In diesem Sommer, am 21. Juni 2007, ist die „Arche Nebra“, nahe beim Fundort der „Himmelsscheibe“ eröffnet worden. Was sind das für rätselhafte Begriffe, fragt mich der Laie, dem ich davon erzähle.
Die Arche Nebra ist ein ganz modern konzipiertes Museum, das über die Himmelsscheibe informiert. Am anschaulichsten im Planetarium. Wegen des großen Andrangs wird gleich mit der Eintrittskarte auch der Termin mitgeteilt, zu dem man das Planetarium besuchen kann. Praktisch, kein Gedrängel, wie zunächst befürchtet.
Die Arche sieht zugegebenermaßen etwas unförmig aus, das hat sie wohl mit der Arche Noah gemeinsam
"Arche Nebra", Foto Mike Young, Wikipedia
Himmelsscheibe wird der Jahrhundertfund aus Sachsen-Anhalt genannt: eine Bronzeplatte, deren Goldauflagen Sonne, Mond und Sterne zeigen. Sie wurde 1997/98/99 (?) von Raubgräbern gefunden und an einen Liebhaber von Altertümern verkauft. Bis zum Museum Halle zurück war es ein weiter Weg.
Übrigens Sonne, Mond und Sterne, so sieht es nur auf den ersten Blick aus. Es gibt schon eine Reihe von Theorien darüber, was die Konstellation wirklich darstellte zur Zeit der Entstehung. Das war im sechzehnten Jahrhundert, vor Chr. wohlgemerkt, in der Bronzezeit. Höchstwahrscheinlich ist es der Vollmond, der Sichelmond und das Siebengestirn, die Plejaden.
Nun das große Aber: Die Scheibe liegt wohlverwahrt im Tresor des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle. Im Museum sieht man Nachbildungen. Wieso Nachbildungen, Mehrzahl? Die Scheibe wurde mehrfach verändert, je nach den Glaubensvorstellungen der Menschen, für die sie wichtig war.
Bei Wikipedia gibt es einen ausführlichen Beitrag zum Thema, auch mit Bildern der einzelnen Phasen. Ein Bild der Scheibe hier einzufügen verkneife ich mir vorsichthalber. Das Urheberrecht ist allem Anschein nach nicht klar, aber sicher ist sicher.