Mops- Rock n Roll Boulevard

25.11.2004 um 11:17 Uhr

Spiegel und Maske

von: Mops

Stimmung: Sinatra
Musik: Best Of

In den letzten Tagen, habe ich mir mal die Zeit genommen und recht intensiv in den Bloggs gelesen! Dabei stellt sich wohl nicht nur mir die Frage: Wer steckt hinter diesem oder jenem Blogg? Sind die Geschichten die ich dort lese wahre Begebenheiten oder entsprangen sie schlicht der Phantasie des Verfassers? Ich bin mir sicher, dass viele sich schon genau diese Fragen gestellt haben. Auch sind die Bloggs ganz unterschiedlich angelegt und gepflegt! Die einen stellen Gedichte und Sinnsprüche, oder Denkanstöße ins Netz. Andere wiederum nutzen Ihr Blogg als Tagebuch, Zeitung, Schwarzesbrett oder schlicht als Spaßmedium. Dann gibt es natürlich auch ein wüstes Sammelsurium von Selbstdarstellern und Menschen, die schlicht ihre Probleme vermitteln wollen! Das natürlich in der Hoffnung ein Feedback oder positive Signale zu erhalten. Selbstverständlich dürfen wir auch die vielen einsamen Herzen nicht vergessen, die hier schlicht ihre Einsamkeit oder die Tristesse des Lebens kompensieren möchten! Frei nach dem Motto: Gibt es dort draußen im Netz Intelligentes Leben?

Erschreckend finde ich die Vielen Bloggs von jungen Menschen, die offensichtlich mit dem Leben überhaupt nicht zurecht kommen! Von den Selbstverletzern und Todessüchtigen will ich erst gar nicht anfangen! Kurz gesagt, hier im virtuellen Dorf findet sich alles das was es im „realen“ Leben auch gibt! Allerdings mit einigen entscheidenden Unterschieden. Obwohl wir hier in der Anonymität unserer Nicknames schreiben und wirken, hat das Blogg eine viel intimere Komponente. Wenn der Verfasser eines Bloggs es zulässt erhalten wir höchst interessante und Unterhaltsame Einblicke in die Köpfe und Gedanken von Menschen, an denen wir in der realen Welt einfach so vorbei gehen!

Gut, es muss uns nicht immer gefallen was wir lesen. Wir finden es mitunter langweilig, blöd oder überspannt! Aber dafür gibt es ja die Favoritenliste, dass wir uns das heraussuchen, was uns persönlich am meisten anspricht!

So bilden sich hier im virtuellen Dorf Freundschaften, die es im realen Leben wohl kaum geben würde! Man nimmt Anteil, diskutiert und beobachtet was sich so bei den „Anderen“ tut.

Tja und dann taucht immer wieder die Frage auf: Wer ist der/die Andere? Ist das Blogg eine Maske? Eine erfundene Existenz oder ist es ein Spiegel, in den wir schauen und uns selbst oder andere Erkennen? Wie ist die Person die dort schreibt so? Wie schaut der Blogger aus? Was treibt ihn/sie?

Schade finde ich auch, wenn man sich gerade in ein „Blogg“ eingelesen hat, dass es dann dort nicht mehr weiter geht! Das Blogg schlicht verwaist oder einfach gelöscht wird! So geschehen in einigen Bloggs, die ich ausgesprochen interessant fand!

Natürlich treiben sich auch ganz skurrile Typen hier rum! Wobei mich gelegentlich erschreckt, wie schroff und unhöflich sich hier einige gebärden. Oder was für Nervensägen, Klugscheißer und Besserwissen sich hier tummeln (ich gehöre wohl zu den Klugscheißern). So fand ich es wirklich erbaulich, dass mich ein Blogger anschrieb und mir alle Rechtschreibfehler in meinen Beiträgen und auch im Fantasy Roman vorhielt! Auch toll die Zuschrift, in der Unterstellt wurde, dass ich mir das alles nur ausdenke. Wobei mir auffiel, dass es einigen Anderen auch so ergeht! Da ist die Geschäftsfrau der man unterstellt sie wäre in Wirklichkeit ein Mann! Der Schwule, der angeblich nicht schwul ist, Der Reiche der angeblich nicht reich ist und der Unternehmer, der angeblich nur ein popeliger Angestellter sein soll! Mal abgesehen davon, dass man merken kann ob jemand über Dinge schreibt, von denen er/sie etwas versteht, denke ich dass bloggen eine Angewohnheit ist, die sich durch alle (wirklich alle) Schichten zieht! Und folglich finde ich nix dabei wenn sich vom reichen bis zum armen Menschen, alle dieses wundervolle Medium zueigen machen. Dass dabei gelegentlich Kulturen und Lebenseinstellungen mit einander Kollidieren bleibt wohl nicht aus! Auch wenn ich es persönlich nicht so toll finde, wen mich jemand wegen irgendwelcher Formfehler nervt! Oder irgend ein Akademiker mich im besten, gestelzten Deutsch über irgendwelche Sozialkritische Aspekte, die ich in meinen Beiträgen übersehen habe, belehrt. So lebe ich doch gern damit, denn die schönen Seiten des bloggens überwiegen diese „Nachteile“. Ich würde es nur vorziehen, wenn diese Dinger als Kommentare passieren, damit alle daran Anteil haben können!

Apropos Kommentare: Eure Kommentare sind hier alle hochwillkommen! Auch wenn ich nicht auf jeden explizit antworte! Einigen Dingen ist eben nix hinzuzufügen!

Also Ihr Lieben: Schön, dass es Euch Bloggigos gibt!

Ach ja: Mich gibt es natürlich gar nicht! Ich bin in Wirklichkeit 13 Jahre alt, pikelieger Brillenträger und schwänze die Schule! Nee war ein Scherz! Ich bin natürlich schon 55 Jahre alt, geschieden und sitze in meiner grauenhaft Kolorierten Traininghose und einem mit Bier und Pizza bekleckerten Unterhemd in meiner Einzimmerbude und freue mich darüber, dass ihr auf mein Geschreibsel reinfallt.

Auch nicht wahr! Habe Euch schon wieder verarscht! Ich bin eine Frau, die mal sehen will wie es ist als Mann durchzugehen.... Ist natürlich auch geflunkert!

Ich bin eben der Mops hinter dem Spiegel und der Maske! Und Ihr? Wer seid Ihr?             

22.11.2004 um 18:15 Uhr

Bald ist Weihnachten!

von: Mops

Stimmung: Besinnlich
Musik: Moon River –Sinatra

Hallo Ihr lieben, vielen Dank für Eure netten Kommentare! Schön, dass Ihr so denkt, wie Ihr es hier geschrieben habt! Zum Dank erinnere ich Euch mal daran, dass bald Weihnachten ist! Und weil mir heute so richtig besinnlich zumute war habe ich Lichterketten raus gekramt und das Haus hübsch kitschig illuminiert! Nun trinke ich einen leckeren Grog und freue mich, über meine Nachbarn, die ebenfalls alle ihre Weihnachtsdekoration angebracht haben. Dabei nasche ich Marzipan und Lebkuchen und werde wohl wieder etwas zunehmen! Aber das ist mir egal! Denn über allen Ärger und Frust; Über alle Jobängste oder Angst vor Hartz IV, kommt nun die Zeit, in der wir alle uns wieder besinnen sollten auf die Dinge, die wirklich wichtig sind! Und dabei dürfen wir ruhig kitschige Lichterketten aufhängen oder Frank Sinatra hören.

Was ich damit sagen will?

Ganz einfach: Wann habt ihr denn zuletzt bei Euren Lieben vorbei geschaut? Wann habt Ihr Mutti einen Blumenstrauß geschenkt und wann Vati etwas zu naschen zugesteckt? Wann habt Ihr euch zuletzt an leuchtenden Kinderaugen erfreut? Wann Eurem Partnern gezeigt, dass Sie für Euch etwas ganz besonderes sind? Wann haben denn Eure Nachbarn auf eine Flasche wein (Glühwein) bei Euch gehockt und spannende Geschichten erzählt? Wann habt Ihr zuletzt an liebe Menschen gedacht? Wann ward Ihr das letzte mal mit Eurem Leben zufrieden?......

In der Hoffnung wenigstens ein wenig Lichterketten in Eure Herzen, Häuser und Hirne gebracht zu haben...Fühlt Euch alle geherzt!  

 

Das leben ist toll!

20.11.2004 um 20:45 Uhr

Ich will Sex! Oder: Der Mops das unbekannte Arschloch!

von: Mops

Stimmung: gut
Musik: Stranger in the night- von Franky

So hier also der „fieser Mops“ Eintrag! Bitte nicht vergessen Ihr habt mir Amnestie versprochen! Ich war ziemlich sauer als ich das Ganze geschrieben habe also Mea culpa oder so:-).

Aus Platzgründen ist das ganze in zwei getrennten Einträgen geschrieben!

 

Einleitung:

Ich will SEX!! Na ja nicht gerade im Moment, aber ich bin ein Mann und Männer wollen immer nur das Eine!! Zumindest wenn man manchen Frauen Glauben schenkt! Wir Männer sind ja gerade dazu gemacht unsere Gene respektive unseren Samen unters Volk (Pardon) in und unter die Frauen zu bringen. Diese Weisheiten kennt schon jede 15 Jährige! Und die Damen der Schöpfung, besonders wenn sie schon etwas älter sind und in längeren Beziehungen leben werden nicht Müde diese Thesen auch als Rechtfertigung zu nehmen, um uns Männer als Unterleibsgesteuerte- Wilde zu deklassieren. „Die dummen kleinen Triebtäter!“

Nun so wild und triebgesteuert fühle ich mich gar nicht und meinen Samen verteile ich auch nicht so großzügig wie es öfter mal unterstellt wird. Schließlich weiß man(n) seit Boris Becker`s Besenkammer Affäre ja was Frauen damit so treiben könnten! Über so etwas will  ich übrigens gar nicht nachdenken.

Natürlich weiß ich auch, dass es DIE Männer und DIE Frauen gar nicht gibt! In erster Linie fühle ich mich auch als Mensch und bin folglich schon genug damit beschäftigt mich auf mein bisschen Menschsein zu konzentrieren. Dennoch gibt es bestimmte Verhaltensweisen, die immer wieder bei Männlein und Weiblein zu Missverständnissen und Misstönen führen! Und ich behaupte mal, dass ein Großteil davon auf purer Ignoranz basiert! Schließlich sind Männer und Frauen nun einmal völlig unterschiedlich gestrickt! Wobei kein Geschlecht besser oder schlechter als das andere empfunden werden sollte!...Es lebe also der Unterschied! Nur muss man diesen Unterschieden auch irgendwie Rechnung tragen. Soll heißen, man muss die Bedürfnisse des Partners kennen und auch befriedigen/respektieren! (Leider können das nur sehr wenige Menschen).

 

Vielleicht könnt Ihr ja gerade nicht ganz folgen, was Mops (ein ausgewiesener Frauenfan) so aufregt?!  Ihr fragt Euch vielleicht,  gerade  was schreibt der da oder wie kommt Mops darauf? Und das ist eine gute Frage! Zumal ich Euch wirklich nicht mit diesen Hyänen in einen Topf werfen will! Nein Ihr seid alle lieb (hi hi Unschuld heuchele). Nein meine Lieben Ihr seid hier mal außen vor.

Auch habe ich lange überlegt ob ich das hier überhaupt schreiben soll oder ich nicht lieber wieder einen Wetterbericht verfassen sollte?! Also vorsichtig mit dem Wort Hollywood! Ich kann ja nix dafür, dass mein Leben so ist wie es ist....

Tja aber da Ihr mich praktisch gezwungen habt!

Damit Ihr einigermaßen folgen könnt muss ich voraus schicken, dass sich zwischen mir und Lisa so etwas wie eine Beziehung entwickelt hatte! Wir haben geknutscht wie Teenager, rumgeschmust und möglichst viel Zeit miteinander verbracht! Wir wären zum Zeitpunkt des Wildschweinessens wohl schon viel weiter gewesen, wenn nicht Didi mit seinen Eheproblemen, ständig gestört hätte und ich nicht zeitgleich noch im Studio hätte hocken müssen! Es fehlte also schlicht an Gelegenheiten für mehr!...... 

 

... Unten geht es weiter

20.11.2004 um 20:44 Uhr

Das Wildschweinessen und der Mops benimmt sich daneben!

von: Mops

Ich war bei meiner Clique, - alles Leute aus meiner Band und der Musikbranche zum Wildschweinessen eingeladen (mhm lecker Wildschwein). Da waren also mein Produzent, meine Bandkollegen, einige Leute aus der Crew und meine Kumpels Manni und Didi (die ja auch zur Familie gehören) alle bis auf Didi erschienen mit ihren Frauen, Freundinnen und Gespielinnen. Selbst Manni hatte Sasha mitgebracht. Ich erschien zunächst allein, weil Lisa noch arbeiten musste. Da ich aber nicht ganz auf meinen kleinen Sonnenschein verzichten wollte, hatte ich sie also gebeten, nach der Arbeit noch vorbei zu kommen, damit ich sie meiner Clique vorstellen konnte. Außerdem war Didi gerade bei mir ausgezogen und ich hatte die Hoffnung, dass wir endlich mal etwas mehr Zeit miteinander verbringen könnten!

Das Ganze fand im Haus von meinem Gittaristen Ted (Namen sind hier alle geändert) statt. Teds Frau war also für das Essen zuständig. Die Beiden hatten gerade ein komplett neues Esszimmer und Wohnzimmer bekommen (also neue Möbel, Schränke und Teppiche). So sollte das Essen also eine Art Einweihungsfeier darstellen. Sah übrigens alles wirklich schick aus! Da der Termin für das Essen schon lange feststand und ich mich auch nicht davor drücken konnte schien es mir wirklich eine gute Gelegenheit zu sein, Lisa den Wölfen zum Fraß vorzuwerfen. Oder sollte ich lieber schreiben den WÖLFINEN?

Wir saßen also gemütlich beim Essen, es gab verschiedene Weine, und für Didi Bier. Wir plauderten, lobten das Essen, die Möbel den Wein, die Köchin und was weiß ich nicht noch alles?!.... Nun muss ich betonen, dass meine Kumpels alle mehr oder weniger lange in festen Händen waren. Und, dass ich in den Augen der Frauen immer irgendwie das rote Tuch darstellte! Warum werdet Ihr gleich noch lesen!

Irgendwann, wir tranken gerade genüsslich einen (widerlichen) trockenen Rotwein, musste es dann kommen wie es kommen musste....Als Erster war der böse, untreue Didi dran. Die Damen am Tisch, fingen zunächst ganz harmlos an in Didis Wunden zu bohren. „Wieso er denn solche Sachen macht? Er müsse doch an sein Kind denken! Und mit der „Neuen“ würde es auch schon bald nur noch Alltag sein! Ob eine Affäre denn so einen Ärger rechtfertigen würde? Woran es denn gelegen hat? Man könne sich doch zusammenraufen, sich Mühe geben.....“

Man spätestens jetzt tat mir Didi echt leid. Die Damen rieben immer mehr Salz in die Wunden, und Didi machte tatsächlich den Fehler und ließ sich auf dieses perfide Spiel ein. Er erklärte, dass seine Frau ihn nach der Geburt seines Sohnes für 1 ½ Jahre nicht mehr rangelassen hatte, dass sie ständig nur das Kind im Kopf hätte und ihn nur noch als Ernährer behandelte! Dass sie immer fetter wurde und im Bett (wenn überhaupt) nur noch die Erbeben-Nr. lief. (Ja ja über so etwas reden wir beim Essen!)

Ich versuchte ihn noch davon abzubringen, diesen Seelenstriptease hinzulegen in dem ich anfing das Thema am Tisch auf unsere neues Album zu lenken. Die Damen am Tisch würgten diesen Einsatz aber sehr schnell ab! Also ging die Diskussion am Tisch weiter! „ Männer denken mit dem Schwanz, können eh nicht treu sein, wollen immer nur das eine.“ Einige der Männer stiegen in die Diskussion ein und rechtfertigen die Gattung Mann und standen von Anfang an auf verlorenen Posten. Nur Manni schaffte es die aufgeheizte Stimmung immer wieder mit (typischen schwulen) Anzüglichkeiten etwas aufzulockern. Dennoch bald war klar, dass alle (Heteros) im Prinzip nur noch über ihre eigenen Beziehungen redeten. Das Ganze schön allgemein gehalten, aber so, dass der jeweilige Partner die Message verstehen konnte. Gleichwohl bekam Didi das meiste von dem ausgeschüttetem Dreck ab. Er tat mir sehr leid.

Als ich den geballten Schwachsinn nicht mehr ertragen konnte erhob ich mich um mir aus der Bar einen Whisky zu holen (ich neige dazu meine bissigen Kommentare, mit Alkohol runter zuspülen). Außerdem fand ich den Wein zum kotzen. So leicht wollten mich die Giftspritzen aber nicht aus ihrem „Machtbereich“ entkommen lassen (schließlich ging es darum, die Männer zu disziplinieren um zu verhindern, dass noch einer seine Frau verließ).

„Was ist mit Dir, Mops?“ Fragte Anita, die Frau meines Produzenten. „Du hast ja noch gar nichts, dazu gesagt!“

Ich lächelte entschuldigend. „Dann will ich wohl nichts dazu sagen, Anita! Im Übrigen fangt Ihr an mich zu langweilen.“ Ich ging zur Bar und hoffte mit meinem „Gepöbel“ Didi etwas zu „entlasten“.

Ich schenkte mir einen doppelten Vierfachen ein und war noch nicht wieder zurück am Tisch, als sich die Damen auf mich einschossen. „Wann kommt denn Deine kleine Freundin?“ Fragte Lotte (Frau vom Basser). Noch ehe ich antworten konnte, ging es in der Runde weiter: „Die ist doch auch nur wieder so ein Spielzeug vom Mops! Müssen wir uns den Namen dieses mal merken?  Der wird auch nie erwachsen! Wann willst Du denn mal Heiraten, Mops? Nun wo Du schon die Vierzig passiert hast? Du musst doch auch mal solide werden. Mensch, immer nur die jungen Dinger! Die taugen doch nur fürs Bett! Und glaubst Du, dass Die alle auf Dich scharf sind? Meinst Du nicht, dass Die nur versorgt sein wollen, oder  sich wichtig machen? Irgendwann dreht Dir eine mal ein Kind an. Du brauchst doch mal eine Frau in Deinem Alter, eine die Dich versteht und mit der Du Dich mal richtig unterhalten kannst. Eine kultivierte Frau, nicht diese Betthäschen.“

OH Mann!!! Da fragt man sich ob es wirklich eine so gute Idee war die Hexenverbrennung so vorschnell abzuschaffen. Aber zumindest war nun Didi etwas aus der Schusslinie! Ich trank also ganz ruhig meinen Whisky, spürte wie mir der Alkohol wollig die Kehle runter lief und nahm mir vor, den Abend zu schmeißen. Wer Wind säht wird Sturm ernten!! Es ärgerte mich schlicht, dass Lisa schon Gegenwind bekam bevor sie überhaupt vorgestellt wurde! Und das Ganze als Bettgeschichte zu bezeichnen, war zu dem Zeitpunkt schlicht etwas gewagt (grmmml).

 „Also,“ sagte ich leise und hatte sofort die Aufmerksamkeit der Meute! „Erstens ist Lisa nicht meine kleine Freundin (obwohl ich sie schon als meine Kleine bezeichne), noch ist sie mein Spielzeug! Ich spiele nämlich nicht mit Menschen...Das überlasse ich älteren frustrierten Frauen! Die ganz offensichtlich ihren Mangel an Bindegewebsstraffheit durch sinnentlehrtes Geschwätz kompensieren müssen.“ Ich nahm noch einen Schluck und beobachtete wie die Damen versuchten herauszufinden, wie tief ich gerade unter die Gürtellinie trat (War ja nicht das erste Mal). „Des weiteren, Habe ich im Gegensatz zu anderen Männern“  (ich warf einen vielsagenden Blick auf meine Kumpels) „noch regelmäßigen, ungehemmten, erotischen Sex. Und zwar mit Frauen, die nicht jeden Tag aufs Neue erobert werden wollen und mich obendrein beim kleinsten „Ausrutscher“ mit „Sexentzug“ bestrafen oder nach dem Sex schnell unter die Dusche verschwinden nur um ja nicht zu lange besudelt im Bett zu liegen! Oder anders ausgedrückt: Keine Weiber die mich schwindelig Quatschen statt sich aufs Wesentliche zu konzentrieren.“ (Ok das war nicht nett! Aber nett wollte ich auch nicht sein). Meine Bandkollegen feixten heimlich in sich hinein. Schließlich verbrachten wir Musiker in manchen Jahren mehr Zeit miteinander als mit unseren Frauen. Wir wussten faktisch alles über uns. Wer mit wem und in welcher Stadt welches Mädchen gehabt hat. Jeder meiner Jungs wusste, dass ich ihre Frauen nicht mochte und fast alle hatten eh noch Freundinnen nebenher. (Ok ok das ist vielleicht auch nicht gerade so toll! Gibt aber recht gut Aufschluss über den Stand der Beziehungen! Oder über den Grad der Verlotterung bei uns Männern! Ich sage ja: Männer sind Schweine!)

„Außerdem hatte ich wie wir ja alle wissen bereits die Frau fürs Leben gefunden! Ihr ward ja dabei als wir sie Beerdigt haben!“ Dieser Einwurf war sicherlich sehr unfair von mir, zumal mir meine Clique damals ganz toll beigestanden hatte (auch die Frauen). Es ging mir trotzdem gegen den Strich, wie sie versuchten mich als dumm und unreif hinzustellen. Wäre meine Verlobte damals nicht gestorben, wäre ich wahrscheinlich schon unter der Haube! 

Ich erhob mich um mir noch einen doppelten Vierfachen zu holen, und nahm bei der Gelegenheit gleich die Flasche (Glen Fidich) mit zurück an den Tisch. Ich war sauer. So oder so halte ich mich nicht für einen oberflächlichen Menschen. Ich respektiere Menschen immer so wie sie sind. Leben und leben lassen ist meine liebste Devise. Und ein Windhund bin ich ganz sicher nicht! Meiner verstorbenen Verlobten war ich über viele Jahre treu! Wirklich treu!!

Weiterhin wollte ich, dass Lisa bei meinen Leuten, ernstgenommen wurde und, dass jeder sie respektierte! Das ging nun aber in meinem Groll unter! Zu meinen guten Eigenschaften gehört, dass ich mich hemmungslos daneben benehmen kann. Und das hatte ich nun auch vor!

Die Damen hatten die Zeit genutzt und setzten zum Gegenschlag an. Ich muss betonen, dass wir bei solchen Gelegenheiten immer sehr höflich und kultiviert bleiben. Es wurde also immer mit sehr feiner Klinge gekämpft! Ich ließ also Redeschwall um Redeschwall über mich ergehen und feixte dabei mit meinen Kumpels, zog entsetzte Grimassen und imitierte die jeweils Sprechende! Was die Damen schon ein wenig in Rage brachte. „Ich sei ja so unreif und so unvernünftig. Und mir fehle nur die RICHTIGE! ....bla bla bla!“

Ausgerechnet in diese „delikate“ Diskussion platzte nun meine, bezaubernde Lisa. Ich hatte ihr schon zwei Tage vorher gezeigt wo mein Gitarrist Ted wohnt, so, dass sie nun plötzlich an der Tür läutete. Ich sagte zu Ted, der zur Tür gehen wollte: „Bleib sitzen, ich gehe, dass ist bestimmt Lisa“. Ich ging also zur Tür und begrüßte meinen schwarzhaarigen Engel. Sie sah bezaubernd aus und duftete wie ein Blumenwiese! Ihr langes schwarzes Haar (sonst gelockt) war streng nach hinten gekämmt, in der Mitte gescheitelt und im Nacken zu einem dicken Zopf geflochten, der bis unter die Schulterblätter reichte. Sie trug ein schlichtes schwarzes Kostüm (so nennt man doch die Anzüge für Frauen oder?). Um den Hals ein breites glitzerndes Strasshalsband (ich will ja mal nicht annehmen, dass das Diamanten waren!) mit dazu passenden Ohrclips. Ich fand, dass sie unglaublich toll aussah und sagte es ihr natürlich. Sie wiederum merkte, dass ich schon ein oder zwei Vierfache getrunken hatte. Ich fand es niedlich, dass sie gleich besorgt fragte, was mit mir sei? Hoppla! So gut kannte mich die Lady, schon. In ihren Augen konnte ich lesen, dass sie bereit war jedem die Augen auszukratzen, der mir wehgetan hatte (das war echt mächtig beeidruckend). Ich deutete mit den Kopf ins Esszimmer und sagte bloß: „Stutengebeisse! Sie stänkern schon über uns rum! Du scheinst für mich wohl etwas zu jung zu sein?! Die Weiber sind heute in Hochform!“ Lisa strich mir sanft durchs Gesicht, hauchte mir eine Kuss auf den Mund (auf Zehenspitzen). „Ich stehe aber auf uralte Knacker“ Sie lachte fröhlich. “ Mach Dir keine Sorgen, Frauen müssen so sein! Was glaubst Du was ich von meinen Leuten über Dich zu hören gekriegt habe!?“ Sie schenkte mir ein aufmunterndes Lächeln. „Also dann mal auf in den Kampf!“ Ihre Augen blitzten. Ich war überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass sie so tough war. Zwar hatte sie mir erst neulich geholfen die Badezimmer zu schrubben...Aber das sie doch so hart war! Respekt.

Wir betraten also den Raubtierkäfig, ich stellte mein Mädchen vor und nannte ihr auch die Namen der Versammelten. Einige kannte sie ja bereits.....

Tja und dann ging der Abend so seinen Gang. Die Weiber schätzten Lisa ab und führten harmlose Gespräche mit Ihr. Meine Kumpels gingen da schon etwas „deftiger“ zur Sache, was den Hyänen wiederum nicht so behagte. Lisa ist ja jung und hübsch und da galt es wachsam zu sein!

Alle diese Situationen meisterte meine Lady sehr gekonnt. Sie war charmant und schlagfertig. Es schien als könne sie ganz gut auf sich aufpassen. Natürlich wusste ich, dass die Weiber, irgendwann ihre Attacke fahren würden, also blieb ich wachsam, steht’s in der Nähe. Und dann passierte es: Anita fing an Lisa in verfängliche Fragen zu verstricken, die alle nur das eine Ziel hatten unsere Beziehung (wenn man überhaupt schon davon reden kann) in Frage zu stellen. Die anderen Hyänen schlossen sich diesem Spiel geschickt an. Sie gaben wirklich Alles um Lisa deutlich zu machen, dass, sie sich nur keinen Hoffnung machen solle, schließlich hätte ich schon viele „Püppchen“ verschlissen. Das ganze wurde Lisa natürlich äußerst zuvorkommend serviert und in ganz kleinen Happen. Die Frauen saßen zu diesem Zeitpunkt am Kamin, während wir Kerle uns im Bereich der Bar aufhielten, und dabei auf die Entfernung ein wachsames Auge auf „unsere“ Mädchen hatten. Auch wenn wir nicht alles verstanden, was die Frauen so tuschelten bekamen wir dennoch genug mit um zu wissen worum es ging!  Es ging natürlich darum, dass alle vermuteten, dass Lisa nur versorgt sein wollte und eine Junge Frau sich nicht wirklich in einen älteren (ähm) Herren verlieben konnte. Die Weiber wussten ja nicht, dass ich im Vergleich zu meinem Mädchen, eher der arme Schlucker war (Was heißt im Vergleich? Ich bin arm! Oder habt Ihr schon mal einen reichen Musiker gesehen? ..Bohlen zählt nicht! Wir reden ja über Musiker ;-). Im Übrigen kamen zumindest wir Männer, aus ganz schlechten Verhältnissen. Wir waren richtige Underdogs, als wir im Alter von 19-23 Jahren unsere Band gründeten. Unsere Eltern waren alles arme Schlucker (im wahrsten Sinne des Wortes). Die meisten hatten nur einfache Schulbildung und kaum eine Ausbildung. Es gibt also keinen Grund für Hochmut oder Überheblichkeit!

Ich wollte Lisa schon aus dem Hexenkreis raus holen, als meine Kleine plötzlich aufstand und so laut zu den Frauen sagte, dass wir alle es hören konnten: „Mich stört der Altersunterschied nicht! Er ist schlicht der F*** meines Lebens! Ich hoffe ja mal, dass er es nicht nur auf mein Geld abgesehen hat!“ Mit diesen Worten schenkte sie den Frauen ein strahlendes Lächeln! Entschuldigt mich aber da wir gerade von F*** sprechen.... Wir haben noch etwas wichtiges zu erledigen.“ Sie verlies den Hexenzirkel und gesellte sich zu uns Männern an die Bar! Sie schmiegte sich lasziv in meinen Arm, zog mich zu sich heran und sagte wieder so laut, dass es alle hören konnten: „ Küss mich und dann bring mich in dein Zelt!“

Wer bin ich, dass ich da nicht gehorcht habe?      

Unnötig zu sagen, dass ich eine so coole und abgebrühte Vorstellung noch nie erlebt hatte! Mein Mädchen (Gott bin ich Macho) war eine echte Überraschung.  Wie gesagt ich bin ein Mensch und kein Macho. Aber mir hat gefallen, wie Lisa allen gezeigt hat, dass ich für sie der Größte bin! Und genau das ist es was Männer wollen!! Der Größte sein für die Frau, die sie gerade zu lieben glauben (ähm). Nicht immer nur Sex!

 

In dieser Nacht schlief meine Kleine dicht an mich angekuschelt! Ich hielt sie sanft im Arm und konnte vor lauter Glück nicht schlafen! Einen Altersunterschied habe ich übrigens nicht gespürt! Wohl aber seit langem das Gefühl wieder zu jemanden zu gehören!

 

Epilog

Einige Tage später im Studio erzählten mir meine Bandkollegen, dass Lisas Auftritt wohl auch bei einem Teil der Frauen für einiges an Nachdenken gesorgt hatte! So erzählte mir Ted, dass er eine ganz besondere Nacht mit seiner Frau erlebt hatte und mein Produzent sagte, dass seine Frau seit Langem mal wieder ein komplettes Wochenende für Ihn Zeit hatte. Nur Lotte soll noch lange über das schamlose Luder gewettert haben! Manche lernen eben nie  dazu.... 

 

20.11.2004 um 10:00 Uhr

Schnee

von: Mops

Stimmung: Supi
Musik: Dideldum

Heute morgen schau ich aus dem Fenster! Und was muss ich sehen?
Schnee! Und schon angezogen und ab mit Hundi in den Garten! Schneetoben! Hundi liebt das und ich auch!

Euch allen einen tollen Tag!



18.11.2004 um 18:12 Uhr

Alien im Kühlschrank

von: Mops

Stimmung: Sexy
Musik: Elvis

War ja klar, dass Ihr, neugierig wie Ihr seid, mich zwingen wollte meine schlechten Manieren hier öffentlich zu machen. Na ja ich war auch ziemlich sauer als ich den Eintrag geschrieben habe. Ich schlaf noch einmal drüber und entscheid dann was ich tue?! Im Grunde ist es auch gar nicht soooo toll!

 

Ja und dann ist neulich bei uns ein UFO in die Büsche gestürzt! Da kamen dann ganz viele Männer in luftdichten Anzügen! Das Militär war da und auch die Men in Black! Alle habe sie da rumgewuselt! Aber gefunden habe nur ich etwas. Schnell in ein Glas gesperrt, ein Foto gemacht und in den Kühlschrank gestellt!

 

Voila mein Außerirdischer!

 

17.11.2004 um 10:17 Uhr

Fieser Mops

von: Mops

Stimmung: Grönemeier
Musik: Mensch

Da hatte ich einen ellenlangen Eintrag geschrieben, und musste dann feststellen, dass man beim lesen, den Eindruck bekommen musste, dass ich ein echt fieses Arschloch bin! Außerdem ein Macho und ein Frauenfeind!

Da wir alle wissen, dass das bestimmt nicht zutrifft (hi hi) Habe ich mir den Eintrag verkniffen. Im großen und Ganzen ging es darum, dass Lisa und ich bei meiner Clique zum Wildschweinessen eingeladen waren. Die Frauen meiner Kumpels sind nun aber nicht ganz mein Geschmack und ich habe mich wohl etwas daneben benommen! Besonders weil sie mich und auch Lisa voll provoziert haben! Tja und dann hat meine Kleine, mich echt verblüfft! Das alles wollte ich erzählen... Aber das tue ich  nun nicht, weil ich dort nicht besonders nett war und ich nicht will, dass Ihr denkt ich bin ein fieser Mops!...

 

Schäm ......Will ja nicht, dass Ihr mit Steinen nach mir werft! 

13.11.2004 um 19:40 Uhr

Mit dem Mops ins Studio

von: Mops

Stimmung: Angedüselt
Musik: Was eigenes.

So da san ma wiedda.

 

Heute war ich wieder den ganzen Tag im Studio. Anschließend habe ich zu Hause noch schnell die neuesten Ergüsse meiner Bandkollegen durchgehört. Und an einigen Songs gefeilt. Nach fast fünf Jahren arbeitet die Truppe echt mit Hochdruck und die Ergebnisse sind wirklich sehr viel versprechend. Comeback in Sichtweite.

Dann schnell noch eine Runde mit Jacky! Tja und jetzt ist Feierabend.

 

Damit Ihr mal seht wo ich mich den ganzen Tag so rumgedrückt habe,.... hier einige Bilder. Und nun werde ich mal in Euren Bloggs stöbern. Ach ja, habe ich schon genug Werbung für meinen Fantasy Roman gemacht? Schaut ruhig mal rein:  Elfenblut



11.11.2004 um 11:59 Uhr

Frei endlich frei ....oder so...

von: Mops

Stimmung: Kopfweh (hi hi)
Musik: WASP. Wild Child

So die letzten Tage war ich dann endlich mal wieder im Studio. Hat wirklich Spaß gemacht! Allerdings ist der Produzent dann krank geworden (lag wohl an meinem Gesang).

Didi ist dann heute endlich ausgezogen! Seine Frau ist mit dem Kind wieder zu ihrer Mutter gezogen und hat ihm die Wohnung überlassen. Oh man endlich Zeit! Da habe ich mich auch gleich mal in der Firma krank gemeldet. Ich brauch einfach mal etwas Ruhe (bin ja schon alt). Und dann muss ich mal die Hütte putzen. Dazu habe ich allerdings keine Lust...:!

Also Ihr Lieben, ich werde jetzt mal in Euren Bloggs stöbern. Ich habe Euch ja sooooo vermisst J
Hier unten noch ein Bild vom Hund meines Produzenten ich fand den ja soooo niedlich.


08.11.2004 um 21:12 Uhr

Mein Date mit Lisa III

von: Mops

Stimmung: Müde.
Musik: Nightwish- Once das Album

Also hier geht es weiter.

Gegen 2Uhr, bat ich Lisa mich nach Hause zu fahren. Wir hatten den Rest des Abends mit flirten und gegenseitigem Abschätzen zugebracht, was mir wirklich große Freude bereitete. Als wir bei mir vor dem Haus stoppten, musste ich feststellen, dass meine Hütte hell erleuchtet strahlte wie ein Weihnachtsbaum. Sämtliche Lichter im Haus brannten und auch alle Garten und Hoflampen waren eingeschaltet. Das konnte nur bedeuten, dass meine Freunde mal wieder in mein Haus eingefallen waren. Lisa sah mich irritiert an. „Hast Du Besuch oder nur zuviel Geld?“ Auch ihr war aufgefallen, dass wirklich sehr viele Lichter eingeschaltet waren. Insgeheim mochte sie wohl vermuten, dass ich eine Frau im Haus hatte. „Hast Du Lust, noch mit rein zu kommen?“ Erwiderte ich ohne auf ihre Frage zu reagieren. „Warum nicht?“ Sie zog den Schlüssel ab und gemeinsam gingen wir die lange Einfahrt hoch zum Haus. (Was toll war, weil sie dabei meine Hand hielt :-) Drinnen bestätigte sich mein Verdacht.  Das Wohnzimmer war verqualmt von widerlich stinkenden Zigarren. Im Kamin brannte ein viel zu großes Feuer, so dass Funken weit im Wohnzimmer landeten. Auf den Sofas und Sesseln lümmelte Manni mit vier seiner schwulen Kumpels und pafften an übertrieben dicken Clinton/Lewinski Gedächtnis- Editionen! Deren Gestank sich mit dem Duft von Poison und Chanel vermischte. In ihrer Mitte hockte mein bester Freund Didi. Den Blick auf den Boden gerichtet mit hängenden Schultern. Aus den Boxen der Stereoanlage erklang Lilli Marleen (wie passend) Zu allem Überfluss soffen die Herren gerade einen 23 Jahre alten Jim Beam, den ich mal geerbt hatte und seit dem wie einen Augapfel hütete....Na ja, dass Jacky eine Chipstüte erwischt hatte und die Überreste fein säuberlich auf den Boden verteilte, fiel schon nicht mehr ins Gewicht. Home sweet home.

Lisa und ich standen ziemlich sprachlos mitten im Raum. Jacky ahnte bereits das Donnerwetter und verdrückte sich klammheimlich nach oben. Schnell setzte mich Manni ins Bild: Didi war zuhause rausgeflogen und brauchte dringend Beistand und ein Dach über dem Kopf. Für den Beistand hatte Manni gesorgt und ich wohl für das Dach. Weiterhin war Manni nun mit Sasha zusammen und ganz doll verliebt! Welcher von den Typen Sasha war konnte ich auf die Schnelle nicht ausmachen. Und warum das Alles ausgerechnet zu einer Party in meiner Bude führen musste, erschloss sich mir auch nicht?! Ich stellte den Anwesenden Lisa vor und bot ihr erst einmal etwas zu trinken an. Manni, der sehr schnell erkannte wie sehr mir meine Freunde gerade den Abend versauten schnappte sich Lisa und verwickelte sie in ein nettes Gespräch. Schwule können das :-) „Komm Schatz, ich zeige Dir mal den Ostflügel, und was diese Burg sonst noch so zu bieten hat!“ Er zwinkerte mir zu. „Du glaubst ja gar nicht, was Mops so alles in seinen Schränke versteckt!“ Er zog sie auf die Seite und führte sie galant ins Obergeschoss. Sie warf mir einen verstehenden Blick zu und ließ sich dann von Manni das Haus zeigen.“ Und vergiss nicht Ihr den Weinkeller zu zeigen“, zischte ich den Beiden hinterher. „Da kennt er sich nämlich besonders gut aus.“ Manni tat nicht einmal beleidigt. „Den Keller zeige ich Dir zum Schluss, Liebchen! Da gibt es einige ganz leckere Ecken.“ An Lisas Lachen erkannte ich, dass die kleine Lady in guten Händen war. Nun hatte ich Zeit mir Didis Geschichte anzuhören. Die anderen „Gäste“ öffneten die Terrassentür und ließen frische Luft ins Haus. Dann verkrümelten sie sich dezent in die Küche, wo wohl mein Kühlschrank das nächste Opfer, der eingefallenen Hunnenhorde wurde. Ein sicheres Indiz dafür war Jacky, der von oben kommend direkt in der Küche verschwand.

Es tut mir leid aber ich war stinksauer auf Didi! Und das machte ich ihm auch unmissverständlich klar. Nicht nur, dass er seine Finger nicht von fremden Frauen lassen konnte. Nein er hatte es mit seiner Nachbarin getrieben (ebenfalls verheiratet ein Kind). Und nun waren zwei Ehen im Eimer. Die Hausgemeinschaft war zum Teufel, und eine Menge Menschen trugen tiefe innere Wunden davon. Außerdem hatten sich die beiden Sünder in einander verliebt, was zwangsläufig zu noch mehr Kummer führen würde. Dass dabei zwei Kinder unter den Opfern waren machte die Sache nicht unbedingt besser. Nur gut, dass wir das Ganze mit guten alten (23 Jahre grmml) Jim Beam feiern konnten. Na ja, Didi hat dann noch geweint! Nicht wegen seiner Frau sondern wegen seinem Sohn. Er hatte große Angst, dass seine Frau den Kleinen gegen Ihn aufwiegeln würde. So etwas war nämlich unserem Kumpel Toddi passiert der (Ihr werdet es kaum glauben) auch beim Fremdgehen erwischt wurde. - Ohne Worte.

Nach und nach trudelten nun wieder alle im Wohnzimmer ein. Manni und Lisa kamen lachend und schon leicht angeschiggert aus dem Keller. Offensichtlich hatte Manni extra für meinen kleine Lady eine Weinprobe „improvisiert“. Vor dem Hintergrund, dass Lisa eigentlich noch fahren musste, gefiel mir das gar nicht.

Gemeinsam machten wir es uns vor dem Kamin gemütlich und tranken einiges von dem was Manni so im Keller gefunden hatte. Lisa schnappte sich ein Telefon und macht ihrem Onkel klar, dass wir Beide wegen einer wichtigen Familienangelegenheit nicht an der Jagd teilnehmen konnten. Ich fand das toll, wie sie ganz selbstverständlich akzeptierte, dass ich nun andere Sorgen hatte. Allerdings beschlich mich der Verdacht, dass Ihr jetzt gegen 03:30 Uhr auch nicht mehr nach Jagd zumute war.

Mit zunehmenden Alkoholkonsum wurde die kleine Lady zutraulicher. Sie setzte sich neben mich und lauschte mit großen Augen den Geschichten, die wir (ganz besonders Manni) erzählten. Sie hatte bis dahin ja nicht genau gewusst was ich so mache! und da Manni und Didi schon auf so manchem Konzert oder Tournee dabei waren, kannte sie auch haufenweise schlimme Geschichte. Schließlich hatten wir schon viel gemeinsam erlebt und es gab so manche Anekdote, die im Laufe der Zeit sowieso immer weiter ausgeschmückt wurde, zu hören. Es war ein schönes Gefühl wie sie sich immer öfter bei mir anlehnte (der kleine Kopf wurde nämlich schwer vor Müdigkeit und Trunkenheit). Ich konnte mir nicht helfen aber Lisa machte mich verrückt und gab mir ein Gefühl von Lebendigkeit, das ich schon lange nicht mehr so intensiv gespürt hatte. Irgendwann fragte sie ob sie noch einmal telefonieren durfte. Was für eine Frage. Sie verzog sich in meine Büro, und wurde nicht mehr gesehen. Irgendwann pennten mir die „Gäste“ auf den Sitzen ein und Didi verzog sich in „sein Gästezimmer“ Manni schnappte sich Sasha und reklamierte das zweite Gästezimmer für sich. Ich dachte eigentlich, dass Lisa noch telefonierte und wollte sie nicht stören. Als mir das ganze aber zu lange dauerte ging ich dann doch nachsehen.

Sie lag, die Schuhe ausgezogen, mit meiner alten Lederjacke um die Schultern zusammengerollt auf dem Ledersofa in meinem Büro, welches eigentlich ein Mops-Gedenkmuseum war! Also der Raum wo alles gesammelt war, was so mit meinem Leben zu tun hatte. Fotos, Plakate und Devotionalien. Wie eben diese Lederjacke. Jacky lag vor dem Sofa und schielte mich müde an. Meine kleine Lisa wirkte so süß und verletzlich, dass ich sie glatt hätte auffressen können. Das lange schwarze Haar lag wie ein Fächer über ihren Schultern. Einige Locken hingen ihr vorwitzige im Gesicht. Sie war wirklich niedlich anzuschauen.

Liegenlassen wollte ich sie dort allerdings nicht. Also hob ich sie sanft auf, wobei sie im Halbschlaf ihre Arme um meinen Hals legte und trug sie in mein Schlafzimmer. Ich hatte ja von dem fetten neuen Bett berichtet. Ich legte sie auf die „unbenutzte“ Seite und deckte sie vorsichtig zu. Dann schnappte ich mir meinen Hundi und setzte mich noch eine Weile zu den beiden schnarchenden schwulen Gästen. Ich war viel zu aufgekratzt um nun schon schlafen zu können. Irgendwann verzog ich mich dann ins Büro aufs Sofa und schlief dort in eine Wolldecke gehüllt ein.

 

Fortsetzung folgt!

07.11.2004 um 11:37 Uhr

So viel zu schreiben- So wenig Zeit.

von: Mops

Stimmung: Garusel
Musik: nüscht habe einen Kater :-)

Didis Eheproblem nehmen mich ganz schön in Anspruch. Ständig muss ich trösten oder irgendetwas für Ihn erledigen. Das mache ich ja gerne, weil er echt mein Bester Freund ist....ABER: Ich kann’s nun echt nicht mehr hören. Schließlich ist fremdgegangen und nicht ich! Aber wozu hat man den Freunde? :-)

Also da Euch meine Rendez-vous Geschichte so viel Spaß macht muss ich wohl noch weiter schreiben was so alles passiert ist!?  

Dann zu etwas weniger lustigen:

Am Wochenende also dieses wurde hier überall nach dem vermissten Jungen gesucht. Das ist schon komisch wenn man überlegt in was für einer Gegend ich leben. Also mal abgesehen von den Kindermorden, hat im Nachbarort vor Kurzem ein 85 Jahre alter Mann seine 79 Jahre alte Frau ermordet. Dann hat mein ehemaliger Tierarzt (also nicht mein Tierarzt sonder der von Hundi) seine Frau in der Küche erstochen. Weiterhin macht eine äußerst brutale Einbrecherbande den Landkreis unsicher! Ja mal ehrlich, das ist eine ruhige und beschauliche Gegend hier.....oder nicht?

Hundi macht jedenfalls gerade ein Ausbildung bei den Marines (Nur für den Fall der Fälle).

Mich gruselt und ich sehe meine Nachbarn plötzlich mit ganz anderen Augen. Das wir hier vor Kurzem auch ein Erdbeben hatten, erscheint dagegen fast schon „banal“.

04.11.2004 um 19:59 Uhr

Mein Date mit Lisa (Fortsetzung)

von: Mops

Stimmung: Schmetterlingich :-)
Musik: Franky- My Way

Schweigend beobachteten Lisa und ich wie „Tantchen“ die Stallung verließ. Ich spürte ihre Nähe und empfand die Wärme ihres vom Tanzen erhitzten Körpers, als äußerst anregend :-).

Als wir alleine waren ging die kleine Lady wieder etwas auf Distanz, und zog einen Schmollmund. „Ich hasse es wenn Sie das machen!“ Ihre Augen blitzten im Dämmerlicht des Stalls. „Jeder Mann, bekommt diese Predigt zu hören! Also bilde Dir nichts ein.“ Sie faste meine Hand und zog mich tiefer in den Stall, entlang an der langen Reihe von Pferden in ihren Boxen.(Da musst ich doch gleich wieder an Blue denken ;-) „Entschuldige, vielleicht war es ein Fehler, Dich hier her zu bringen.“ Sie ging dabei rückwärts und sah mir unentwegt in die Augen. Ich schwieg, was sollte ich auch sagen? In der Tat war es so, dass ich völlig fasziniert war, und den Abend in vollen Zügen genoss. Was Ihre Tante oder Ihre Freunde dachten war mir völlig gleichgültig. Schließlich, muss ich mich nicht schämen für das was ich bin. Außerdem mag ich mich und hege keine Zweifel, an meiner „Salonfähigkeit“. Wer also mit mir nicht klar kommt, hat ein Problem- nicht ich!

Ich war mir auch sicher, dass Sie es darauf angelegt hatte, dass dieser Abend genau so verlief wie er verlief. Nein, die Kleine Lisa wusste genau was sie tat. Ich glaube es war so eine Art Test, wie ich mit Ihrer Sippe zurecht kam. Und ich glaube, dass dieses nicht der letzte Test war, bevor sich zwischen uns etwas ernsthafteres entwickeln konnte. Ich musste innerlich schmunzeln, zu diesem Spiel gehörten immer noch zwei Personen!

 

Die Lady zog mich immer noch rückwärts gehend zu einer Box am Ende des langen Stalls. Sie fixierte mich mit ihren dunklen Augen, und schien mich abzuschätzen. Ich wusste, dass sie versuchte hinter die „Mops-Fassade“ zu blicken. Wie ein kleines Mädchen drehte sie sich plötzlich um und deute unschuldig in die Box. “Schau, mein Baby!“. Sie wippte dabei tänzerisch mit den Hüften. Ich musste grinsen und fragte mich  wie viele Facetten dieser kleine Spanische Teufel noch auf Lager hatte?!

In der Box stand neben einer prächtigen Stute ein, nicht mehr ganz so kleines Hengstfohlen. Ganz Schwarz mit weißer Blesse und weißen Fesseln. “Ist er nicht wundervoll?“ Sie öffnete die Box und streckte ihre Hand nach der, nervös schnaubenden Stute aus. Das Fohlen versuchte sich hinter seiner Mutter zu verstecken.

“Er hat Angst, weil Du dabei bist!“ Sie warf mir einen provozierenden Blick zu. „Du musst einen schlechten Charakter haben! Pferde spüren so etwas!“

Ich trat dicht hinter die kleine Lady so, dass sich unsere Körper ganz leicht berührten. Ihr schweres Parfüm kroch mir unter die Haut und den Nacken hoch. Ich beugte mich zu ihrem Ohr hinab und sagte: „Er versteckt sich vor Dir!“ Sie krauste die Nase und tat beleidigt. „Vendejo, er liebt mich!“

Wir standen einen Augenblick, ganz dicht beieinander und betrachteten schweigend das wirklich sehr hübsche Pferdchen.

Dann sah sie mich kurz voller Stolz an, und man konnte in ihrem Blick erkennen wie viel ihr das Fohlen bedeutete (Frauen und Pferde...ohne Worte). Leise schloss sie die Box.

Dann hakte sie sich bei mir unter und wir verließen (fast schweigend) den Stall. Ihre Nähe tat mir sehr gut und ich spürte den Drang mir die kleine Lady zu greifen und diese verführerischen Lippen zu küssen....(Was am ersten Abend wohl etwas unpassend gewesen wäre..oder?)

Draußen auf dem Hof trafen wir auf ihren Onkel, der gerade einige Gäste verabschiedete. Ich sah ein kurzes aufflackern  von Missfallen in seinem Blick als er erkannte, dass Lisa sich eng an meinen Arm gehängt hatte und mir wohl fast schon etwas zu nahe war. „Junger Mann, würden sie mir wohl einen kurzen Moment schenken?“ Sprach er mich schon auf einige Meter Entfernung an. „Lisa, bist Du bitte so lieb und bringst uns einen Wein?“ Sie blieb kurz stehen und warf mir einen provozierenden Blick zu. Keine Frage nun stand mir wohl noch eine Ansprache von „Onkelchen“ bevor. Sie lächelte wissend und sagte katzenhaft sanft: „Ich wette, Du trinkst etwas anderes?!“

„Dann bin ich gespannt, was Du mir bringst“, entgegnete ich leise ohne die Augen von ihrem Onkel zu lassen. Gut gelaunt, mit wiegenden Hüfte, schwebte der kleine Wirbelwind davon und ich war mit „Onkelchen“ allein. Er deutete auf ein Holzkohlebecken, das in der Nähe stand. „Gehen wir zum Feuer?“ Ich deutete mit der Hand in die gewiesene Richtung und ließ ihm den Vortritt.

„Kennen Sie, meine Nichte schon lange?“, versuchte er das Gespräch zu eröffnen. „Sie ist eine sehr einnehmende Person. Und sie liebt es die Männer um den Finger zu wickeln!“ Er lächelte wissend. „Nicht, dass Sie mich falsch verstehen. Sie ist ein tolles Mädchen, aber...“ Ich blieb, unvermittelt stehen und sah ihm fest in die Augen. Er war überrascht und sah mich fragend an. „Wenn das nun wieder eines von diesen Gesprächen werden soll, in dem ich gesagt bekomme, dass Ihre Nichte nichts für mich ist, können Sie sich den Atem und auch alle höflichen Floskeln sparen!“ Der alte Mann zog verblüfft die Augenbrauen nach oben. „Und ich wäre Ihnen weiter sehr dankbar, wenn Sie es unterlassen würden, mich mit „junger Mann“ anzusprechen. Ich wurde Ihnen mit Namen vorgestellt und war ja auch so frei mir Ihren zu merken!“ Ich drehte mich wieder Richtung Feuer und sah in die Flammen. „Und nur für den Fall, dass Sie noch weitere Dünkel haben sollte, ich bin nicht auf Ihr verdammtes Geld aus, noch habe ich die Absicht, Stammgast auf ihren Gesellschaften zu werden! Ich bin heute den ersten Tag mit Lisa aus und ich habe keine Ahnung wie sich das hier entwickelt. Und ob sich überhaupt etwas entwickelt“ Dann sah ich ihm trotzig in die Augen. Einen Moment sahen wir uns schweigend an. „Sind Sie fertig?“ fragte Onkelchen vorsichtig, mit einem amüsierten Unterton in der Stimme. Ich überlegte kurz und sagte dann:“ Ja, fürs Erste!“

Er lächelte überlegen und sagte dann:“ Na schön! Ich hatte nämlich nur vor etwas höfliche Konversation zu machen, - Sie für mich einzunehmen um Sie dann zu fragen, ob Sie morgen nicht an der Jagd teilnehmen wollten?!“ Er lächelte milde. „Wir sind etwas um Treiber verlegen.“ Er sah hinüber zu den anderen Gästen. „Zu viele Häuptlinge und zu wenig Indianer! Er seufzte leise. „Jeder will mit einem Gewehr rumlaufen und schießen... aber Treiber haben wir nicht genug. Es kommen noch einige Landwirte und helfen. Hätten Sie Lust? Lisa wird auch mit treiben.“

„Jagd?“ Ich war verblüfft Und kam mir dann auch ziemlich blöd und unhöflich vor.

Er lächelte gütig. „Nur wenn Sie Lust haben!“ Er sah über meine Schulter. „Lisa würde sich sicher sehr freuen.“ Und schon stand die kleine Lady neben mir und reichte ihrem Onkel einen fetten Schwenker und mir ein Whisky Glass voll Tequilla. Wissend und herausfordernd sah sie mich an. Bevor ich antworten konnte legte Onkelchen ihr eine Hand auf die Schulter und beugte sich, zu ihrem Ohr und flüstert so, dass auch ich es gut hören konnte: „Er hat miserable Manieren!“ Mit einem vielsagenden Lächeln entfernte sich der alte Mann. „Um vier Uhr geht es los!“ Sagte er ohne sich umzudrehen. “Gummistiefel wären, hilfreich! JUNGER MANN!“

Nun musst ich lachen, er hatte gepunktet und genoss es! Ich sah Lisa prüfend an, die milde Lächelte! Sie nickte mir zu. “Trink!“ Ich sah die goldgelbe Flüssigkeit nachdenklich an. „Tequilla!? Und wo ist die Orange?“ Sie schob mir mit einer Hand das Glas unter die Nase. “Du hast doch keinen Fruchtsaft bestellt, oder?!“

 

Fortsetzung folgt

01.11.2004 um 21:12 Uhr

Mein Date mit Lisa

von: Mops

Stimmung: Kuschelig
Musik: The King- Working Class Hero!

Endlich wurde es Wochenende und mein Date mit Lisa, rückte immer näher. Ich machte mir Gedanken, darüber wie ich die ganze Geschichte angehen sollte. Was ziehe ich an? Welchen Wagen nehmen ich? Wohin gehen wir? Ich wusste ja nicht viel über die junge  Dame. Sollte ich nun einen auf elegant und Gentleman machen oder doch wieder den Rocker raushängen lassen (Nein nicht so wie Ihr denkt! Also ehrlich schämt Euch!) Rein vom Gefühl tendierte ich zum Geländewagen, Jeans und Lederjacke. Bloß nicht zu sehr auf dicke Hose machen! Andererseits...Was wenn Sie sich so richtig schick macht? Abendgarderobe?

Und dann fiel mir der alte Sun Tsu ein: Das Schlachtfeld selbst bestimmen und so....

 

Ich rief also bei meinem schwulen Kumpel Manni an und sicherte mir Karten für einen Travestie-Nachtclub. Da konnte man in schicker Kleidung einen netten Abend verbringen. So nun musste ich nur noch Lisa informieren um sicherzustellen, dass auch sie wusste was so geplant war. Doch die kleine Lady kam mir zuvor! Das Telefon klingelte gerade als ich bei ihr anrufen wollte. Ich kann es ja nicht oft genug sagen ( mit ihrem spanischen Akzent) sie klingt so süß! Sie fragte, ob ich Lust hätte, auf Mexikanisches Essen? Nun war ich verdutzt, und wusste nicht ob ich ihr von der Travestie-Show erzählen sollte. „Klar“, sagte ich. “Warum nicht?“

„Gut ich lade Dich ein!“

Holla, da war ich schon perplex. Schließlich kenne ich das eigentlich anders herum! „Wo soll ich Dich abholen?“ Nun war Mops sprachlos. Die Lady hatte meine „Sun Tzu“ Strategie, komplett über den Haufen geworfen. Doch dann fiel mir ein das der „olle“ Sun auch gesagt hatte, dass „wer den Wandlungen des Gegners folgen kann und dadurch siegt, das Prädikat Genial verdient“. Also ließ ich mich auf das Spiel der Lady ein. Ich nannte ihr einen Treffpunkt und vereinbarte eine Uhrzeit.

 

Zur angegeben Zeit wartete ich am Treffpunkt! Ich hatte mich für einen Ledernen Gehrock, schwarze Jeans und schwarzes T-Shirt entschieden. Beim Mexikaner musste man ja nicht zu elegant aufschlagen. Außerdem hatte ich nicht vor eine Show abzuziehen. Bei Geschichten, die sich ernsthaft entwickeln könnten, war jede Show ein Fehler. Also blieb ich ganz Mops.

Da ich nicht wusste auf was für ein Auto ich achten sollte stand ich zehn Minuten lang rum wie bestellt und nicht abgeholt. Dann stoppte plötzlich ein fetter BMW Geländewagen neben mir. Die Scheibe fuhr herunter und Lisa, die immer mehr aussah wie Salma Hayek, lächelte mich herausfordernd an. „Holla Senor, sie hatten ein Taxi bestellt!“

Ich musste Grinsen. “Ein Taxi, und keinen Panzer, Seniorita!“

Sie lachte.“ Gringo, Du weißt nicht wie ich fahre! Vielleicht wirst Du noch dankbar sein, dass es ein Panzer ist?!“

 

Im Bezug auf ihren Fahrstil hatte die Dame recht. Es war toll anzusehen, wie sie erzählte dabei fuhr wie ein Henker und noch die richtige Musik am Radio einstellte. Bei allem war sie einfach hinreißend.

Beim Mexikaner war es dann klasse. Ich ließ sie das Essen aussuchen, was ihr sichtlich Freude bereitete. Wir plauderten und lachten. Allmählich wurde mir bewusst, dass mich die kleine Lady faszinierte. Das blitzen ihre Augen, das Krausen der Nase und das unbeschwerte, spanische Temperament, zogen mich in ihren Bann. Keine Frage: Die Lady hatte Feuer und dieses Feuer tat mir gut. Sie konnte erzählen und auf eine kindlich naive Art zuhören. Dann um 22Uhr schaute sie nachdenklich auf die Uhr und ich dachte schon, dass nun der Moment kommt wo sie feststellt, dass es mit mir nicht so nette war! Wir kennen das ja alle, man verabredet sich mit jemanden und stellt dann fest, das es das nicht ist. Schnell findet man eine Ausrede und macht sich von dannen.

Sie fixierte mich mit ihren braunen Augen und sah mich fragend an. „Hast Du Lust einige Freunde von mir kennen zulernen?“ Hatte ich nicht, genoss ich doch viel zu sehr die Lady ganz führ mich zu haben, erinnerte mich aber wieder an Sun Tzu! „Warum nicht?“ Hörte ich mich sagen und fragte mich innerlich was nun kommen würde? „Bueno“, knallte sie 70 Euro auf den Tisch und zog mich an der Hand aus den Laden. Ich kann mir nicht helfen, aber der Abend fing an mir Spaß zu machen. Ich mag es wenn Frauen, einen Mann überraschen und verwirren können. Wir fuhren eine gute ¾ Stunde hinaus aufs Land. Wir plauderten darüber wie sie nach Deutschland gekommen ist. So erfuhr ich, dass Lisas Vater ein Spanischer Geschäftsmann ist, und ihre Mutter eine Deutsche Musiklehrerin! Ihre Eltern leben in Andalusien, wo Lisa bis zu ihrem 17 Lebensjahr aufgewachsen ist. Da sie aber beide Staatsangehörigkeiten hat, hatte ihre Mutter darauf bestanden, dass klein Lisa auch führ eine Zeit in Deutschland leben sollte. Und seit dem Lebte sie bei ihrem Onkel, einem Bremer Kaufmann und seiner Familie. Das Sportgeschäft gehörte übrigens besagtem Onkel (also gilt die Frage nach der Umsatzbeteiligung wohl als beantwortet).  Ich kannte die Gegend gut durch die mich die Lady kutschierte, wohnte ich doch selbst nicht all zu weit entfernt. - Wir waren wieder im Großraum Worpswede unterwegs!  Irgendwann bogen wir von der Hauptstr. ab und folgten einem Waldweg, der auf einem prächtigen Gut endete. Auf dem hell erleuchtete, gepflasterten Hof standen diverse Luxuskarossen und nobel Kisten. Das Anwesen war aufwendig restauriert, komplett Reetgedeckt. In den Stallungen vermutete ich haufenweise Pferde, der etwas teureren Sorte.

Lisa nahm mich bei der Hand, wobei es toll war ihre Haut zu spüren. Sie wirkte zart, zerbrechlich, geschmeidig und kraftvoll zugleich. Wir passierten kleine Grüppchen, von Menschen, die Lisa alle mit einem freundlichen „Hallo“ begrüßten. Mich musterten die „Herrschaften“ eher neugierig. Ich versuchte also cool und lässig zu wirken. Als wir das große Haupthaus durch die große Dielentür betraten, hakte sich der kleine Spanische wirbelwind bei mir unter (was gelinde gesagt ein tolles Gefühl war) und zog mich sicher durch die hier versammelten Menschen. Ich muss gestehen, dass ich schon einiges gesehen hatte aber dieses Gut war ein Hammer. Die Diele auf der man früher Vieh hielt und Landwirtschaftliche Gerätschaften verstaute war komplett im Stil eines alten Rittersaales ausgebaut. Eine U-förmige Tafel, bildete das Herzstück an dem viele elegant gekleidete Menschen saßen (offensichtlich war das Essen schon gelaufen und man war zu flüssiger Nahrung übergegangen.) Rechts neben dem Eingang gab es einen Tresen mit Zapfhähnen und hübscher Bedienung, wo sich eine ganze Reihe von Gästen tummelte. Ein Diskjockey berieselte die Feier mit mächtig „altbackener“ 70iger Jahre Musik. Links vom Eingang brannte in einem breiten Kamin ein mächtiges Feuer. Davor standen rustikale Bänke, auf denen einige Hübsche Damen in tiefsinnige Gespräche vertieft saßen. Lisa, Die alle Anwesenden freundlich, auf die Distanz begrüßte, warf mir einen prüfenden Blick zu. „Mein Onkel, gibt heute eine Gesellschaft, für seine Jagd- und Geschäftsfreunde“. Aha, dachte ich. Und das wo ich Jäger nicht unbedingt  schätzte. Auch schätzte ich den alten Bremer „Geldadel“ nicht besonders. Aber, das behielt ich besser für mich. „Er veranstaltet morgen eine Treibjagd, und da gehört es sich, dass man vorher einen schönen Abend verbringt.“ Flüsterte sie mir verschwörerisch zu. „ Mit Restalkohol im Blut, schießt man besser, was?“ konnte ich mir nicht verkneifen! Sie runzelte kurz spöttisch die Stirn unterließ jedoch einen Kommentar. Irgendwie spürte ich wie sie innerlich über mich lachte.

Sie stellte mich ihrem Onkel und ihrer Tante und noch einer ganzen Reihe von Menschen (die ich alle nicht mochte) vor. Zu fortgeschrittener Stunde legte der DJ einen Flamenco auf und Lisas Onkel (ein grauhaariger hagerer Mann von Aristokratischer Gestalte,) rief: „Lisa tanz für mich.“ Und dann tanzte die kleine Lady einen Flamenco wie man ihn in Görmany wohl nur sehr selten geboten bekommt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war ich völlig verzaubert. (Ihr könnt jetzt denken was Ihr wollt. Aber wenn ein Dame singen oder tanzen kann, ist es um mich geschehen.) Fasziniert konnte ich die Augen nicht von ihr lassen. So bemerkte ich nicht wie Lisas Tante neben mich trat. Übrigens eine nette –echte- Dame! Warmherzig und mit wachem Verstand. „Sie sind anders!“ Sagte sie gerade so laut, dass ich sie über die Musik hin verstehen konnte. „Verzeihung?“, gab ich irritiert zurück. Schließlich war ich eigentlich damit beschäftigt sabbernd mit offenen Mund der kleinen Lisa beim Tanzen zu zusehen. „Sie sind erwachsen“, erklärte Tantchen ernst. Ich musste grinsen. „Wieso spielt sie sonst nur mit Minderjährigen?“ Tantchen hielt mir ihre Hand hin. „Wollen Sie mich ein Stückchen begleiten? Ich benötige etwas Luft.“ Nein,  das wollte ich eigentlich nicht! Schließlich war ich ja noch mit Sabbern und Gaffen beschäftigt. Aber, wie konnte ich einer Dame einen Wunsch abschlagen? Also erinnerte ich mich an die Tanzschule und den „Knigge“ und offerierte der alten Dame meinen Arm zum unterhaken. Gemeinsam schlenderten wir hinaus in die (führ die Jahreszeit viel zu milde) Abendluft. Tantchen zog mich hinüber zu den Stallungen. Dort zeigte sie mir die edelsten und teuersten Pferd. Sie trieb nette unkomplizierte Konversation bevor sie zum Punkt kam. „Lisa wird mal sehr reich sein! Sie werden verstehen, dass wir aus diesem Grunde sehr genau darauf achten mit wem sie Umgang pflegt.“ Sie machte eine ernste Pause und sah mich prüfend an. Na super, dachte ich.... Schon als Heiratsschwindler entlarvt. Dabei hatte ich mir so viel Mühe gegeben harmlos zu wirken. „Wir haben eine gewisse Verantwortung für die junge Dame, und sind immer in Sorge, dass sie unter die Räder kommen könnte.“ Ich tat ahnungslos. „Und warum sorgen Sie sich nun ausgerechnet wegen mir? Sie sollten sich lieber über ihren Fahrstil Gedanken machen!“ Das brachte Tantchen zu lachen. „Ich will ihnen nicht in die Parade fahren, nur Sie sind eben anders als alle die anderen Jungs  die Lisa bisher angeschleppt hat.“ Sie blickte mir fest in die Augen. „ Ich kenne meine Nichte und weiß, dass sie Sie mag. Sonst hätte Lisa Sie heute nicht hier her gebracht.“ Sie nahm meine Hand und hielt sie fest “Tun sie ihr nicht weh!“.

 

HALLO Das hatte ich auch nicht vor! „ Seien Sie unbesorgt“, gab ich ernst zurück. „Ich bin nicht an Ihrem Geld interessiert!“ Tantchen sah mir noch fester in die Augen. „Das macht Sie ja  gerade so gefährlich, junger Mann!“ (Frechheit mit 40 noch „Junger Mann“?!)

„Tantchen, sollst Du mir immer die Männer ausspannen?“, Erklang plötzlich Lisas Stimme hinter uns. Verschwitzt stand die kleine Lady im Eingang zu den Stallungen. Die alte Dame drückte meine Hand noch fester. „Sie mag Sie!“ Geschmeidig kam Lisa näher. Ihre Augen blitzten gefährlich auf. „Hat sie Dir gesagt, dass Du Dich von mir fernhalten sollst?“ Ich lächelte Beruhigend. „Wir hatten nur  ein nette Gespräch!“ Ich zog eine Visitenkarte  aus der Brieftasche und steckte ihn Lisas Tante zu! „Nur damit Sie wissen mit wem Ihre Nichte sich so rumtreibt.“ Und schon spürte ich wie sich die kleine Lady in meinen Arm schmiegte und ihre Tante herausfordern ansah.......

 

So Ihr lieben, ich werde die Geschichte ein anderes Mal weitererzählen. Doch nun muss ich mich um meinen Kumpel Didi kümmern. Der Gute ist nämlich fremdgegangen und in der Folge zu hause rausgeflogen. Und dreimal dürft Ihr raten wo mein bester Freunde jetzt (vorübergehend) wohnt ;-).