Gedankenfetzen

30.08.2005 um 17:32 Uhr

A new Beginning

von: Melli

Stimmung: Prima!
Musik: Crossfade - The Unknwon

Wuah!
Nun ist es soweit. Es ist ganz sicher. Es fängt nun wirklich ein neuer Lebensabschnitt an.
Heute habe ich mich in Köln eingeschrieben. Also bin ich nun angehende Diplom Chemikerin... Höhö. Na das kann ja heiter werden.
Tja, jetzt fehlt nur noch die Wohnung und in Köln eine zu finden ist mal überhaupt nicht leicht. Eher hoffnungslos.
Wenn ich etwas Glück habe kann ich die Wohnung von der Cousine, der Arbeitskollegin meiner Mutter (wah!) übernehmen, die eigentlich ab dem 1.10. in Düsseldorf arbeiten muss. Aber die findet selber nichts, dass heißt sie bleibt noch da, wo sie gerade ist, bis sie was neues hat. Ich hoffe sie findet bald was, denn die Wohnung wäre echt ideal! Ansonsten ist es echt schwer, was anstänsiges und bezahlbares zu finden. Toll wäre natürlich auch, wenn ich noch was im Wohnheim bekommen könnte, aber die haben sich noch nicht gemeldet und auch das sieht leider eher schlecht aus.
Aber irgendetwas wird sich schon finden, muss ich ja.

Aber was solls. Ich freue mich trotzdem schon. Endlich habe ich meine Panikphase überwunden (aber ich wette, die kommt nochmal wieder) und ich kann mich wirklich aufs Studieren freuen. Ich meine, Chemie war immer eins meiner Lieblingsfächer und dumm habe ich mich da auch nie angestellt, das muss mir einfach Spaß machen, wenn es auch sicherlich stressig wird und ich so manches am Unialltag überhaupt noch nicht kapiere und ich ein wenig orientierungslos bin. Aber heute ich habe heute welche gesehen, die schienen genauso verplant zu sein wie ich und das tat echt gut... *lach*
Aber ich denke, vieles wird sich bald von slebst erklären und jeder ist ja schließlich mal neu da. Tschakaaaa! Hach, ich kann mich gerade echt freuen!

09.08.2005 um 14:17 Uhr

He's back!

von: Melli

Mein Bruder ist wieder hier eingezogen, inzwischen lebt er schon seit 1 1/2 Wochen wieder hier. Und er hat sich nicht geändert. Nach einer so kurzen Zeit, geht er mir wieder verdammt stark auf die Nerven... Es war alles so viel besser, als er nicht hier war. Wir verstanden uns, konnten was zusammen unternehmen und so weiter. Doch jetzt könnte ich wieder die Wände hoch gehen. Das schlimmste daran ist allerdings, dass ich noch nichteinmal erklären kann, was mich so wahnsinnig macht. Es ist einfach seine bloße Anwesenheit. Er ist auch mein Müsli jeden Morgen und es ist schon wieder leer, beim Essen ist weniger Platz auf den Tisch, er mischt sich überall ein, übertrupft alles mit seinen ach so tollen Geschichtenk, er nimmt alles als selbstverständlich hin, räumt nichts vonalleine auf, man muss ihn dreimal in den Arsch tretetn, etc. Es ist so, wie es war.

Aber ich glaube, was mir einfach am meisten zu schaffen macht, ist es zu sehen, wie er nichts tut. Er ist 20 hat keine Ausbildung und bemüht sich nicht um eine. Sein Schulabschluss liegt inzwischen drei Jahre zurück und nichts ist passiert. Er steht immernoch auf der selben Stelle. Zwar war er weitere zwei Jahre in der Schule, doch es hatte nichts gebracht, er hat es nicht geschafft. Nicht, weil er zu blöd war, sondern weil er zu faul war. Nie hat er gelernt, sich nie bemüht. Lieber säuft er sich die Birne aus dem Kopf und langsam habe ich das Gefühl, dass er einfach verblödet, wenn er nicht bald was unternimmt. Doch es ist furchtbar nur zusehen zu können. Alles gute Einreden ist hoffnungslos. Er will nicht zuhören. Er will einfach niemanden zuhören. Zumindest hat er jetzt wieder einen Job. Doch er gibt sich damit zufrieden. Was will er tun? Sein Leben lang nur Aushilfsarbeiten erledigen? Ich wünschte einfach ich könnte was tut, aber alle Bemühungen von mir, meinen Eltern, einfach allen, bringen ihn nicht dazu sich selbst man um sein Leben zu bemühen. Das einzige was er im Kopf hat scheint Party, Bier und Sex zu sein...

03.08.2005 um 23:23 Uhr

Losing the Control

von: Melli

Kennt ihr dieses beschissene Gefühl sich aufeinmal nicht mehr vorwärts, sondern rückwärts zu bewegen? Man will was neues machen, rutscht aber doch nur in den alten Trott? Man ist gerade an dem Punkt, wo man denkt, dass man endlich gelernt hat nach vorne zu blicken und dann holt einen die Vergangenheit wieder ein?

Es ist furchtbar.

Ich fühle mich so, wie ich mich schon vor gut drei Jahren gefühlt habe. Einsam, verlassen und, ja, ohne Freunde. Ich habe welche, ich weiß, doch manchmal frage ich mich, wo sie sind. Bis vor ein paar Wochen war ich noch ständig mit ihnen unterwegs, doch nun sehe ich sie kaum noch. Die Verbindung scheint wieder zu verblassen, die mir doch erst soviel Kraft gegeben hat. Hätte ich mich nicht mal vor einer Woche gemeldet, könnte ich wetten, dass ich nichts von ihnen gehört hätte. Soll ich nun warten oder mich wie schon so oft damit abfinden, dass sie mich nicht brauchen. So wie mich viele nicht brauchen. Ich weiß es nicht....

Ich falle zurück in alte Gefühle, in eine alte Verzweiflung. Ich will nicht fallen in alte Taten, doch es ist zu spät. Ich habe das Gefühl es fängt alles von vorne an. Die Depressionen, die Wut, die Angst. Es hat bereits begonnen und ich verliere wieder die Kontrolle über mich.