Weblog über Megalithkultur

28.08.2007 um 15:59 Uhr

Goseck - neue Grabung

von: Kulturfan   Kategorie: Steine, Steine, Steine

Dicht neben dem Sonnenobservatorium wird weiter gegraben. Ein Hausgrundriss und Gräberfunde geben Hinweise auf die Besiedlung der Gegend. Die Funde von Gefäßen lassen darauf schließen, dass hier für längere Zeit gesiedelt wurde.
Vom Observatorium wird allerdings angenommen, dass es nur etwa 250 Jahre seinen Dienst tat. Der Infopoint im Schloss Goseck informiert auf unterhaltsame Art über diese Zeit.
Hier gibt es auch ein Kochrezept mit Zutaten, die auf Grund botanischer und zoologischer Funde zusammengestellt wurden.

Fischsuppe:

Fischreste, 1 Handvoll Linsen, 1 Handvoll Gerste, 7 Tassen Wasser, 1 Tasse weißer Gänsefuß (Schösslinge, Blütenrispen oder Samen), 1 Strauß Dill, ein wenig Salz

 

Grabung

Es ist schon spannend, eine Ausgrabungsstelle aus der Nähe zu betrachten. Die Archäologen sind auskunftsfreudig und geben den Besuchern auch schon einmal gefundene Gefäße und Gerätschaften in die Hand. Es ist ein eigenartiges Gefühl einen kleinen Kumpf (Schälchen, Tasse ohne Henkel) in der Hand zu halten, der vor fünf- oder sechstausend Jahren hergestellt wurde.
Hier gibt es einen Bericht zu den Ausgrabungen

28.08.2007 um 14:58 Uhr

Goseck - Das Sonnenobservatorium

von: Kulturfan   Kategorie: Steine, Steine, Steine

Dass man dieses Erdwerk als Sonnentempel bezeichnet, versteht man sofort, wenn man es betritt. Zunächst überquert man einen tiefen Graben,

Graben

sieht dann links und rechts den Umgang, durch den vielleicht Prozessionen geführt haben und tritt ein in einen riesigen Raum. Gott sei Dank war ich bei nicht so gutem Wetter allein in der Anlage.

Umgang

Es gibt zwei Tore für die Beobachtung der Sonne bei ihrem Auf- und Untergang zur Zeit der Wintersonnenwende.

Erdwerk
Wintersonnenwende 4.800 v.Chr.

 

Hier gibt es einen Artikel mit Spekulationen über blutige Opferfeste im Bereich der Anlage.


Leider ist mein Foto der Gesamtansicht nicht besonders gut gelungen, die Sonne hat nicht mitgespielt

Totalansich



28.08.2007 um 14:34 Uhr

Goseck

von: Kulturfan   Kategorie: Steine, Steine, Steine

Wenn wir siebentausend Jahre in der Zeit zurück gehen, dann gibt es weder Stonehenge oder die ägyptischen Pyramiden noch irgendein anderes der sieben Weltwunder. Aber es gab dieses Erdwerk oberhalb der Saale. Die Wissenschaft nennt es neolithische Kreisgrabenanlage, Prof. Bertemes vom Institut für Prähistorische Archäologie Sonnentempel. Hier gibt es ein interessantes Interview mit Videos (das Video ist inzwischen futsch aber der Beitrag tut's auch).

Goseck
Teilansicht Innenraum

Entdeckt wurde die Anlage 1991 durch die Luftbildarchäologie, gegraben hat man seit 2002. Deutlich erkennbar waren die Spuren des Grabens und der Palisaden im Boden.
Man kommt in den Innenraum durch das Tor im Norden.
Eingang Goseck
Nordtor vom Innenraum aus gesehen



 

26.02.2006 um 16:01 Uhr

Mitten in Mecklenburg, nahe beim Städtchen Sternberg

von: Kulturfan   Kategorie: Steine, Steine, Steine

... gibt es zahlreiche Großsteingräber zu sehen, im Archiv Februar einige davon.

Und das gibt es in diesem Weblog zu sehen:

Am Rande der Großsteingräber - Dorfkirchen und slawische Wallburgen Archiv November
Sieben Gräber in gerader Linie Archiv Oktober
Der Haldenslebener Forst Archiv September
Albersdorf und die archäologische Quadratmeiler Archiv August
Steinkreise in Mecklenburg Archiv Juli
Der Everstorfer Forst Archiv Juni
Emsländer Kammern und Gerade Wege Archiv Mai

 

29.11.2005 um 17:15 Uhr

Am Rande der Großsteingräber - Dorfkirchen und slawische Wallburgen

von: Kulturfan   Kategorie: Steine, Steine, Steine

Inhaltsverzeichnis des Weblogs:
Sieben Gräber in gerader Linie
- Archiv Oktober 2005
Der Haldenslebener Forst - Archiv September 2005
Albersdorf und die archäologische Quadratmeile - Archiv August 2005
Steinkreise in Mecklenburg - Archiv Juli 2005
Der Everstorfer Forst - Archiv Juni 2005
Emsländer Kammern und Gerade Wege - Archiv Mai 2005 

Die Gegend um das Städtchen Sternberg ist mit vielen Bodendenkmalen gesegnet. Nicht weit von Sternberg, mitten in Mecklenburg, gibt es neben den Großsteingräbern auch zwei interessante slawische Anlagen zu sehen. Eine Wallburg auf einer Insel und eine Höhenburg oberhalb des Durchbruchstals der Warnow.

Außerdem begegnet man überall den Hügelgräbern der Bronzezeit.

Zur Geschichte der Gegend gibt es hier interessante Informationen.

22.10.2005 um 16:13 Uhr

Acht Gräber auf einer geraden Linie in der westlichen Altmark

von: Kulturfan   Kategorie: Steine, Steine, Steine

Archiv September: Der Haldenslebener Forst, Archiv August: Albersdorf in Dithmarschen und die klassische Quadratmeile der Archäologie, Archiv Juli: Steinkreise in Mecklenburg, Archiv Juni: Der Everstorfer Forst, Archiv Mai: Emsländer Kammern und Gerade Wege.

Links führen zu Seiten mit ausführlichen Texten und zu mehr und oft schöneren Bildern

22.10.2005 um 16:08 Uhr

Die Gräber in Wötz, einer wüst gefallenen Siedlung in der Gemarkung Leetze

von: Kulturfan   Kategorie: Steine, Steine, Steine

... haben etwas ganz Besonderes - sie liegen in einer geraden Linie von Nord nach Süd. Auf den Seiten des Danneil-Museums wird berichtet, dass noch mindestens sieben weitere Gräber vorhanden gewesen sein sollen. Und möglicherweise lagen sie an einem geraden Weg der in neolithischer Zeit durch die jetzige Altmark führte.

 

08.09.2005 um 16:27 Uhr

Der Haldenslebener Forst

von: Kulturfan   Kategorie: Steine, Steine, Steine

Es gibt einen sogenannten Gräberweg durch den Haldenslebener Forst mit vielen Hinweistafeln. Faule - so wie ich - fahren Richtung Süplingen und biegen links ab über einen schmalen Waldweg bis zum Forsthaus Eiche. Dort gibt es Platz zum Parken und eine große Hinweistafel.

Einen ausführlichen Text gibt es hier.

Seit 2010 wird in der Gegend Haldensleben / Hundisburg wieder gegraben. Hier ist was nachzulesen

09.08.2005 um 17:47 Uhr

Albersdorf und die archäologische Quadratmeile

von: Kulturfan   Kategorie: Steine, Steine, Steine

Man hat es bequem, wenn man Albersdorf als Ausgangspunkt wählt. Es beginnt im Ort selbst mit dem berühmten Brutkamp, von dem es zahlreiche ältere Abbildungen gibt. Sie sind im Internet zu finden. Östlich von der Ortsmitte geht es zu den Drebargen, mehr als drei Hügelgräber von erheblichen Ausmaßen. Südlich geht es auf das Gelände des Archäologisch-Ökologischen Zentrums, auf dem sich eine Reihe Großsteingräber befindet.

19.07.2005 um 15:27 Uhr

Steinkreise in Mecklenburg bei Lenzen und Boitin

von: Kulturfan   Kategorie: Steine, Steine, Steine

Seit einiger Zeit steht am Steintanz bei Lenzen eine Tafel mit folgendem Inhalt:
"Zur Deutung solcher und ähnlicher Steinkreise wurden seit dem 19. Jahrhundert zahlreiche Theorien entwickelt, doch belegen die archäologischen Quellen, dass es sich um oberirdische Markierungen für Urnengräber der vorrömischen Eisenzeit und der römischen Kaiserzeit handelt."
Der Steintanz wird von neun unterschiedlich hohen Steinen gebildet, der größte ist etwa 1,35 m hoch, der kleinste 0,65 m.

Der Weg zum Steintanz ist bei Michal Schmidt in "Die alten Steine" sehr gut beschrieben. Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann mit dem Auto über allerdings sehr holprige Straßen bis etwa einen Kilometer an den Steintanz heran fahren: Von der B 192 abbiegen über Woserin und Hohenfelde bis zu einer scharfen Biegung kurz hinter Hohenfeld, dort parken. Weiterfahren - rechts ab - auf eigene Gefahr!
Es empfiehlt sich auch in dieser Gegend die Kompass-Wanderkarte zu kaufen.

12.06.2005 um 16:10 Uhr

Der Everstorfer Forst oder der Naschendorfer Forst

von: Kulturfan   Kategorie: Steine, Steine, Steine

Die Gräber der Nordgruppe sollen zu den ältesten Großsteingräbern Mecklenburgs zählen. Die Gräber der Südgruppe sind etwas jüngeren Datums. 1966 und 1967 wurden sie von den Archäologen Hollnagel und Schuldt untersucht.
Es gibt Grabkammern ohne Einstiegsmöglichkeit und Dolmen mit herausnehmbarer "Türplatte".

20.05.2005 um 15:30 Uhr

Emsländer Kammern und Gerade Wege

von: Kulturfan   Kategorie: Steine, Steine, Steine

Die Emsländer Kammern sind eine Spielart der Ganggräber, die es eben nur hier gibt. Bei einzelnen der Bilder gibt es Links zu Seiten, die sich ausführlich mit diesem Thema beschäftigen.

Im Bereich der Orte Großberssen und Kleinberssen nördlich von Meppen gibt es zahlreiche Großsteingräber an der "Hünengräberstraße des Hümmlings". Es handelt sich hier um einen seit Jahrhunderten - oder seit Jahrtausenden ? - genutzten Wegeverlauf. Kirchen, Burgen und Landwehren oder vielmehr  deren Reste bezeichnen den Weg. Und natürlich die "Hünengräber".