Morgen, Kinder, wirds was geben,
morgen werden wir uns freun!
Welch ein Jubel, welch ein Leben
wird in unsrem Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
heißa, dann ist Weihnachtstag!
Wie wird dann die Stube glänzen
von der großen Lichterzahl!
Schöner als bei frohen Tänzen
ein geputzter Kronensaal.
Wisst ihr noch wie vor`ges Jahr
es am Heil`gen Abend war?
Wisst ihr noch mein Räderpferdchen,
Malchens nette Schäferin,
Jettchens Küche mit den Herden
und dem blankgeputzten Zinn?
Heinrichs bunten Harlekin
mit der gelben Violin?
Welch ein schöner Tag ist morgen!
Viele Freunde hoffen wir!
Uns`re lieben Eltern sorgen
lange, lange schon dafür.
O gewiss, wer sie nicht ehrt,
ist der ganzen Lust nicht wert!
Philipp von Bartsch, 1770 - 1833
24.12.2010 um 06:56 Uhr
23.12.2010 um 05:46 Uhr
Chouchous Adventskalender---Türchen 23
22.12.2010 um 18:41 Uhr
Chouchous Adventskalender---Türchen 22
Wer an Weihnachten Weinchen trinkt,
dem zum Feste ein Engel singt.
21.12.2010 um 05:22 Uhr
Chouchous Adventskalender----- Türchen 21
Wenn der Weihnachtshase kommt
Und hängt dir ans Bäumchen Eier
Dann liegt die Vermutung nah
Dass was schiefläuft bei der Feier
20.12.2010 um 21:08 Uhr
19.12.2010 um 21:34 Uhr
Chouchous Adventskalender---Türchen 19
Schnee,Schnee,Schnee,Schnee,Schnee.............
überall nur noch Schnee.
Für Heute gibt es ein Foto mit dem Ausblick, den ich habe, wenn ich auf der Arbeit bin.
18.12.2010 um 05:31 Uhr
Chouchous Adventskalender---Türchen 18
auch nicht neu, aber ich finde es immer wieder gut.
Der Adpfent
Aus einem Schüleraufsatz:
Der Adpfent ist die schönste Zeit im Winter.
Die meist'n Leut haben im Winter eine Grippe.
Die ist mit Fieber. Wir haben auch eine, aber die ist
mit Beleuchtung und man schreibt sie mit K.
Drei Wochen bevor das Christkindl kommt,
stellt Papa die Krippe im Wohnzimmer auf und
meine kleine Schwester und ich dürfen mithelfen.
Viel Krippen sind langweilig, aber die unsere nicht,weil wir haben mords tolle Figuren
darin.
Ich habe einmal den Josef und das Christkindl
auf den Ofen gestellt, damit sie es schön warm haben
und es war ihnen zu heiß. Das Christkindl
ist schwarz geworden und den Josef hat es in lauter
Trümmer zerrissen.
Ein Fuß von ihm ist bis in den Plätzlteig
geflogen und es war kein schöner Anblick. Meine Mama
hat mich geschimpft und gesagt, dass nicht einmal die
Heiligen vor meiner Blödheit sicher sind.
Wenn Maria ohne Mann und ohne Kind
herumsteht, schaut es nicht gut aus. Aber
ich habe gottseidank viele Figuren in meiner
Spielkiste und der Josef ist jetzt Donald Duck.
Als Christkind wollte ich den Asterix nehmen,
weil der ist als einziger so klein, dass er in den
Futtertrog gepasst hätte. Da hat meine Mama
gesagt, man kann doch als Christkindl keinen
Asterix hernehmen, da ist ja das verbrannte
Christkindl noch besser. Es ist zwar
schwarz, aber immerhin ein Christkindl.
Hinter dem Christkindl stehen zwei
Ox'n, ein Esel, ein Nilpferd und ein Brontosaurier.
Das Nilpferd und den Saurier habe ich
hineingestellt, weil der Ox und der Esel
waren mir allein zu langweilig.
Links neben dem Stall kommen gerade die
heiligen drei Könige daher. Ein König ist
dem Papa im letzten Adpfent beim Putzen
heruntergefallen und er war total hin.
Jetzt haben wir nur mehr zwei heilige Könige
und einen heiligen Batman als Ersatz.
Normal haben die heiligen Könige einen
Haufen Zeug für
das Christkindl dabei, nämlich Gold,
Weihrauch und Pürree oder so ähnlich. Von den unseren hat
einer anstatt Gold ein Kaugummipapierl dabei,
das glänzt auch schön. Der andere hat eine
Marlboro in der Hand, weil wir keinen
Weihrauch haben. Aber die Marlboro raucht
auch schön, wenn man sie anzündet.
Der heilige Batmann hat eine Pistole dabei.
Das ist zwar kein Geschenk für das
Christkindl, aber damit kann er es vor dem
Saurier beschützen.
Hinter den drei Heiligen sind ein paar
rothäutige Indianer und ein kaasiger Engel.
Dem Engel ist ein Fuß abgebrochen, darum
haben wir ihn auf ein Motorrad gesetzt,
damit er sich leichter tut. Mit dem Motorrad kann
er fahren, wenn er nicht gerade fliegt.
Rechts neben den Stall haben wir ein
Rotkäppchen hingestellt. Sie hat eine Pizza
und drei Weißbier für die Oma dabei. Einen
Wolf haben wir nicht, darum lurt hinter dem
Baum ein Bummerl als Ersatz-Wolf hervor.
Mehr steht in unserer Krippe nicht, aber das
reicht voll. Am Abend schalten wir die Lampe
an und unsere Krippe erst so richtig schön.
Wir sitzen so herum und singen Lieder vom
Adpfent. Manche gefallen mir, aber die
meisten sind mir zu lusert.
Mein Opa hat mir ein Gedicht vom Adpfent
gelernt und es geht so:
"Adpfent, Adpfent, der Bärwurz brennt.
Erst trinkst oan, dann zwoa, drei, vier,
dann hautsde mit deim Hirn an'd Tür!"
Obwohl dieses Gedicht recht schön ist, hat
Mutter gesagt, dass ich es mir nicht
merken darf.
Bis man schaut, ist der Adpfent vorbei und
Weihnachten auch und mit dem Jahr geht es
dahin. Die Geschenke sind ausgepackt und man kriegt vor
Ostern nichts mehr, höchstens wenn man vorher Geburtstag hat.
Aber eins ist gewiss: Der Adpfent
kommt immer wieder !!! .
17.12.2010 um 05:50 Uhr
Chouchous Adventskalender---Türchen 17
Heute gibt es ein Bild von gestern Abend aus meinem Fenster.
16.12.2010 um 06:11 Uhr
Chouchous Adventskalender --- Türchen 16
Rezept für Weihnachtsgebäck
1 Tasse Wasser
1 Tasse Zucker
4 große Eier
2 Tassen getrocknete Früchte
1 Teelöffel Backpulver
1 Teelöffel Salz
1 Tasse braunen Zucker
Saft von einer Zitrone
Nüsse
1 Flasche schottischen Whisky
Öffnen Sie die Flasche Whisky und probieren Sie ihn auf seine Qualität.
Nehmen Sie eine große Schüssel. Versuchen Sie den Whisky erneut. Um sicher zu sein, daß es sich um die beste Qualität handelt, füllen Sie eine Tasse randvoll und trinken Sie sie aus. Werfen Sie den elektrischen Mixer an und schlagen Sie eine Tasse voll Butter in der Schüssel schaumig. Fügen Sie einen Teelöffel Zucker hinzu und schlagen Sie weiter.
Stellen Sie sicher, daß der Whisky noch immer OK ist: Versuchen Sie eine weitere Tasse. Schalten Sie den Mixer aus. Werfen Sie zwei Eier in die Schüssel und schmeißen Sie die Tassen mit den getrockneten Früchten hinterher. Mixen Sie den Schalter wieder an. Falls die gefrüchteten Trockne zu klebrig werden, lösen Sie sie mit einem Schraumzieher.
Schmecken Sie das Backpulver ab und prüfen Sie den Whisky auf seine Färbung zu checken. Als nächstes sieben Sie zwei Tassen Salz oder etwas ähnliches. Was soll's? Prüfen Sie den Whisky! Nun hacken Sie den Zitronensaft klein und pressen Sie die Nüsse aus. Fügen Sie einen großen Löffen Rizinusöl hinzu und rühren mit dem Zeigefinger kräftig durch.
Löffel! Vom Zucker oder so. Irgendeinen werden Sie doch in Ihrer Küche finden, verdammt nochmal!
Fetten Sie den Ofen ein. Drehen Sie die Kuchenform auf 350 Grad. Vergessen Sie nicht den Schalter abzumixen. Schmeißen Sie die Schüssel aus dem Fenster. Trinken Sie den Rest Whisky und gehen Sie zu Bett.
Fröhliche Weihnachten.
15.12.2010 um 06:42 Uhr
Chouchous Adventskalender --- Türchen 15
Wunschzeddel vun nem kölsche Stropp
Leev Barbara, leeven hillijen Zinterkloos, leev Kreßkindche !
Sehr Ehr dann nit, wat ich mitmaach ?
Dat mich jeder nur noch uslaach ?
Merkt Ehr dann nit wie ich ligge ?
Kinder, nä, wat sin dat Zigge !
Schwenk ich nur mi rut-weiß Fähnche,
laach sich alles nur kapott,
jo, mir kumme zwei, drei Tränche,
deit et leevs dat Fähnche fott.
Nur weil ich noch zum FC jon,
FC Köln, Ehr kennt en noch ?
Un jrad jetz zu däm Verein ston,
Kreßkind, Niklos, helft mer doch !
Schenkt uns noch su zehn, zwölf Pünkcher,
Törche wören Hoffnungsfünkcher,
brengt uns an de Spetz eran,
ich fang och mem Bravsin an.
Verfasser leider nicht bekannt
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Übersetzung für alle Nicht-Kölner:
Wunschzettel eines Kölner Kindes
Liebe heilige Barbara, lieber Nikolaus, liebes Christkind!
Seht ihr nicht, was ich mitmache?
Jeder lacht mich nur noch aus.
Merkt Ihr nicht,das ich leide?
Kinder, ne, was sind das für Zeiten.
Schwenke ich mein rot-weißes Fähnchen,
lachen mich alle aus.
Am Liebsten würde ich das Fähnchen weglegen.
Nur,weil ich zum FC Köln gehe,
FC Köln, kennt ihr den noch?
Und grad jetzt zu dem Verein stehe,
Christkind, Nikolaus, so helft mir doch.
Schenkt uns noch so 10, 12 Punkte,
Tore wären Hoffnungsschimmer,
bringt uns an die Spitze ran,
ich fange auch das Brav sein an.
14.12.2010 um 05:41 Uhr
Chouchous Adventskalender---- Türchen 14
Eine Dienstanweisung für Beamte
Arbeitsorganisationsrichtlinien über die Handhabung und Verwendung von Nadelbäumen kleineren und mittleren Wuchses, die in Diensträumen Verwendung als Dienstweihnachtsbäume finden (ArbOrgRichtl. Dwbm, Fassung vom 01. Dezember 1980):
§1 Dienstweihnachtsbäume
Dienstweihnachtsbäume (Dwbm) sind Weihnachtsbäume natürlichen Ursprungs oder natürlichen Bäumen nachgebildete Weihnachtsbäume, die zur Weihnachtszeit in Diensträumen aufgestellt werden.
§2 Aufstellen von Dwbm
Dienstweihnachtsbäume dürfen nur von sachkundigem Personal nach Anweisung des unmittelbaren Vorgesetzten aufgestellt werden.
Dieser hat darauf zu achten, dass:
1. der Dwbm mit seinem unteren, der Spitze entgegengesetzten Ende, in einen zur Aufnahme von Baumenden geeigneten Halter eingebracht und befestigt wird,
2. der Dwbm in der Haltevorrichtung derart verkeilt wird, dass er senkrecht steht (in schwierigen Fällen ist ein zweiter Beamter hinzuziehen, der die Senkrechtstellung überwacht, bzw. durch Zurufe wie mehr links, mehr rechts usw. korrigiert),
3. im Unfallbereich des Dwbm keine zerbrechlichen oder durch umfallende DwBm in ihrer Funktion zu beeinträchtigenden Anlagen vorhanden sind.
§3 Behandlung der Beleuchtung
Die Dwbm sind mit weihnachtlichem Behang nach Maßgabe des Betriebsleiters zu versehen. Weihnachtsbaumbeleuchtungen, deren Leuchtwirkung auf dem Verbrennen eines Brennstoffs mit Flammenwirkung beruht (sog. Kerzen), dürfen nur Verwendung finden, wenn die Bediensteten über die Gefahren von Feuerbrünsten hinreichend unterrichtet sind und während der Brennzeit der Beleuchtungskörper ein in der Feuerbekämpfung unterwiesener Beamter mit Feuerlöscher bereitsteht.
§4 Aufführen von Krippenspielen und Absingen von Weihnachtsliedern
In Dienststellen mit ausreichendem Personal können Krippenspiele unter Leitung eines erfahrenen Vorgesetzten zur Aufführung gelangen. Zur Besetzung sind folgende in der Personalplanung vorzusehende Personen notwendig:
Maria: möglichst weibliche Beamtin oder ähnliche Person
Josef: älterer Beamter mit Bart
Kind: kleinwüchsiger Beamter oder Auszubildender
Esel und Schafe: geeignete Beamte aus verschiedenen Laufbahnen
Heilige Drei Könige: sehr religiöse Beamte
Zum Absingen von Weihnachtsliedern stellen sich die Bediensteten unter Anleitung eines Vorgesetzten ganz zwanglos nach Dienstgraden geordnet um den Dwbm auf. Eventuell vorhandene Weihnachtsgeschenke können bei dieser Gelegenheit durch den Vorgesetzen in Gestalt eines Weihnachtsmannes an die Untergebenen verteilt werden.
Wir bitten, vorgenannte Richtlinie in geeigneter Weise in den jeweiligen Zuständigkeitsbereichen bekannt zu geben.
Die verfassungsmäßigen Rechte des Bundesrates sind gewahrt.
Im Auftrag
Müller-Lüdenscheidt
13.12.2010 um 05:59 Uhr
12.12.2010 um 06:47 Uhr
Chouchous Adventskalender --- Türchen 12
Eine niedliche Weihnachtsgeschichte - Verfasser leider unbekannt
Beim Aufräumen des Dachbodens - ein paar Wochen vor Weihnachten - entdeckte ein Familienvater in einer Ecke einen ganz verstaubten, uralten Weihnachtsbaumständer. Es war ein besonderer Ständer mit einem Drehmechanismus und einer eingebauten Spielwalze. Beim vorsichtigen Drehen konnte man das Lied "O du fröhliche" erkennen.
Das musste der Christbaumständer sein, von dem Großmutter immer erzählte, wenn die Weihnachtszeit herankam.
Das Ding sah zwar fürchterlich aus, doch da kam dem Vater ein wunderbarer Gedanke. Wie würde sich Großmutter freuen, wenn sie am Heiligabend vor dem Baum säße und dieser sich auf einmal wie in uralter Zeit zu drehen begänne und dazu "O du fröhliche" spielte. Nicht nur Großmutter, die ganze Familie würde staunen.
Es gelang ihm, mit dem antiken Stück ungesehen in seinen Bastelraum zu verschwinden. Gut gereinigt, eine neue Feder, dann müsste der Mechanismus wieder funktionieren, überlegte er. Jeden Abend zog er sich nun geheimnisvoll in seinen Hobbyraum zurück, verriegelte die Tür und werkelte. Auf neugierige Fragen antwortete er immer nur "Weihnachtsüberraschung".
Kurz vor Weihnachten hatte er es geschafft. Wie neu sah der Ständer aus, nachdem er auch noch einen Anstrich erhalten hatte. Jetzt aber gleich los und einen prächtigen Christbaum besorgen, dachte er. Mindestens zwei Meter sollte der messen. Mit einem wirklich schön gewachsenen Exemplar verschwand Vater dann in seinem Hobbyraum, wo er auch gleich einen Probelauf startete. Es funktionierte alles bestens. Mann - wird Großmutter Augen machen!
Endlich war Heiligabend. "Den Baum schmücke ich alleine!" tönte Vater. So aufgeregt war er lange nicht mehr.
Echte Kerzen hatte er besorgt, alles sollte stimmen. "Die werden Augen machen", sagte er bei jeder Kugel, die er in den Baum hing. Vater hatte wirklich an alles gedacht. Der Stern von Bethlehem saß oben auf der Spitze, bunte Kugeln, Naschwerk und Wunderkerzen waren untergebracht, Engelhaar und Lametta dekorativ aufgehängt.
Die Feier konnte beginnen.
Vater schleppte für Großmutter den großen Ohrensessel herbei. Feierlich wurde sie geholt und zu ihrem Ehrenplatz geleitet. Die Stühle hatte er in einem Halbkreis um den Tannenbaum gruppiert. Die Eltern setzten sich rechts und links von Großmutter, die Kinder nahmen außen Platz. Jetzt kam Vaters großer Auftritt.
Bedächtig zündete er Kerze für Kerze an, dann noch die Wunderkerzen. "Und jetzt kommt die große Überraschung", verkündete er, löste die Sperre am Ständer und nahm ganz schnell seinen Platz ein.
Langsam drehte sich der Weihnachtsbaum, hell spielte die Musikwalze "O du fröhliche". War das eine Freude!
Die Kinder klatschten vergnügt in die Hände. Oma hatte Tränen der Rührung in den Augen. Immer wieder sagte sie: "Wenn Großvater das noch erleben könnte. .... Dass ich das noch erleben darf."
Mutter war stumm vor Staunen.
Eine ganze Weile schaute die Familie beglückt und stumm auf den sich im Festgewand drehenden Weihnachtsbaum, als ein schnarrendes Geräusch sie jäh aus ihrer Versunkenheit riss. Ein Zittern durchlief den Baum, die bunten Kugeln klirrten wie Glöckchen. Der Baum fing an, sich wie verrückt zu drehen. Die Musikwalze hämmerte los. Es hörte sich an, als wollte "O du fröhliche" sich selbst überholen. Mutter rief mit überschnappender Stimme: "So tu doch was!" Vater saß wie versteinert, was den Baum nicht davon abhielt, seine Geschwindigkeit zu steigern. Er drehte sich so rasant, dass die Flammen hinter ihren Kerzen herwehten.
Großmutter bekreuzigte sich und betete. Dann murmelte sie: "Wenn das Großvater noch erlebt hätte."
Als Erstes löste sich der Stern von Bethlehem, sauste wie ein Komet durch das Zimmer, klatschte gegen den Türrahmen und fiel dann auf Felix, den Dackel, der dort ein Nickerchen hielt. Der arme Hund flitzte wie von der Tarantel gestochen aus dem Zimmer in die Küche, wo man von ihm nur noch die Nase und ein
Auge um die Ecke schielen sah.
Lametta und Engelhaar hatten sich erhoben und schwebten wie ein Kettenkarussell
am Weihnachtsbaum. Vater gab das Kommando "Alles in Deckung!"
Ein Rauschgoldengel trudelte losgelöst durchs Zimmer, nicht wissend, was er mit seiner plötzlichen Freiheit anfangen sollte. Weihnachtskugeln, gefüllter
Schokoladenschmuck und andere Anhängsel sausten wie Geschosse durch das Zimmer und platzten beim Aufschlagen auseinander.
Die Kinder hatten hinter Großmutters Sessel Schutz gefunden. Vater und Mutter lagen flach auf dem Bauch, den Kopf mit den Armen schützend. Mutter jammerte in den Teppich hinein: "Alles umsonst, die viele Arbeit, alles umsonst!" Vater war das alles sehr peinlich.
Oma saß immer noch auf ihrem Logenplatz, wie erstarrt, von oben bis unten mit Engelhaar und Lametta geschmückt. Ihr kam Großvater in den Sinn, als dieser 14 bis 18 in den Ardennen in feindlichem Artilleriefeuer gelegen hatte. Genau so musste es gewesen sein. Als gefüllter Schokoladenbaumschmuck an ihrem Kopf explodierte, registrierte sie trocken: "Kirschwasser" und murmelte: "Wenn Großvater das noch erlebt hätte!"
Zu allem jaulte die Musikwalze im Schlußfakkord "O du fröhliche", bis mit einem ächzenden Ton der Ständer seinen Geist aufgab. Durch den plötzlichen Stopp neigte sich der Christbaum in Zeitlupe, fiel aufs kalte Buffet, die letzten Nadeln von sich gebend.
Totenstille! Großmutter, geschmückt wie nach einer New Yorker Konfettiparade, erhob sich schweigend. Kopfschüttelnd begab sie sich, eine Lamettagirlande wie eine Schleppe tragend, auf ihr Zimmer. In der Tür stehend sagte sie: "Wie gut, dass Großvater das nicht erlebt hat!"
Mutter schimpfte völlig aufgelöst zu Vater: "Wenn ich mir diese Bescherung ansehe, dann ist deine große Überraschung wirklich gelungen."
Nur der kleine Andreas jauchzte vor Entzücken: "Du, Papi, das war echt stark! Machen wir das jetzt Weihnachten immer so?"
11.12.2010 um 06:48 Uhr
Chouchous Adventskalender --- Türchen 11
Lieber Weihnachtsmann, schicke die Geschenke heuer bitte direkt an mich und
nicht an meine Eltern. Die hatten doch glatt das Handy voriges Jahr
für sich behalten.
10.12.2010 um 17:38 Uhr
Chouchous Adventskalender --- Türchen 10
Kleine Anleitung zum Fest
Geben Sie den Gedanken auf, den Christbaum rechtzeitig zu besorgen.
Trösten Sie sich damit, dass zu früh besorgte Bäume auf der Terrasse, dem
Balkon vor sich hin gammeln und schneller nadeln. Auch Schnäppchen gibt es
erst in letzter Minute. Verzichten Sie nicht auf den Kick, zwischen einem
dürren Lärchengerippe und einer schiefen, dafür extrem spitznadeligen
Tanne wählen zu dürfen. Sollten Sie auf Grund widriger Umstände (Besuch
der Schwiegermama und sentimentale Anwandlung am letzten Donnerstag) doch
schon einen Baum besorgt haben, setzen Sie noch eins drauf: Kaufen Sie
endlich einen neuen Christbaumständer, nachdem Sie zuvor Maß am bereits
erworbenen Baum genommen haben. Lassen Sie sich beim Kauf nicht von
arroganten und hektischen Verkäufern aus der Ruhe bringen.
Aber: Schmeißen Sie auf keinen Fall den alten Ständer weg. Er wird ihnen,
nachdem der neue wegen Dysfunktionalität gleich im Mülleimer landet, wie
immer mit Steinen beschwert und nach mühsamen Sägearbeiten, zahlreichen
Kratzwunden und dem lautesten Ehestreit des Jahres dennoch gute Dienste
leisten.
An alle leidenschaftlichen Christbaumschmücker: Gehen Sie jetzt, ja jetzt, unverzüglich auf den Dachboden, um sich einen Überblick über die bereits vorhandenen Dekovariationen zu verschaffen. Ziehen Sie in Erwägung, die Variante "Teddybärchen" mit der Variante "Glitzer-Gold" zu kombinieren. Das hat individuellen Stil und wird den an Silvester zu fassenden Vorsatz, den Haushalt zu entrümpeln, dramatisch unterstützen: Das Gesamtvolumen der Kartons mit Weihnachtsschmuck wird so auf lächerliche 25 eingefroren.
Sie haben wieder nur sechs verschiedene Sorten Plätzchen gebacken? Die Betmännchen sind wie immer schief, die Makronen führen zum längst überfälligen Jahresbesuch beim Zahnarzt, die restlichen vier Sorten sind seit dem 2. Dezember alle. MACHT NICHTS. Oma ist auch noch da. Spätestens am Heiligabend rückt sie ihre Vorratsdosen raus, während Sie schon drei plätzchenfreie Wochen hinter sich haben und jetzt wieder voll zuschlagen können.
Sagen Sie sich immer wieder, daß es bis zum Heiligen Abend nicht mehr lange hin ist, wenn Sie dem Flötenspiel Ihres Jüngsten lauschen, der an der zweiten Stimme von "Ihr Kinderlein kommet" immer noch kläglich scheitert. Er wird es schaffen, so wie Sie es bereits geschafft haben, Ihren Kindern nichts anzutun, weil Sie seit dem 20. Oktober (oder war es doch der 23. September?) den Text für das Krippenspiel abhören mußten. Die eigenwillige Jazzversion von "Stille Nacht" haben Sie seit den Sommerferien richtig lieb gewonnen.
An alle Männer/Väter:
Vergessen Sie die im Familienrat nach mehrtägigen Schlachten abgemachte
Nullrunde bei den Geschenken. Die schlechte Nachricht: Sie müssen doch
wieder ran. Die gute: Sie haben noch massenhaft Zeit. Quick-Ordern im
Internet ist definitiv zu heikel, weil Sie dann doch wieder auf der Homepage
von www.autozubehoer.de landen und alles andere darüber vergessen.
Gutscheine sind mega-out. Individuelles Engagement, kreative Höhenflüge
sind in: Mutti bekommt ein ganz kleines, dafür ganz teueres Geschenk (und
kein Waffeleisen!), bei den Kindern sind große Kartons ein Muß. Wie wäre
es mit einem aufblasbaren Swimmingpool?
An alle Frauen/Mütter:
In "Meine Familie und ich" ist wieder ein großartiges
28-Gänge-Weihnachtsmenü abgedruckt. Die Zutaten dafür hätten Sie im
letzten Urlaub auf Neuguinea schon besorgen müssen. Also vergessen Sie es,
und bleiben wir doch wieder beim Bewährten: Gans oder Ente?
Weihnachtspost: Sie werden auch dieses Jahr keinen Jahresbrief und
auch sonst keine Karte an die Verwandtschaft schicken.
Aber: Am 25. können Sie absehen, wer rechtzeitig an Sie gedacht hat
(ausgerechnet Onkel Hubert!), und dann können Sie bei einem
Verdauungsspaziergang immer noch ein Briefchen einwerfen. Aber ja nicht
vergessen: Vordatieren!
Als besinnliche Minimalvorweihnachtsmaßnahme reicht es völlig, wenn Sie jetzt Lukas 2 aktivieren, nein, nicht auf der Festplatte Ihres Computers, sondern im eigenen Kopf. In "Es begab sich aber zu der Zeit...." ist alles gesagt und auch alles getan.
Schon jetzt also:
Frohes Fest!
09.12.2010 um 15:12 Uhr
09.12.2010 um 14:58 Uhr
Chouchous Adventskalender ---- Türchen 8------nachgeholt
-----------------------------------------
Du kannst ihn sogar vor deiner Mutter
vernaschen.
Du kannst ihn zurückgeben, wenn das
Verfallsdatum überschritten ist.
Er befriedigt auch, wenn er weich ist.
Vernaschen dauert so lange, wie DU willst.
Du musst ihm hinterher nicht sagen, wie
gut´er war.
Es macht nichts, wenn du ihm auf die
Nüsse beißt.
Er ist immerhin an 60 Tagen im Jahr leicht
zu
bekommen.
Du kannst problemlos mehrere haben, auch
gleichzeitig.
Er macht zwar dick, aber nicht schwanger.
Er ist immer glänzend angezogen.
Es gibt ihn in jeder Größe von 10 bis 30
Zentimetern und was zuviel ist, beißt man
einfach ab.
Seine Familie ist genauso süß wie er.
Fußball ist ihm egal und Rentier-Rennen
überträgt das Fernsehen nicht.
Er ist garantiert nicht verheiratet, hat
keine Kinder und schläft nicht mit deiner
besten Freundin
09.12.2010 um 14:15 Uhr
Chouchous Adventskalender ---- Türchen 7------nachgeholt
Peinlich!
Habe ich glatt 2 Tage meinen Adventskalender vergessen. *schäm*
Dafür gibt es heute ne Runde Plätzchen!!!!
GB Pics
06.12.2010 um 06:33 Uhr
05.12.2010 um 06:00 Uhr
Chouchous Adventskalender--- 5.Türchen
Falls Jemand noch ein Geschenk für seinen Mann sucht:
Hier gibt es Mondgrundstücke zu kaufen!!!!!!!!!!!!
Und wenn der Liebste gerade mal nervt, dann kann man ihn gleich mal dort hinschicken.






