Engelwurz, Angelika
Stimmung: gut
Musik: Jeff Beck
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  Es gibt von der Angelika rund 50 Arten auf der nördlichen Halbkugel und in Neuseeland. Sie ist zwei- bis mehrjährig und wächst in den Wäldern und feuchten Wiesen. Häufig finden wir die bis zu 1,5 m hohe Wald-Angelika oder -Engelwurz (Angelica silvestris), die weiße oder rötliche Blüten hat. An Ufern und auf feuchten Wiesen, die nicht so oft vorkommende, 2,5m hohe, aromatisch duftende und grünlich blühende Echte Angelika (Angelica archangelica, Angelica officinalis).
Am bekanntesten sind die kandierten Stenkel der Angelika, die zur Garnierung von Torten und Desserts verwendet werden. Die frischen Blätter der Angelika passen gut zu herbsäuerlichen Obstspeisen wie Rhabarber- ode Stachelbeerkompott. Die süße der Blätter mildert die Säure der Früchte und hilft Zucker zu sparen. Alle Pflanzenteile, ob frisch oder kandiert, verleihen selbstgemachten Gelees und Marmaladen ein delikates Aroma. Aus mit Angelika aromatisiertem Fruchtsirup lassen sich im Sommer köstliche Erfrischungsgetränke zaubern und im Winter verfeinert er den Obstsalat oder man gibt ein paar Eßlöffel des Sirups über das Eis. In manchen Ländern werden die Stengel und Wurzeln auch gekocht und als Gemüse gegessen.
Die Angelica officinalis, die auch als Gewürz- und Heilpflanze kultiviert wird, hat in ihren Wurzeln und Rhizome appetitanregende, schweiß- und harntreibende Gerbe- und Bitterstoffe. Das Angelikaöl ist krampflösend. Ein Tee aus getrockneten Blättern soll die Nerven beruhigen und ein wirksames Mittel gegen Verdauungsstörungen sein.
Das Angelikaöl wird auch zum aromatisieren von Gin, Vodka oder Vermouth verwendet.
