Und wenn...
..ein bisschen Sonne.
Zucker.
Zeit.
Du.
Ich.
Wir.
Dann jetzt.
Dann später.
Dann früher.
Vielleicht.
Es ist alles so sehr zu spät.
Früh.
..ein bisschen Sonne.
Zucker.
Zeit.
Du.
Ich.
Wir.
Dann jetzt.
Dann später.
Dann früher.
Vielleicht.
Es ist alles so sehr zu spät.
Früh.
Neuanfang. Die Zeichen stehen auf Neuanfang.
Eine Reihe unwirklicher Ereignisse, ja, auch ein Fuchs kann sich aus Schieflebenslagen befreien. Glücklich. Endlich mal wieder richtig glücklich. Demnach muss das Schreiben weitergehen, der sentimale Touch wird ausradiert und berichtet, was die Welt bewegt: Fakten müssen her.
Eine gewisse Rolle spielt sicher, dass das Wildtier sich die letzten 10 Tage auf einer grünen Insel befand und im Sonnenschein seine Runden durch Wälder Felder zog. Und dass überhaupt grad alles sehr schön ist. Neu und schön.
Rotwein. Lachen. Ein Abend in der LieblingsWG. Der Fuchs zu Gast. Der Fuchs nicht mehr rot, sondern blau. Der Fuchs sehr witzig. Räumt den Tisch ab und schmeißt alles in seine große Tasche.
"Alles meins!!!!!"
Am späten Abend dann eine SMSvon L. "Fuchsi, hast du meinen Schlüssel gesehen? Der ist irgendwie weg."
Höm. Ähm.
Ein Blick in die Tasche.
(rotweintrunken)
Ein Schlüssel. Ein Korkenzieher. Eine Eieruhr.
Alles nicht meins.
...
Mir natürlich unbegreiflich, wie das alles in meine Tasche kam.
Natürlich...
Fox ashamed.
Seit gestern Nacht besitzt der Fuchs kein Telefon mehr. Zumindest fast. Wahrscheinlich. Schade eigentlich. Es hat mich drei Jahre meines Lebens begleitet, musste dann aber einen schmerz- und qualvollen Weg voller Leid und Brutalität gehen und nun, nach monatelangem Ringen, liegt es auf der Telefonintensivstation und braucht dringend ein Spenderkabel. Ob es jemals wieder klingeln wird, kann noch niemand sagen.
Beim Frühstück merkte das Kaninchen berechtigterweise an, dass an dem plötzlichen Ableben des Telefons irgendetwas faul sein müsse. Es sei kerngesund gewesen, woher die plötzlichen Risse und Dellen? Und dann das allnächtliche Gebrülle im Nebenzimmer, die Stimme des Fuchses, aufgeregt, wütend und dann immer wieder ein lautes Krachen. Das Telefon habe die letzten Wochen mehrfach um Hilfe gerufen, doch das Kaninchen sei nicht in der Lage gewesen, den Käfig eigenständig zu öffnen.
Der Fuchs blickte auf den Boden. Nein, er habe damit nichts zu tun. Gut, er habe das Telefon ein zwei Mal fallen lassen, aber doch niemals mutwillig etwas an die Wand geschmissen... Und warum auch? Das Leben sei schließlich ein Fest, kein Grund zu Wut oder Unmut! Beschwingt packte er seine Tasche und verließ die Wohnung.
Und jetzt wird er gesucht! Der Mörderfuchs! Was hat er wohl noch alles auf dem Gewissen? Seien Sie stets auf der Hut, verstecken Sie Ihre Mobil- und Festnetztelefone! Und ein gut gemeinter Rat: Provozieren Sie ihn nicht und brechen Sie ihm erst Recht nicht das Herz! Es könnte tödlich enden.
L und der Fuchs haben einen Entschluss gefasst: Jung sind wir nur einmal, darum müssen wir jetzt sozusagen leibhaftiges Kapital akquirieren, damit wir im Alter etwas davon haben - und so schön wie jetzt sind wir nie wieder. Darum soll dieser Sommer im Jahr des Tigers (eher: im Jahr des Fuchses) UNSER Sommer werden. Alles, was man dazu braucht, ist ein tägliches Workout.
Und da liegt der Fuchs im Pfeffer begraben. Von Natur gegeben mit einem guten Stoffwechsel ausgestattet und durch jahrelange Balletthüpferei mit einem angebrachten Satz an inaktiven Muskeln ausgestattet, ist der Fuchs in den letzten Jahren ein wenig faul geworden (ein wenig ist gut - das letzte Mal Sport liegt jetzt exakt ein Jahr zurück). Nunja.
Eben habe ich zumindest den ersten Schritt getan. Im wahrsten Sinne des Wortes. Mit einer Kippe im Mund bin ich zumindest schon mal die übliche Joggingstrecke abgegangen - man muss ja sehen, ob noch alles so ist, wie es war (neue Wurzeln auf dem Weg auschecken, allgemeines Joggerambiente überprüfen, sind die Schwäne am See grad biestig). Das muss erstmal genügen. Lust zu laufen hatte ich schon. Aber der Schreibtisch ruft. Und bevor der nicht seine Klappe hält, sehe ich mich selbstverständlich außerstande mich körperlich zu fordern. So ist das eben.
Aber der Sommerkörper kommt bestimmt. Schließlich habe ich mir Shorts gekauft.