Musik: http://www.youtube.com/watch?v=WdchLudyX5A&feature=related
Das Jahr 2012 im
Maya Kalender
Auf der ganzen
Welt schüren sich grosse Erwartungen auf das
Jahr 2012.Durch den Anbruch
des letzten Tages des 13. Baktuns im
Jahr 2012 wird sich, fuer den Langzeitkalender der Maya seit dem Beginn ihrer Ära, der längste
Zyklus ihres Kalenders vollenden. Damit kommt es zu einer Wiederholung
derselben Konstellation, die bereits am Anfang ihrer Zeit eintraf.
Die Bedeutung
dieses Datums geht schliesslich zurück auf
ihre Zeitrechnung und dem für den Maya
Kalender errechneten Nulldatum, dem
“Zeitfänger” oder auch 4Ahau – Anfang und Ende der Ära der Maya.
Es ist wichtig
vorab anzumerken, dass alle mesoamerikanischen Völker
die gleiche Weise der Zeitrechnung besassen. Unter ihnen waren die Mayas jedoch
die einzige Kultur, die mathematische und astronomische Kalkulation anwendeten,
um den genauen Anfangszeitpunkt ihrer Ära zu
bestimmen.
Dadurch
hinterliessen sie viele Spuren und Hinweise, so dass Wissenschaftler versuchten
eine Korrelation zu dem Gregorianischen Kalender aufzustellen. Dies wiederum
ermöglichte – im Verständnis
unserer Zeitrechnung - den Anfang der Ära der
Maya auf den 13. August des Jahres 3113 v. Chr. festzulegen.
Bei der
Datumsangabe verwenden die Maya neben dem Tzolkin-
auch den Haab
Kalender und die Lange Rechnung. Während der Tzolkin ein Ritualkalender ist, welcher
für die Gestaltung des täglichen Lebens von Bedeutung war, diente der
Sonnenkalender – Haab
-
den Mayas zu zivilen Zwecken, wie u.a. historische Daten genauer
festzulegen.
Das
Rechensystem der Langen Rechnung setzt sich aus fünf Zeitperioden zusammen, was
eine genaue Tageszählung zulässt.
Im
folgenden sollen die Bedeutungen der jeweiligen Zeitperioden erklärt werden:
·
Kin
bedeutet Sonne, Zeit und einen Tag. Kin
ist ein sehr ausschlaggebendes Konzept in dem Zeitverstaendinis der Maya: die
Zeit wird festgelegt durch die Sonne, die im Zenit steht. Wohingegen die Nacht
zeitunabhängig und bestimmt ist durch die neun Gottheiten der Unterwelt. Jedoch
ist die Sonne eine weitaus bedeutendere Gottheit.
·
Uinal umfasst
die Periode von 20 Kines oder Tagen.
·
Tun
bedeutet Stein und umfasst eine Periode von 360 Tagen
·
Kaktun
umfasst eine Periode von 20 Tunes oder 7200 Kines
·
Baktun
ist eine Periode von 400Tunes oder 144 000 Kines
Der Anfang der Ära der Maya
zeichnet sich am 13 Baktun, 0 Kaktun, 0Tun, 0 Uinal, 0 Kin.
Der Tzolkin
– oder auch Ritualkalender der Maya - setzt sich aus einer Kombination von 20
Tagen zusammen, wobei jeder Tag einem Objekt, Phänomen
oder Tier - in Gestalt ihrer Gottheiten bzw. ausgerüstet
mit göttlichen Attributen - gewidmet ist. Die 20-Tage-Kombination
wiederholt sich 13 mal, was wiederum einen Zyklus von 260 Tagen ergibt.
Aufgrund ihrer Auffassung der 13
Himmel, hat die Zahl 13 einen symbolischen Wert und ist gleichzeitig eine
„heilige Zahl“.
Dadurch dass der Tzolkin mit den Zyklen von Venus und Mars assoziiert wird und
gleichzeitig das Ende und die Geburt eines Tages markiert, repräsentiert er den Mondkalender.
Der mythenhafte Beginn der Maya
zeichnet sich am Tag der 4 Ahau.
Der zivile Kalender der Maya – Haab – setzt sich aus 18 Monaten mit
jeweils 20 Tagen und zusätzlichen 5 Tagen
zusammen, die eine Summe von 365 Tagen ergeben. Der Anfang der Ära der Maya ereignete sich in einem achten Monat
des Cumhu.
Zuletzt sind es die darauf folgenden
Zyklen, die Auskunft über Alter und Position
des Mondes geben.
Der 21. Dezember des Jahres 2012 wird
in der Langen Rechnung wie folgt wiedergegeben:
12 Baktun,
19 Katun, 19 Tun, 17 Uinal, 19 Kin, 3 Cauac, 2 Kankin
An dem darauf folgendem 22. Dezember wiederholt
sich dasselbe Datum, was bereits den Anfang der Ära
der Maya bestimmte:
13 Baktun,
0 Katun, 0 Tun, 0 Uinal, 0 Kin, 4 Ahau, 3 Kankin
Die Bedeutung liegt in der Vollendung
des grossen Zyklus des 13 Baktuns –
1 872 000 Sonnen seit dem Beginn ihrer Zeit !
Die silberne Figur die es in den Händen
hält ist die Zahl 4. Es hat das Gesicht eines Greises und verkörpert Kin
– die alte Sonne. Auf seinen Schultern trägt
es den Tag Ahau, was die strahlende
Präsenz der Sonne verkörpert
– Schöpfer und Ursprung der Zeit.
Durch die Verwendung von Zahlzeichen als Köpfe oder ganzen Figuren, wie auf dem papel amate (Produkt prähispanischen Ursprungs, hergestellt aus der Rinde des
Jonote Baumes),
werden die Götter der Maya dargestellt - die
„Zeitfaenger“ - die im Himmel wohnen und dort die Last der Zeit ab – und
aufladen. „Die Tage (Kines) sind Teil
des Lebenden und verkörpern personifizierte Kräfte, denen die Maya ihre Ehrfurcht entgegenbringen.
Sie beinflussen alle Aktivitäten, jeden Moment
im Leben der Maya und sind ihre wahrhaftigen Götter.
Vier Ahau ist
aller Anfang der Zeit der Maya und gleichzeitig der Beginn eines neuen Zyklus.
Daher gibt es grosse Erwartungen auf das Jahr 2012 – auf einen Neubeginn und
die Hoffnung auf eine bessere und gerechtere Welt.
(Übersetzung für "Museo Nacional de Antropologia" Mexico D.F. "El Calendario Maya")