Nach Gesprächen wie gestern, frage ich mich, was das alles eigentlich soll. Nach Nächten wie der letzten, frage ich mich, wozu eigentlich? Du merkst es nicht, wann du mich verletzt. Du merkst nicht, dass mir deine Worte die Kraft rauben.
Ich weiß nicht, was bei dir nicht stimmt. Warum du tust, was du tust. Warum du sagst, was du sagst. Warum du glaubst, was du glaubst. Du bist glücklich so? Es ist toll so? Aber so wird es nicht bleiben. Wenn wir einen Schritt nach vorne machen wollen. Wenn wir uns entwickeln werden. Ich bleibe nicht immer die kleine Studentin, die eine halbe Woche bleibt und dann wieder geht. Was wenn ich immer hier bin? Erträgst du mich auf Dauer? Erträgst du überhaupt jemanden auf Dauer?
Du sagst, wenn es mit mir nicht klappt, dann mit keiner. Du sagst, du wunderst dich, dass du es zum ersten Mal schaffst eine längere Beziehung zu haben. Und du sagst, du fragst dich, ob du überhaupt ein Beziehungsmensch bist. Im gleichen Atemzug fragst du, warum ich mich sorge, ob wir als Paar gefestigt sind. Warum ich das anzweifle, nach allem was passiert ist und wir zusammen durchgemacht haben. Wie könnte ich das nicht anzweifeln, nach deinen Worten? Wie sollte ich nach sowas auf "uns" vertrauen, wo ich doch befürchten muss, dass du eines Tages zu mir kommen wirst und sagst "Tut mir leid Maxy, aber ich kann das nicht mehr. Ich brauch meine Freiheit... Hass mich ruhig, aber ich kann das nicht ändern, so bin ich nun mal..."
Den letzten Satz hatten wir schon mal, erinnerst du dich? Und ich fand daran erschreckend, wie einfach du es dir machst. "So bin ich nun mal... " Wie oft könnte ich das sagen und du würdest es nicht akzeptieren. Aber ich will, dass das hier funktioniert und ich bin bereit an mir zu arbeiten. Du nicht. Du redest dich raus und das finde ich schade. Warum versuchst du es nicht einfach? Bin ich es nicht wert, dass du an dir arbeitest? Sind wir es nicht wert? Dreiviertel der Zeit, die wir miteinander hatten und haben war und ist wunderschön. Und das ist nicht nur meine Empfindung, sondern auch deine. Lohnt es sich nicht dafür zu kämpfen ? Ich verstehe dich nicht und das obwohl wir uns so ähnlich sind.
Auch ich brauche meine Freiheit, auch ich hab früher oft das Gefühl gehabt, die Nähe von Menschen erstickt mich und ich zog mich dann zurück. Bei dir ist das anders. Von dir ziehe ich mich zurück um nicht verletzt zu werden, nicht weil ich dich nicht ertrage. Wie ist das bei dir mit mir?
Eine Frage drängt sich mir seit einiger Zeit leider auf: Ist Liebe manchmal wirklich nicht genug, mein Schatz?