04.09.2009 um 18:35 Uhr

Afgrund & Trigger & Huntsville Stairsweepers in Dresden (Chemiefabrik) [19.07.09]

Hallo Leute,

die Festivalsaison ist fast vorbei, die Morbiden Festspiele und weitere Indoor-Highlights warten auf uns. Shining mussten leider ihre Tour abbrechen durch den besch**** Veranstalter, aber ich meine gehört zu haben, dass Shining uns im Dezember im East Club erfreuen sollen, mal abwarten. Ein echtes Highlight fand auch an einem Sonntag in der Dresdner Chemo statt, die unter uns gesagt, ne ziemlich geile Location für Metal-Events ist, meist wird dort Punk geboten. Auch die Preise sind wirklich sehenswert.

TRIGGER aus Glauchau startete als erste Band ca. 22:45 Uhr, klingt spät, war es auch. Die lange Wartezeit wurde dann aber durch die rasante Geschwindigkeit der Songs wieder wett gemacht. Ihr Poster mit dem Motto "Life is short - play faster" stimmte wirklich mit den Stil der Band überein. Auf jeden Fall hab ich noch keinen schnelleren Drummer gesehen, eine permanente Abstimmung per Blickkontakt mit dem Saitenzupfer war immer zu beobachten. Ach ja, der Kreischer, der wie von der Tarantel gestochen im Pit rumlief, war auch extrem goil. Erinnerte alles irgendwie an Anal Cunt. Auch die Splitdemo für einen kleinen monetären Betrag ist extrem gut gelungen, hier kann man auch mal die Texte genau nachlesen, die man so glaub ich nicht verstehen konnte :-) Wer es hart und schnell mag, sollte sich TRIGGER mal geben. (myspace)





Danach ging es langsamer weiter. Mit einer Selbstbeschreibung sweep 'n roll konnte man die Musik ziemlich gut beschreiben. die HUNTSVILLE STAIRSWEEPERS rockten ordentlich die Hütte und machten einen ziemlich professionellen Eindruck. Leider passte aber der Stil irgendwie gar nicht zu den anderen 2 Bands. Trotzdem war der Fünfer eine gute Bereicherung für den Abend und ließ einige Besucher ordentlich die Köppe schwingen. (myspace)





Der Hauptact AFGRUND aus Schweden machte dann genau dort weiter, wo die erste Band aufgehört hatte, der einzigste Unterschied, sie spielten Länger und die 2 Saitenzupfer wechselten sich gegenseitig mit den Vocals ab. Die aktuelle Platte "Vid Helvetets Grindar" habsch mir dann noch für nen Elfer geholt, da die Band mich ebenso überzeugte, wie erstgenannte. Ist auf jeden Fall auch voll auf die 12. Ein Geknüppel ohne Ende, was man selten im Cluballtag in Sachsen zu hören bekommen hat, einfach phänomenal!!! (myspace)



17.01.2009 um 20:12 Uhr

Gods of Emptiness & Internal Decay & Last Chapter in Dresden (EULE) [09.01.2009]

Silvester und Neujahr sind Geschichte, was tun also im frisch begonnenen Jahr? Genau, Grindcore und Metal hören! Und das am besten live. Die Gelegenheit bot direkt schon am 9. Januar der Jugendclub EULE in Dresden. Für einen günstigen Eintrittspreis und faire Tresenpreise konnte man es sich nun zu 3 Bands aus unterschiedlichen Stilrichtungen gemütlich machen.


Für die Hardcore-Fans begannen LAST CHAPTER aus Leipzig, die dem Publikum ein ordentliches Brett vor die Rübe donnerten. Natürlich war am Anfang noch nicht so viel los vor der Bühne, die Leute lauschten aber gespannt den Titeln. Aber auch am gesamten Abend übte sich das Publikum eher in Zurückhaltung, so viel sei schon jetzt verraten. Trotzdem konnte ich mich dem Eindruck nicht erwehren, dass diese Formation irgendwie kaum Innovationen zeigte. Hat man schon mal irgendwo irgendwie so gehört, naja. Der Sänger, der auch neben der ganzen Grunzerei auch richtig clean singen konnte (es war sogar mehrstimmig), wirkte mir aber in seiner ganzen Erscheinung etwas Fehl am Platz, naja, so is das halt manchmal.


Für mich war dann eher die zweite Band interessant. GODS OF EMPTINESS aus Bayern waren schon andere Erscheinungen. Bei denen wusste man, was einen erwartet. Death, Death und noch einmal Death. Enttäuscht wurde ich in meinen Erwartungen nicht. Ordentliche Riffs, hyperschnelle Blastbeats, eine schön tiefe Stimme und auch mal variantenreiche Songstrukturen, was man in dieser Musikrichtung nicht immer erwarten darf. Schon beachtlich, wie eingespielt diese 5 Musiker waren, da sie ja noch nicht so lange in dieser Formation auftreten. Hoffentlich beehren sie uns bald mal wieder.



Danach waren die Lokalhelden INTERNAL DECAY an der Reihe, die ich schon mal vor zwei Jahren in Bischofswerda gesehen hatte, damals im Vorprogramm zu Heamorrhage. Irgendwie erinnerte nur noch einer der 5 Jungs durch einen Kittel an das Freizeitarzt-Image, was sie damals glorifizierten. 2007 gab es ne ordentliche Packung Grindcore, 2009 war das nicht mehr ganz so der Fall. Der Stil hat sich irgendwie in Richtung Metalcore entwickelt und vereinzelt kann man auch noch von Grindcore sprechen. Es ist halt so ein Zwischending geworden. Den Leuten hat's gafallen, mir auch, nicht zuletzt wegen "Vogelgrippe in der Kinderkrippe", was mir einige Lacher von meinen Begleitern an dem Abend bescherte. Ein schöner Jahresbeginn, so kann es weitergehen.




11.11.2008 um 12:38 Uhr

N.T.E.Y. Deathfest 2 in Bischofswerda (Eastclub) [17.10.2008]

Das letzjährig stattgefundene N.T.E.Y.- Deathfest, welches vom Labelinhaber und gleichzeitig Sänger von Fleshless organisiert wurde, war als Ersatz für die im letzten Jahr ausgefallenen Morbiden Festspiele anzusehen und brachte wahrscheinlich aus diesem Grund einen enormen Zuschauer-Zufluss mit sich. Grund genug, es ein zweites mal zu versuchen.

Als terminierter Beginn war eigentlich 19:30 Uhr angesetzt, da aber am Anfang sehr wenig Publikum zugegen war, zögerte sich der Beginn ein wenig heraus, gegen 20:45 Uhr begannen dann die Tschechen IN ARTICULO MORTIS vor ca. 50 Leuten, ihren durchaus ordentlichen Death Metal darzubieten. Klar, dass so früh am Abend noch niemand im Publikum sich genötigt fühlte, auszurasten. Aber ein rhythmisches Kopfnicken aller war schon zu beobachten. Die Mucke an sich ist standardmäßiger Death Metal ohne großartige Ausflüge in andere Gefilde, obwohl auch ab und zu Gitarren-Solis zu bestaunen waren (Aktuelle CD: The Time has come)

Als zweite Band spielte dann BLOODBASTARD aus Holland. Der Dreier konnte schon ein wenig mehr überzeugen, da sie nicht reinen Death Metal darbieten, sondern sehr viele Grind-Elemente in ihren Sound integrieren. Naja, wer auf seiner Myspace-Seite Einflüsse von Bands wie CBT oder anderen Größen angibt, kann wohl auch nicht anders. Soundmäßig sehr gelungen, mal schnell, mal langsam und ein Sänger, der ein bissl an den Dicken von der "Eis am Stiel"-Reihe erinnert und nebenbei gute Grunzlaute von sich gibt, gefielen nicht nur mir, sondern auch dem Großteil des Publikums, dass nun auch mengenmäßig zugenommen hatte. Gerne wieder! (CD: Next to dissect)

Als dritte Band kamen dann die Großmeister FLESHLESS selbst auf die Bühne gestürmt. Sie stellten hier viele neue Titel ihres neusten Streiches vor. Trotzdem gab es auch altbekannte Sachen zu hören, die auf einem Fleshless-Konzert nicht fehlen dürfen. Wieder eine solide Leistung der Band, die wie ein Kumpel zu mir sagte, jedes mal besser wird. Recht hat er!!! (CD: Hate is born)

Die vorletzte Band am Abend war dann SICKENING aus Italien, die Slam-Death Metal spielen, allerdings relativ geradlinigen, also nicht so sehr abwechslungsreich mit den Tempounterscheidungen wie bei den Ikonen Devourment. Es hat trotzdem Spaß gemacht, also kaufte ich mir dann gleich deren CD und war überrascht aufgrund der langen Spieldauer, was ja auch nicht so häufig in diesem Genre ist. Technisch und gesanglich perfekt, was will man mehr. Neben Fleshless mein Highlight am Abend. (CD: Ignorance Supremacy)


Headliner waren dann ISACAARUM aus Tschechien, die ein krasses, also (kunst)blutiges Bühnenoutfit besitzen. Musikalisch sind sie sehr grindcore-orientiert und man kommt nicht drumrum, sie mit Haemorrhage zu vergleichen, obwohl diese ehrlich gesagt ein bis zwei Klassen besser sind. Trotzdem waren sie ein würdiger Headliner und schlossen das Festival somit würdig ab. (CD: Shibari Kata and other Practices)


Ein tolles Festival in einer tollen Location, dass im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder stattfinden sollte, auch wenn es diesmal weniger Leute waren. Rock on ... 


 

07.11.2008 um 12:36 Uhr

Metal gegen Krebs Vol. 4 in Dresden (Skullcrusher) [3./4.10.2008]

Nach sehr stressigen Wochen aufgrund meiner Studienverpflichtungen gibt es nun 2 Reviews. Am 3. und 4. Oktober 2008 lud das Skullcrusher in Dresden zu seinem Festival zur Krebshilfe, das nun schon zum vierten Male stattfand. Am Freitag ging es los mit der Spaß-/Grind-Kapelle NAPALM ENTCHEN , die ich leider nicht komplett sehen konnte, ich hab nur noch 3 Titel mitbekommen, die mehr improvisiert schienen, als durchdacht. Auf jeden Fall hatte die Band Spaß an dem, was sie tat. Ein komplettes Urteil kann ich aber nicht abgeben, der Spaßfaktor allerdings reizt mich sehr, mal ein komplettes Programm dieser Band zu sehen und hören.

Die zweite Band war dann LIVORES MORTIS aus Tschechien, die einen sehr melodiösen, aber dennoch harten Black Metal darboten. Die Stimme des Sängers könnte aufgrund ihrer Varianz aber auch einer Death-/Grind-Band gut zu Gesicht stehen. Enttäuscht war ich aber von der Nichtpräsenz von Schlagzeuger und Keyboarder, ich glaub auch der Bass kam vom Band, hm. Die riesen Fahne und die aufgestellten Kerzen verbreiteten schon eine düstere Stimmung, trotzdem wäre es mal interessant, eine komplette Besetzung diese Titel spielen zu sehen.

Nach dieser halben Enttäuschung machten sich dann die GETRÄNKEALKOHOLIKER daran, eine lustige Athmosphäre zu schaffen, indem sie mit Punktiteln rund um das delyriumverheißende Destillat ca. 40 Minuten die Bühne enterten. Ich erinnere nur an Titel wie "Wirtschaft Durch Saufen Partei". Trotzdem war mir die Musik zu punklastig und hat nicht unbedingt viel auf nem Metal-Konzert zu suchen. Der Spaßfaktor war aber dennoch sehr hoch, ich verkneife mir hier aber ein Urteil, da ich Punk nicht höre.

Die vierte Band war dann LYFTHRASYR aus Deutschland. Sie spielen einen sehr melodiösen und technisch anspruchsvollen Black Metal. Hab aber wirklich nicht viel davon mitbekommen. Meinen Kumpels aber hat es gefallen und das spricht doch für sich, da ich wirklich nicht so der Black Metal-Typ bin. Der Sound erinnerte mich aber irgendwie an neuere Dimmu Borgir-Sachen, soviel dazu. Auf jeden Fall sollten Liebhaber dieses Genres die Band mal antesten. Der neueste Streich dieser Formation nennt sich "The recent Foresight".

Die vorletzte Band am Freitag war dann AB: NORM aus Deutschland, die einen sehr düsteren Grindcore-Mix mit Death Metal darboten. Sehr krass, wirklich!!! Die technischen Fertigkeiten aller Musiker und die Stimme des Vokalisten waren beeindruckend. Ich wage hier sogar einen Vergleich mit den Ikonen Morbid Angel, deren Sound wirklich kaum von dieser Band abweicht. Wer Lust hat, kann sogar ihr Erstlingswerk "Inside" aus dem Jahr 2000 auf deren Homepage gratis herunterladen, das ist doch mal ne Ansage. Ich kann wirklich nicht verstehen, warum kein Plattenlabel diese Band unter Vertrag nimmt, echt schade.

Der Headliner am Freitag war dann MASTER aus Tschechien um den Altmeister Paul Speckmann. Ich konnte diese Band ja schonmal vor einigen Jahren in Neukirch bestaunen, muss aber dennoch sagen, dass sie sich weiterentwickelt hat. Auch die diversen Solos vom Gittaristen und vom Schlagzeuger bewirkten von mir ein ungläubiges Staunen, und dies war nicht nur bei mir der Fall. Auch wenn ich beim Headbangen mal umgefallen bin, na und? Es war geil, Oldschool-Death bis zum Abwinken also.

Samstag ging es los mit mit PIKODEATH , also ebenfalls Death Metal aus Tschechien, der aber auch sehr viel Grindcoreelemente intus hatte. Geiler Sound, geile Show, passt! Ich werd mir auf jeden Fall noch die CD "Bonusove" aus dem Jahr 2005 kaufen, denn die Band hatte alles, was einen Death Metal-Fan glücklich macht. Wer also die Chance hat, diese Band mal live zu sehen, sollte hingehen!

Die zweite Band des Abends war dann DENY THE URGE aus Deutschland, welche einen sehr beherzten, schwedisch inspirierten Death Metal herunter zockten. Also sehr melodiös mit langen hymnischen Passagen. Trotzdem hatten alle Titel eine sehr große Abwechslung, soll heißen, mal schnell, mal langsam und schleppend rhythmisch. Auch einige Solos auf der Gittare konnte man bestaunen. Also auf jeden Fall mal den Longplayer "Subsequent Confrontation" antesten, es lohnt sich.

Die dritte und für mich letzte Band des Abends war zugleich mein Highlight dieses Festivals, EARDELETE aus Tschechien. Sie beschreiben ihren Stil selbst als Nasa Zombie Grind. Was die auf der Bühne ablieferten, war einfach phänomenal. Eine geile Performance, die nun alle zum Durchdrehen brachte. Auch stimmlich allertiefstes Gegrunze. Wer den aktuellen Longplayer "Zombielogy" von 2007 noch nicht hat, kann nicht mitreden, also ab in den Laden oder den Mailorder deines Vertrauens und die Kohle investieren!!!

Die letzten drei Bands waren FURNAZE (UK), MATHYR (GER) und HOLLENTHON (A), die ich nicht mehr erleben durfte. Mein Kumpel will aber demnächst noch nen kleinen Rückblick hier reinstellen, er fand´s toll, also man darf gespannt sein.

Die Location war sehr angenehm, freundliches Personal, faire Preise und ordentlich Platz zum Beinevertreten, Biertrinken oder Qualmen. Ein sehr abwechslungsreiches Lineup und viele Besucher machten das Festival zu einem Highlight, was ja auch noch einem guten Zweck dient, super. Ich komm gerne wieder! Die Fotos folgen demnächst. 

 


 

23.09.2008 um 14:44 Uhr

Morbide Festspiele Vol. X in Bischofswerda (Eastclub) [12./13.09.2008]

Das war ja mal wieder ein zünftiges Fest, Mann o Mann. Los ging es eigentlich schon einen Tag eher, da konnt ich aber ni, hab mir sagen lassen, dass es ganz ok gewesen sein soll. Naja, wenn ich Metal aus der Konserve hören will, hau ich zu Hause ne Platte rein, is halt Ansichtssache.

Los ging es am Freitag mit TORTURE THE MASS , einer Slam/Grind-Formation aus der Region. Man hörte gleich eine Affinität zu Bands wie Devourment oder Waking the Cadaver heraus, nur noch etwas schleppender. Den Stil bezeichnen sie selbst als Napalm Mosh. Schade, dass ihr Studio-Termin nicht realisiert werden konnte, vielleicht wird es ja nochmal in naher Zukunft. Hier noch ein Video dieser Formation.


Danach kamen THE ROTTED aus dem Reich der Queen, die für Incantation als Ersatz eingesprungen sind. Die Titel ihres neuen Albums "Get dead or try dying" wurden in Perfektion dargeboten, sowohl in technischer als auch jeglicher anderen Hinsicht. Nur konnte das Publikum nicht soviel damit anfangen, da die Songstrukturen zu abwechslungsreich waren. Früher, als die Band noch Gorerotted hieß, gefiel sie mir auf jeden Fall besser.


Als dritte Band des Abends war dann VOMITORY dran, die ein Feuerwerk des gradlinigen, alles niederwalzenden Death Metal darboten. Auf jeden Fall waren die Schweden gut drauf und das Publikum zollte dies mit diversen Headbang-Einlagen. Das hauptsächlich Dargebotene kam vom neuen Album "Terrorize Brutalize Sodomize", aber auch ältere Klassiker waren zu hören. Ein echtes Highlight also.


Die vierte und abschließende Band am Freitag war UNHOLY GRAVE aus Japan, die ordentlichen Grindcore zockten. Nur fehlte mir etwas der Wiedererkennungswert, es war im Prinzip normaler Grindcore, der schnell in das eine Ohr reingeht, genauso schnell aber wieder aus dem anderen Ohr verschwindet. Auch die Nettospielzeit von ca. 45 Minuten war für einen Headliner etwas dürftig. Vielen hat es aber gefallen, deshalb kann man doch zufrieden sein.


Ich kam noch mit Fisch von Braindead ins Gespräch, der mir prompt eine CD versprach. Leider war sie aber an diesem Abend nicht mehr verfügbar, naja, ein anderes Mal eben.

Am Samstag starteten DYING HUMANITY aus Annaberg in den Abend. Sehr rhytmischer und technisch aufwendiger Death Metal ist ihr Ding. Auch Melodien können diese Jungs gekonnt mit einbauen. Sehr lustig war noch der Soundcheck der Band, als der Sänger sich ca. 5 Minuten allein die Seele aus dem Leib kotzen durfte. Auf jeden Fall sind die Songs des Albums "Fallen Paradise" eingängig und bleiben somit im Gehörgang sitzen.


Die zweite Band war HELLISH CROSSFIRE , die soliden Trash Metal mit old school Death darboten. War schon gut gemacht, aber für mich war es leider nix. Trotzdem waren die Songs (Album: Slaves of the burning Pentagram") gut, es gab zahlreiche Gitarren-Solis, die jedem Fan von Sodom gefallen haben dürften. Eine Band, die mal ein bisschen Abwechslung in die Morbiden Festspiele reinbrachte. Vor zwei Jahren hatte diese Rolle ja die Black Metal-Kapelle Moribund Oblivion eingenommen.


Oldschool Death Metal mit Grind-Elementen spielte danach INCARNATED aus Polen, jedoch war die Stimme des Sängers voll besch...en. Klang so wie gewollt und nicht gekonnt. Für mich sollte Grind mit einer vernünftigen Stimme dargeboten werden, das macht über 50 % des Gesamteindrucks aus. Der Rest war zwar gut, jedoch nicht überdurchschnittlich, so dass man sagen könnte, das war geil. Wer allerdings Grind kauft und diese Qualität in Ordnung findet, dem sei wärmstens das Album "Some old Stories" empfohlen.


Die vierte Band war dann MALIGNANT TUMOUR aus Tschechien, die schon wie letztes Jahr beim NTEY-Festival stimmungsvollen Rock´n Roll mit Death Metal-Elementen darboten. Für die Fans war dies wahrscheinlich das Highlight des Abends, anders kann ich mir den Moshpit vor der Bühne nicht erklären.


Vor und nach der Band wurde dieses Niveau kaum mehr getoppt. Für Fans dieser Band und für alle anderen Interessierten empfehle ich das neue Album "In full swing".


Als fünfte Band spielten dann DEAD INFECTION aus Polen auf. Ihr Grindcore war schon in Ordnung, aber nicht zu eingängig. Trotzdem kann man als Grindcore-Liebhaber bedenkenlos beim Album "Corpses of the Universe" zugreifen. Viel hab ich aber von der Band eh nicht mitbekommen, da ich mich mehr auf mein Bier konzentrierte.


Aus Schweden kommen DEMONICAL , die soliden Death Metal spielen können. Trotzdem müssen sie sich den Vergleich zu ihren Landsmännern Vomitory vom Vortag gefallen lassen, was nichts Gutes verheißt, denn Vomitory waren einfach besser. Diese Band (Album: "Servants of the Unlight") hatte für mich wenig Eigenständiges, somit kann ich nur das neutrale Urteil fällen, es war nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut, Punkt.


Die vorletzte Band des Abends war dann ROMPEPROP aus Holland, die sehr krassen Gore-Grind spielten. Ein besonderes Hightlight war der Sänger, der mittels Stimmverstärker die krassesten Effekte in seine Stimme legen konnte. Schon wenn er normal sprach, klang er wie der Leibhaftige persönlich, Wahnsinn! Die Songs waren sehr krank, was ja in das Konzept dieses Festivals passt. Auf jeden Fall ist diese Band ein Ereignis und all ihre Alben sind zu empfehlen, Topp.



Den Abschluss der Morbiden Festspiele gestalteten dann noch BEGGING FOR INCEST aus Köln, die eigentlich schon als zweite Band am Samstag spielen sollte. Aufgrund arbeitstechnischer Gründe konnten sie aber erst so spät anreisen. Musikalisch wurde feinster Slam/Grind geboten, der sich auch an Größen wie Waking the Cadaver orientiert. Erwähnenswert ist noch der sehr gute Schlagzeuger, mit dem ich danach noch einen netten Plausch von Drummer zu Drummer hatte, allgemein war die ganze Band sehr offen und freundlich. Ich hab mir dann gleich noch ihre CD "Awaiting the Fist" gekauft, die wirklich extrem geil ist. Für mich waren neben TORTURE THE MASS, VOMITORY und ROMPEPROP eben besagte Band BEGGING FOR INCEST ein Highlight.



Ansonsten war die Location und die Versorgung mit Getränken und Essen wieder erste Sahne. Die einzige Absage der Festspiele von INGROWING aufgrund eines Besetzungswechsels störte nicht weiter. Viele neue Bands gesehen und neue Leute kennen gelernt, was will man mehr. Ich freu mich schon auf nächstes Jahr, mal sehen, welche Bands der Veranstalter dann aus dem Hütchen zaubern wird ...