappe aufgesetzt wurden. Dann wurde der Frosch auf die zweite Stufe gesetzt, immer auf dem Weg nach oben. Aus dem orangefarbenen Filz hat Nagano eine Sonne gemacht und in die Ecke der Tasche appliziert. Karins Zutat bestand aus rosafarbenen Perlen (hat da jemand behauptet, die Frau hätte keine romantische Ader?), die sie mit den kleinen Perlen aus dem Paket gemischt und in die rechte untere Ecke appliziert hat.

Damit war die Schönwetter-Frosch-Tasche fertig.
