Alles und nichts
Stimmung: desillusioniert
Mann, fühl ich mich heute geschlaucht ... Das Bewerbungenschreiben-Vorstellungsgesprächeabsolvieren-Hoffnungenaufbauen-Absagebekommen-Spiel reibt mich irgendwie auf.
Die Firma, bei der ich letzte Woche war, hat sich nicht gemeldet, was ich jetzt mal als Absage definiere. Mich ärgert es, dass sie nicht mal den Anstand besitzen, mir auf meine Mail am Montag hin, wie es denn nun aussieht, zu antworten!
Andererseits war der Job von der Arbeit her nicht gerade mein Traumjob, die Bedingungen (und damit meine ich Bezahlung) war genial, aber ich fürchte ich hätte ich dort zu Tode gelangweilt.
Heute dann auf der Jobsuche im Internet habe ich meinen scheinbaren Traumjob gefunden. Eine Zeitschrift in Hamburg .... mein Herz klopfte vor Freude schneller .... als ich schon dabei war eine Bewerbung dafür zu verfassen, und ich dazu den Text des Unternehmens noch mal genauer durchgelesen habe, sehe ich unter Bezahlung: 350 € IM MONAT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Da bekommt ja ein Hartz IV-Empfänger mehr .... pah.... mein Herz schlägt auch schneller aber diesmal vor Wut und Enttäuschung. Da werde ich mich gar nicht erst bewerben.
Mann, es scheint mir, dass ich entweder beim Job oder bei der Bezahlung Abstriche machen muss.
Aber ichglaube noch immer an mein Mantra: "Mein Traumjob ist auf dem Weg zu mir!"
Wenigstens passiert gerade etwas in meinem Liebesleben. Ich hab M*** kennengelernt........mein Herz schlägt schneller bei dem Gedanken an ihn und ich spüre ein längst in Vergessenheit geglaubtes Ziehen im Unterleib..........
Auf jeden Fall habe ich ihn am Dienstag auf der Geburtstagsparty einer Freundin von mir, Mrs. Opernsängerin (dreimal dürft ihr raten, was sie mal werden möchte) kennengelernt.
Ich war mindermotiviert überhaupt zum Geburtstag zu gehen, saß dann doch irgendwann mit den anderen Gästen am Tisch und habe Pasta gegessen, als ER reinkam und mir fast die Nudeln im Hals stecken blieben. Dunkle Haare, dunkle Augen und eine Ausstrahlung, die zwischen verwegen-schüchtern-mysteriös schwankt.
Dummerweise saß er am anderen Ende des Tisches. Ich habe aber gesehen, dass er mich beobachtet hat. Immer wenn ich dann zu ihm geschaut habe und versucht habe vorsichtig mit ihm zu flirten, hat er ganz verschreckt weggeguckt. Irgendwie voll süß, aber auch total schüchtern.
Als später dann noch andere Leute kamen, hat er seinen Platz geräumt und sich neben mich gesetzt. Wir haben uns geschlagene zwei Stunden angeregt unterhalten und haben kaum bemerkt, wie fast die ganze Partymeute den Raum verlassen hat um Mrs. Opernsängerins Hasen anzuschauen.
Dumm war nur, dass ich irgendwann gehen musste. Vorher habe ich ihn schon gefragt, was machst du denn die nächsten Wochen so (WINK MIT DEM ZAUNPFAHL und gewünschte Antwort: "Mich mit dir treffen...") echte Antwort: "Ein bisschen erholen von meiner Arbeit und vielleicht in den Urlaub fahren."
(Mist er versteht keinen subtilen Zaunpfahlwink oder er ist zu schüchtern)
Da meine Devise im Moment ist, dass ich erobert werden möchte, habe ich ihm am Ende des Abends auch nicht nach seiner Handynummer gefragt, sondern mich mit den Worten verabschiedet: "Vielleicht sehen wir uns ja noch mal...."
Jetzt werde ich mal sehen, was sich machen lässt. Mrs. Opersängerin hat mir zum Abschied ins Ohr geflüstert, dass sie mir seine Nummer besorgen kann. Ich würde es aber besser finden, wenn er nach meiner Nummer fragt, er ist ja immerhin ihr Mitbewohner und Mrs. Opernsängerin weiß, dass ich ihn toll finde.
Ich erweitere mein Mantra: "Mein Traumjob und mein TRAUMMANN sind auf dem Weg zu mir!"
to be continued
