Gedankenfetzen

26.09.2004 um 21:58 Uhr

Freunde

von: Melli

"Was machst du am Wochenende?"
"Nichts besonderes"
"Gehst du nicht weg?"
"Nö."
"Warum nicht?"
"Mit wem sollte ich?"

Ja, mit wem? Niemand ist da. Wieder einmal. Vor noch einiger Zeit habe iches gar nicht gemerkt, wie alleine ich doch bin. Ich habe das Wochenende genutzt um ausgiebig mit Internetbekantschaften zu telefonieren. Jetzt habe ich kein XXL mehr. Das geht jetzt nicht mehr. Also kann ich auch nicht telefonieren. Es ist ja nicht so, dass ich mich sonst nicht beschäftigen könnte. Lesen, fernsehen, schreiben, etc. Aber alles was ich machen kann, mache ich allein. Allein. Sozialer Kontakt fehlt völlig und irgendwie brauche ich den. Und wenn ich darüber nachdenke bin ich auch ein wenig selbst Schuld daran, dass ich niemanden habe. Die meiste Zeit habe ich in den letzten zwei Jahren im Internet verbracht und nur dort meine Kontakte gehalten. Vorher hatte ich keien Freunde und ich fand dort welche. Doch ich begann einen ziemlichen Fehler: Ich hörte auf welche im "Real Life" zu suchen. und nun sehe ich was ich davon habe.
Allerdings weiß ich gar nicht so genau, ob es wirlich nur mein Fehler war. denn eigentlich habe ich mal versucht mich an Gruppen anzuschließen - Hoffnungslos. Niemand mag mir zuhören, wenn ich was erzähle. Niemand fragt mich nach etwas. Ich bin froh, wenn jemand aus meiner Stufe weiß, dass ich überhaupt existiere. Niemand würde mich vermissen und von Freunden ist kine Spur. Dabei hat doch jeder Freunde. Jeder Depp, die Schlauste, der Egoistischste, der Reichste, die Ärmste,... Jeder. Doch was habe ich an mir, was mich so unausstehlich macht? Warum werde ich nicht akzeptiert, sondern (absichtlich) übersehen und ausgelacht?
Freunde. Sie scheinen so unerreichbar für mich. Warum ist das so schwer.

Ich könnte ewig weiter schreiben, doch ich komme ja eh zu keinem Schluss. Es bringt mir also gar nichts.
Ich will am Liebsten aufhören zu denken, aufhören zu sein.

18.09.2004 um 18:33 Uhr

Leben = Chaos

von: Melli

Momentan geht hier einfach alles drunter und drüber. Alles scheint manchmal schief zu gehen, doch im nächstem Moment geht es wieder bergauf. Meine Mutter meinte gestern zu mir, dass man den ganzen gestrigen Tag am Besten vergessen könnte. Irgendwie mene ich das häufig von jedem Tag. Momentan eh. Ich hocke hier mit einer knallroten Nase und friere wie blöd. Ich bin natürlich mal wieder eine der ersten, die sich bei den ersten richtig kalten Tagen ne dicke Erkältung holt, obwohl ich wohl die einzige war, die bei den 6°C am Donnerstag Morgen nicht gefroren hatte. Lässt sich nicht ändern. Nur hoffe ich, dass ich bis Montag wieder fit bin, sonst muss ich meinen Zahnarzt-termin nämlich absagen. Ich galube kaum, dass ich mit Husten und Schnupfen dorthin kann. Dabei wäre es echt schlecht, wenn ich nicht hin kann, denn ich habe nämlich ziemliche Zahnschmerzen. Außerdem müsste ich noch einen Termin in der Woche bekommen, weil sonst ist ja ein neues Quartal an der Reihe und der "Spaß" kostet nochmal 10 Euro.
Da fällt mir ein, das einige Leute noch geld von mir bekommen, dass sollte ich mal langsam erledigen.

In weniger als einen Monat sitzen wir hier voll und ganz im Umzugsstress. Bin mal gespannt, ob alles glatt läuft. Ich hoffe es geht alles schnell und unkompliziert.  Ich denke, wenn ich da bin, brauche ich dann doch mal bald meinen Führerschein, denn die Busverbindungen sind dort noch lange nicht so gut, wie hier. Doch ich bin irgendwie einfach zu faul, mich anzumelden. Außerdem habe ich das Geld noch nicht ganz komplett. Mir sind andere Sachen einfach wichtiger. Außerdem weiß ich gar nicht, wann ich das machen soll. Die Fahrschule hat nur Dienstag, Mittwoch udn Donnerstag theoretische Stunden. Doch am Diensag habe ich jede zweite Woche, wegen Sport, bis halb sechs Schule und dann muss ich noch Haussaufgaben machen. Mittwoch habe ich jede Woche Sport udn zwar bis 16:00 Uhr. Dann muss ich auch noch lernen und Hausaufgaben machen. Das würde ganz schön eng. Tja und Donnerstags geh ich nach der Schule bis fünf Uhr arbeiten. Das kann ich auch nicht weglassen, denn das ist ja das Geld, was ich für den Führerschein brauche.

Dieses Jahr habe ich mir in der Schule auch vorgenommen mal wieder regelmäßig meine Hausaufgaben zu machen und mehr zu lernen. Das hat letztes Jahr, nein eigentlich die letzten beiden Jahre, ziemlich gelitten. Ich weiß auch woran es liegt, doch irgendwie  möchte ich einerseits nichts daran ändern. Ich setzte meine Prioritäten einfach falsch, wie meine Mutter sagt. Sie hat wohl recht. Leider.  So wie es momentan aussieht, wird am Anfang meines Abischnittes die Zahl 3 stehen. Mehr kann ich irgendwie einfach nicht, obwohl ich immer gedacht hatte ich wäre besser. Alles ist irgendwie enttäuschend. In der 10 hatte ich noch einen Durchschnitt von 1,9. Ein bedeutender Unterschied liegt wohl darin, dass mir damals das Lernen einfach noch Spaß machte. Doch heute muss ich wirklich aufpassen, was ich sage, dass nicht noch mehr über mich gelacht wird. Der Spaß geht dann echt verloren.

02.09.2004 um 20:33 Uhr

Depressiv...

von: Melli

Ich hätte nie gedacht, dass ich wirklich so einsam bin, wie ich es glaube. Ohne den regelmäßigen Internetanschluss bekomm ich die Krise! Steffi hat nie Zeit, sie trifft sich immer mit jemanden anders und Sabrina ist nicht da. Mehr hab ich nicht. Nicht hier. Woanders habe ich Freunde, aber die bringen mir grad mal wieder nichts. Ich sollte mich am Besten von allem Lösen und zwar für immer. So kann es ja nicht richtig sein. Aber ich würde alle so vermissen? Wo soll ich jemals noch mal so liebe Menschen finden? Menschen, die mich verstehen, die sich nicht vor mir wegdrehen, die mir zuhören. ich habe mich mal bemüht, doch es half nicht. Es ist, als ob es zu spät wäre. Jeder hat jemanden, mich brauch da niemand mehr.
Am liebsten würde ich noch mal von vorne anfangen. Alles auf Startposition stellen. Warum geht das nicht? Ich würde so viel anders machen. Jetzt bin ich doch nur unglücklich. Ich fange grundlos an zu heulen. Ich kann mich zu nichts motivieren. Alles ist schlecht und ich mag mich selbst nicht leiden. Von Tag zu Tag würde ich lieber aus dieser Welt hier fliehen. Woanders sein. Aber es gibt kein Woanders, es gibt nur diese Welt.
Und ständig habe ich diesen Gedanken: Wer würde mich wirklich vermissen? Wer brauch mich schon? Das einzige was ich schenke sind Sorgen. Die baucht niemand. Manche würden nicht mal merken, dass ich weg bin. Menschen, die mir was bedeuten. Doch ich bedeute ihnen gar nichts.
Ich sehe andere Mensche, die ich um so vieles beneide: Tiefe Freundschaften, Liebe, Freude, Glück, etc. Ich habe ständig das Gefühl, das habe ich nicht. Freundschften scheinen mir grad alle oberflächlig, Liebe kann ich nicht schenken und habe ich nie bekommen, Glück ist mir nie treu. Und wenn sinnlos. Wir dachten wir hätten Glück dieses Haus hier gefunden zu haben, es schien grad aufwärts zu gehen, doch nun ist es vorbei. Alles geht wieder bergab. Wir werden uns durch den Hauskauf und den Umzug nur mehr verschulden, als wir es eh schon sind. Ich kann leider nicht mehr daran glauben, dass es gut geht. Durch all das habe ich die Freude am Leben verloren. Wenn sie jemand findet, kann er sie mri ja schicken.
Ich habe die Suche aufgegeben!