Mondtanz

12.10.2011 um 12:12 Uhr

Kein Wiedersehen.

Altbekanntes gibt meinem Herzen die Hand.
Vielleicht ist es besser so.
Ich mach den Deckel drauf und lass das Gefühlswirrwarr im erkalteten Ofen stehen.

Du hättest sogar Zeit... Und das sag ich gerade mit einem schnippischen Unterton.
Aber du fühlst dich mies und bleibst heute im Bett.
Du lässt von dir hören.

Wie immer.

Ach ich glaub nich mehr dran...

Irgendwie fühl ich gerade so ein bisschen Gleichgültigkeit.
Was soll ich auch anderes empfinden?

Vielleicht ist es besser so.
Vielleicht.
Ganz bestimmt.

12.10.2011 um 00:44 Uhr

Wiedersehen.

Musik: http://www.youtube.com/watch?v=a56qWRST8Rs

Jedenfalls, hab ich einfach so nach einem Jahr wieder Kontakt aufgenommen. Weil ich hier las. Alle letzten drei intensiven Wintermonate. Und weil ich... mal wieder... an dich dachte. Ich wollte dich das nur wissen lassen. Dass hin und wieder ein Gedanke zu dir huscht. Ich hab gar keine Antwort erwartet. Aber du antwortest. Keine halbe Stunde später. Dass ich es dir doch nun sehr viel leichter mache, dich bei mir zu melden und dass du gerade in letzter Zeit auch an mich denkst. Dir tut es leid und empfandest dich als feige... Du möchtest dich gern mal wieder mit mir treffen.

Nee, ehrlich damit hab ich nicht gerechnet.

Aber dann ging es wieder hin und her und halbe Verabredungen und doch wieder nich... und das alte Spiel. Und ich bleib irgendwie cool und denke, naja, wenn du dich frei reden möchtest, meldest du dich schon. Ich hab das ganze ja durch... Also nehm ich mich wieder zurück und denke: Alles klar, das wars wieder... Hat er sichs wieder anders überlegt.

Tage später. Gerade erzähl ich von dir... und erzähl unsere Geschichte. Im selben Augenblick schreibst du mir. Haben wir wieder diegleiche Frequenz? Was ist da los? Schande, es bahnen sich diese Schmetterlinge wieder an und dieses Waaah-Gefühl breitet sich aus. Und dann gibt es Musik, die sich perfekt in mein Herz gießt. Trage das T-Shirt, welches du mir schenktest. Trage deinen Pullover. Vor genau einem Jahr hat es bei mir gefunkt. Auf einem Konzert in Leipzig. Bei meiner Seelenmusik. Du sagst, ich hätte sicher gedacht, dass du wieder geflüchtet seiest. Dem wäre überhaupt nicht so. Du hast dich nur von 100 kg Ballast befreit (mal wieder) und hättest jetzt Zeit... es läge also ganz bei mir, wann wir uns nun sehen... Verstand bremst mich, hält mich zur Vorsicht an. Was du alles kannst. Ich könnt mich schon wieder komplett in dir verlieren. Dabei hab ich dich noch nicht mal wiedergesehen. Und dabei war doch alles sooo kompliziert...

Und doch. Jeder Mann in meinem Leben verblasst neben dir. Und ich kann es nicht fassen, welche Tiefe du in mir berührst...

Vor genau einem Jahr waren wir an der Ostsee.. Interessantes Timing. Und ich hab ein bisschen Angst. Die Coolness is weg. Die Wintermonate kommen. Herbst und Winter, in denen wir wieder mehr nach innen kommen. Ist wohl unsere Zeit. Der dritte Herbst, in dem wir uns wiederfinden.
Wenn wir uns denn wiederfinden...

 

 

 

 

 

29.01.2011 um 04:14 Uhr

Es tut noch weh...

 

Ich war schwach und besuchte Deine Seite.

Weil ich Musik hörte, die mich zu dir brachte.

Und es tut noch immer weh...
Wenn ich dein Foto sehe, tuts noch weh.
Wenn ich an dich denke, tuts noch weh.
Wenn ich bestimmte Musik höre, tuts noch weh.
Wenn ich einen Baum sehe und ich weiß nicht wie er heißt, denke ich an dich... und...

Seufz.

Wir sind gescheitert...

 

15.12.2010 um 11:45 Uhr

Mein eigenes kleines Drama


In meinem eigenen kleinen Drama ist es natürlich ganz, ganz furchtbar, dass du dich so gar nicht meldest. Dass du nicht angerufen hast, obwohl wir gestern telefonieren wollten. Dass du dich auf meine –wie ich finde– mit  Liebe geschriebene Knallpuffpeng-SMS nicht meldest. Dass du dich von mir distanzierst, obwohl du weißt, dass es schmerzt. Die Folge ist Grummeln im Bauch und ein Zurückziehen meinerseits und eine noch größer werdende Kluft zwischen uns. Näher bringt uns das jedenfalls nicht. Und in meinem eigenen kleinen Drama werde ich wütend darüber, so missachtet zu werden und ich beginne mich zu fragen, was ich an dir, der offenbar ein emotionales Wrack zu sein scheint, finde. Was es ist, was mich zu dir treibt und was es ist, was mich trotzdem die Liebe spüren lässt.

Mit diesen verzweifelten Fragen bombardiere ich meine Schnatti und lasse ihr kaum Raum, weil ich sie gerade so brauche. Ich dröhne uns mit Kuschelrock 1 – 4 voll, wälze mich in „Oh, er liiiieehiiiiebt mich niiiihiiiiicht!“ und erinnere mich an Teenie-Liebeskummerzeiten. So war das, also. Ist länger her.
Nachdem ich das ausgiebig getan habe und mich so langsam frage, ob du bereits aus den Ohren blutest, besinne ich mich wieder. Ja, mal so eine problematische Phase ist ja ganz nett und ein bisschen Wirbel mag ich auch, weil das Versöhnen und Näherkommen doch so schön ist. Aber wenn das ein Dauerzustand ist, dann macht das echt keinen Spaß mehr. Ich möchte doch nur irgendwo hin mit meiner vielen Liebe und ich möchte doch auch nur ein bisschen Zuneigung zurück! Den Anspruch habe ich und die Erwartung habe ich, weil ich es mir selbst wert bin.

Und mitten im White Snakes „Is this love“ kommt mir ein Bild. Dieses Bild scheint unbefangen und gedankenfrei durch meine Synapsen gerutscht zu sein. Dieses Bild zeigt dich, wie du dich gerade fühlst. Ich fühle dein Unbehagen. Ich fühle, dass du mich als Lichtwesen siehst und Angst hast mir weh zu tun. Ich fühle deine Lähmung und Verwirrungen, die dich dazu veranlassen lieber nicht anzurufen, um mich irgendwie zu schützen. Da ist wieder diese Starre, die dich unfähig werden lässt, irgendwas zu tun. Dieses Bild hat mich förmlich rauskatapultiert aus meinem eigenen kleinen Drama. Es hat mich weit gemacht für einen Moment. Es hat mich dich gezeigt, wie du bist. Es war nichts Schöngeredetes oder Tröstendes, obwohl mir das kurze Zeit später, mein sich einmischender, zweifelnder Verstand weismachen wollte. Es war einfach anders, als die projizierten Bilder. Es war eine zarte Art Wissen, die in mein Herz drang. Und die Liebe war wieder da. Und der Raum zwischen uns war wieder da. Ich kann dich so lassen, weil ich einen Moment du war.

Und dann las ich eine Stunde lang einen Blog von einer jungen Frau, die seit langer, langer Zeit schon vor Liebeskummer zerbricht. Depressionen, körperliche Leiden, eine täglich graue Umschleierung ihres Seins, ewig blutende Tränen. Mir zog sich mein Herz zusammen und ich weinte meine Tränen mit ihr zusammen. Das ist tragisch. Und ich war sogleich dankbar, dass sich mein Liebeskummer nur auf das bezieht, was gerade ist und nicht in alle Ecken meiner Seele kriecht und tötet. Und ich dankte, dass ich einen so heilsamen Schlaf habe, der mich immer wieder zu mir führt. Und ich wünschte mir für sie, loslassen zu können und wiederzufinden, was sie aufgegeben hat.

Und mein eigenes kleines Drama schrumpft für einen Augenblick zu einer rosa Erbse.

14.12.2010 um 15:10 Uhr

Knallpuffpeng!

 

Wir sprachen darüber, dass es kein Knallpuffpeng im üblichen Sinne bei uns gab. Und du schienst enttäuscht, dass ich das so nicht empfinden würde.
Aber eigentlich stimmt das nicht!
An unserem Ostseewochenende, an welchem sich unsere Wünsche materialisierten, wir mit dem Moment und mit uns verschmolzen, das war schon ganz schön Knallpuffpeng. Danach war auch einiges an Aufregung und wir konnten unser Knallpuffpeng nicht, wie gewollt oder üblich ausleben. Und jetzt? Hallelujah, wenn das kein Knallpuffpeng ist!!! Nun, ich bin nicht blind verknallt, das ist geht schon über die Illusion hinaus, aber wenn ich all die Bewegung, die du in mir auslöst, betrachte, brauchst du dir eigentlich keine Gedanken darüber machen, ob ich dich langweilig finde. Da Puffpengknallts reichlich!